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LiFeYPO4 lädt bei Kälte sehr langsam


brimaontour am 04 Apr 2023 17:20:43

Bei einer Zelltemperatur von 3,5 Grad + lädt unser LiFeYPO4 Akku sehr langsam und hört bei 88 - 92 % Ladezustand auf. Ist das normal? Vielen Dank für eure Antworten.

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basste315 am 04 Apr 2023 17:34:32

Ich denke, dass der Akku eher ziemlich voll sein wird und deshalb der Ladestrom (zum Glück) bis auf 0 Ampere zurückgeht (aufgrund der Zellchemie).

Die %-Angabe kann/muss aber nicht stimmen.
Es gibt aber auch Ladegeräte, die temperaturgesteuert den Ladestrom senken oder erhöhen können, vielleicht hast du ein solches ?

Um deine Frage qualifiziert beantworten zu können, müsstest du mehr preisgeben, z.B.:

Welcher AKKU ?
Screenshot der AKKU-App, wo dieser Vorgang erkennbar ist
Beschreibung der aktiven Ladegeräte

Sicher ist, je tiefer die Temperatur unter Null Grad und je höher der Ladestrom, desto schlechter für einen Life-AKKU.
Normalerweise schaltet daher das BMS (je nach Programmierung) z.B. bei 0 Grad den Ladezweig komplett ab und bei + 5 Grad wieder zu, kann aber auch anders eingestellt sein.

Ich kenne derzeit kein China-BMS, das den Strom reguliert (reduzieren kann).

Helmut

brimaontour am 04 Apr 2023 17:44:44

Es ist tatsächlich so, dass das BMS bei einer Zelltemperatur von 3,5 Grad + nicht lädt und erst bei 5 Grad+ Zelltemperatur wieder zu laden beginnt. (BelyEnergy Akkku

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dietmardd am 04 Apr 2023 17:54:31

Die BMS passt eventuell in dieser Einstellung nicht zu einer LiFeYPO4-Batterie, denn diese Einstellung passt zu einer LiFePO4-Batterie, die vor einem Laden bei tiefen Temperaturen geschützt werden muss.

Fragen:

1. Ist es ein Eigenbau? Wenn ein Fertigakku, würde ich den Verkäufer kontaktieren.
2. Kannst Du über Bluetooth die Einstellungen des BMS verändern?
3. Dumme Frage: Ist es tatsächlich eine LiFeYPO4-Batterie oder eine LiFePO4-Batterie?

nkag16 am 04 Apr 2023 18:04:18

Ist denn der BelyEnergy Akku überhaupt ein LiFeYPo?
Will heißen, mit oder ohne Y?

Edit, da war Dietmar schneller.

brimaontour am 04 Apr 2023 18:12:31

nkag16 hat geschrieben:Ist denn der BelyEnergy Akku überhaupt ein LiFeYPo?
Will heißen, mit oder ohne Y?

Edit, da war Dietmar schneller.


BelyEnergy ist eine LiFePO4 Batterie ohne Y. Was ist der Unterschied?

basste315 am 04 Apr 2023 18:55:23

brimaontour hat geschrieben:BelyEnergy ist eine LiFePO4 Batterie ohne Y. Was ist der Unterschied?


Ich bin auch auf deine falsche Überschrift hereingefallen :cry: , habe aber für deine BELY ohne "Y" die richtigen Argumente gebracht.

Die Überschrift sollte richtig lauten. "LiFePO4 lädt ......" - vielleicht kann das ein MOD ausbessern?

Ein LiFeYPO4-Akku (z.B. mit Winston Industriezellen) enthält Yttrium, welches eine Ladefähigkeit auch bei kälteren Temperaturen ermöglicht.
Das Forumsmitglied lisunenergy ist hier Pionier --> Link

Lies vielleicht div. Tröds zu BELY :idea:
--> Link
--> Link

Helmut

lonsome am 04 Apr 2023 19:00:10

Hallo,

der Unterschied: LiFeYPo4 enthalten Yttrium, so dass diese auch bis weit in den Minusbereich geladen werden können. Es sind die Zellen von Winston (gelbe Zellen), die meistens in Gebrauch sind. Die meisten Batterien sind aber LiFePo4 ohne Yttrium. Diese können im Minusbereich nicht mehr geladen werden, da der Akku dann Schaden nehmen kann. Deshalb wird zur Sicherheit vom BMS in der Regel ab 3-4° die Ladung gesperrt und nur noch Entladung erlaubt. Es gibt darum auch Batterien mit einer Heizung, so dass diese bei kalten Temperaturen aufgewärmt und dann auch geladen werden können, meistens mit der Zusatzbezeichnung "Arctic" oder so.

Gruß
Klaus

grivel am 04 Apr 2023 21:55:29

lonsome hat geschrieben:Hallo,

der Unterschied: LiFeYPo4 enthalten Yttrium, so dass diese auch bis weit in den Minusbereich geladen werden können. Es sind die Zellen von Winston (gelbe Zellen), die meistens in Gebrauch sind. Die meisten Batterien sind aber LiFePo4 ohne Yttrium. Diese können im Minusbereich nicht mehr geladen werden, da der Akku dann Schaden nehmen kann.


Sind für den Campingbereich (auch Winter) nur Batterien mit Yttrium empfohlen?
Ich habe gelesen, dass LiFeYPo4 nur selten im Campingbereich eingesetzt werden, stimmt das?
Was haltet ihr von Wintson Batterien, angeblich sollen das die Besten sein.
Fragen über Fragen :nixweiss: :confused: :help:

Grandeur am 04 Apr 2023 22:25:07

. Was haltet ihr von Wintson Batterien, angeblich sollen das die Besten sein.


Ob das die besten sind, weiß ich in ein paar Jahren. Aktuell funktionieren sie nur und werden bei meiner Nutzung nicht mal warm beim Laden oder Entladen.

Sind halt größer, schwerer und teurer als die „Blauen“. :?

Gruß Grandeur

basste315 am 04 Apr 2023 22:29:24

Es wird schon gute Gründe geben, dass sich die „blauen“ im Womo-Bereich und die „gelben“ im Militär- und Expeditionsbereich durchsetzen.
Warum wohl ?
Helmut

grivel am 04 Apr 2023 23:08:34

Ich konnte leider nichts im Netz finden:
Gibt es die Wintson Batterien mit und ohne Yttrium?

Herbstsonne am 04 Apr 2023 23:26:00

basste315 hat geschrieben:Es wird schon gute Gründe geben, dass sich die „blauen“ im Womo-Bereich und die „gelben“ im Militär- und Expeditionsbereich durchsetzen.
Warum wohl ?
Helmut

Ja, weil die wenigsten Wohnmobilisten in den Krieg fahren wollen...

Jetzt ohne Spaß:
es ist schon auch so,
daß LFP (blau oder LiFePO4) immer mehr in irren Stückzahlen bei u. a. PKW EV-Anwendungen Einzug findet.
D. h. für Wohnmobilisten ist es eine Chance, mit "blau" bei diesen Skaleneffekten Trittbrettfahrer zu sein...
Zudem tobt bei "blau" der Wettbewerb richtig heftig (Steigerung Leistungsdichte, Kostensenkung), dagegen herrscht bei "gelb" Stagnation/Monokultur (bei einem in vielen Kriterien hervorragenden Produkt - zweifellos...)

lonsome am 05 Apr 2023 08:36:35

Hallo,

in den meisten Fällen braucht es den größeren Aufwand mit den Winston-Zellen nicht für ein Womo. Es kommt da ganz auf deinen Bedarf an. Wenn die Batterie in einem warmen Bereich steht oder du mit Landstrom aufwärmen kannst (Arktis-Ausführung), du wenig bei großer Kälte unterwegs bist, dann lohnt sich der Aufwand nicht unbedingt. Es gibt da wohl auch gute Erfahrungen mit höherwertigen Marken, bei denen auch das mit der Heizung (geht nur an Landstrom oder beim Fahren! Und ich denke da weniger an Liontron ...) funktioniert. Wenn du z. B. einen Teilintergierten hast und die Batterien unter den Sitzen im Fahrerhaus montiert sind, kann es reichen, 5-10 Stunden vor dem Laden zu heizen, damit sich auch die Batterien so weit erwärmen, dass das Laden geht.

Es kommt drauf an, wie der Bedarf ist, und wie viel Aufwand und Geld dir das Abdecken von kleinen "Randzonen" wert ist. Problem ist auch, dass kaum ein Händler die Winston einbaut, die Maße auch andere sind wie bei den normalen Bleibatterien und bei den LiFePo4, die man als 1:1 Tausch angeboten bekommt. Winston bedeuten mehr Aufwand, bieten aber dafür auch Abdeckung in extremeren Bereichen, die man aber meistens nur sehr selten braucht.

Gruß
Klaus

Tinduck am 05 Apr 2023 10:41:37

Der Hauptpunkt ist eigentlich, dass Winstons ein Rundum-Sorglos-Paket sind - für einen hohen Preis (na ja, bei 200 Ah 400 Euro teurer als Liontron...) und meist als Eigenbau realisiert.

Dafür muss man sich damit aber (bei der Lars-'BMS'-Version) über Kälte, hohe Lade-/Entladeströme (bei 200 Ah Zellen: 600 A Dauer-Entladung, bis 2000 A Impulsentladung, bis 600 A Ladestrom :eek: ), falsche China-BMS-Einstellungen und schlecht balancierte Zellen einfach keine Gedanken machen. Wie oben schon erwähnt, ist halt Mil Grade.

In den zehn Jahren, die es das System schon gibt, gab es hier im Forum zum Thema 'kaputte LiFeYPO-Akkus' einen Thread mit einem kaputten Einzelzellen-Balancer - die Threads zu aus dem Ruder laufenden LiFePOs ohne Y mit China-BMS sind Legion... dafür kann man die Dinger halt von hunderten Verkäufern fertig kaufen und einfach ins Womo schrauben, nicht immer ganz ohne Nebenwirkungen, aber meistens schon.

Das ist ja das schöne, es gibt für jeden Anspruch das passende System :)

bis denn,

Uwe

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