BOWO am 17 Mär 2022 19:11:52 Die bekannten WoMo-Servicefirmen haben es schon verkündet (u.a. auf YouTube) und jetzt kommen die Preissteigerungen im Einzelhandel an. Wer aufrüsten will sollte sich beeilen und jetzt noch schnell einkaufen wo noch die alten Preise angeboten werden. Beispiele: MaxFan Lüfterhaube ca. + 65,-Euro Liontron LifPo4 Batterien= ca. +10% Alle Victron Produkte (Laderegeler u.s.w.) ca. 15 bis 25% teurer Stromkabel , insbesondere die benötigten 50 und 100mm Kabel für Wechselrichter u.s.w. werden im Preis mittlerweile fast verdoppelt die Liste könnte fortgesetzt werden, z.B. Truma, Ebersbächer heizungen u.s.w.
klaus1968peter am 17 Mär 2022 19:31:05 Wen wunderts wenn die Firmen ein Quasimonopol haben? Die Preise sind doch eh schon absolut überteuert aber da es ja keine Alternative gibt, können die verlangen was sie wollen. Schöne heile Welt. :evil:
Bergbewohner1 am 17 Mär 2022 19:34:40 Wie auch die Servicewerkstätten stehen wir Handwerker auch mit dem Rücken zur Wand. Wie so viele Firmen bekamen wir unser Rohholz seit 10 Jahren aus Belarus, nun fällt es unter Sanktionen. Ein Ersatzlieferrant ist nicht in sicht, von den Preiserhöhungen reden wir dabei nicht. Wir werden uns noch umgucken, was für eine Preisspirale uns noch treffen wird.
NeuerCamper2021 am 17 Mär 2022 22:08:09 Billiger Draht für die Nagelfertigung aus Rußland kommt nicht mehr. Kann keine Wickel Pins produzieren. z.B.zur Produktion von Windradflügel.
chrisc4 am 17 Mär 2022 22:40:18 Anscheinend gibt es große Lieferschwierigkeiten. Ich war bei meinem Bürstner Händler wegen Garantiearbeiten, der meinte, dass viele Ersatzteile nicht lieferbar sind. Er zeigte mir mindestens 10 Wohnmobile, die in einer Ecke auf dem Gelände stehen, er meinte, die warten alle schon wochenlang auf die Lieferung der Ersatzteile! Die Hersteller hätten teilweise selbst keine Teile um die Ersatzteile zu produzieren. Viele haben deswegen Kurzarbeit oder sind zur Zeit ganz geschlossenen :eek: Die Auslieferung von Neufahzeuge ist zur Zeit eingestellt, der Händler bekommt kaum etwas von den Herstellern! Die Teile die Lieferbar sind, haben sich extrem verteuert :!:
Ich wusste zwar, dass es Probleme gibt, aber dieses Ausmaß war mir nicht bewusst :roll:
Gruß Hans
huohler am 17 Mär 2022 23:18:12 Alles wird teurer! Heute hat Aldi zugegeben dass vieles teurer wird. --> LinkDagegen ist Campingbedarf sicher ein Luxusproblem. Hubert
mv4 am 18 Mär 2022 00:17:10 Versucht mal Stahlträger zu bestellen...oder Edelstahl/ Alu Profile... Stahl kostet über 2€ das Kilo...aber größtenteils nicht lieferbar.. Dasselbe gilt für viele Alu und Edelstahl Produkte.
DigiMik am 18 Mär 2022 00:22:29 Wie hieß es über Jahre? Ein Hoch auf die Globalisierung! In Europa wird kaum noch etwas produziert. Klamotten, Halbleiter und überhaupt alles Technische, Korea, China, Indien, dort werden die Waren produziert. Selbst Dienstleistungen werden zu Dumpingpreisen in Indien angeboten.
Mit Corona wurden in China ganze Industriezweige lahm gelegt. Auch die Ukraine-Krise wird nicht ohne Folgen bleiben. Ganze Rohstoffketten werden abgeschnitten, sei es Rohöl, Gas, Getreide, Holz.. Die ganze Welt ist durch die Globalisierung extrem fragil verzahnt. Kommt Sand ins Getriebe, stottert überall die Wirtschaft. Jetzt zeigt sich der Nachteil, dass wegen dem schnellen Mammon nichts mehr hier im Lande oder Europa produziert wird. Gewinner sind die, die noch auf Ressourcen sitzen und verlangen können was sie wollen, siehe Spritpreise oder andere Rohstoffe und Fertigprodukte.
So lange noch genug Geld im Umlauf und die Geduld groß ist, funktioniert das noch, aber lass den Zustand noch ein Jahr so andauern, dann werden wir uns noch alle umsehen.
Es ist eigentlich egal, was es ist, Womo-Zubehör ist nur ein Punkt. Investitionen sollte man jetzt schnell tätigen, egal was es ist. Ich vermute mal, dass uns die Preise bald mächtig auf breiter Front davon laufen werden, das ist jetzt vermutlich erst der Anfang.
LG vom Mikesch
mv4 am 18 Mär 2022 08:54:10 04:16 Uhr Bauindustrie: Nicht mehr genug Material für Baustellen
Die Bauindustrie in Deutschland hat wegen des Krieges in der Ukraine mit zunehmenden Unsicherheiten zu kämpfen. Lieferungen für wichtige Produkte wie Schrauben und Nägel kämen aufgrund von Sanktionen nicht mehr in Deutschland an, sagte Tim Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB), den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
"Wir können heute nicht sicher sagen, ob genügend Material für alle Baustellen in Deutschland vorhanden sein wird." Einen Baustopp für eine Vielzahl von Projekten könne er nicht mehr sicher ausschließen, sagte Müller weiter. "Vielmehr sollten wir uns heute schon die Frage stellen, welche Projekte wir einstellen müssen und auf welche wir nicht verzichten können." Mit den Vorständen großer Auftraggeber wie der Deutschen Bahn oder der Autobahn GmbH sei die Bauindustrie bereits in Kontakt. Ein weiteres Problem sind Preissteigerungen für wichtige Rohstoffe wie Stahl, Bitumen oder Aluminium.
"Teilweise werden Preise nur im Stundenrhythmus garantiert", sagte Müller. "Angebote wie bisher seriös zu kalkulieren und abzugeben, ist damit unmöglich." In laufenden Verträgen könnten die Unternehmen Preissteigerungen aber nicht weiterreichen und blieben daher auf den Mehrkosten sitzen.
Zitat Ende
huskimarc am 18 Mär 2022 08:56:48 nicht nur beim zubehör... kauf mal eine neues wohnmobil.. hab letztes im oktober ein neues wohnmobil gekauft, das würde jetzt gleich mal über 10.000 mehr kosten
Tinduck am 18 Mär 2022 09:31:52 mv4 hat geschrieben:" In laufenden Verträgen könnten die Unternehmen Preissteigerungen aber nicht weiterreichen und blieben daher auf den Mehrkosten sitzen.
Das ist natürlich Unsinn bzw. zumindest nicht für alle Branchen gültig. Bei uns im Betrieb läuft auch seit einem Jahr die 'Allokation', d. h. wir produzieren, was wir können (eigene Produktion auf 110% Kapazität) und kaufen zusätzlich Produktionskapazität in Asien zu - das ist in Summe aber weniger, als die Kunden insgesamt bestellt haben, also wird scheibchenweise zugeteilt. Die zusätzlich gekauften Wafer aus Asien kosten natürlich deutlich mehr als normal, weil alle das machen. Diese Mehrkosten geben wir natürlich an die Kunden weiter - sie haben die Wahl, entweder mehr zu bezahlen oder weniger zu bekommen, so einfach ist das. Verträge sind einzuhalten, ja. Aber kein Unternehmen begeht Selbstmord und riskiert einen Produktionsabriss, nur um die vorher vereinbarten Preise auf Biegen und Brechen durchzusetzen. Wenn man die Preiserhöhungen der eigenen Zulieferer transparent macht, geht der Endkunde auch mit - wenn er weiter im Geschäft bleiben will. Der Westen jammert aber auf hohem Niveau. Russland steht kurz vor der Staatspleite, einige dicke Couponzahlungen an Käufer russischer Staatsanleihen sind fällig, und die Russen kommen nicht mehr an ihre Devisen ran, um das zu zahlen... die haben demnächst ganz andere Probleme als ein bisschen fehlendes Bauholz. bis denn, Uwe
mv4 am 18 Mär 2022 10:21:56 ja Uwe...dann erhelle uns mal ....was passiert den bei der sogenannten "Russischen Staatspleite" ? Wer hat da die Verluste?
keine Sorge ...mir musst du das nicht erklären..ich weiß es.
gastino am 18 Mär 2022 10:48:14 DigiMik hat geschrieben:Wie hieß es über Jahre? Ein Hoch auf die Globalisierung!
Ohne Globalisierung würdest Du Dir jetzt keine Gedanken um Wohnmobilzubehör machen, weil Du keines hättest - wie auch viele andere Dinge nicht.
Jagstcamp-Widdern am 18 Mär 2022 10:48:54 unternehmen, die in öffentlichen vergabeverfahren den zuschlag erhalten haben, können preissteigerungen def NICHT an den ag weitergeben, auszer es wurde eine sogenannte "stoffpreisgleitklausel" vereinbart :!: dies ist aber in den seltensten fällen der fall..... :( im ergebnis "schiebt man" baustellen, die kosten aus den bauzeitverzögerungen beschäftigen dann über jahre die gerichte. :eek: zusätzlich wird seitens der auftragnehmer alles als nachtragswürdig angesehen und dann äuszerst fantasievoll verpreist...
da vergeht einem der bock aufs bauen!
allesbleibtgut hartmut
Bergbewohner1 am 18 Mär 2022 18:55:38 Es ist schon manchmal erhellend wie mancher denkt. So einfach ist es nicht mit Preisanpassungen, gerade bei Ausschreibungen, kann man nicht einfach daher gehen und die geballte Ladung Preiserhöhung drauf schlagen. Auch sind die Preiserhöhungen so massiv, das das ein Mensch/AN kaum noch bezahlen kann. Unsere ehemalige Bundeskanzlerin hat nach C Ausbruch festgestellt, wir müssen uns in Europa wieder auf unsere Stärken besinnen und Produktionskapazitäten zurück holen. Was tun wir :?: Kann es leider nicht schreiben :cry:
Pechvogel am 18 Mär 2022 20:34:45 Bergbewohner1 hat geschrieben:… wir müssen uns in Europa wieder auf unsere Stärken besinnen und Produktionskapazitäten zurück holen. Was tun wir :?: Kann es leider nicht schreiben :cry:
Nur funktioniert das mit dem zurückholen von Produktionskapazitäten nicht „mal eben“. Das dauert schon mal Monate wenn nicht Jahre! Übrigens: Halbzeuge aus Stahl haben sich im Preis etwa verdoppelt. Bei Edelstahl, das ja mit Legierungszuschlägen berechnet wird, locker das drei- bis vierfache und Aluminium, je nach Legierung bis zum fünffachen! Und: das zahlt man gerne! Man muss nämlich froh sein überhaupt was zu bekommen! :eek: Wir kaufen schon in Fernost die Bestände leer. Für den Neubau der Autobahnbrücken sehe ich kurz- bis mittelfristig schwarz! Grüße Dirk
ChristianF am 28 Mär 2022 16:55:56 Das ist nicht mal das eigentliche Problem. Sondern:
- selbst wenn wir hier Produktion aufbauen, wird sie aufgrund von Umwelt- und Energieauflagen so teuer, dass sie unwirtschaftlich ist - sind in DE gar nicht die Leute zu finden, die in produzierenden Betrieben arbeiten wollen. Tesla in Berlin sucht 12.000 Leute, gefunden haben sie bisher gerade mal 3000.
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