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Ausbeute bei der Produktion von Li-Batterien


dietmardd am 25 Okt 2022 20:15:46

Heute habe ich irgendwo gelesen, dass ca. 80 % aller Li-Batterien z.Z. in China gefertigt werden. Allerdings soll die Ausbeute bei der Fertigung sehr schlecht sein. Ungefähr 50 % der hergestellten Li-Batterien ist Ausschuss. Bei den "guten" Batterien schwanken jedoch die Parameter sehr stark, so dass die Chinesen getreu eines dt. Märchens die Batterien ausmessen und in verschiedene Güteklassen sortieren (die guten ins Töpfchen und die schlechten ins Kröpfchen).

Eine solche Qualitätsstreuung ist bei einer Fertigung in der EU nicht tragbar, da höhere Lohnkosten und vor allem knappere erforderliche Metalle. Aus diesem Grund ist jetzt Daimler bei einem europäischen Anlagenhersteller für Li-Batterien eingestiegen - in der Hoffnung, dass Anlagen eines europäischen Anlagenbauers eine deutlich bessere Ausbeute bzw. stabilere Qualität ermöglichen.

Was bedeutet das für uns?

Die ausgemessenen Zellen mit den besten Parametern gehen zu den Premiumherstellern in Europa (hier bedeutet Herstellen das Aufkleben eines dt. Labels und manchmal auch das Verpacken in ein Gehäuse) und zu den chinesischen E-Auto-Herstellern. Die Zellen mit den mittelguten Parametern gehen zu den europäischen "Herstellern" des mittleren Preissegments und die gerade noch guten Zellen gehen zu den Billigheimern oder werden über Aliexpress verkauft.

Es gibt nur sehr wenige chinesische Hersteller von Li-Batterien. Man kann aber nicht sagen, dieser Hersteller wäre besser als jener. Bei jedem Hersteller aus China schwankt die Qualität sehr stark und so kommt es, dass sowohl bei Aliexpress als auch bei den Premiumherstellern aus Europa die gleichen Zellen verbaut werden (gleicher Typ), nur dass diese unterschiedlich ausgemessen wurden.

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Acki am 25 Okt 2022 20:19:49

"Heute habe ich irgendwo gelesen ..."

Quellen wären interessant!?

huohler am 25 Okt 2022 21:32:32

Hast du von LiPO oder von LiFePo oder .... gelesen?

Hubert

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Pechvogel am 25 Okt 2022 22:03:30

dietmardd hat geschrieben:…Eine solche Qualitätsstreuung ist bei einer Fertigung in der EU nicht tragbar, da höhere Lohnkosten und vor allem knappere erforderliche Metalle…

Knappere erforderliche Metalle?
Wo in der EU wird den Lithium abgebaut?
Und da z.B. Lithium auf der ganzen Erde knapp ist / werden wird, ist jede Art der „Verschwendung“ ein weltweites Problem.
Davon aber mal abgesehen gibt es in China zwar Qualitätsstandards die erheblich gerade unter denen von uns Deutschen liegt, die Chinesen sind aber durchaus in der Lage auch europäische Standards einhalten zu können.
Und bei 50% Ausschuß hätten selbst die Chinesen die Produktion, auch aus wirtschaftlichen Gründen, geschlossen.

dietmardd hat geschrieben:Heute habe ich irgendwo gelesen...

Vier rote Buchstaben oder drei blaue?



Grüße
Dirk

NeuerCamper2021 am 25 Okt 2022 22:23:58

[/quote]
Davon aber mal abgesehen gibt es in China zwar Qualitätsstandards die erheblich gerade unter denen von uns Deutschen liegt, die Chinesen sind aber durchaus in der Lage auch europäische Standards einhalten zu können.
Und bei 50% Ausschuß hätten selbst die Chinesen die Produktion, auch aus wirtschaftlichen Gründen, geschlossen.
Grüße
Dirk[/quote]

Stimme voll zu.

Geht mal sehr stark davon aus, dass die Chinesen (abgesehen von einigen unwichtigen Garagenfirmen) technologisch auf der Höhe sind. Die Meinung, dass der Westen, das Maß aller Dinge sind ist ein Märchen.

BikeAir am 25 Okt 2022 22:59:59

huohler hat geschrieben:Hast du von LiPO oder von LiFePo oder .... gelesen?

Hubert

oder gar von LiFeYPO4?

Grüße

Tinduck am 26 Okt 2022 09:12:12

Bei Ali und Konsorten zirkulieren bei den blauen Bechern größtenteils gebrauchte Zellen, zumindest im Niedrigpreis-Bereich. Der Absatz von Neuware im Privatbereich dürfte im einstelligen Prozentbereich liegen, das Zeug wird alles von der Industrie aufgesaugt.

Hab ich irgendwo gehört :D

bis denn,

Uwe

BURAN am 26 Okt 2022 09:32:50

--> Link

Es gibt da eine Chance

dietmardd am 26 Okt 2022 17:41:08

Wo in der EU wird den Lithium abgebaut?


Man ist dabei, in verschiedenen Ländern Li-Vorkommen zu erschließen, z.B.

Deutschland:
- Zinnwald
- Rheinebene (aus Tiefenwasser)
- Schwarzheide (Recycling)

Tschechien (Lagerstätte Zinnwald setzt sich in Tschechien fort)

Frankreich und andere.

Darüber hinaus Serbien, aber alles noch in der Projektphase, Schwarzheide wohl am weitesten.

dietmardd am 26 Okt 2022 17:49:46

Den Artikel zur Ausbeute in China habe ich so schnell nicht gefunden.

Es handelt sich in diesem Artikel um Lithium-Ionenbatterien für Kfz. Wenn die chinesischen Hersteller bei Li-Ionenbatterien Ausbeuteprobleme haben, dann auch sicher mit LiFePO4-Batterien. Da Li-Ionenbatterien das weitaus größere Segment ist, sind diese und deren Herstellungstechnologien sicher tiefgehender erforscht, also sind die Herstellungstechnologien von LiFePO4-Batterien weniger ausgefeilt und damit die Ausbeute nicht besser als bei Li-Ionenbatterien..

Der von mir erwähnte Anlagenbauer wird auch in diesem Artikel erwähnt:

--> Link

dietmardd am 26 Okt 2022 18:14:07

Den von mir erwähnten Artikel mit den Ausbeuteproblemen habe ich nicht gefunden, aber dafür einen ähnlichen Beitrag in faz.net:

--> Link

Daraus ein Zitat:

"Maschinenbauer Manz gegen „Made in China“
AKTUALISIERT AM 24.10.2022-20:18
Im Gespräch mit der F.A.Z. sagte Vorstandschef Martin Drasch, bislang gebe es in der Batteriezellfertigung der asiatischen Anbieter noch einen hohen Ausschuss.

Der Vorstandsvorsitzende des Spezialmaschinenbauers Manz, Martin Drasch, hat davor gewarnt, die Ausrüstung der in Deutschland und in Europa zu bauenden Batteriezellfabriken nur asiatischen Maschinenherstellern zu überlassen. Im Gespräch mit der F.A.Z. sagte er, bislang gebe es in der Batteriezellfertigung der asiatischen Anbieter noch einen hohen Ausschuss. „Man muss nahezu jede zweite Zelle aussortieren. Das treibt die Kosten. Wenn wir in Europa mit unseren Maschinen die Ausschussquote erheblich senken können, werden automatisch die Produktionskosten niedriger. Wir sind da auf einem guten Weg.“ Deutsche Hersteller erreichten mit ihren Maschinen heute schon eine bessere Produktqualität mit weniger Ausschuss. „Langfristiges Ziel muss es sein, auf eine Ausschussquote von maximal 10 bis 12 Prozent zu kommen, so wie bei vielen anderen Teilen in der Automobilindustrie schon lange üblich.“

Ergänzung: Der Maschinenbauer Manz hat auch eine Niederlassung in China.

Pechvogel am 26 Okt 2022 21:09:09

Automobilindustrie mit zweistelligen Ausschussquoten?!? :kuller:



Grüße
Dirk

Ruedi1952 am 26 Okt 2022 21:24:49

Wir als Zulieferer waren im niedrigen einstelligen % Bereich.

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