zunächst einmal möchte ich mich schon jetzt für Antworten/hilfreiche Hinweise bedanken!
Ich interessiere mich sehr für einen VW LT 31 Karmann Distance Wide. Nachdem ich nun mehrere ziemlich schlottrige Exemplare ausfindig gemacht und besichtigt habe, konnte ich eines identifizieren, an dem ziemlich viel stimmt, allerdings gibt es eine Sache, die mir Bauchschmerzen bereitet - sie betrifft natürlich das Dach unmittelbar am Alkoven. Ich möchte die Situation hier einmal kurz der Reihe nach schildern.
Zu den Rahmendaten:
Das Mobil ist 139000km gelaufen (scheckheftbestätigt), auf praktische wie sympathische Art und Weise verbastelt (u.a. Noppenschaumstoff als Lärmdämmung vorne, IsoFix für Kindersitze, renovierte Nasszelle) und war für 14.000€ inseriert, ich konnte unter Angabe von ein paar Schwachstellen auf 10.000€ handeln.
Zunächst zum Positiven:
- Mit einem Feuchtigkeitsmessgerät konnte ich keine feuchten Stellen identifizieren, alle Holzteile bewegten sich knapp oberhalb von 5%.
- Die Fahrerkabine hat nur minimale Roststellen von Steinschlägen hinter dem Kühlergrill
- Der Motor scheint top in Ordnung
- Gas, Kühlschrank, Pumpe etc. funktionieren
- Fahrwerk sehr stabil
- ein paar weitere hilfreiche Add-Ons (Solar, Transportbox, Ventilatoren, …)
- guter Gesamteindruck
Die Schwachstellen sind:
- Der Zahnriemen muss dringend neu (fast 10 Jahre alt)
- Der Unterboden auf der linken Seite müsste neu versiegelt werden. Das z.T. freiliegende Holz ist jedoch trocken.
- Reifen sind nächstes Jahr sechs Jahre alt
- Die Tankanzeige fällt bei Wärme/Hitze regelmäßig aus
- Die Lüftung ist defekt
- Der für mich aber wirklich entscheidende Punkt: Der Alkoven ist schon einmal „neu“ gemacht, bzw. das große Frontfenster dichtgemacht worden. Das sieht auch ziemlich gut aus, nur: im Bereich der der vorderen, (nachgerüsteten) Dachluke lässt sich das Dach ein wenig „anheben“, mit anderen Worten: es ist lose. Im restlichen Dachbereich sitzt alles bombenfest. Meine Befürchtung ist, dass an dieser Stelle die tragende Holzkonstruktion durch die Feuchtigkeit weggefault sind. Laut der jetzigen Eigentümer sei das angeblich nie aufgefallen. Von außen sind mir in etwa in Höhe des „losen Daches“ seitlich ein paar abgedichtet wirkende Schraubenlöcher zu erkennen, die nach meiner Einschätzung nicht von der Entfernung der durch Wind zerstörten Markise stammen können (anders als Eigentümer behaupten), da sie leicht schräg hochlaufen.
Ich bin nun wirklich sehr hin- und hergerissen. Ich habe natürlich erst einmal mit bis zu 5000€ kalkuliert für etwaige Reparaturen (v.a. Zahnriemen, Lüftung, Unterboden, plus kleinere Überraschungen) aber nun Angst, dass ich hier die „Katze im Sack“ kaufe und im Zweifel ein dann doch irgendwie undichtes Gefährt kaufe, dessen Hülle für viel Geld und Schweiß aufwendig neu aufgebaut werden müsste.
Natürlich ist mir bewusst, dass Ferndiagnosen immer schwierig sind und ich ärgere mich, dass ich die Schrauben nicht fotografiert habe (der mögliche Zusammenhang ist mir erst später bewusst geworden), aber vlt gibt es ja irgendjemanden, der von einer ähnlichen Problematik mal gehört oder Erfahrungen hat? In jedem Fall habe ich mal ein paar Bilder hinzugefügt, möglicherweise fällt einem Adlerauge ja etwas auf?
Nochmals vielen Dank und beste Grüße an alle, die bis hierhin durchgehalten haben!
Gregor







