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LiFePO4 Akku zeigt falsche Zellenwerte


diablo112 am 13 Jan 2023 23:00:04

Ich habe aus China von der Firma Docan 4 EVE Zellen mit 280 Ah geliefert bekommen. Dazu ein Daly BMS 150.Die Zellen habe ich gem. der Skizze verbunden.

Jede Zelle hat aktuell 3,38V. Leider zeigt das BMS während des Ladevorgangs teilweise zu hohe Werte an.
Das geht soweit, dass eine Zelle angeblich auf über 3,65V steigt und das BMS deshalb den Ladevorgang unterbricht.
Messe ich jedoch die Spannung mit einem Multimeter, hat jede Zelle unter 3,40V.

Anfangs hatte ich die Balancer-Kabel (heißen die so?) wie folgt angeschlossen:
schwarz = Zelle 4 (minus), rot Zelle 4 (plus), rot Zelle 3 (plus), rot Zelle2 (plus), rot Zelle 1 (plus)

Wenn ich den Ladestrom auf 40A erhöht hatte, ging Zelle 2 recht schnell auf über 3,65V hoch und das BMS hat den Ladevorgang unterbrochen und nach kurzer
Zeit wieder zugelassen. Das ging dann immer so weiter (obwohl alle Zellen real nur knapp 3,4 V hatten).

Dann habe ich die Balancer-Kabel von Zelle 4 (plus) auf Zelle 3 (minus), Zelle 3 (plus) auf Zelle 2 (minus) und Zelle 2 (plus) auf Zelle 1 (minus) umgeklemmt.

Dadurch wurde es ein wenig besser und Zelle 2 ist "nur" auf 3,5V gestiegen, lt. BMS). Aber immer noch über den realen Werten.
Ich habe dann noch verschiedene Messungen durchgeführt.
Z.B.:
Zelle 3 (plus) und Zelle 4 (minus) = 6,81 Volt

Zelle 2 (minus) und Zelle 4 (minus) = 7,01 Volt
Müssten die Voltzahlen nicht identisch sein? Ich hatte vorher gelesen, dass es egal ist, ob das Balancerkabel an dem jeweiligen Busbar an "plus" oder "minus" angeschlossen wird. Scheinbar aber nicht, oder was mache ich falsch?

Ich habe den Ladevorgang für 24 Stunden unterbrochen und heute wieder gemessen.
Jetzt sind die Werte identisch. Zum einen jede Zelle für sich 3,29V. und auch die Messungen

Zelle 3 (plus) und Zelle 4 (minus) = 6,58 Volt

Zelle 2 (minus) und Zelle 4 (minus) = 6,58 Volt

Nur beim laden (mit 40A) kommen die o.a. Differenzen.

Kann mir hier jemand weiterhelfen, oder irgendwelche Tips geben?


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ulfertg am 14 Jan 2023 00:43:36

Deine Fehlerbeschreibung klingt sehr nach zu hohen Übergangswiderständen durch schlechte elektrische Verbindungen der Busbars auf den Polen.

Die Verbindungen würde ich nochmal öffnen, die Oxidschicht des Alus der Pole mit feinem Schmirgelpapier abschleifen und, wenn vorhanden dünn mit Noalox einfetten.
Danach mit dem korrekten Drehmoment neu verschrauben.

Wenn das nicht hilft, könnte ein Foto hilfreich sein um weitere Tipps und Hinweise zu geben.

Viel Erfolg!

Stocki333 am 14 Jan 2023 11:01:45

Hallo Ulf
Nur beim laden (mit 40A) kommen die o.a. Differenzen.

Ein Tipp:
Der Ladestrom ist zu hoch. Für einen Unbalancierten Accu. Das BMS hat somit keine Zeit zum Balancieren.
Ist mir nur aufgefallen. den ich wollt mir hier nicht einmischen. Ist ja dein Patient.
Grüsse aus Spanien Franz

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ulfertg am 14 Jan 2023 11:11:49

Hallo Franz,

danke für den Input!
Meine Annahme das hohe Übergangswiderstände ursächlich sein könnten beruhen auf der Angabe dass die vom BMS ausgegebenen Spannungen unterschiedlich zu den mit einem Multimeter gemessenen sind.
Und dass sich die Situation leicht verbessert hat, nachdem die Balancerkabel umgeklemmt wurden (dazu mussten wahrscheinlich die betreffenden Verschraubungen der Busbars gelöst und neu angezogen werden).

Aber je nach Messmethode (und zeitlichem Abstand dazwischen) passt Deine Vermutung natürlich auch zu den Angaben.

Bin gespannt was die Auflösung sein wird!

Genieße Deinen Urlaub - hier ist in NRW es gerade recht recht nass. Genau richtig, um eine Runde mit dem MTB im Matsch zu spielen :)

silver34 am 14 Jan 2023 11:19:50

Beim Laden 3,4V ist für mich zu niedrig!
Das entspricht der Ruhespannung!

Ich hab auch nix von initliallisieren gelesen (Alle Blocks parallel und auf 3,6-3,65V laden bis kein Strom fließt + 24h halten).

Schon mal daran gedacht das vielleicht die Batterie im Messgerät schwächelt?

Ansonsten wie schon geschrieben fein anschleifen Noalox ...

Das das BMS einen hau weghat glaub ich nicht (darauf deuten die Werte nicht hin - Fehler wäre immer an der gleichen Stelle [hasste ja durch Umklemmen schon ausgeschlossen]).

diablo112 am 14 Jan 2023 17:15:54

ulfertg hat geschrieben:Deine Fehlerbeschreibung klingt sehr nach zu hohen Übergangswiderständen durch schlechte elektrische Verbindungen der Busbars auf den Polen.

Die Verbindungen würde ich nochmal öffnen, die Oxidschicht des Alus der Pole mit feinem Schmirgelpapier abschleifen und, wenn vorhanden dünn mit Noalox einfetten.




Hallo Ulf. Danke. Das werde ich mal testen. Ich habe hier noch Batteriepol-Fett von Filmer (60.481). Geht das auch?

Ich wollte die Zellen in Reihe vollständig laden. Danach Parallel schalten und längere Zeit stehen lassen, damit sich die Zellen ausgleichen (oder wie das heißt).
Danach wieder in Reihe schalten und den Shunt für den Batteriecomputer einbauen.

ulfertg am 14 Jan 2023 18:46:33

diablo112 hat geschrieben:Ich habe hier noch Batteriepol-Fett von Filmer (60.481). Geht das auch?

Noalox ist aufgrund des enthaltenen Zinks besonders für die Materialpaarung Kupfer/Aluminium gedacht.
Wenn Du vernickelte Busbars hast ist ein Fett meiner Meinung nach nicht so wichtig. Nässe sollte ja eh nicht dorthin gelangen.

Das von Dir genannte Polfett scheint für Bleibatterien entwickelt zu sein. Ganz ehrlich: da habe ich keine Meinung zu. Ich persönlich würde es eher weglassen, aber es würde mich nicht wundern wenn es hier Verfechter dafür gibt.

diablo112 hat geschrieben:Ich wollte die Zellen in Reihe vollständig laden. Danach Parallel schalten und längere Zeit stehen lassen, damit sich die Zellen ausgleichen (oder wie das heißt).
Danach wieder in Reihe schalten und den Shunt für den Batteriecomputer einbauen.

Das wird gerne gemacht um schnell viel Energie in die Zellen zu bekommen (relativ kräftige 12V Ladegeräte sind im Gegensatz zu kräftigen Ladegeräten mit 3,65V öfter verfügbar).
Nur zur Sicherheit, weil es aus Deinem Text nicht hervorgeht: Damit das initiale Top-Balancing funktioniert, müssten die Zellen nach dem erneuten Parallelverschalten solange mit 3,65V Spannung versorgt werden, bis nur noch ein sehr geringer Strom fließt (um die 20mA oder weniger) der nicht mehr weiter abfällt.
Einfach nur Auftrennen und Parallelverschalten reicht leider nicht.

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