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Hallo zusammen, wir wissen, dass es hier im Forum bereits jede Menge Posts zum Thema Reifendruck am Kastenwagen gibt. Wir wollten nun aber noch einmal am konkreten Fahrzeug um eure Einschätzung und Erfahrung bitten. Es geht um einen Knaus Boxstar 600 Kastenwagen (FIAT Ducato 2.3 130 PS). Zulässiges Gesamtgewicht: 3500 kg, Zulässige max. Achslast vorne: 1850 kg, Zulässige max. Achslast hinten: 2000 kg. Gefahren werden CONTINENTAL VancoFourSeason 2 M+S mit 225/75 R16C 121/120R. Bevor der Sommer beginnt und nach dem letzten Reifenneukauf haben wir uns auf die Suche nach dem korrekten Reifendruck gemacht: - Marke in der Fahrertür Basisfahrzeugs: 5.5 bar vorne und hinten (egal welche Nutzung, egal welcher Reifen) - Bedienungsanleitung des Basisfahrzeugs: 5.2 bar vorne und hinten (bei Nutzung als Wohnmobil, mit M+S Reifen und der genutzten Größe) - KNAUS Anleitung zum Boxstar: 4.2 bar vorne und 4.8 bar hinten (Reifen in der genutzten Größe) - Auskunft von CONTINENTAL via Email: 3,5 bar vorne und 3,75 hinten (genau diese Reifen und Achslasten) Wir sind eher gemächlich unterwegs, max. 90 km/h auf der Bundesstraße und nicht viel mehr als 110 km/h auf der Autobahn. Ziel ist natürlich die "ideale Kombination" aus Laufruhe + niedrigem Verbrauch + Sicherheit :) Die Spannweite beträgt 2 bar und wir fragen uns jetzt, welchen Wert man davon am besten verwendet? Was meint ihr? Viele Grüße aus Passau Mara & Marcus Glaub Conti. Wenn du den Reifentyp und die Größe plus Achslasten bei der Anfrage korrekt angegeben hast, ist das ein Wert, auf den man bauen kann. Woher soll der Mensch, der dir die Aufkleber ans Womo gemacht hat, wissen, welche Reifen du fährst? Diesen Informationen (ebenso wie in der BDA) kann man höchstens glauben, wenn die Bereifung noch im Auslieferungszustand ist - und selbst dann machen es sich viele Hersteller einfach und geben einfach den Maximaldruck für CP-Reifen an, obwohl man zumindest vorn meist weniger Druck fahren könnte (nach Achslast). bis denn, Uwe Das kommt darauf an was die höchste Priorität besitzt. Komfort niedriger Luftdruck, Sicherheit max. Luftdruck. Bei min und max. Luftdruck die Reifen Lauffläche beobachten läuft sich das Profil in der Mitte mehr ab ist der Luftdruck zu hoch. Läuft es aussen mehr ab der Luftdruck zu niedrig. Ich habe bei mir die Angaben von Conti genommen - plus 0,2 - 0,3bar. Wir fahren seit einiger Zeit den vom Reifenhersteller vorgegebenen Druck für die tatsächlichen Achslasten mit einem kleinen Sicherheitsplus von ca. 0,2Bar. In unserem Fall sind wir dadurch von ursprünglich 5,5Bar rundum auf 3,6 vorne und 4 hinten gekommen. Im Ergebnis viel laufruhiger und keine Probleme. Moin ... Bin ebenfalls im Team "Reifenherstellerangabe + 0,2" Bei meinen Allwetter sind 5,5 Bar vorgeschrieben und die Pumpe ich bei diesen Spritpreisen auch rein. Ich habe bei mir vorne: 4,5 und hinten 4,8 bar.... klappt wunderbar :wink: Der Luftdruck im Reifen wird durch den Hersteller der Pneus in Abhängigkeit der Rad-last (Achslast) bestimmt. :!: Dies ist aber hier im Forum bereits mehrfach herausgestellt worden, warum es andere Angaben zu finden gibt aber auch. :mrgreen: Die Abweichungen haben immer negative Auswirkungen auf den Gripp, also Fahrsicherheit. ICH möchte keine Spritersparnis mit Sicherheitseinbuße erkaufen. Grüße Klaus Der Reifenhersteller ist der einzige, der den richtigen Druck für sein Produkt angeben kann. Ich orientiere mich an den Angaben des Aufbauherstellers. Ich unterstelle ihm, dass man mit entsprechenden tatsächlichen oder simulierten Testzyklen zumindest bei den Großserienherstellern zu den Angaben gekommen ist. Der Streit um des Kaisers Bart, ob nun der Reifenhersteller oder der Fahrzeug(Aufbau)hersteller kompetenter ist, ist m.E. ohnehin nicht spielentscheident. Dazu sind Beladung und damit sich verändernde Gewichte viel zu große Variablen. Gut gefüllte Sprit- und Wassertanks verändern bei unserem Fahrzeug das Gewicht auf der Vorderachse gleich mal um 200 kg. Folgt man der Drucktabelle von Conti müsste ich den Luftdruck ständig um 0,5bar anpassen. Schlimmer ist das noch auf der Hinterachse. Je nach Beladung der Garage und Füllstand des Grauwassertanks beträgt der Unterschied ganz schnell mal 400 kg oder 1,0bar. Deswegen schreibt z.B. Continental in ihrer Tabelle auch keinen Wert vor sondern spricht nur von einem empfohlenen Mindestdruck. Der Aufbauhersteller dagegen orientiert sich an diesen Variablen und nähert sich eher der Maximalbelastung, weil er weiß, dass die meisten Nutzer die Gewichtsgrenzen ihrer Mobile ausreizen. Vergleiche ich den empfohlenen Druck von Conti mit dem der BA von Dethleffs, liegen diese übrigens bei der max. erlaubten Achslast - wen wundert es - ziemlich nah beieinander :wink: Ich würde auch lieber dem Reifenhersteller vertrauen. Bei mir hat der Aufbauhersteller 5 Bar reingemacht, damit die Reifenkontrolllampe erlischt. Der Reifen der bei mir montiert ist, darf aber nur bis max 3,5 bar befüllt werden. Moin,
Continental gibt die Tragfähigkeit des Reifens per Achse bei dem (Mindest-)Luftdruck an - und da entsprechen die Angaben den angegebenen max. zulässigen Achslasten. Du meinst also, dass der Aufbauhersteller lieber die max. Tragfähigkeit des Reifens ausnutzt - und sicherheitshalber von einer Überladung > 16 - 20 % ausgeht? Mag ja sein - aber deswegen muss ein verantwortungsbewusster Belader ja dem nicht gleich folgen. Ich belasse bei mir den Luftdruck gemäß Reifenhersteller beim nächsthöheren Wert der max. zulässigen Achslast - auch wenn ich etwas weniger belade. Grüße Georg Macht es eigentlich einen Unterschied ob man "C"- oder "CP"-Reifen fährt? Grüße Dirk
Wenn man der Bedienungsanleitung des FIAT Ducato glauben darf, ja. Für den 225/75 R16 CP stehen dort hinten und vorne 5.5 bar - für die C-Version nur 5.2 bar vorne und hinten (siehe oben)
Kann man machen, ist aber eigentlich Blödsinn, weil der Aufbau-Hersteller das bei allen seinen Autos so reinschreibt. Wenn er nämlich eine Fahrzeugbasis bestellt, weiß er id.R. nämlich noch nicht, welchen Aufbau er mal da drauf setzten (Auskunft Hymer). Es ist bestimmt schon 100 Mal geschrieben worden: Der einzige richtige Weg war, ist und bleibt der, sein Fahrzeug achsweise zu wiegen, und dann nach Luftdrucktabelle des Reifenherstellers den Luftdruck einzustellen. Kugel mal nach Artus Tabelle, da hat sich mal jemand die Mühe gemacht alle mögliche Reifen in einer Tabelle zusammenzufassen. Grüße
Ersatzweise die max. Achsbelastung nehmen, da ist man auf der sicheren Seite. Die 5,5-Bar-Empfehlungen der Womo-Hersteller können sogar lebensgefährlich sein. Man kaufe ein gebrauchtes Womo, auf dem der Vorbesitzer stinknormale C-Reifen aufgezogen hat (zugelassen). Die dürfen tw. nur maximal 4,5 Bar kalt, würde ich im Sommer nicht gern mit 5,5 Bar kalt durch die Gegend fahren. Neben der Empfehlung, sich den korrekten Reifendruck aus der Tabelle des Reifenherstellers zu holen (entweder mit der tatsächlichen oder der maximal zulässigen Achslast) würde ich ebenfalls dringendst empfehlen, in keinem Fall den auf der Reifenflanke aufgedruckten maximalen Druck zu überschreiten, egal was in der BDA oder am Radkasten steht. Alle Druckangaben immer bei kalten Reifen. Wer ein RDKS mit Druckanzeige verwendet, weiss, dass die Reifen im Sommer nach längerer Fahrt auch gerne mal 0,6 Bar mehr haben als im kalten Zustand. Also besser nicht nach Autobahnfahrt den Druck anpassen. bis denn, Uwe
Aus diesem Grund orientiere ich mich an der maximalen, tatsächlichen Achslast bei voller Beladung. Dennoch komme ich damit lt. Reifenhersteller Michelin niemals auf die vom Aufbauhersteller geforderten 5,5Bar, sondern auf die weiter oben genannten Werte.
Die Antwort ist komplex: Die Werte sind alle sind richtig und falsch!! Vor allem durch deinen Nachsatz: Ziel ist natürlich die "ideale Kombination" aus Laufruhe + niedrigem Verbrauch + Sicherheit :) Die Spannweite beträgt 2 bar und wir fragen uns jetzt, welchen Wert man davon am besten verwendet? Welchen der Eigenschaften priorisierst du denn? Bei niedriger Spritverbrauch nimmst du den maximalen Luftdruck, bei Comfort und Schnee nimmst du den niedrigsten.. Der Kompromiss ist die Angabe des Reifenherstellers bei deinem Reifen/Reifengröße und den zul. Achslasten. Gruß Andreas Ich habe auch den Kastenwagen mit 6 Metern und Michelin-Reifen. Bei Carsten Stäbler hinten Goldschmitt-Luftfedern eingebaut und vorne andere Federn. Laut Stäbler hinten 4,2 und vorne 3,8. Gruß Andreas Continental kennt seine eigenen Reifen und hat dir den RICHTIGEN Druck gegeben. Es ist nicht ungewoehnlich das Fahrzeughersteller schlicht den hoechsten Druck angeben. Sie wissen ja nicht welchen Reifen du drauf hast und gehen auf Nummer Sicher. Extem Beispiel gefaellig: VW Touareg V8 Tuerschild 2,3 rundum mindestens - voll beladen bis zu 3,1 auf der Hinterachse. Auskunft Dunlop fuer die Reifen 2.0 rundum und voll nie mehr als 2,2 bar. Und sie fuhren sich damit perfekt 80tkm lang zwei Reifensaetze. Testweise Hankook gleiche Groesse zwischendurch. Auskunft des Herstellers - festhalten - 2,8 bar minimum - bei Nutzung Hoechstgeschwindigkeit [265kmh] 3,1bar. So fuhren sie sich auch bockelhart und laut und gingen zurueck. Gute Reifen mit einer ordentlichen Karkasse muss man nicht bis zum platzen aufblasen. Reifen ist nicht gleich Reifen.
Wenn man richtigerweise, wie Du, die max. tatsächliche Achslast nimmst, passt es eh immer. Bei max. passt es und wenn das Fahrzeug mal etwas leerer ist, dann hat man eben etwas zuviel Druck drauf - "so what" Grüße
Servus Würde ich genau soo machen, und diesen Druck bei ca 15Grad im Frühjahr reinfüllen. Dann nur bei diesen Temperaturen messen. Wenn du bei anderen Temperaturen misst, und anfängst auszugleichen kommst in eine Reifenfüll- und Ablassschleife. Bei mir werden die Reifen mit ELV überwacht, auch die Temperatur mit Luftdruck verglichen, und am besten fahr ich mit dem Druck den conti vorgibt, bei änlichen achslasten wie du. Meine Orientierung gilt der Herstellerangabe in Zusammenhang mit der typischen Achslast fürs Reisen und typischer Reisegeschwindigkeit - letztere spielt bei schneller gefahrenen schweren Fahrzeugen eine bedeutende Rolle. Wer mit seinem Womo gerne 130+ km/h fährt, wird etwas mehr Luftdruck brauchen (gilt auch für SUV mit 160+ bzw PKW mit 200+ "Reiserichtgeschwindigkeit"). Dass ein höherer Reifendruck grundsätzlich sicherer sein soll wie hier oft geschrieben wurde, halte ich für ein Märchen. Grund für diese Orientierung: Gegen den Aufbauer spricht, dass dieser in der Regel so klein ist, dass er kaum Kapazitäten für ausführliche Tests hat. Diesen Werten unterstelle ich eine mehr oder weniger strukturierte empirtische Grundlage. Gegen den Hersteller spricht, dass er einen Wert angeben muss, der für die meisten Reifen funktionieren muss. Bezogen auf den konkreten Reifen, dein ich einzusetzen gedenke ist das bestenfalls eine Orientierungshilfe. Gehen den Reifenhersteller spricht eigentlich nichts, der kennt den Reifen, die Achslasten und verfügt über eine spezialisierte Testabteilung (man unterscheide Hersteller von Brand). Manchmal gibt es Reifen-Fahrzeugkombinationen, die unglücklich sind obwohl die technischen Daten passen. Dagegen hilft der Erfahrungsaustausch unter Besitzern gleicher Fahrzeuge.
Hallo, ich habe es mir etwas einfacher gemacht. Ich habe die Achslasten aus den Papieren genommen: Achslast HA 2.240kg, Achslast VA 2.000kg, damit in die Reifentabelle von Conti, Tabelle VancoCamper, Zeile 225 75 R16 CP 116R und folgende Werte herausgelesen: HA: 5,0 bar, VA: 4,25 bar. Und damit bin ich lässig unterwegs. Einmal nach dem Wechsel von Winter/Sommer (und umgekehrt) Reifendruck geprüft und fertig ist der Lack. Den Rest übernimmt das aktive RDKS.
Ich vermute, du fährst mit Maxi-Chassis und >3,5t? In unserem Fall haben wir das Maxi-Chassis, aber eine Ablastung auf 3,5t zGG (und nein: Ich will jetzt keine Diskussion über das Pro und Kontra einer Ablastung anzetteln... :D ). Da habe ich dann die gewogenen, tatsächlichen Achslasten genommen und für volle Beladung hochgerechnet, plus ein kleines Sicherheitspolster für den Fall, dass die Beladung stark einseitig auf der HA erfolgen sollte. Da ich mit dem Fahrzeug nicht mit 4,2t tatsächlichem Gewicht rumkurven werde, wollte ich auch nicht den Luftdruck dafür auslegen :) Auf alle Fälle war der Wagen bei Auslieferung mit den 5,5Bar in den Michelin Agilis CP Reifen eine Katastrophe - ich wollte schon fast direkt umkehren und dem Händler das Ding wieder auf den Hof stellen. Mit angepsstem Luftdruck ist es immer noch keine Limousine, aber ich habe jetzt keine Sorge mehr, dass sich meine Plomben aus den Zähnen lockern :mrgreen: Hallo, hier wird ja öfter die Conti-Tabelle erwähnt. Hat schon mal jemand eine Reifendrucktabelle für Pirelli gefunden? Viele Grüße Jürgen Moin,
das Einzige, was ich jemals gefunden hatte - und was tatsächlich noch aufrufbar ist-, ist --> Link Leider ein bischen alt ... Habe allerdings nie bei Pirelli mal direkt nachgefragt ... :wink: Grüße Georg Hallo, ich werde demnächst "Barum Vanis AllSeason 225/70 R15" montieren lassen. Aufgrund diese Trödt, habe beim Techn. Kundendienst wegen Reifendruck angefragt. Als Antwort bekam ich einen Auszug vom "Continental Technischer Ratgeber" mit der Reifendrucktabelle je Achslast. Kastenwagen Peugeot Boxer Light 3,5t Damit werde ich mit VA/HA 1700kg 3,8bar gut unterwegs sein. Hallo,
ich habe dikrekt nach deinem Beitrag ein Mail über das Kontaktformular an Pirelli geschickt und ... ... ... bis heute keine Antwort erhalten. :( Viele Grüße Jürgen
WER erzählt denn sowas ![]() Die bisher von mir gefahrenen Fahrzeuge einschließlich Motorräder mit unterschiedlichen Reifenfabrikaten haben sich bei max. Luftdruck zickig verhalten. Besonders beim WoMo habe ich bei FIAT-Vorgabe festgestellt, 1.) daß sich die Traktion erheblich verschlechtert hat (besonders bei Feuchte oder Nässe), das Bremsverhalten negativ beeinflußt wird, 2.) das Fahrzeug bei Spurrillen unruhig wird und bei böigem Seitenwind sehr empfindlich ist und man ständig die Spur korrigiert. 3.) Zudem ist festzustellen, daß besonders der Vorderreifen in der Mitte erheblich schneller verschleißt (bedingt durch Antrieb und Bremskräfte), was darauf hindeutet, daß die Lauffläche nicht zu 100% genutzt wird. Ursächlich ist der durch den hohen Luftdruck verringerte Mikrogrip dafür verantwortlich. Unser WoMo ist serienmäßig mit Michelin Agilis Camping ausgestattet, der m.E. nicht gerade zu den Topp-Reifen gehört und auch nicht nach einer erneuten Montage schreit. Das Gesamtgewicht ergibt sich aus vorderer Achslast 1.500kg und hinterer Achslast 2.350kg. Lt. Luftdrucktabelle des Herstellers sind die Reifen mit VR: 2,5bar (1.496kg) und HR: 4,25/4,5bar (2.286/2.394kg) zu befüllen. Befüllt habe ich die Reifen mit 3,0/4,0bar. Ein paar Zehntel rauf runter ist nahezu unerheblich, ändert sich der Druck eh durch Außentemperatur, Fahrweise, Geschwindigkeit usw. Das Fahrzeug fährt sich weitaus angenehmer als mit FIAT-Vorgaben, da FIAT wohl der Meinung ist, alle produzierten Chassis fahren als Lkw mit max. Beladung durch die Lande. Der VR mit 3,0bar ist angenehm zu fahren und dabei etwas stabiler beim Kurvenfahren. Das Fahrzeug ist haupsächlich mit ca. 3,4t unterwegs, sodaß der Druck der HR auf 3,5bar reduziert werden könnte. Aber wer möchte ständig auf die Waage fahren und ständig den Druck anpassen - da wär man ja päpstlicher als der Papst ![]() Dass die Fahreigenschaften mit maximal zulässigem Druck schlechter sein können, wenn sie nicht mehr zur Achslast passen stimmt. Aber das sind - je nachdem, wie nah man an der maximalen Tragslast ist - oft nur Nuancen. Ein zu niedriger Druck birgt aber die Gefahr von Laufflächenablösungen und Reifenplatzern durch zu hohe Walkarbeit und Erhitzung, was wesentlich kritischer ist. Deshalb gilt (wenn man die realen Achslasten nicht kennt): Reifen mit maximal zulässigem Druck beaufschlagen (Reifenflanke) - und dann möglichst schnell auf die Waage, achsweise wiegen, dafür den korrekten Reifendruck ermitteln und dann einstellen. Die Womo-Hersteller empfehlen meist den Maximaldruck - eben weil man sich damit in die 'sichere' Richtung irrt, wenns nicht passt. Leider lassen sie dabei ausser Acht, dass nicht unbedingt CP-Reifen als Zweitbereifung montiert werden. Deshalb nie weiter aufpumpen als auf der Reifenflanke zugelassen ('Max Pressure'). bis denn, Uwe
Alle Reifenfabrikate und -typen unterscheiden sich in Qualität und Charakteristik und wie die Reifen sich im Betrieb verhalten, weiß der Hersteller mit Hilfe seiner Testfahrer am besten. Besonders bei Motorrädern werden die Unterschiede sehr deutlich und seien es nur Nuancen. Auf keinem anderen Fahrzeug ist man näher an den Reifen. Weil ich gerade das Motorrad ansprach: Hier haben meine Kollegen und ich des öftern beobachtet, daß gleiche Modelle zu unterschiedlichen Zeiten mit unterschiedlichen Reifen ausgeliefert werden - eben je nachdem, welcher Hersteller das bessere Angebot abgegeben hat ![]() Bei den Fahrzeugherstellern ist es eher der financial controller, der die Montage des Reifens x,y oder z bestimmt. Die Automobilindustrie ist dafü bekannt, daß sie um die 3. Stelle nach dem Komma feilscht. Technische Einkäufer und Entwickler haben tlw. lediglich die Aufgabe, den Kontakt zwischen Fz-Hersteller und Lieferant zu waren. Eher vertraue ich Bekannten, von denen ich weiß, wie sie fahren, aber auch meinem Reifen-Fritzen, bei dem ich schon viele Jahre Kunde bin.
Die Zeiten sind ja nu´ vorbei seit der Reifenhersteller, selbst bei gebrauchten Motorrädern, eingetragen werden muss. Grüße Dirk Hallo zusammen, wahnsinn was hier teilweise für hohe Reifendrücke gefahren werden. Die maximalen Achslasten werden ja in der Regel nie vorne und hinten gleichzeitig erreicht. Am besten einfach mal auf einer Waage Achsweise wiegen und dann dementsprechend den Druck anpassen. Ich fahre mit 3,5 t zulässigem maximalem Gesamtgewicht in der Praxis vorne ca. 3,1 bar und hinten ca. 3,4 bar. Auch bei „zügiger“ Fahrweise. Werksbefüllung war auch rundum 5,5 bar. Da fällt die Kiste ja schon bei dem kleinsten Kieselsteinchen auseinander. Grüße Horst
Bei Laufflächenablösung bist Du aber schon beim worst case und nur ein gefühlsberfreiter Fahrer bemerkt nicht das veränderte Fahrverhalten. Auch wer sich um sein Fahrzeug kümmert und an dessen Zustand interesssiert ist, wird beim Betrachten der Räder feststellen, daß der Luftdruck zu niedrig ist. Ok, an der Stelle muß auch erwähnt werden, daß es Fahrer gibt, die zum Autoteileshop gehen und sich einen neuen Ölmeßstab kaufen, weil der alte nicht mehr bis zum Öl reicht. Es sei auch erwähnt, daß diejenigen, die absolut kein Interesse an oder Talent für Fz-Technik haben, mit den Fz-Hersteller-Vorgaben sicherer unterwegs sind. Das sind wohl auch die, die nicht wissen wie eine Motorhaube geöffnet wird und zum Wischwasser-Nachfüllen in die Werkstatt fahren.
Das kenne ich.... habe auch zwei Mal an Pirelli, beim zweiten Mal auch etwas deutlicher mit Hinweis darauf, dass man bei Conti die Tabelle direkt herunterladen kann, hat aber nichts geholfen. Also zum Telefon gegriffen und die Hotline angerufen. Der Mitarbeiter konnte sich an meine Mails erinnern, er hätte aber dafür noch keine Zeit gehabt, zu viele Rennsport-Aktivitäten... Dann hat er mir die Werte genannt und auch noch mal per Mail geschickt.
Ein Thema bleibt es trotzdem, hast Du bei einem Hersteller unterschiedliche Typen einer Größe ![]() Nur mal ein Beispiel mit Bridgestone (es könnte auch ein anderer Hersteller sein): Größe 120/70R19: Battlewing 501, Battlax A40, Battlax A41, Battlecruise H50, EXEDRA Max -> 5 Typen unterschiedlichen Charakters Continental Größe 170/60R17: CRA2/3 oder 4, CTA2/3 oder 4, TKC 70, TKC 80, Motion, CSA2/3 oder 4 -> 12 Typen unterschiedlichen Charakters Das ist nur mal eine kleine Auswahl, die für Dich zur Entscheidung stehen ![]() Ja, es gibt viele öffentliche, kostenlose Waagen, über die man Werktags mal schnell rüberfahren kann. Erst Vorderräder drauf, dann ganzes Fahrzeug drauf und zuletzt nur Hinterräder drauf. 3 Werte notieren und fertig. Ich habe für meinen Kastenwagen folgende Tabelle gemacht: Continental VanContact Camper 225/75 R16 CP 118R M+S aus Continental-Datenblatt (S. 90-91) - VA: 3,0=1685, 3,25=1800, 3,5=1910 (bar=kg) - HA: 3,0=1515, 3,25=1615, 3,5=1715, 3,75=1815, 4,0=1910, 4,25=2005, 4,5=2095 (bar=kg) oder lt. WoMo-Hersteller 5,5 bar Praxis: - VA: ohne Messung 3,35 bar für 1850 kg (max. Wert in Fahrzeugschein) - VA: mit Messung 3,0 bar für 1440 kg - HA: ohne Messung 4,25 bar für 2000 kg (max. Wert in Fahrzeugschein) - HA: mit Messung 3,0 bar für 1240 kg Aktuell wiegt mein Fahrzeug 2680 kg, also fahre ich mit 3,0 bar vorne und hinten und wenn ich lange Autobahnstrecken fahre, auch mal 0,2 bar mehr, aber nicht bei Frostgefahr. Vielen Dank für die Informationen Endlich mal jemand, der es verstanden hat und den richtigen Luftdruck fährt. Die 5,5 bar Originalangabe ist schwachsinn. Selbst die maximalen Achslasten sind absoluter Nonsens. Einfach mal das Gesamtgewicht der Kiste in Achslasten aufteilen und schon hat man einen vernünftigen Wert für die Reifen. Meistens liegt der bei der Max. 3.5t fraktion vorne bei guten 3 Bar und hinten zwischen 3,1 und 3,8 bar, je nachdem. Alles andere… :?
Warum hat der gleiche Reifen als Vorderreifen eine höhere Traglast als als Hinterreifen ( bei gleichem Luftdruck )?? Grüße Dirk Hallo, Anbei der link zur Michelin Reifendoku. Auf Dokument Seite 98, bzw Dateiseite 50 (2 Dokuseiten sind auf einer Dateiseite) Hier sind die Reifendrücke der verschiedenen Reifen-Typen, -Größen,-Belastung für den Agilis CP angegeben. Ich hoffe, diese Info hilft weiter. Wichtig, wie oben bereits geschrieben, sind die tatsächlichen Achslasten zu ermitteln. --> Link Grüße OpasGarage danke für den tollen Link! |
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