Wir sind gesund und munter wieder da! Und nun ist er fertig und wartet darauf von Euch verschlungen zu werden. Mein Reisebericht aus hauptsächlich Holland.
Und bis zum Ende lesen, sonst fehlen Euch wichtigste Infos!!!
Viel Spaß, Bilder gibt es demnächst auf meiner Seite!
28.05.07
Nachdem wir nun das Forumstreffen ohne Probleme hinter uns bekommen haben, sollte es nun in den wohlverdienten Urlaub gehen. Die Spritpreise sind wieder jenseits von gut uns böse aber da der Tank bis oben voll war und die Fahrt in das Diesel-günstige Holland gehen sollte, war die Welt in Ordnung. Um 14:00 Uhr machte ich mich auf den Weg nach Bremen und Dali sollte 1 ½ Stunden später folgen, denn wieder einmal ist es Zeit für unseren PKW, die Werkstatt aufzusuchen und einige Reparaturen über sich ergehen zu lassen. Während Dali mit Ihrer Freundin so plauderte, dachte ich mir, ich könnte ja schon mal das Navi neu programmieren und die Benelux- und Frankreichkarte installieren. Ok, die Karten liegen zu hause im Wohnzimmer, warm, trocken und vor allem an der falschen Stelle. Ich könnte speien, an alles habe ich gedacht. Naja, der erste Anflug von schlechter Laune war relativ schnell wieder vorbei, denn es gibt ja das Internet, und wir setzten die Fahrt um 19:30 Uhr in Richtung Oldenburg fort. Wir haben uns vorgenommen einen ehemaligen Arbeitskollegen kurz zu nerven und dies natürlich in die Tat umgesetzt. Gegen 23:00 Uhr fanden wir auf dem Stellplatz in Leer unsere Nachtruhe. Ein recht unspektakulärer Tag geht zu Ende. Aber…
… ich habe Dali versprochen, den Gymnastikball, welcher sich hinten in unserem Womo, in „unaufgeblasenem“ Zustand befindet, nicht weiter anzusprechen und gedenke dieses Versprechen zu halten. Es kann nur an den Hormonen liegen, dass Sie mir eine solche Steilvorlage gibt. Mal sehen was draus wird.
29.05.07
Unser erstes Ziel ist der Campingplatz „De Kuilart“ in Koudum. Dieser Fünf-Sterne Platz (zum 2ten mal ADAC-Superplatz hintereinander) bietet alles was das Camperherz begehrt. Sauna, Solarium, Hammam (braucht man das wirklich?) und ein ansprechendes Ambiente. Was fehlt ist Klopapier auf den Toiletten und an Klobürsten haben sie hier auch gespart, dementsprechend auch die Klo´s. Aber ins Internet kann man. Fünf Minuten kosten an dem Rechner in der Rezeption 0,50 €, also 6 € die Stunde. Das sind Preise wie zu Modem-Zeiten, ach nee, da waren es noch DM. Per WLAN ist es günstiger sagte man mir, 5,95 € für 50 min., rechnen können die auch nicht!, aber man ist ja auch im Urlaub und da „könnte“ man es ja ausgeben! Die Karten für mein Navi liegen mittlerweile im Internet zum Download bereit aber bei 450 MB könnte ich mir bei den Preisen auch neue Karten kaufen also ist der Internetzugang für heute gestorben. Wir erkundeten den Platz ein wenig und genossen den Abend in gemütlicher Zweisamkeit. Am Abend bemerkten wir noch, dass unser Wasserhahn Wasser verlor. Nichts Ungewöhnliches für einen Wasserhahn sollte man meinen, aber er verlor das Wasser in geschlossenem Zustand und vor allem verteilte er das H2O an Stellen, die nicht dafür vorgesehen sind. Ich habe den dann mal kurz auseinandergebaut und die Schrauben und Muttern nachgezogen und siehe da alles wieder Dicht, also solange man es möchte jedenfalls. Ein kleiner Nachtrag für alle Teilnehmer des Treffens, einer weiterer Kollege aus Damp hat den Weg hierher gefunden. Dieser Gott verdammte Kuckuck, welcher hier genauso nervt wie in Fischleger, hat uns bis hierher begleitet.
GPS: 052° 059´ 551´´ N 005° 032´ 921´´ E
30.05.07
Der Urlaub ist diesmal als Urlaub geplant, ergo wollten wir nicht so viel fahren wie in den letzen Jahren. Wir blieben auf dem Platz und ich wollte die letzten Windboen ausnutzen und surfen gehen. Grundsätzlich ja nichts besonderes, aber hier muss man sich erst aus dem Yachthafen raus quälen. Was bedeutet dies? Ganz einfach, und Beachtung der Seeschifffahrtstraßenverordnung (Gott sei Dank habe ich die nötigen Scheine) kreuzte ich durch den Hafen und als ich draußen war, durfte ich noch einige 100 Meter im Fahrwasser, natürlich auf der richtigen Seite, bis ins freie Gewässer surfen. Das ganze dauerte etwa 45 min, aber ich wurde mit einem absolut „konstanten“ Wind belohnt. Ich konnte quer über den See rutschen und freute mich wie ein kleines Kind. Endlich mal wieder tolle Bedingungen, bis…
…nach 30 min der Wind ebenso absolut konstant gegen null abflaute und ich mich, wieder unter Beachtung aller Regeln, in den Yachthafen rein quälte. Habt Ihr schon mal versucht, ohne jegliches Hilfsmittel die vorgeschriebenen Tonsignale zu geben, die Segler haben vielleicht geguckt! Aber immer hin Spaß gehabt. Ansonsten verbrachten wird den Tag entspannend und den Kuckuck jagend vor dem Womo.
31.05.07
Weiterreisen war angesagt. Wir fuhren über die Nebenstrecken (N359) und machten Halt in Hindeloopen, ein verträumtes Netz am Ijsselmeer mit vielen Grachten und alten Gebäuden. Danach ging es weiter nach Workum und Bolsvard. In letzterem Ort hielten wir erneut und schlenderten ein wenig durch die Stadt, bevor wir uns, über die A7, nach Alkmaar aufmachten (Abfahrt Middenmeer und dann über die N242). Dort angekommen haben wir nach kurzer Parkplatzsuche die Stadt erkundet und super leckere Pommes gegessen welche uns aber spät Abends immer noch schwer im Magen lagen. Sehr interessante Altstadt mit einer tollen Einkaufspassage und engen Gassen. Wir kamen aus dem Staunen nicht raus. Freitags findet in Alkmaar immer der berühmte Käsemarkt statt, welchen wir aber ausließen, weil die Campingplätze an diesem Wochenende keine Campingcheques annehmen wollten, dachten wir! Also sind wir die 130 km weiter nach Hellevoetsluis zum Campingplatz ´t Weergors. Kleiner Tipp, im Feierabendverkehr an Amsterdam vorbei und dann über Den Haag und Rotterdam ist eine Strecke, die sollte man sich zweimal überlegen. Dieser Platz ist der Knaller, Familiär geführt und die Naßräume sind sozusagen perfekt. Absolut sauber, Duschen über Chipkarte und sogar Klopapier haben sie hier. Brötchen bestellt man am Vortag (leider nicht gerade günstig 4 Stk 2 €) und über WLAN kommt man ins Internet und zwar für 3 € pro 24 Stunden! Hey, wer sagt es denn! Ich also gleich einmal gebucht und sofort die 450 MB angefangen zu laden. Morgen früh sollte es fertig sein. Hurra!
Achso, mittlerweile haben wir auch festgestellt, das die Campingplätze doch die Campingcheques akzeptieren, man sollte auch im 2007er Buch nachschauen und nicht im 2006er! Shit happens! Und noch was, 100 Euro Prämie, der mir den Kuckuck lebend im Käfig bringt! Ich glaube der verfolgt uns!
GPS: 051° 049´ 045´´ N 004° 006´ 058´´ E
01.06.07
Als ich aufgestanden war, wunderte ich mich schon, dass mein Notebook nicht eingeschaltet war. Fix nachgeschaut, stimmt, hat er doch 231 MB geschafft bevor es in Standby gegangen ist. Macht nichts, kostet ja nur 3 Euro und bis heute Abend schaffe ich es schon die Karte downzuloaden. Kurz bei meinem Kollegen angerufen, er möchte doch bitte die Karte nochmal einzeln hochladen und dann einen entspannten Tag bei Buch und Sonne genossen. Dali machte Ihr Heuschnupfen zu schaffen außerdem war Ihr übel. Das Notebook lud die Dateien und ich schaffte das Buch in Rekordzeit. Wir sind dann nochmal ein wenig mit dem Rad unterwegs gewesen und haben den Hafen unsicher gemacht. Der Webzugang sollte bis 19:30 Uhr offen sein und die Planung sah vor, dass der Download um 18:30 Uhr beendet sein sollte. Tja, da hatte ich die Rechnung nicht mit meinem Kollegen gemacht. Hat er doch die beiden Karte hochgeladen und die Datei, die schon im Netz lag, gelöscht. 50 MB vor dem Ziel. Nochmal Zugang geordert und nochmal angefangen, diesmal mittels Downloadmanager, dann kann ich im Fall der Fälle wenigstens weitermachen und muss nicht von vorn anfangen, gebranntes Kind scheut das Feuer, gell!!! Die Prämie wollte leider keiner haben.
Den Abend verbrachten wir bei einer Partie Scrabble. Leider Verloren!!!
02.06.07
Aufstehn und…
… Notebook ist aus. Boa ich hätte platzen können, aber…
… die Dateien sind fertig runtergeladen. Na Gott sei Dank. Alles installiert, klappt. Hurra!!! Aber wir wollten trotzdem noch bis morgen bleiben. Diesen Gott verdammten Vogel wollte ich heute kriegen, das war mein gestecktes Tagesziel. Wir machten uns nach dem Frühstück auf um einige Kilometer mit dem Rad zu fahren. Immer an der Küste entlang und dann über den Haringvlietdam nach Stellendam. Kein besonderer Ort aber immerhin waren wir unterwegs. Dann haben wir das schöne Wetter am Strand genossen und nach einem kurzen Einkauf wurde der Grill angeschmissen. Der Vogel trällerte sein „Kuckuck“ und ich hörte einfach nicht hin, klappte natürlich nicht, aber was hilft´s, ist doch Urlaub. Nach dem Essen sind wir nochmal in den überaus belebten Hafen um uns noch ein wenig zu bewegen. Morgen sollte es weiter gehen.
03.06.07
Insel-Hopping! Nach dem Frühstück und dem Ver- und Entsorgen machten wir uns wieder auf den Weg und verließen den Platz in Richtung Zierikzee. Wir fuhren über den Haringvietdam und dann über die N215 nach Middelharnis. Vertraten uns in der Stadt kurz die Beine und fuhren über die N59 Richtung Zierikzee. Die Strecke führt über den „Grevelingen Dam“. In Zierikzee machten wir wieder halt und schauten uns die Stadt an. Klein aber nett, und genug um sich dort für ein bis zwei Stunden aufhalten zu können. Über das Delta Expo, ein Sperrwerk für das flutgeplagte Holland (ein imposantes Bauwerk. Ihr solltet euch mal die Strömungen im Wasser genauer anschauen. Da möchte ich nicht reinfallen, aber dat Vögelschen dürfte dort schon mal baden ;-) ), ging es weiter über die N57 nach Middelburg und weiter über die N254 und durch den Westerscheldetunnel (16,30 € Maut für Reisemobile) nach Brügge in Belgien. Der dortige Stellplatz war komplett leer, alle Womos parkten auf der anderen Straßenseite, warum nur? Das Schild brachte Aufklärung kostet die Nacht dort doch 25 €. Nee, sorry geht gar nicht! Mein Navi verriet mir, dass in Blankenberge und in Zeebrügge auch Stellplätze sind. Wir also nach Blankenberge, nur ein Parkplatz mitten in der Stadt, jede Menge Trouble, nichts für uns und auch nicht für Euch. Weiter nach Zeebrügge. Auch hier ein kleiner Parkplatz direkt an der Autobahn und gegenüber einer viel befahrenen Eisenbahnstrecke aber erstmal bleiben wir stehen den Dali packte mal wieder das Unwohlsein. Ich habe nochmal das Navi aktiviert und einen Stellplatz in Zuienkerke gefunden. Ein kleiner Ort genau zwischen Brügge und Blankenberge. Wir also los und dem Navi glauben geschenkt. Erst haben wir den Platz nicht gefunden, weil er versteckt und nur durch eine unscheinbare Gasse anfahrbar, hinter einer Häuserreihe, liegt. Aber dort hat man einen ruhigen Platz ohne Kuckuck aber mit Fiffi, der hatte gestern nämlich „seinen“ Tag. 3 Stunden bellte er das gesamte Dorf zusammen eher er dann endlich reingeholt wurde und Ruhe einkehrte. Alles in allem aber nichts Wildes. Wir spielten wieder ein Partie Scrabble. Verloren!!!
Anfahrt zum Platz:
Von Brügge in Richtung Blankenberge, nach einigen Kilometern geht es links nach Zuienkerke. Im Dorf angekommen fahrt Ihr an der Kirche vorbei. Rechts geht es dann dem Schild nach zum „Gemeendehuis“ Ihr müsst aber erst bei der zweiten Möglichkeit zum „Gemeendehuis“ abbiegen. Hier ist nämlich auch der Parkplatz ausgeschildert. Wenn Ihr abgebogen seit, könnt Ihr nur noch gerade aus (rechts ist eine Einbahnstraße) in eine kleine Gasse, die entlang und am Ende rechts, dort könnt Ihr stehen. Und wenn Ihr Angst habt weil es recht eng ist, kann ich Euch beruhigen, da fahren auch größere LKW rein, also: Traut Euch!!!
GPS: 051° 015´ 056´´ N 003° 009´ 014´´ E
04.06.07
Auf nach Brügge, kurz gefrühstückt und dann hat sich Dali erstmal wieder hingelegt, klar so ein Frühstück streng an. Irgendwo in der Ferne hörte ich den Vogel wieder, aber hehehehehe, er hat uns noch nicht gefunden. Ich habe mich derweil gefreut wie ein Kuckuck, aufgeräumt und den Bericht weitergeschrieben. Kurz bevor wir dann los wollten, bin ich wie immer einmal ums Womo und was jetzt kommt, wird der geneigte Leser meiner Berichte schon wissen. Na schon eine Idee? Logisch, es tröpfelt und zwar nicht vom Himmel. Wie in den letzten beiden Jahren tropft es hinten aus unserem Womo. Wie in den letzten beiden Jahren war es zu Pfingsten oder kurz danach und wie in den letzten beiden Jahren bekam ich meinen üblichen Anfall von „Urlaubsschrauberei“!!! Wollt Ihr mal wissen, wie man sich fühlt, wenn man weiß, was einem bevorsteht? Ich lade euch gerne mal zu uns ein und dann besprechen wir die ganze Situation mal ausführlich, grrrrrrrrrr. Wir entschieden uns zum Campingplatz „Schoneveld“ zu fahren und dort 2 Nächte zu bleiben. Ein 5 Sterne Platz hinter den Dünen in der Nähe von Breskens. Die Strecke von 36 km war i.O. und so machten wir uns auf den Weg. Erstmal einiges zum Platz, der war zumindest mal fast komplett belegt. Einer der letzten 3 Plätze ist nun unser 120 m² Parkplatz. Schwimmbad, Bowling usw. sind auch vorhanden, gute Aussichten. Nachdem wir alles klar gemacht hatten, begann ich das Badezimmer auseinander zu nehmen. Systematisch und mit Bedacht hatte ich nach gut 1 ½ Std. „alles“ raus und konnte die Bescherung sehen. Wieder einmal ist ein Verbindungsstück geplatzt (das gleiche wie vor 2 Jahren) und, weil sich das Wasser durch die Schräglage in der wir letzte Nacht standen, staute, lief es an der geplatzten Stelle raus. So, nun steh ich da, ein Siphon defekt (wie ich dabei auch noch feststellte) und das Verbindungsstück muss natürlich auch neu. An der Rezeption gefragt und man soll es nicht glauben, nur etwa 1,5 km entfernt im Dorf ist der größte Campinghändler Zeelands. Und nochmal Glück, er hat auch noch alles da. Zusätzlich nahm ich noch eine Schlauschelle mit um das Verbindungsstück gegen nochmaliges Platzen zu sichern. Außerdem habe ich die Abwasserrohre besser abgestützt, so dass weniger Bewegung drin ist, denn ich denke dass dadurch der Defekt verursacht wurde. Insgesamt 4 weitere Stunden brauchte ich um alles wieder in den Urzustand zu versetzen, mit Ausnahme der defekten Sachen natürlich, die sind ja nun repariert. Wollen wir mal hoffen, dass nun alles wieder i.O. ist. Ach ja, im Stil des echten „mauimeyer“ habe ich leider den Verschluss für die Schranktür unter dem Waschbecken kaputt gemacht, aber morgen wollen wir eh nochmal zum Campingshop und ich hoffe dort bekomme ich ein Ersatzteil. Dann kam der Abend, das Bad war wieder i.O. aber nachdem wir gegessen haben, kotzte sich Dali die Seele aus dem Leib. Sorry, wenn ich es so deutlich ausdrücke aber Speien, Übergeben oder Spucken kommt der Sache überhaupt nicht nahe. Ich saß derweil bei einer guten Flasche Wein draußen und habe regelmäßig Dalis Hinterlassenschaften zum Müll gebracht. Muss ja schließlich auch gemacht werden. Habe dann noch auf dem Notebook eine Partie Scrabble gegen den Computer gespielt. Anfängermodus, VERLOREN!!!
05.06.07
Erstmal lecker ausgeschlafen! Dann lecker gefrühstückt und danach fuhren wir ins Dorf zu meinem Freund den Campinghändler. Der ist wirklich gut ausgestattet, hat er doch die Schrankverriegelung da und für 1,- € hat das Teil dann den Besitzer gewechselt. Außerdem haben wir uns ein paar Stühle angeschaut. Kaufen wollen wir die aber nächste Woche bei Obelink. Brauche mir nur das Aqua Kem Blue anschauen. Hier kosten 2 Liter 11,99 € bei Obelink nur 7,95 €. Fragt man sich, wie machen die das? Aber ich denke die Größe des Marktes macht es! Wir haben dann noch einige Kilometer auf dem Rad abgerissen und nach dem Kaffee genossen wir noch einige Zeit bei Lenkdrachen und Buch das gute Wetter am Strand. Wiedermal ein erholsamer Tag und morgen geht’s weiter.
Achja, nachmittags eine Partie Scrabble. Boa, ich schmeiß das Spiel raus!!!
06.06.07
Wir haben nach dem Frühstück den Platz verlassen. Besser ist es, denn man stellt sich die Frage, wer hat denen die 5 Sterne verkauft. Es gibt nur einen Vorteil den der Platz hat, keinen Kuckuck, verständlich denn auch der hat seinen Stolz. Die Nassräume sind, wenn man ein Auge zudrückt und das andere einfach nicht aufmacht, 2 Sterne wert, dann ist die Aufteilung nicht sonderlich gelungen und der Platz besteht zu 70% aus Ferienbungalows, von denen sich 20% auch noch im Bau befinden. Dementsprechend war der Lärmpegel. Stellt man sich vor, man hat 2 Wochen bei denen, in der Erwartung eines 5 Sterne Platzes, gebucht und bekommt so etwas vorgelegt. Ich habe mit einem Surfkollegen gesprochen, der für 15 Tage dort Urlaub macht (für 24 € pro Tag, Gott sei Dank es gibt Campingcheques). Er teilte unsere Meinung und gab auch noch zum Besten, dass die Bedienung in der Rezeption und an der Bar (bzw. Bowlingscenter) einem richtig spüren lässt, ob man willkommen ist oder nicht. Aber der Oberknaller kommt noch, wir also den Platz verlassen und zu der, im Übersichtsplan eingezeichneten, Ver- und Entsorgungsstation vor der Einfahrt. Tja, aber da war keine. Ich also wieder in die Rezeption und bekam die Antwort, sowas haben wir hier noch nicht. Hey die Nassräume sind aus den 70ern allenfalls 80gern und die haben „noch“ keine Ver- und Entsorgungsstation? Man sagte mir, dass ich das Klo am Waschhaus entsorgen könnte. Ich wollte aber meinen Grauwassertank leeren. Das durfte ich dann in den Regenwassergulli vorm Waschhaus. Das habe ich aber auch nur gemacht, weil man mir glaubhaft versichert hat, dass hier Regen- und Abwasser in dieselbe Kanalisation läuft und nicht im Trennsystem behandelt wird. Wir also wieder rein, entsorgt, am Wasserhahn bei unserem Platz Versorgt und dann haben wir uns an den Strand verzogen. Da wieder ein Tipp. Es gibt hier den „Panoramaweg“ (gut ausgeschildert), welcher vorm Deich direkt zu einem Leuchtturm führt. Dort sind einige größere Parkbuchten an denen man sich den gesamten Tag aufhalten kann. Die Schifffahrtsroute nach Antwerpen führt direkt hier vorbei und man hat immer was zu schauen, direkt am Strand wie gesagt. Wir haben uns hier bis Abends aufgehalten, denn Wind war angesagt. Und der kam auch, Noch nicht als ich beim ersten mal draußen war, aber 2 Stunden später ging es los. Super konstanter Wind ohne Böen und mit der richtigen Stärke. Die Wellen waren nicht so schön, aber man kann nicht alles haben. Der Surftag nahm dann aber ein abruptes Ende, erst riss mir ein Trapeztampen und als ich den reparierte, dachte ich mir, mal fix einen ½ Liter O-Saft zu trinken, dann einen Keks hinterher zu essen und wieder aufs Wasser zu gehen. Alles halb so wild, wenn ich nicht bei einem Sturz ins Wasser min. 847 Liter (gering geschätzt) Salzwasser verschluckt hätte. Auf Schlag war mir kotzübel, ich bekam weiche Knie und war froh, als ich wieder am Womo war und einen Pfefferminztee trinken konnte, so ein Keks kann einem echt alles versauen! Als es mir besser ging, erlaubte ich mir, den Fahrer eines anderen Wohnmobils zu fragen, wo er übernachtet und ich bekam einen Super Tipp!!! In Groede gibt es den Campingplatz „De Plueg“. Der bietet eine Übernachtungsmöglichkeit auf dem Parkplatz an. Und jetzt kommt´s, für 5 € gibt es den Platz, komplette Ver- und Entsorgung und für 2,5 € mehr, auch noch Strom, wenn man möchte. Einzig an die Zeiten muss man sich halten. Der Platz steht nur von 17:00 – 11:00 Uhr zur Verfügung, was im Allgemeinen aber reichen sollte. Es kommt jemand rum der das Geld einsammelt und einem alles haarklein erklärt. Wirklich klasse, solche Plätze gibt es in Holland eigentlich viel zu wenig. Naja, und nach einem eher mäßigem Fußballspiel (wieviel % der Wohnmobilfahrer sehen Fern? 10%? Schallendes Gelächter heute waren es 100%) war es dann Zeit für´s Bett.
GPS: 051° 022´ 057´´ N 003° 030´ 044´´ E
07.06.07
Wir machten uns wieder auf zum Panoramaweg, holten unterwegs Brötchen und frühstückten am Strand, mit Blick aufs Wasser, wie sich versteht. Danach legte sich Dali mal wieder schlafen und ich faulenzte bei einem guten Buch. Erst nachmittags gingen wir ein wenig spazieren. Wir wollten den Campingplatz „Zeebad“ mal erkunden. Dieser hat 3 Sterne und liegt direkt neben dem beschriebenen 5 Sterneplatz „Schoneveld. Und jetzt haben auch wir es begriffen, die Besitzer der beiden Plätze haben wahrscheinlich eine Vergleichsstudie am laufen. Thema: „Bringen mehr Sterne mehr Einnahmen?“ Und zu diesem Zwecke wurden die Sterne einfach mal getauscht. Im Ernst, der Platz „Zeebad“ ist perfekt eingeteilt, großzügige einzelne Buchten mit Hecken umschlossen, saubere Nassräume tolle Parkanlage usw. Das einzige, wir haben die Rezeption nicht gefunden. Wir sind über 30 min. über den wirklich großen Platz gelaufen, nichts. Oder besser gut versteckt. Egal, wir wollten sowieso wieder zum Platz „De Plueg“.
Nachmittags eine und Abends zwei Partien Scrabble gespielt: Gut erhaltenes Brettspiel für 1,-- € zu verkaufen!
Dann noch eine Partie auf dem PC gespielt, Analphabetenmodus: Spiel gelöscht, CD vernichtet!
08.06.07
Auf nach Brügge? Wir frühstückten wieder am Strand, der Wind sah viel versprechend aus, gemessene 6 Windstärken und eine schöne Welle warteten nur darauf reichlich genutzt zu werden. Der Wind pfiff um das Womo und nach der ersten Tasse Kaffee war erst das Pfeifen weg, dann die Welle und dann meine gute Laune! Nächstes Jahr fahren wir im Herbst!!! Wir machten uns dann auf den Weg nach Brügge. Wie in letzter Zeit des öfteren, wurde Dali wiedermal von Überkeit geplagt, so dass ich einigermaßen gute Straßen auswählte um nach Brügge zu kommen. Wenn man nun die Straße aus Blankenberge nach Brügge fährt (N351) kommt man auf die Straße „Bevrijdinglaan“, diese hat eine kleine Parallel-Straße in der man wunderbar kostenlos parken kann. Mit dem Fahrrad ist man in 5 min. mitten in der Altstadt, zu Fuß braucht man etwa 10-15 min. Wir haben die Stadt hauptsächlich mit dem Fahrrad erkundet. Den guten Abschluß fanden wir in einer Grachtenfahrt. Leider begann es dann zu tröpfeln (diesmal von ganz oben) und wir machten uns auf zum Womo. Dali wollte gerne noch ein wenig einkaufen und auch noch einmal belgische Pommes genießen. Beides konnten wir in einem Einkaufspark auf dem Weg nach Dunkerque. Eine große Portion für 1,90 Euro. Und die schmeckten vielleicht genial. Mir soll in Deutschland mal einer zeigen wo mal soviel, so gute Pommes für den Preis bekommt! Bei uns oben im Norden jedenfalls nirgendwo. Gegen 18:00 Uhr fuhren wir weiter Richtung Frankreich. In Dunkerque sollte es einen Stellplatz geben. Vergesst es, fahrt weiter nach „Gravelines“. Dort kann man direkt am Kanal stehen. Gut zum Übernachten, weil recht leise und genug Platz für reichliche Womos und…
… seit Tagen kein Kuckuck.
Übernachtungsplatz:
Rue de Port
GPS: 050° 059´019´´ N 002° 007´020´´ E
09.06.07
Zu früh gefreut! Kuckuck, und das war der Beweis, es ist immer noch derselbe Vogel, französische Kuckucks müssten ja „Kückück“ rufen, oder? Egal, wir fuhren los und wollten irgendwo an den Strand. Das ist hier aber gar nicht so einfach. Mehrere Male haben wir versucht an den Strand zu kommen, aber so wirklich klappte es nicht. Entweder waren die Straßen zu eng oder mit einer Teppichstange begrenzt oder es gab einfach keinen Parkplatz. Wir sind dann durch Calais durch um es dort weiter zu probieren. Gefunden haben wir den Platz am „Cap Gris Nez“. Nicht wirklich am Strand aber mit bester Aussicht aufs Wasser, direkt unter dem Leuchtturm. Wind war eh keiner und so war es egal. Der Platz ist in einem grottenschlechten Zustand, man muss sich schon eine Stelle genau aussuchen an der man letztendlich stehen will. Aber es geht und man bleibt auch nicht allein. Abend standen wir mit 4 Womos dort. Wir sind dann noch schön spazieren gegangen und haben einen ruhigen Tag genossen. Hier bleiben wir bis morgen. Schrot liegt auch bereit! Ich bekomm ihn schon.
Abends 2 Partien Scrabble gespielt: Spiel zu verschenken!
Übernachtungsplatz:
Cap Gris-Nez, Parkplatz vor dem PKW-Parkplatz
GPS: 050° 052´ 047´´ N 001° 035´ 033´´ E
10.06.07
Da wir Ver und Entsorgen mussten machten wir uns auf den Weg die Küste entlang nach „Bologne sur Mer“. Der Stellplatz dort liegt mitten im Hafen an einer sehr belebten Straße. Keine Entsorgungsmöglichkeit, die fanden wir in „Le Portel“. Wir konnten mit etwas Mühe entsorgen (weil die Station ziemlich verbaut und zugeparkt ist) und sind dann weiter nach „Le Touquet paris Plage“ Hier gibt es 2 Stellplätze, einen am Flughafen, mit Kinderspielplatz und einem am Yachthafen, fast direkt am Strand. Wir wählten den letzteren und fanden einen tollen Platz für 6,50 Euro. Die Nähe zum Strand, Ver und Entsorgung (Frischwasser 2 Euro für 10 min. laufendes Wasser), sowie die Ruhe machen den Platz attraktiv. Man kann so stehen, dass man Rasen vor dem Womo hat und kann sich dann auch entsprechend ausbreiten. Wirklich empfehlenswert. Wir machten uns einen ruhigen Tag genossen den Abend bei Grillfleisch und ein wenig Formel1.
GPS: 050° 032´ 37´´ N 001° 035´ 017´´ E
11.06.07
Langsam auf den Weg nach Hause. Nachdem wir recht spät gefrühstückt hatten, wollten wir uns langsam auf den Rückweg machen. Da unser gestecktes Ziel, den Campinghändler Obelink, nur noch ca. 500km entfernt liegt und wir erst am Freitag in Hamburg sein müssen, hatten wir Zeit ohne Ende. Wir verließen Frankreich und machten halt in „Niewport“ wo eigentlich ein Stellplatz am Hafen sein sollte. Was wir fanden waren Verbotsschilder für Wohnmobile. Und zwar nicht nur für die Nacht sondern „gar nicht parken“. Nicht gerade freundlich! Wir suchten im Navi und fanden einen Platz in „Beernem“ direkt am Kanal, den Steuerten wir an. Man sollte sogar Ver- und Entsorgen können. Sollte, aber nichts, also parken ja aber mehr auch nicht. Ein zweiter SP im gleichen Ort wurde angefahren und dort fanden wir nicht mal mehr den Parkplatz, aber wir haben uns dann direkt am Brügge – Gent Kanal wild hingestellt und haben einen herrlichen Ausblick gehabt. So, und nun wurde es Zeit für unseren allurlaublichen Anruf bei meinem Freund vom Caranvanservice. Der sah meine Nummer und der fing sofort an zu lachen, danke!!! Was war passiert, der Kühlschrank kühlt nicht mehr. Super!!! Könnte am Aggregat liegen. Wenn wir wieder zuhause sind stellen wir Ihn aber erstmal auf den Kopf. Mal schauen. Aber damit dürfen wir wohl morgen direkt nach hause fahren, denn uns verderben die Lebensmittel. Ärgerlich! Abends noch 2 Partien Scrabble. Dali lacht mich mittlerweile aus und hat verhindert, dass ich das Spiel in den Kanal schmeisse.
GPS: 051° 008´ 036´´ N 003° 017´ 044´´ E
12.06.07
Im Eisfach war genug Kälte um die verderblichen Lebensmittel kühl zu halten, also entschieden wir weiter in Richtung Campinghändler Obelink zu fahren. Wir hielten auf dem Campingplatz „Eiland van Maurik“. Gelegen in herrlicher Lage am Niederrhein. Was kein Campingplatz uns bieten konnte, waren Duschen mit einem vernünftigen Wasserstrahl, komisch, immer nur Geplätscher, was mir weniger ausmachte als Dali mit Ihren langen Haaren. Wir machten jedenfalls noch eine schöne Radtour und durften feststellen, dass unser Kühlschrank über 12 bzw. 220 V einwandfrei funktioniert. Das wiederum bedeutet, dass wir eine unsaubere Flamme im Gasbetrieb haben. Wir werden also bei Gelegenheit den Brenner mal wieder vom Schmutz befreien und das gesparte Geld bei Obelink für neue Campingstühle ausgeben. Dali war mal wieder über und gefroren hat sich auch und so verbrachten wir den Abend fernsehschauend. Ach ja, Internet gibt es hier. 24 Stunden für 5 Euro. So konnte ich auch mal wieder Emails abrufen und ins Forum schauen. Morgen geht es dann zum größten Campinghändler Europas, man sind wir gepannt.
GPS: 051° 058´ 33´´ N 005° 025´ 048´´ E
13.06.07
Wir haben lange geschlafen und gut gefrühstückt und sind dann nach Ver- und Entsorgung um 12:00 Uhr nach Winterwijk gefahren. Nach einer unendlichen Mess-Orgie haben wir dann auf gut Glück erstmal zwei Stühle gekauft. Dann habe ich eine Stunde damit verbracht, heraus zu finden, wie ich die in der Heckbox unseres Womos unterbekomme. Und ich habe es herausbekommen, es geht tatsächlich aber nur auf „eine“ ganz bestimmte Art und Weise. Die muss ich mir unbedingt aufzeichnen, sonst sitze ich demnächst wieder und probiere. Wir sind dann wieder rein, haben noch bessere Stühle gefunden, diese zusammen mit Schutztaschen, einem Rolltisch und diversen Kleinigkeiten gekauft, die vorhin erworbenen Stühle zurück gebracht und dann völlig verschwitzt erstmal etwas ausgeruht. Und was soll ich sagen, wir sind enttäuscht von dem Laden. Mehrere Teile, wie zum Beispiel ein Sicherungssystem für Teller oder Spannstangen um Teile in den Schränken gegen umfallen zu sichern hatten die gar nicht. Groß ja, aber alles haben die leider nicht und solche Sachen hätte ich schon erwartet. Nun, da es auf dem Weg lag, war es kein Problem, aber für uns hätte sich ein Extrabesuch nicht gelohnt. Aber günstige Stühle, die haben sie auf alle Fälle und somit waren wir schon zufrieden. Aber das Highlight des Tages sollte noch kommen. Wir sind dann in Richtung Deutschland und haben den Stellplatz „Greven“ am Yachthafen angefahren. Dort angekommen suchten wir uns einen Platz und ich ging zum Bezahlen in das Häuschen. Dort fragte mich dann die Dame, freundlich, ob ich nicht lesen kann. Ich fragte was es denn gäbe und ich durfte dann hören, dass der Platz mit Anhängern nicht befahren werden darf. Steht vorne ganz groß dran (sie meinte das Bild wo ein durchgestrichener „Wohnwagenanhänger“ drauf war, den ich ja nun nicht wirklich hinten angespannt habe). Ich stand da und stutzte. Ich sollte den Anhänger auf dem Nachbarparkplatz abstellen, morgen dann den Schlüssel dafür holen, den Hänger abholen, den Schlüssel zurückbringen und dann dürfte ich den Platz auch über Nacht nutzen. Ich fragte warum das so sei und dann hat man mich zum ersten Mal seit langer Zeit mit offenem Mund, langem Gesicht und hevorquellenden Augen gesehen, denn die Antwort war: “Wir sind ein Stellplatz und kein Campingplatz!“ Nach ungefähr 17 Minuten, wenn nicht sogar 17 Stunden, der totalen Stille und dem Versuch meine innere Ruhe zu finden fragte ich mich, was denn bitte mein Surfanhänger damit zu tun hat, dass dies ein SP und kein CP sei. Ich sehe dort meine Kumpel, mit zwei Kindern und dem Anhänger, wo er die ganzen Klamotten und Spielsachen drin hat alle 2 Minuten zum Parkplatz zu laufen um Sachen dort raus zu holen. So etwas nennt sich „Topplatz“ aber da werde ich nochmal gezielt per Internet nachfragen, das lass ich nicht auf mir sitzen. Wir sind dann jedenfalls abgedackelt, denn dafür dann 7,50 Euro zu bezahlen sehe ich dann auch nicht wirklich ein. Die Dame erklärte mir, dass die Gemeinde den Platz schließt, wenn man hier die Richtlinien nicht umsetzt. Ich gehe aber davon aus, dass diese Richtlinien falsch ausgelegt werden. Wohnwagen Verbote auf SP kann ich verstehen, aber ein allgemeines Anhängerverbot, sorry dafür fehlt mir jedes Verständnis. Wir haben dann den Platz in Ostbevern angefahren und den durften wir kostenlos, in relativ ruhiger Lage vor dem Schwimmbad und mit Anhänger benutzen. Wer länger als eine Nacht bleiben möchte, zahlt 7,50 Euro, hat dann aber Eintritt für 2 Personen ins Schwimmbad, Strom sowie Ver- und Entsorgung inklusive. Auf den „Topplatz“ in Greven haben wir dann noch ein leckeres Eis gegessen, (Sekt macht sich im Moment nicht so), denn auf das Erlebnis muss man eigentlich anstoßen. Echt klasse so ein „Topplatz“!!!
Abends dann zwei Partien Scrabble, die erste brachte das übliche Ergebnis, die zweite aber konnte für die über den gesamten Urlaub konsequent bessere Person entschieden werden, MICH! Man der hab ich es gezeigt!
GPS Platz Ostbevern: 052° 002´ 022´´ N 007° 050´ 47´´ E
14.06.07
Wir machten uns nach eine ausgiebigen Frühstück auf den Weg nach Osnabrück, wo wir Dalis ehemalige Erzieherin besuchen wollten. Wir mussten feststellen, dass unser Urlaub nun unweigerlich zu Ende geht. Es kommt die unspektakuläre Zeit der Familienbesuche. Gegen 18:00 Uhr sind wir dann in Bremen eingefallen um unseren PKW abzuholen. Der Abend verlief ruhig mit Gesprächen und bei leckerer Pizza. Was auffällt, Dalis dauernde Übelkeit lässt langsam nach, aber frieren tut sie immer noch.
15.06.07
Um 09:00 Uhr ging es nach Hamburg zu meinen Eltern. Ab nun wieder in getrennten Fahrzeugen. Ich konnte um 10:30 Uhr bei meinen Eltern lecker frühstücken und Dali hielt vor Hamburg auf einem Rastplatz, weil die Müdigkeit und doch wieder einmal die Übelkeit überhand nahm. Aber um 11:45 Uhr war Dali dann auch vor Ort. Heute sollte unser Urlaub nun endgültig zu Ende gehen, und dass mit einem richtigen Knaller. Seit letztem Jahr haben wir Karte für das Genesis-Konzert in Hamburg. Wir parkten die Wagen auf einem der zahlreichen Großparkplätze vor der Arena. Es goss in Strömen, so wie es bei Großereignissen in Hamburg normal ist. Tja, und was soll man sagen, das war wirklich der erhoffte Abschluss unseres Urlaubs. Eine grandiose Band, ein überragender Phil Collins und allein das Schlagzeug-Intro von Phil Collins und Chester Thomson, welches über mehr als 12 Minuten Gänsehaut verursachte, war die Eintrittskarte wert. Die Bühne, ein überdimensionaler Projektionsbildschirm, welcher sich im Laufe des Abends zu einer riesigen Krone verwandelte, war so beeindruckend, dass ich mich richtig geärgert habe, dass ich meinen Fotoapparat nicht mit hatte. Ihr könnt mir glauben, das war das beste Konzert, das wir je mit gemacht haben. Da nach dem Konzert auf dem Parkplatz über lange Zeit gar nichts ging, haben wir im Womo noch ein wenig Musik gehört und sind dann gegen 00:30 Uhr in Richtung Kisdorf gefahren, wo wir vor dem Haus meiner Schwägerin übernachten wollten. Um 01:45 Uhr wurde dann die letzte Nacht des Urlaubs in Angriff genommen.
16.06.07
Nach dem Frühstück fuhren wir gegen 13:00 Uhr nach Hause. Ich machte einen Abstecher über Fischleger, um den Kuckuck wieder in sein ursprüngliches Territorium zu bringen und habe dann um 14:30 Uhr damit begonnen das Womo auszupacken und die Waschmaschine für Ihren Marathon vorzubereiten. Dabei fiel mir dann auch wieder der Gymnastikball in die Hände. Der durfte einfach nur mitfahren. Logisch, denn wir hätten Ihn nicht aufpumpen können. Und selbst wenn wir das geschafft hätten, wäre er damit nicht mehr transportabel gewesen. Insgesamt haben wir knapp 2800 km zurück gelegt. Ein wirklich entspannter Urlaub welche genau zur richtigen Zeit kam, denn…
… wer sich auf dem Treffen schon über das häufige Fehlen von Dali gewundert und nun den Bericht aufmerksam gelesen hat, der wird wissen, dass es ab nächstem Jahr richtig lustig wird, denn ab dann fahren wir zu dritt!!!

