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Man hört bzw. liest, dass es mit dem Ladebooster 70 A in Hymer-Womos zuweilen Probleme gibt. Danach gibt es angeblich 2 Probleme: 1. Lose gewordene Schraubverbindungen und dadurch Schmoren: Hierzu gibt es einen Rückruf aktueller Hymer-Modelle. In einer Vertragswerkstatt werden dann die Schraubverbindungen kontrolliert und mit einem festgelegten Drehmoment angezogen. 2. Unabhängig vom Problem 1 scheint es Ausfälle des Ladeboosters zu geben, wenn dieser "längere" Zeit arbeiten muss, um die Batterien wieder zu laden. Der durchgebrannte Ladebooster muss dann ersetzt werden. Problem 1 ist ein systematischer Fehler in der Produktion bei Hymer. Sonst gäbe es diesen Rückruf ja nicht. Mit der Kontrolle der Schraubverbindungen und das Nachziehen sollte das Problem gelöst worden zu sein. Mehr Sorgen macht mir das Problem 2, welches vor allem eine Gefahr für größere Batteriekapazitäten ist, denn um die wieder aufzuladen, muss der Ladebooster länger mit voller Leistung arbeiten. Allerdings weiß man noch nicht, ob es nur Einzelfälle sind oder ob es ein prinzipielles Problem der Ladebooster ist. Im Hymer-Forum wird von einem User geraten, die Dauerleistung des Ladeboosters zu reduzieren, um ein Durchbrennen zu vermeiden. Wer weiß mehr dazu, vor allem zu Problem 2?
Kann leider nicht zum eigentlichen Fall beitragen, aber wenn der Booster reduziert werden kann, dann einfach machen. Ich lade mit meinem 70A-Booster auch nur mit 50A und das hat zu 99% der Fälle immer gereicht. Nur im Schwedenurlaub nach der Fährüberfahrt waren die Akkus relativ leer (Kühlschrank lief fast 18h auf 12V), dann habe ich den Tag über mit 70A geladen. Abends waren die Akkus (580Ah) zwar nicht voll, aber das muss ja auch gar nicht immer sein. Jetzt mit den 900Ah-Akkus werde ich weiterhin nur mit 50A laden und meine Booster und vor allem die Lima schonen. Denn an die sollte man auch denken, nicht nur an den Booster. Gruß Axel Hymer verbaut den Schaudt 121545. Eigentlich ist der in Bezug auf Schäden/Mängel unauffällig. In unserem Hymercar seit ca. 2 Jahren in Verbindung mit einer 200AH Lifepo4 im Einsatz. Habe den allerdings, da ich an der Verkabelung des Fahrzeuges nichts ändern wollte, mit 45A Ladeleistung begrenzt. Hab die Kabel an der Starterbatterie kontrolliert bei mir alles fest mit Mutter. Beste Gruesse Bernd
Wie hast Du das gemacht? Bei dem Schaudt Ladebooster lässt sich die Ladeleistung in 4 Stufen über Taster einstellen. Genaue Beschreibung in der Bedienungsanleitung. Gibts als PDF im Netz. Da ich die 16mm2 Hymer Verkabelung und Absicherung nicht ändern möchte, läuft der Booster bei mir in der kleinsten Stufe. Ansonsten scheinen die Probleme mit dem Booster wohl zu 1. nicht mit dem Schaudt 121545 in Zusammenhang zu stehen, sondern ein Hymerproblem zu sein (Rückruf Schraubverbindung Batterie). zu 2.mit dem Hymer Smart Batterie System in Verbindung zu stehen. Da gibt es wohl ein Problem mit der Ladeleistung in Verbindung mit der Lifepo4/Bleisäurebatterie Kombination.
Moin, 900Ah ist eine ordentliche Batterie Kapazität. Mich würde mal interessieren welches Ladegerät du eingebaut hast und wie viel Ladestrom es liefert. Gruß Bosko
Ich habe den Victron Multiplus drin, der bringt max. 120A. Habe diesen aber auf 70A gedrosselt. Sollte ich mal in die Verlegenheit geraten, dass die Akkus so weit entladen sind, dass die nachfolgende Ladezeit nicht reichen wird, kann ich die Ladeleistung temporär erhöhen. Gruß Axel
Moin Axel, ich habe den Quattro verbaut, praktisch gleiche Daten, nur mit einem zusätzlichen Ausgang für Generator. Hast du den Multiplus liegend oder stehend verbaut? Gruß Bosko
Ist aber Werk stehend. Habe ihn bei anderen Womo-Herstellern aber schon liegend eingebaut gesehen.
Ich habe mal die Bedienungsanleitung des betreffenden Schaudt gelesen. In dieser stehen 4 Ladekurven für 4 verschiedene Batterietypen und die zugehörige Ladeleistung und Ladespannung. Die 45 A Ladeleistung entsprechen der Kurve A. Mich macht folgendes stutzig: Die Kurve A mit einer Ladeleistung von 45 A hat eine in meinen Augen zu niedrige Ladespannung für eine LiFePO4-Batterie.. Wie kann mit dieser niedrigen Ladespannung eine LiFePO4-Batterie geladen werden, welche doch zum vollen Laden eine viel höhere Ladespannung erfordert?
Du hast doch am Schaudt Booster 2 Einstellmöglichkeiten: 1. den Akkutyp (1) 2. den max. Output (2) Wenn Du (1) auf LiFePO stellst, dann lädt er konstant mit 14,4V Dann musst Du (2) auf 45A, 55A, 63A oder 70A stellen. Gruß Axel Die EINE selbstsichernde Mutter des booster-Kabels an Klemme 12 der Starterbatterie kann man schnell auf Vorhandensein und festen Sitz überprüfen. Was Hymer bei der Erstmontage anscheinend vereinzelt vergessen hatte. Habe ich in 15 Min. gemacht, alles OK. Die Ladebooster-Leistung hatte ich auch schon bei Position LiFePo4 von den werksmäßigen vorgeschlagenen 70A zurückgenommen, da es mir zu hoch erschien. Da mache ich mir auch keine Sorgen mehr. Ich habe mal die Bedienungsanleitung des betreffenden Schaudt gelesen. In dieser stehen 4 Ladekurven für 4 verschiedene Batterietypen und die zugehörige Ladeleistung und Ladespannung. Die 45 A Ladeleistung entsprechen der Kurve A. Mich macht folgendes stutzig: Die Kurve A mit einer Ladeleistung von 45 A hat eine in meinen Augen zu niedrige Ladespannung für eine LiFePO4-Batterie.. Das kann keine Bedienungsanleitung des aktuellen Schaudt 121545 sein. Auch die 45A Ladestrom sind mit jeder der 4 Kennlinien kombinierbar. Die 70 A wären mir schon ganz lieb, da 600 Ah LiFePO4-Batterien zu laden sind. Nur habe ich die Befürchtung, dass dabei die Lichtmaschine bei Dauerbelastung irgendwann versagt. Andererseits benötigt der 153 l - Kompressorkühlschrank nur max. 4,5 A und das nur zeitweise, während der gleichgroße serienmäßige Absorberkühlschrank ständig ca. 14,2 A benötigt. Falls meine Rechnung richtig ist, bedeutet das, dass durch den Ersatz des Absorberkühlschrankes durch den gleich großen Kompressorkühlschrank die Lichtmaschine um ca. 9,7 A weniger belastet wird. Wenn der Kompressor mal gerade nicht läuft, ist die Minderbelastung sogar 14,2 A. Auf dem Papier ist die Leistung der Lichtmaschine mit über 230 A mehr als ausreichend, aber bei Dauerbelastung Booster 70 A (plus Licht) kommt die Lichtmaschine beim Absorberkühlschrank schon in die Nähe der Maximalleistung. Unsere Vertragswerkstatt konnte mir und Hymer wollte mir nicht sagen, wie groß die elektrische Grundlast des BMLT ist. Vielleicht kennt die jemand. Durch den vielen elektrischen Schnickschnack der aktuellen Modelle ist die Grundlast sicher deutlich höher als früher. Aber ohne die die Kenntnis der Grundlast kann man die Leistungsreserven der Lichtmaschine nicht kalkulieren. Bezüglich der Dauerlast orientiere ich mich bei Flugzeugtriebwerken, weil bei diesen umfangreiche Untersuchungen zur Lebensdauer im Verhältnis zur Belastung gemacht wurden. Beim Start werden die Triebwerke je nach Typ kurzzeitig mit ca. 140 % der Nennleistung betrieben, während bei Dauerlast dir Triebwerke nur zu ca. 70 % der Nennleistung arbeiten. Wenn ich also beim Womo die Lichtmaschine dauerhaft nur mit ca. 70 % der Nennleistung belaste, wäre ich auf der sicheren Seite. Da bin ich schon Mal gespannt wie lange das der Flachrippenriemen womit die Lima angetrieben wird das mitmacht....das definitiv schwächste Teil bei der ganzen Geschichte.
Diese Aussage habe ich schon häufiger hier gelesen - mich würde die Grundlage dafür interessieren. Das würde wohl bedeuten, dass der Riemen nicht auf eine erhöhte Dauerlast ausgelegt ist, sondern lediglich auf eine zu erwartende mittlere Last? Aber wenn dem so ist - wo finden sich solche Informationen über die Auslegung? Mir ist es noch nichtmal gelungen von dem Peugeot Vertragshändler die vergleichsweise simple Information der Generatorleistung zu erhalten (die haben nur große Augen gemacht und mir erzählt dass das keiner wissen will :lach:) Ich habe einen 90A Booster verbaut (220A Generator), bislang ohne Auffälligkeiten. Allerdings frage ich mich ob ich nicht besser einen Ersatzriemen in die WoMo-Garage lege. Oder gibt es sogar verstärkte Riemen?
Du kannst das mit dem Motor vergleichen. Kein Hersteller wird Dir sagen, wie lange der genau hält, wenn Du permanent Vollgas fährst und immer bis zum roten Bereich hochdrehst. Klar ist aber, dass der das nicht solange mitmacht, wie bei jemandem, der den Motor schonender behandelt. Gruß Axel
Das klingt nachvollziehbar. Allerdings ist so ein Keilrippenriemen doch im Vergleich zu einem Motor ein simples Bauteil, seit vielen Jahrzehnten ein Standardbauteil im Maschinenbau und die Auslegung lässt sich berechnen. Ich frage mich nur woher die Aussage "definitiv schwächstes Glied in der Kette" kommt. Sind das Erfahrungswerte? Wenn ja, mit welchem Background (Mechaniker, Entwickler, Amateur etc.)? Oder ist es gesicherte Erkenntnis, dass die Keilrippenriemen in KFZ nicht auf die mögliche Dauerlast des Generators ausgelegt sind? Also, reine Neugier wie diese, hier im Forum häufiger zu lesende Aussage zustande gekommen ist. Einfach um diese Information besser einordnen zu können.
Das glaube ich nicht mal, ein Keilriemen der kann schon was aushalten. Bis der mal kaputt geht, dauert es schon eine ganze Weile. Und wenn er ordentlich gespannt ist und ohne Schlupf, dann wird der Verschleiß eher durch Alterung kommen als durch die Belastung. Und wie Du ja richtig schreibst, sollte er für diese Zwecke dimensioniert sein. Ich glaube eher, dass die Lima bei andauernd hoher Belastung selber ausfällt wie der Keilriemen. Gruß Axel
Na ja, die Frage ist halt ob die im Serviceheft genannten Check- und Tauschintervalle eingehalten werden und was dem Berechner der Festigkeit an Maximalwerten vorgegeben wurde. Eine Wasserpumpe in Marokko und eine Lima mit 180A Dauerstromabgabe (bei 220A Herstellerangabe bei Betriebstemperatur von 25°C) Ich würde eine 220A Lima nie mit 180A Dauerlast in einem Motorraum mit 60-70°C betreiben. Aber diese Abwägung muss der Nutzer selber treffen. Gruß Andreas Ich habe mal den Hersteller des Sprinters kontaktiert und das Problem beim Womo mit kapazitätsstarken LiFePO4-Aufbaubatterien geschildert, bei denen zur Ladung mit einem Ladebooster mit 70 A die Lichtmaschine einige Stunden unter hoher Last laufen müsste. Ich fragte an, welche Dauerlastfestigkeit die Lichtmaschine bzw. deren Riemen haben oder anders gesagt, welchen Output man am Booster bei Dauerlast einstellen sollte. Mal sehen, ob ich eine aussagefähige Antwort bekomme. Falls ja, werde ich das hier posten.
Und, hast Du von MB eine Antwort bekommen? Ich habe keine Antwort erhalten.
Meine Frage wäre eine ganz andere, nämlich, WAS verbraucht ihr am Tag real, was ihr dann nachladen müsst? Ich bezeichne mich ja schon als Stromaser, mit meinen 50 -60Ah inkl. Kühli auf 12V und dafür reicht mir i.d.R. mein 360Wp Solar, ohen jeden Ladebooster und wenn ich ihn mal für 1 - 2 Std zuschalte, dann nur , weil ich den Akku voll haben möchte. Was macht Ihr mit Euer Stromkapazität, das Ihr 70A Ladestrom braucht? ich will es ja nur verstehen :D Grüße |
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