Schon am Donnerstag dem 24. Mai ging es am Nachmittag los. Zwar herrschte lebhafter Berufsverkehr, aber nach kaum mehr als 2 Stunde und knapp 190 km überquerten wir die Grenze nach Frankreich zwischen Kandel und Lauterbourg. Wer uns kennt weiß wohin der nun nächste Abstecher führte- logisch- in einen Supermarkt.
Tanken für 104 cent und ausreichend Getränke einladen und schon konnte es weiter gehen. Als ersten Übernachtungsplatz hatten wir uns einen offiziellen Stellplatz vor dem Campingplatz von Rothau bei Schirmeck ausgesucht. Er war leicht zu finden, lag landschaftlich sehr schön und war richtig gut ausgestattet. Für 8 Stellplätze waren 18 Stromanschlüsse vorhanden, es gab Sitzbänke und Tische, Lampen die nach Bedarf angingen und eine Flot Bleu Entsorgungsstation. Es gelang uns aber weder abends noch morgens die tatsächliche Gebühr für diesen Platz zu erfahren ….und außerdem gelang es uns nicht, den Platz zu bezahlen. Es war einfach niemand da, der Interesse daran gehabt hätte. Leider hatten der Stellplatz und noch viel mehr der Campingplatz einen ganz entscheidenden Nachteil, eine stark befahrene Eisenbahnstrecke mit Güter- und Personenzügen führt sehr nahe daran vorbei. Schade.
Am nächsten Morgen ging es dann nach ausgiebigem Frühstück schon zeitig weiter. Über unseren ersten Col fuhren wir nach Ste Marie aux Mines eine Stadt mit einer ehemaligen Silbermine. Die kann man im Sommer besichtigen – allerdings nicht an einem Freitag im Mai. Also bummelten wir bei 33° im Schatten durch den lang gestreckten Ort, genehmigten uns ein ausgiebiges französisches Mittagsmenü und setzten dann unsere geplante Fahrt über verschieden Cols fort. Die Straße war nun viel schmaler als vorher und für Fahrzeuge über 3,5t gesperrt. Zunächst ging es zum Col de Bagenelles, dann zum Col de Bonhomme, als nächstes Col de Calvaire und zu guter Letzt zum Col de la Schlucht. Alle zwischen 1000 und etwa 1200m hoch. Überall auf dieser so genannten Route de Crêtes schöne Parkplätze mit Übernachtungsmöglichkeiten. Über all herrlichstes Aussicht über die Täler der Vogesen und überall Radfahrer.






