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Verbraucher mit zwei Anschlussleitungen, wie absichern?


ChristianF am 22 Sep 2022 12:10:01

Hallo zusammen,

wie würdet Ihr hinsichtlich der Absicherung vorgehen, wenn ein Verbraucher mit max. 250A und zwei Anschlussklemmen pro Pol hat und auch zwei Leitungen gefordert sind?

Folgende Varianten sehe ich:
- beide Zuleitungen bekommen jeweils eine Sicherung mit halbem Nennwert (also 125A) des Gesamtverbrauchers -> erscheint mir im Moment am Logischsten
- beide Zuleitungen bekommen jeweils eine Sicherung mit vollen Nennwert (also 250A) des Gesamtverbrauchers -> gesamthaft dann aus meiner Sicht zu hoch abgesichert
- Man klemmt beide Zuleitungen gemeinsam auf eine Schaube des Sicherungshalters auf -> würde mir tendenziell nicht gefallen
- man verzichtet auf die zweite Zuleitung, führt die eine Zuleitung dafür dicker aus und setzt nur eine 250A Sicherung, wobei dabei eine Anschlussklemme des Verbrauchers frei bleiben würde -> würde mir auch nicht gefallen.

Auch habe ich mir mal das Victron "Wiring Unlimited" Buch dazu durchgeschaut, das aber auch keine Antwort auf diese Frage hatte.

Am besten gefallen würde mir eigentlich ein Sicherungshalter mit zwei Schrauben pro Seite, ähnlich wie es der Victron Smart Shunt ab der 1000A Version hat. Sowas habe ich aber bisher nicht finden können (ein weiteres Indiz, dass dieser Ansatz Quatsch ist).

Danke und viele Grüße
Christian

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ChristianF am 22 Sep 2022 12:42:41

Ich bekam gerade einen Tipp, mir mal dieses Dokument --> Link anzuschauen, und siehe da, dort ist die Lösung enthalten:


Jetzt muss ich nur noch so ein Teil finden...

Marsu123 am 22 Sep 2022 12:55:14

ChristianF hat geschrieben:- Man klemmt beide Zuleitungen gemeinsam auf eine Schaube des Sicherungshalters auf -> würde mir tendenziell nicht gefallen
Christian


Moin,

was spricht dagegen ?
Bei deiner Zeichnung gehen auch beide Kabel auf einen Sicherungshalter (nur das dort eine Brücke beide Kabel mit dem Sicherungshalter verbindet).

Ansonsten, schau mal hier :
--> Link




Grüße Ralf.

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supcamper am 22 Sep 2022 13:58:59

Such mal nach
Offgridtec 2-Fach MEGA-Fuse Sicherung Halter

Gast am 22 Sep 2022 14:06:54

Es gibt eigentlich nur eine richtige Lösung:

Wenn 2 Zuleitungen vorhanden sind, dann wird jede Zuleitung entsprechend ihrem Querschnitt abgesichert. D.h. sollte die Zuleitung z.B. 35mm², dann beträgt die Sicherung je nach Leitungslänge max. 150A.

Warum nicht 300A nach dem obigen Beispiel im 2. Beitrag? Weil dann die Leitung abfackeln kann, ohne dass die Sicherung auslöst.

Eine Sicherung ist immer ein Leitungsschutz, darum ist diese entsprechend der Leitung auszulegen.

Wenn nur 1 Sicherung eingebaut werden soll, dann ist die Zuleitung auch nur einfach auszuführen und zwar mit dem erforderlichen Querschnitt.

Leider machen es die Womo-Hersteller auch nicht korrekt, bei mir wurden ab Werk die 2-fach-Zuleitungen zum Wechselrichter auch mit nur einer Sicherung abgesichert.

Gruß Axel

fschuen am 22 Sep 2022 14:57:30

Ich würde immer eine Sicherung nehmen, mit etwas Abstand. Also für einen 250A-Verbraucher etwa 300-400 A. Ob man auf zwei Kabel geht oder eins mit doppeltem Querschnitt ist egal, da nimmtan ja nur zwei Kabel, weil die sich besser verlegen lassen. Beim Kurzschluss fliessen vierstellige Ströme, und die heisse Stelle ist der Kurzschluss und nicht das Kabel.

Gruss Manfred

ChristianF am 22 Sep 2022 15:18:28

Oh, da gibt es ja doch durchaus unterschiedliche Ansichten... Danke für Eure Rückmeldungen.
Bei 250A möchte ich halt gern eine ordentliche Lösung, und jeder Übergang in der Dimension ist halt etwas was potentiell recht schnell heiß werden kann..

Es scheint aber tatsächlich eine Glaubensfrage zu sein.

HartyH am 22 Sep 2022 15:43:04

Trikeflieger hat geschrieben:Wenn 2 Zuleitungen vorhanden sind, dann wird jede Zuleitung entsprechend ihrem Querschnitt abgesichert. D.h. sollte die Zuleitung z.B. 35mm², dann beträgt die Sicherung je nach Leitungslänge max. 150A.

Warum nicht 300A nach dem obigen Beispiel im 2. Beitrag? Weil dann die Leitung abfackeln kann, ohne dass die Sicherung auslöst.

Hallo Axel,
warum soll in dieser Konfiguration eine Leitung abfackeln und vor allem welche?

Gast am 22 Sep 2022 15:49:17

fschuen hat geschrieben:... Also für einen 250A-Verbraucher etwa 300-400 A....


Sorry, aber das ist Unsinn und brandgefährlich. Nochmal: Man sichert eine Leitung ab, nicht den Verbraucher. Desswegen heißt eine Sicherung auch Leitungsschutzschalter und nicht Verbraucherschutzschalter!!
Und: Welchen Sinn macht es, einen 250A-Verbraucher mit 400A abzusichern? Wenn man den mit 400A absichert, dann muss auch die Leitung für diese 400A ausreichend sein!

Gruß Axel

rkopka am 22 Sep 2022 16:14:06

Trikeflieger hat geschrieben:Und: Welchen Sinn macht es, einen 250A-Verbraucher mit 400A abzusichern? Wenn man den mit 400A absichert, dann muss auch die Leitung für diese 400A ausreichend sein!

Stimmt, das ist die Voraussetzung, aber dann ist es besser die Sicherung etwas über dem Laststrom zu haben damit sie nicht zu heiß wird bei Dauerlast.

RK

Gast am 22 Sep 2022 16:26:52

HartyH hat geschrieben:Hallo Axel, warum soll in dieser Konfiguration eine Leitung abfackeln und vor allem welche?


Wenn Du z.B. eine Schachstelle an der Klemme einer Leitung hättest, dann würde natürlich mehr Strom über die 2. Leitung fließen, wie diese evtl. verkraftet. Die Sicherung löst dann aber nicht aus, weil sie ja für den Gesamtstrom ausgelegt ist und nicht für den max. Leitungsstrom der einzelnen Leitung.
2. Möglichkeit: Eine Leitung scheuert an Masse, es kommt zum Kurzschluß. Bei einer kleinen Scheuerstelleist der strom erst mal nicht sehr hoch, es fließt vielleicht nur ein Strom, der zwar zu viel für die Leitung ist, aber noch nicht so groß, dass die Sicherung auslöst. Das Kabel fängt das Schmoren an, usw.

Wie schon geschrieben, selbst die Hersteller machen das teilweise so. In der Elektrotechnik (Haustechnik) werden Sicherungen aber immer entsprechend der verlegten Leitung dimensioniert.

Gruß Axel

fschuen am 22 Sep 2022 17:22:08

Trikeflieger hat geschrieben:Nochmal: Man sichert eine Leitung ab, nicht den Verbraucher. ... In der Elektrotechnik (Haustechnik) werden Sicherungen aber immer entsprechend der verlegten Leitung dimensioniert.


Und auch nochmal: das ist Quatsch. Du bist hier im Wohnmobilforum, und nicht bei der Haustechnik (wo das von dir geschriebene durchaus zutrifft). Im Fahrzeug gelten andere Bedingungen, Regeln und Normen. Die Leitungen im Haus liegen unter Putz, die sieht man nicht, die Wärme kann schlecht weg. Und die Kraftwerke schieben so viel Strom nach, wie durchfliesst. Dafür gibt es keine Bewegungen oder Unfälle. Wie auch bei dem leidigen FI-Thema kommt viel Blödsinn bei raus, wenn man die Haustechnik 1:1 ins Womo überträgt und z.B. NYM-Leitungen zieht. Warnung an die Leser: nicht nachmachen.

... es fließt vielleicht nur ein Strom, der zwar zu viel für die Leitung ist, aber noch nicht so groß, dass die Sicherung auslöst. Das Kabel fängt das Schmoren an, usw.


Hast du schon mal eine Schmelzsicherung gesehen? Wie der Querschnitt ist, wann die schmilzt, im Vergleich zum Kabel? Hab nicht den Eindruck.

Schmelzsicherungen sind eine recht unpräzise Geschichte, da ist nicht viel Unterschied zwischen 300 und 400 A. Ich würde sie jedenfalls nicht dauerhaft mit dem Nennstrom belasten, sie wird ziemlich warm dabei, und die Verluste braucht man nicht. Tatsache ist aber auch, dass es unterm Strich egal ist: die Lösung mit zwei Sicherungen parallel funktioniert genauso gut. Ist halt mehr Aufwand ohne Nutzen. Ausser, man hat bereits 150A-Sicherungen verbaut und nimmt dann zwei für eine 300er, dann muss man weniger Typen als Ersatz mitführen. Das könnte ich so noch nachvollziehen.

Gruss Manfred

huohler am 22 Sep 2022 19:55:34

Ich habe auch einen Wechselrichter mit 2x Plus und 2 x Minus (Kabel lagen dem WR bei) in unmittelbarer Nähe der Batterie. Die Kabel sind mechanisch geschützt und der Wechselrichter schaltet bei Kurzschluss elektronisch ab. Ich käme nie auf die Idee die 50cm Kabel mit einer Sicherung abzusichern. Auch in der Installationsanleitung des WR ist keine Sicherung erwähnt.

Hubert

rkopka am 22 Sep 2022 21:01:10

fschuen hat geschrieben:Du bist hier im Wohnmobilforum, und nicht bei der Haustechnik (wo das von dir geschriebene durchaus zutrifft). Im Fahrzeug gelten andere Bedingungen, Regeln und Normen. Die Leitungen im Haus liegen unter Putz, die sieht man nicht, die Wärme kann schlecht weg. Und die Kraftwerke schieben so viel Strom nach, wie durchfliesst.

Jein. Auch die Hausinstallation ist mit Hauptsicherung und vor dem Haus mit weiteren Sicherungen abgesichert, sodaß nicht beliebig viel Strom fließen kann. Andererseits kann eine Batterie eine Menge Strom liefern. Wenn nicht gerade eine Lixx Schutzelektronik drin sitzt, kommen da auch mal 800A oder mehr zusammen. Kabel sind auch im Fahrzeug nicht alle freiliegend und gut belüftet. Außerdem ändert das nur die Grenzwerte. Die Grundlagen sind bei Leitungssystemen trotzdem gleich.

Dafür gibt es keine Bewegungen oder Unfälle. Wie auch bei dem leidigen FI-Thema kommt viel Blödsinn bei raus, wenn man die Haustechnik 1:1 ins Womo überträgt und z.B. NYM-Leitungen zieht.

Leitungen können aber trotzdem beschädigt werden. Daher muß man da im Womo noch viel vorsichtiger sein. NYM ist natürlich nichts fürs Auto.

huohler hat geschrieben:Die Kabel sind mechanisch geschützt und der Wechselrichter schaltet bei Kurzschluss elektronisch ab.

Letzteres bezieht sich aber nur auf die 230V Seite und nutzt nichts bei Leitungsschäden oder wenn der WR abraucht.

RK

Gast am 23 Sep 2022 07:07:55

fschuen hat geschrieben:Du bist hier im Wohnmobilforum, und nicht bei der Haustechnik (wo das von dir geschriebene durchaus zutrifft). Im Fahrzeug gelten andere Bedingungen, Regeln und Normen. Die Leitungen im Haus liegen unter Putz, die sieht man nicht, die Wärme kann schlecht weg. Und die Kraftwerke schieben so viel Strom nach, wie durchfliesst.


Da spricht ein wahrer Experte, oh man......Wenn ich so eine Unfug lese, dann bin ich raus. Strom ist Strom und der verhält sich im Womo nicht anders wie im Haus. Von meiner Seite ist alles gesagt. Der TE kann ja entscheiden wie er es macht. Vielleicht fließt bei ihm ja auch ein ganz besonderer Strom, der dann weiß, dass er sich im Wohnmobil befindet.

Gruß Axel

ChristianF am 23 Sep 2022 11:57:18

Hui, was für eine negative Grundstimmung auf einmal. Trotzdem danke für die Hinweise.

Trikeflieger hat geschrieben:Der TE kann ja entscheiden wie er es macht. Vielleicht fließt bei ihm ja auch ein ganz besonderer Strom, der dann weiß, dass er sich im Wohnmobil befindet.

Komisch, eigentlich hatte ich nur die Frage gestellt und mich zwischendurch für die Antworten bedankt. Warum jetzt auf einmal bei mir "ganz besonderer Strom" fließen soll, erschließt sich mir nicht. Wenn Du mit der Aussage von fschuen nicht übereinstimmst (was Du ja sehr deutlich kommuniziert hast), ist doch alles ok. Woher der Greul gegen mich jetzt auf einmal kommt, kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, aber ok.

Habt Euch lieb Leute, es ist nur ein Internetforum zu unser aller gemeinsamem Hobby, und kein Weltkrieg.

rkopka am 23 Sep 2022 12:03:25

ChristianF hat geschrieben:Wenn Du mit der Aussage von fschuen nicht übereinstimmst (was Du ja sehr deutlich kommuniziert hast), ist doch alles ok. Woher der Greul gegen mich jetzt auf einmal kommt, kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, aber ok.

Das war wohl nicht gegen dich gerichtet oder hat dich direkt angesprochen. Du bist nur ins Kreuzfeuer geraten :-).

RK

Gast am 23 Sep 2022 12:34:01

ChristianF hat geschrieben:Woher der Greul gegen mich jetzt auf einmal kommt, kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, aber ok.


Das war nicht gegen Dich gerichtet. Greul hege ich gegen niemanden, auch wenn der anderer Meinung ist wie ich. Nur resigniert man irgendwann, wenn solche Aussagen kommen, dass man das Verhalten von Strom im Haus und Womo nicht vergleichen kann. Ich habe beruflich mit Strom zu tun und wenn auf einen gutgemeinten Rat laufend Gegenwind gibt, dann hält man sich eben künftig zurück.

Gruß Axel

Olli2305 am 23 Sep 2022 12:46:12

Trikeflieger hat geschrieben:.....
Ich habe beruflich mit Strom zu tun und wenn auf einen gutgemeinten Rat laufend Gegenwind gibt, dann hält man sich eben künftig zurück.

Gruß Axel

Hallo Axel,
Ist bei mir das gleiche, habe auch beruflich mit Strom zu tun, sogar mit Gleichstrom und Batterie-Anlagen und da gibt es auch mal 2 Kabel zum Verbraucher, weil besser zu händeln und auch hier gilt, ein Leitungsschutz pro Kabel. Und nein, wir verwenden kein NYM.
Eigentlich wollte ich ja nichts mehr zum Thema Installation schreiben,aber hier wollte ich Axel Mal unterstützen.

Pechvogel am 23 Sep 2022 13:29:27

Trikeflieger hat geschrieben:...wenn auf einen gut gemeinten Rat laufend Gegenwind gibt, dann hält man sich eben künftig zurück...

Naja, das war ja eigentlich nicht nur ein gut gemeinter Rat sondern schon eher eine Gefahrenabwehr?!!

Jo, ich hab´auch beruflich mit Strom aus Batterien zu tun. Und da geht es nicht nur um ein paar 100 Ampere. Aber mir würde niemals einfallen zwei Leitungen an eine Sicherung zu hängen die für eine Leitung zu groß dimensioniert wäre!! :eek:




Grüße
Dirk

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