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Nordnorwegen - Anreise durch Schweden?


miata97 am 08 Jul 2022 16:58:58

Liebe Norwegenkenner,

Nach unserer Vor-Corona-Reise nach Südnorwegen/Fjordnorwegen soll es diesmal deutlich nördlicher gehen. Mindestens Lofoten, vielleicht auch Senja. Nordkap reizt uns nicht.

Nun haben wir an verschiedenen Stellen den Tipp gelesen, durch Schweden zu fahren. Wir starten in jedem Fall in Oslo (Fähre ab Kiel). Der Plan wäre dann, in 2-3 Tagen zügig dort hochzufahren (entgegen unserem sonstigen Reisestil), sich dann länger auf den Lofoften/Vesteralen/Senja aufzuhalten und dann den langsamen (!) Rückweg durch Norwegen (ggf. über den Kystriksveien) zurück nach Süden anzutreten. Wir haben insgesamt 4 Wochen im August ab Oslo.

Wer hat Erfahrung mit der Route durch Schweden? Ist es sehr langweilig :-) ? Ist es wirklich schneller? Macht das insgesamt Sinn?

Für Eure Erfahrungen und konkrete Routenvorschläge wären wir sehr dankbar.

Gruß,
Thomas

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Trashy am 08 Jul 2022 17:13:33

Was du als langweilig empfindest wissen wir nicht.
Es geht eben über Land auf der E45.
Wir fahren jedes Jahr da hoch, Freunde besuchen.
Also immer an der Ostsee lang bis oben hin, dann links Blinken Richtung Abisko und dann in Riksgränsen rüber nach Narvik auf der E10.
Dauert 2,5 Tage von Trelleborg.
Alternativ vorher abbiegen nach Bodö und dort auf die Lofotenfähre fahren nach Moskenes.

dietmardd am 08 Jul 2022 17:36:54

Wir haben das so gemacht.

Wir sind mit dem Schiff nach Trelleborg. Danach die Autobahn bis fast zur finnischen Grenze und da in Schweden in Grenznähe Richtung Norwegen gefahren. Etwa auf halber Strecke gibt es den Grenzübergang nach Finnland und dann in der Nähe der schwedischen Grenze bis nach Norwegen. Man kommt etwas nördlich von Tromsö nach Norwegen. Am Grenzübergang war die einzigste Tankstelle auf ca. 400 km Strecke und ich würde nicht darauf wetten, daß diese auch offen ist. Also unbedingt noch in Nähe der nordschwedischen Küste volltanken.

Warum habe wir das so gemacht?
- Nahezu die gesamte ostseenahe Strecke in Schweden ist Autobahn, Rest Fernstraße. Diese ca. knapp 2000 km lange Strecke ist ohne Maut und ohne Fjords - also ohne Fähren. Dadurch spart man sehr viel Zeit und nebenbei Geld. Das ist wichtig bei begrenzter Urlaubslänge. Dann hat man mehr Zeit für Norwegen.
- Wir haben für die Strecke bis zur norwegischen Grenze 3 Tage gebraucht und das bedeutet, wir waren 3 Tage des Urlaubs noch in der EU. Die Zollbestimmungen in Norwegen für Lebensmittel und Alkohol (Wein, Bier) sind sehr restriktiv, d.h. man darf nur sehr wenig einführen. Kartoffeln sind ganz verboten. Da Lebensmittel im Discounter in Norwegen etwa 3 mal teurer als in D sind, sind die 3 Tage länger in der EU kostensparend. Wir haben z.B. auf der Strecke bis Norwegen ausführlich Steak gegrillt, weil Fleisch in Norwegen sehr teuer ist.
- Damals vor Corona war der Grenzübergang zwischen Finnland und Norwegen zugenagelt, d.h. es gab (vor Corona) keinerlei Grenzkontrollen, so da man unbegrenzt Lebensmittel einführen könnte. An der Grenze zwischen Süd-Schweden und Norwegen soll es öfters Zollkontrollen von Womos geben.
- An der Strecke in Schweden gab es einen Wildpark mit Elchen. Diese konnte man aus der Nähe ansehen. Auf der restlichen Strecke gab es überall Warnschilder vor Elchen, aber keine in Natur gesehen.
- Im finnischen Teil gibt es relativ viele Rentiere, z.T. auf der Straße.

Nachteil: Die Straßenqualität auf der Strecke von Nordschweden bis zur norwegischen Grenze war nicht so gut, d.h. man sollte nicht viel mehr als 50 km/h fahren. Das nächste Mal würden wir wahrscheinlich die ganze Strecke von Nordschweden nach Norwegen innerhalb von Finnland fahren, aber der damals gefahrene Teil in Finnland war auch mit schlechter Straßenqualität.

Zum Plan in Nordnorwegen:

Uns hat Senja gut gefallen. Auf den Lofoten kann man auch mal einen Abstecher von der Hauptroute machen. Am Ende der Lofoten sind wir dann per Fähre zum Festland übergesetzt. Das spart einige Hundert km Umweg.

Wenn man per Schiff bis Oslo übersetzt, muß man mit Zollkontrollen rechnen.

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Schwedenholly am 08 Jul 2022 17:42:21

[quote="miata97"]
Der Plan wäre dann, in 2-3 Tagen zügig dort hochzufahren (entgegen unserem sonstigen Reisestil), sich dann länger auf den Lofoften/Vesteralen/Senja aufzuhalten und dann den langsamen (!) Rückweg durch Norwegen (ggf. über den Kystriksveien) zurück nach Süden anzutreten.[/

So haben wir es vor Jahren gemacht und fanden es gut. Wir haben den in Schweden genommen und finden es auch landschaftlich schön (aber das sieht wahrscheinlich jeder anders). Wir fahren seit dem jedes Jahr nach Schweden in die Region Dalarna. Wobei Lappland auch viele Reize hat.

Beste Grüße
Jörg

Trashy am 08 Jul 2022 19:24:39

Wenn du noch höher willst einfach von meiner Route weiter geradeaus Richtung Kautokeino, Alta, Honningsväg, Hammerfest.
Die Route nach Tromsö führt über Kilpisjärvi.
Die Tanke liegt am Einkaufszentrum und ist täglich offen.
Links und rechts der Strasse gibts auch je einen CP

Hueni am 08 Jul 2022 22:30:00

Ich bin die E45 diese Woche von Alta bis Göteborg gefahren. Ich wollte die unbedingt einmal fahren. Schneller sehe ich die Strecke nicht, landschaftlich reizvoll fand ich die schon. Viel Wald halt. Unterwegs sind einige Baustellen, da fährt man zig Kilometer über groben Schotter. Wenn Schnelligkeit ein Kriterium ist, würde ich die E6 von Oslo aus fahren

rkopka am 09 Jul 2022 09:49:47

dietmardd hat geschrieben:Da Lebensmittel im Discounter in Norwegen etwa 3 mal teurer als in D sind, sind die 3 Tage länger in der EU kostensparend.

Aber machen 3 Tage Differenz in den Preisen (wenn man selber kocht) wirklich eine so große Rolle, z.B. vergleichen mit den Spritkosten für die ganze Reise ?

Meistens liest man von dieser Route (durch SWE schnell nach Norden). Ich hatte mir fürs Frühjahr (ca. ab Pfingsten, leider dann nicht realisiert) die umgekehrte Route überlegt. D.h. relativ langsam durch N nach Norden und dann schnell zurück. Da muß man etwas genauer schauen, wann man die Rückreise antritt. Bei insgesamt 5 Wochen war der Gedanke, daß dann im Norden schon weniger Schnee liegt(?) und die beginnenden Ferien in N sich vielleicht eher weiter südlich bemerkbar machen.

RK

lonsome am 09 Jul 2022 11:11:32

Hallo,

jedes Jahr fahre ich auch von Oslo (Fähre von Kopenhagen her) nach oben. Ich wechsle ab: über Schweden oder auch die E3/E6. Meistens fahre ich von Oslo über Elverum, dann entweder die E3 bis Torndheim oder über Röros und Schweden nach oben. Im Prinzip ist es fast egal, wie man fährt. Fährt man über die E3/E6, dann hat man viel norwegische Landschaft, teilweise beeindruckende Flusstäler. Fährt man über Schweden, kommt man durch tolle Fjell-Landschaften. Alles hat seinen Reiz, ebenso meine Fahrt im letzten Jahr nach Senja.

Die ganze E6 von Oslos aus ist eher langwierig, teilweise viele Baustellen, ebenso sehr lange Strecken mit Beschränkungen auf 50 oder 60 km/h.

Über Schweden oft 20 km lange Baustellen mit gröbstem Schotter, sehr nervend, man meint, dass alles auseinanderfällt.

Über die E6/E3 meine Fahrzeiten: Tag 1 bis Levanger, Tag 2 bis Fauske, Tag 3 Lofoten (über Fähre Lödingen).

Wenn der Ausgangspunkt schon sicher Oslo ist, dann nützt der Rat der Fahrt an der Ostsee entlang durch Schweden wegen Lebensmittelkosten wenig, denn der Startpunkt liegt ja schon in Norwegen.

Gruß
Klaus

Mann am 09 Jul 2022 11:15:52

wir fahren immer Schweden hoch und in Mo i Rana dann rüber nach Norge.

lonsome am 09 Jul 2022 11:18:54

Mann hat geschrieben:wir fahren immer Schweden hoch und in Mo i Rana dann rüber nach Norge.


Hallo,

von Oslo aus nach Schweden und dann wieder nach Mo i Rana nach Norge?

Gruß
Klaus

Mann am 09 Jul 2022 11:53:34

lonsome hat geschrieben:von Oslo aus nach Schweden und dann wieder nach Mo i Rana nach Norge?


natürlich nicht, habs grad gemerkt.

Trashy am 09 Jul 2022 12:55:34

Oha, von Oslo hab ich auch überlesen. ;D

miata97 am 11 Jul 2022 13:02:54

Danke für Eure konstruktiven Antworten. Grundsätzlich scheint die Route über Schweden durchaus eine Alternative zu sein.

Nachdenklich macht mich allerdings der nun schon mehrfach ergangene Hinweise auf lange Baustellen/Schotterstrecken. Ich leide immer ganz furchtbar mit, wenn unser Kastenwagen so durchgerüttelt wird. Ja, auf der E6 in Norwegen gibt es sicher auch Baustellen, die waren aber bisher eher "zivil" in Hinblick auf den Straßenbelag.

Wir werden da nochmal ein paarmal drüber schlafen und dann spontan entscheiden.

Danke!

Thomas

Mann am 22 Jul 2022 17:54:47

miata97 hat geschrieben:Ich leide immer ganz furchtbar mit, wenn unser Kastenwagen so durchgerüttelt wird

ab 90km/h rüttelt nichts mehr :D

dietmardd am 22 Jul 2022 19:57:50

Nachdenklich macht mich allerdings der nun schon mehrfach ergangene Hinweise auf lange Baustellen/Schotterstrecken.


Vor Corona gab es auf der Autobahn durch Schweden keine nennenswerten Baustellen und keine Schotterstrecken. Hier war vermutlich die Fahrt im Hinterland durch Schweden gemeint.

Die Fahrt mit der Fähre nach Oslo ist in meinen Augen keine glückliche Wahl, vor allem aus Sicht möglicher Zollkontrollen. Trelleborg in Schweden ist aus unserer Sicht der bessere Startpunkt.

Zweimal durch ganz Norwegen kostet viel Zeit, vor allem wegen der vielen Fährüberfahrten. Die Fähren innerhalb von Norwegen waren damals teurer bis genauso teuer wie die Fähre von Rostock nach Trelleborg, obwohl letztere ca. 7 h dauerte und die Fährüberfahrten in Norwegen meist nur ca. 1 h, weil sehr viel kürzer. Dazu kommt, daß es im Norden von Norwegen praktisch nur eine einzige Straße in Nord-Süd-Richtung gibt, d.h. man muß die selbe Straße 2 mal fahren.

Nicht die Übersetzzeit der Fähren ist das Problem, sondern die Wartezeit davor. Das kann schon mal einige Stunden dauern, da die Fähren im Sommer zwar öfters, aber oft nur alle paar h fahren. Auf irgendeiner norwegischen Internetseite sind die Fahrpläne der Fähren vermerkt. Dazu kommt das sogenannte Windhundeprinzip, d.h. wer zuerst kommt, fährt zuerst und manchmal ist die Schlange vor der Fähre schon recht lang. Wer auf den letzten Drücker kommt, kommt oft nicht mehr mit und muß auf die nächste Fähre warten.

Noch einen Hinweis: Ältere Fähren haben in der linken und rechten Spur eine für Womos zu niedrige Durchfahrtshöhe.

Für Neulinge in Bezug auf Fähren:

Alle Fähren wurden "hinten" vorwärts aufgefahren und am Ziel wieder vorwärts verlassen. Es ist also kein Rückwärtsrangieren erforderlich. Das bedeutet, die Fähren sehen hinten und vorn gleich aus und können in beide Richtungen fahren. Viele Fähren haben 4 Spuren nebeneinander, die beiden mittleren Spuren für LKWs, Busse und Womos.

lonsome am 25 Jul 2022 14:00:25

dietmardd hat geschrieben: Die Fahrt mit der Fähre nach Oslo ist in meinen Augen keine glückliche Wahl, vor allem aus Sicht möglicher Zollkontrollen.


Hallo,

Für mich ist Oslo eine ausgezeichnete Wahl. Schon alleine die Fahrt duech den Oslofjord ist atemberaubend. Und man ist um 10.00 Uhr dort, ausgeschlafen und erholt.

Wenn man durch Norwegen nach oben fährt, gibt es nur eine einzige Fähre, die man benutzen muss, nämlich bei Bognes Richtung Narvik, und die geht als Pendelfähre in etwa stündlich, also ohne lange Wartezeit. Ansonsten alles Landweg, teilweise neu gebaute Straßen mit vielen Tunnels die Zeit ersparen. Es gibt auch verschiede Möglichkeiten, nach oben zu fahren, z. B. über Karasjok. Also alles sehr schön und vielfältig.

Gruß
Klaus

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