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Liebe Forum-Mitschreiber, das weit verbreitete unheilbare Lithium-Fieber hat mich ergriffen. Nun will ich aus den bekannten Gründen keine dieser superteuren Batterien von sogenannten "deutschen" Herstellern erwerben und habe echt gute Alternativen gefunden. Mit allerdings einem erheblichen Nachteil: Das BMS dieser günstigen Batterien hat leider keinen Schutz, um den Ladevorgang bei zu niedrigen Temperaturen zu verhindern. Klassischer Fall: Das arme Auto steht einsam in einer dunklen, kalten Winternacht. Morgens springe ich dann wie ein junges Reh in die Kiste, düse los und ... AHHHH ... der übereifrige Ladebooster freut sich und schickt starken Strom zur ruhebedürftigen, tiefgekühlten Batterie. Böser Booster-Bube! Bemitleidenswerte Batterie! Nun habe ich mir folgende Lösungen ausgedacht und da würde ich gern eure Meinung hören: 1. Ich baue einen fetten Schalter ein, mit dem ich bei großer Kälte die Zuleitung zum Ladegerät trenne. Schöne alte Handarbeit. Mache ich gern. Wenn's dann im Auto wärmer wird, schalte ich den Ladevorgang wieder ein - fall's ich's nicht vergesse ... 2. Ich greife zu einer Batterie mit eingebauter Heizung. Da gibt es aber wohl noch keine Langzeiterfahrungen - und in einem Test einer bekannten deutschen Wohnmobilzeitschrift kam heraus, dass diese Heizungen öfter nicht zuverlässig arbeiten. 3. Ich lege abends fürsorglich eine Wärmflasche + Kuscheldecke auf die liebe Batterie, damit sie nachts nicht friert. ach, und ja ... 4. Ich kaufe doch eine Batterie mit Luxus-BMS ... und Tieftemperaturladeschutzeinrichtung ... Also, euer Rat würde mich echt mal wieder sehr freuen. Dankeschön schon mal ... Nummer 1. bis denn, Uwe
Nummer 1 mit einem Temperatur einstellbaren Relais in der Steuerleitung des Boosters. Gibts für wenig Geld in der Bucht. Falls kein Solar auf dem Dach ist.... Wobei ein JDB BMS auch nicht die Welt kostet und das dann wesentlich besser macht. Und wie misst du die Temperatur IN den Zellen??? Das mit der Temperatur in den Zellen hab ich mich auch schon gefragt. Der Temperaturfühler würde ja auch nur an irgendeiner Stelle im Gehäuse messen. Da sind's dann Plusgrade ... während die Zellen selber sich noch im Minusschlaf befinden. Ich warte mit dem Einschalten von Hand also einfach einige Stunden. Und erst wenn ich mir einigermaßen sicher sein kann, dass die Batterie auch "innerlich" etwas warm geworden ist, schalte ich ein. Ist dann vielleicht sogar besser als ein BMS, welches den Ladevorgang automatisch einschaltet und womöglich die Temperatur der Zellen gar nicht richtig erfasst, oder?! fährst du überhaupt im Winter? hallo zusammen... ein gutes Li-Ladegerät oder booster hat einen eigenen Temperatursensor für die Batterie... damit ist das Problem schon erledigt! (meine Geräte auf jeden Fall) Grüße in die Runde Wolfgang Ja, wir fahren mit unserem Kastenwagen das ganze Jahr. Ist auch das einzige Auto in unserer Familie. Und ahh ... guter Hinweis mit dem Ladebooster. Wir haben einen Schaudt WA121525. Keine Ahnung was der kann, außer, dass man ihn tatsächlich auf Lithium umstellen kann. Aber ob der dann automatisch die Temperatur mitfühlt und passend schaltet ...?
Und der klebt dann wieder aussen am Gehäuse und misst - Mist. bis denn, Uwe Ich nehme an, was aber nicht explizit erwähnt wurde, dass die Lithiumbatterie nicht die Starterbatterie sein soll. Normale Winterfahrten ohne Camping können dann mit abgeklemmter Lithium erfolgen. Bei Wintercamping sieht es anders aus, speziell bei Freistehen im Winter. Dafür muss man aber den Innenraum tüchtig heizen. Dann wird die Lithium auch warm und ladefähig. Sepp Hallo Uwe.. bei votronic ist der Temperaturfühler für die Batterie mit einem Kabel direkt am Pol angeschraubt, die weiß was lost ist! Andere Geräte muss man halt prüfen ob. Grüße...
Der Votronic schaltet aber leider nicht ab, falls Du das vorhin gemeint hast. Der reduziert bei 0°C nur den Ladestrom, was aber eigentlich schlecht ist, wenn Li-Akkus unter 0°C nicht geladen werden sollen. Gruß Axel
Oder kauft man Winston und hat keine Probleme!? :D Gruß Gordan Hallo, wie ich die Technik der LiFePo4 Akkus verstanden habe, reduzieren sie den Ladestrom bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, genau wie Axel schon schrieb. Ab einer bestimmten Temperatur nehmen sie überhaupt keinen Strom mehr auf, so habe ich das zumindest verstanden. Dann kann auch gar nichts passieren, außer, dass der Akku nicht mehr geladen werden kann.
Jetzt geht ma da Schmäh aus. Ehrlich. Franz Es gibt da keine Temperaturgrenze. Mit sinkender Temperatur sinkt der veträgliche Ladestrom, und es steigt auch der Innenwiderstand. Das regelt sich somit auch ein bisschen selbst.Wenn man das Womo beheizt, ist das egal, und wenn die Batterie voll ist, ebenfalls. Wenn man das nicht beheizte Womo auch regelmässig im Winter laden will, sollte man Winstons nehmen. Gruss Manfred Ich habe gestern tatsächlich dasselbe "Problem" wie der TE gehabt, nachdem ich mich vor einem Jahr bei der Kaufentscheidung noch gegen Winston und für Bulltron ohne Heizung ausgesprochen hab "weil ich das so gut wie nie brauche" :-) Gestern Morgen das Womo in die Werkstatt gebracht und seit 2 Tagen fällt hier die weiße Masse vom Himmel... Batterietemperatur vom BMS auf -1 Grad gemeldet. Ich wollte mich einfach nicht auf die Abschaltung des BMS verlassen (hätte ich aber können :-))) Ich habe kurzerhand die ganze Aufbaubatterie vom Netz getrennt, weil ich (noch) keinen dedizierten Schalter in der Ladeleitung habe. Hat es auch getan. Auch hier muss man ggf. dran denken, den Sicherungsautomaten (hab da sowas in der Leitung vor dem Pol --> Link wieder einzuschalten - aber aufgrund des fehlenden Stroms im Aufbau werde ich deutlich daran erinnert... Heizung hinten ist dann natürlich nicht. So oder so - ich denke über den Schalter in der Ladeleitung nach. Gruß Handfest Ich habe ja eine Bleisäure Aufbaubatterie 70 AH und parallel eine Lifepo4 132 AH. Einen Solarkoffer auf dem Fahradträger der läd die Akkus. Sind - Temperaturen blockiert das BMS ddn Ladeport. Ich habe einen Temperatursensor zwischen die Zellen und einen seitich an einer Zelle im Batteriekasten. Sind die Zellen aufgetaut + 3 Grad gibt das BMS den Ladeport wieder frei. Wir waren jetzt eine Woche unterwegs keine Probleme im Führerhaus war es nie kälter wie+ 7 Grad. Winston oder Heizung brauchen wir nicht
Meine Worte letztes Jahr ;-) aber es gibt schon Situationen, in denen man das einschränken muss (s.o.) JM2C Gruß Handfest
Natürlich muss man eine externe Temperatur Schaltung viel konservativer einstellen als eine vom BMS gesteuerte. Ist ja auch mehr oder weniger eine Notlösung. Aber meiner Meinung nach immer noch besser als von Hand geschaltet "weils jetzt warm genug ist".
Einspruch, weil ich das so nicht geschrieben habe. Ich schrieb, dass der Votronic (Solarlader oder Booster) nicht abschaltet, wenn die Temperatur zu tief ist, sondern dass er lediglich den Ladestrom reduziert. Ein LiFePO-Akku reduziert den Ladestrom nicht selbständig. Nur das BMS, wenn es denn mit dieser Option ausgestattet ist, unterbricht die Ladung ab einer eingestellten Temperatur. Gruß Axel
In diesem Fall muss sich die LiFePO4-Batterie durch Abschaltung des Ladezweigs selbst schützen, der Mensch ist vergesslich ......
Wenn du nicht vergisst, dann bedenke, dass der "fette" Batterie-Trennschalter in der Regel auch die Verbraucherseite abtrennt, also kein Strom im Wohnraum !
Eine Batterie mit eingebauter Heizung hat wie 4) eine "Tieftemperaturladeschutzeinrichtung" und kostet nicht viel mehr als ohne Heizung. Mit oder ohne Heizung muss sichergestellt sein, dass die Abschaltung durch das BMS unter 0 Grad tatsächlich erfolgt (unbedingt testen!) Auch den Booster kannst du manuell wegschalten (z.B. D+ unterbrechen), wenn du nicht vergisst .... Lesestoff, 150 Ah mit "Luxus"BMS und Heizung unter € 700,-- , nur Vorschlag, keine persönliche Empfehlung. --> Link --> Link Solche oder ähnliche Akkus gibt es auch (mit anderen Labels) im deutschen Handel, meist aber gegen "Aufpreis". Helmut Hallo Ich habe derzeit das selbe Problem und überlege ob folgende Möglichkeit es löst... Im Rahmen des Batterietausch auf Lifepo4 baue ich folge Teile ein: Victron Shunt Victron Battery Sense Victron Blue Smart 12/30 ab Hardware Version 2 Victron Blue Solar 75/15 Alle Teile werden mittels Bluetooth in das VE-Netzwerk eingebunden und das Laden der Batterie wird unter 5° unterbunden. Eine Versorgung mit Landstrom ist aber jederzeit möglich. Ich weiß natürlich das der Batterie Sensor nur aussen am Gehäuse klebt aber der Temperaturunterschied sollte nicht so extrem sein, zur Not stellt man die Temperatur für den Ladestop/Start auf 8° oder so ein. Liege ich mit meiner Vermutung richtig oder übersehe ich etwas? Vielen Dank Hallo, jetzt mal die Frage dazu: Dein Produkt ist billiger. Aber: Du musst damit umständlicher hantieren. Es muss ja nicht eines der teuren Produkte wie Löwe oder so sein. Es gibt doch auch viele günstige Batterien, die z. B. mit einem JBD ausgestattet sind und dann das Laden verhindern. Wie groß sind die Preisunterschiede? 50 oder 100 €? Wenn Du dann eine billigere Batterie eingebaut hast, dafür dann aber an abschalten, einschalten usw. denken musst, es vielleicht einmal vergisst, dazu die zusätzlichen Arbeiten mit zusätzlichen Fehlerquellen - kann es sein, dass du dich dann nach einem Jahr ärgerst und dir denkst: Hätte ich doch lieber 100 € mehr in die Hand genommen und eine Batterie mit einem guten BMS genommen? Es gibt da den schönen Satz: Wer billig kauft, kauft zweimal. Nur meine dumme Meinung. Es gibt Womo-Fahrer, denen macht es Spaß, wenn sie immer wieder etwas schalten müssen, wenn sie an diversen Reglern drehen oder auf Temperaturen mit Schaltern reagieren können/müssen, wenn sie Ladeanzeigen überprüfen und sich am vielen Solarertrag erfreuen können. Ich bin jemand, der einfach ins Womo sitzen und es nutzen will, möglichst ohne da an solche Dinge zu denken. Darum war meine Lösung eine (hoffentlich :roll: ) sorglos-Lösung: reinsitzen und wegfahren. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung. Gruß Klaus Ein vernünftiges BMS befriedigt beide Charaktertypen: der Technik-Freak kann alles bis auf die 4. Nachkommastelle prüfen und der Bequeme kann das Ding einfach vergessen, wenn das BMS ordentlich eingestellt ist. Insofern gibt es ausser 'Geiz ist geil' kein Argument für ein dahergelaufenes Noname-BMS ohne User-Zugriff. Der BT-Zugriff und die Einstellmöglichkeiten sind eine Versicherung für den Fall, dass der Akku sich verschluckt. Deshalb würde ich nie ein vernageltes oder nicht zugängliches BMS in Erwägung ziehen. bis denn, Uwe Hallo, Die Batterie wurde bereits eingebaut bevor ich das Wohnmobil gekauft habe. Daher möchte ich ungern eine fast neue Batterie austauschen. Natürlich ist eine Batterie die das alles automatisch kann besser aber diese Möglichkeit gibt es gerade nicht. Würde es denn so wie beschrieben funktionieren? Gruß
Hier mal ne weitere Lösung, kostet fast nichts und ist relativ leicht zu realisieren: --> Link die zweite Lösung ist die Temperaturwächterschaltung. Viel Spass beim Werkeln, Gruß Andreas |
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