Hallo allerseits,
nachdem ich hier die letzten Jahre immer schon reingelesen habe und vor allem in den letzten Monaten sehr viel Wissen über den Selbstbau einer LifePo-Batterie aneignen konnte, schreibe ich jetzt mal meinen ersten Post.
Es geht um das komplette Setup für eine LifePo4-Batterie.
Bisher hatte ich eine 120 Ah-AGM-Batterie. Geladen wurde die über das CTEK D250SA, der als Ladebooster über die Lichtmaschine und MPPT-Regler für die Solaranlage (100W) gedient hat. Wenn irgendwo mal am Strom, hatten wir noch zusätzlich das CTEK MXS 10.
Die AGM-Batterie ist nach zwei Jahren intensiver Nutzung (und auch mal Tiefenentladung) aber mittlerweile kaputt und so musste sie inzwischen einer LifePo4-Batterie, Marke Eigenbau, weichen.
Die LifePo4-Batterie hat 300Ah und ein Daly-BMS mit 300A. Angeschlossen ist bereits ein 3000W-Wechselrichter. Die Idee ist, mittelfristig möglichst ohne Gas auszukommen, d.h. den Induktionsherd (2500W) täglich bis zu einer Stunde nutzen zu können (in der Praxis wohl meistens kürzer, bzw. mit weniger Leistung, da Schnellkochtopf usw.). Das ganze sollte länger auch autark funktionieren. Ich weiß, das ist ambitioniert. Aber man kann es ja probieren und Versuch macht klug.
Wir sind jetzt grade in dem Setup mit der Batterie und den "alten" Geräten in Portugal unterwegs. Die beiden CTEK-Geräte sind aber einerseits unterdimensioniert (20 A bzw. 10 A Leistung). Und andererseits sind sie ja gar nicht für LifePo-Batterien ausgelegt, d.h. auf Dauer will ich sie eh durch passende Geräte ersetzen. Ich habe tatsächlich auch schon komische Probleme mit dem D250SA, welches die Bordbatterie nicht weiter laden wollte, weil die Starterbatterie voll war (Sicherung raus und wieder rein hat geholfen).
Da unsere Finanzen begrenzt sind, können wir nicht alles auf einmal kaufen und einbauen, was benötigt wird. D.h.: ein stufenweise Ausbau wird notwendig.
Und da schwirrt mir extrem der Kopf, wenn ich mir versuche, einen Reim darauf zu machen, was an Ladetechnik sinnvoll ist.
Wenn ich das richtig sehe, benötige ich:
- Mehr Solarmodule (da bin ich gerade dabei zu schauen, was überhaupt noch oben aufs Dach passt, die verfügbaren Flächen sind begrenzt. Mit Glück und Tüftelei kann ich aber wohl noch 300 W (insgesamt 400W) drauf kriegen. Allerdings sind das dann jeweils unterschiedliche Module (2x 90 W und einmal 120W) mit unterschiedlicher Spannung).
- Ein MPPT-Ladegerät, das für die Wattleistung ausgelegt ist
- Einen Ladebooster (Victron mit 30A oder doch 50A? Oder lieber zwei 30A, so dass ich sie bei der Fahrt zuschalten kann, um die Lichtmaschine nicht heißlaufen zu lassen)
- Ein Ladegerät mit deutlich höherer A-Leistung, sodass ich die Batterie an der Steckdose schnellladen kann (Wir stehen fast immer frei, ab und zu fahren wir dann mal auf einen Campingplatz. Dann wäre es natürlich toll, wenn ich zum Vollladen nicht 72 Std. brauche :wink: )
Benötige ich dann zusätzlich noch einen Shunt o.ä. um dafür zu sorgen, dass über Solar auch die Starterbatterie mal mitgeladen wird?
Welche Geräte würdet ihr empfehlen?
In welcher Reihenfolge würdet ihr das angehen, wenn die Mittel begrenzt sind?
Habe ich irgendwelche groben Denkfehler?
Oder gibt es irgendein geniales System, dass das alles miteinander kombiniert?
Wenn wichtige Angaben fehlen, bitte einfach nachfragen. Ich gebe auch gerne noch mehr Preis. :D
(Edit: achja: gerade haben wir noch zusätzlich einen 160W-Solarkoffer im Einsatz,d er mit einem eigenen MPPT-Regler an die Batterie angeschlossen ist. Das war aber ein Billigteil und bringt leider deutlich weniger Leistung als erhofft (vlt. maximal 5-6 A bei bester Sonneneinstrahlung).)

