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LiFePo4 mit Nordelettronica NE 237 - geht das?


ogee am 15 Mai 2023 10:43:24

Hallo an alle Forumsmitglieder.

Wir wollen unseren Adria bzw, Fiat Bj. 2015, 130 PS mit einem Ladegerät Nordelettronica NE 237 und einem Carbest Solarladeregler SR 243 Duo Digital mit einem 100 Wp Solarmodul
von 2x AGM 100 Ah auf 2x 150 Ah LiFePo4 incl. Ladebooster aufrüsten lassen.

Leider haben wir von zwei Fachwerkstätten unterschiedliche Aussagen dazu bekommen, von "ja, kein Problem" bis "nein, funktioniert mit
diesem Ladegerät nicht".

Das hat bei uns jetzt doch zu einiger Verunsicherung geführt und deswegen wollten wir hier im Forum nachfragen, ob es ggf. Mitglieder gibt
die uns zu dieser Thematik mit Infos behilflich sein können oder selbst LiFePo4 an diesem Ladegerät betreiben und damit Erfahrungen gesammelt haben.

Vielen Dank und beste Grüsse.

ogee

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cybister am 15 Mai 2023 13:08:55

Wir haben direkt nach dem Kauf bei unserem Coral XL (2020) die WerksAGM gegen eine 100Ah Liontron getauscht, läuft bisher völlig problemlos. Genau am NE237, allerdings auch mit dem NE-Ladebooster. Der EBL wurde nur auf Blei umgestellt, Rest macht das BMS.
Booster wurde auf LFP umgestellt.

ogee am 15 Mai 2023 13:14:51

Hallo cybister,

vielen Dank für die Rückinfo.

ogee

Anzeige vom Forum


leverkusen3 am 15 Mai 2023 13:23:58

Hallo

Die Verwendung von Technik für Bleiakkus geht auch für LiFePo4.

Allerdings geht die Verwendung dieser Technik auch auf die Lebensdauer der LiFePo4 Akkus.
Durch die ungeeigneten Spannungen und Ströme werden die Lithium Akkus beschädigt.
Ob du mit der verbleibenden Lebensdauer zufrieden bist, kannst nur du selbst entscheiden.

Geeignete Ladegeräte gibt es nur von wenigen Herstellern.
Geeignete Ladegeräte lassen sich auf niedrigere Abschaltspannungen programmieren.
Solche Geräte gibt es z.B. von der Fa. Victron.

Irgendwelcher Billig-Elektroschrott mit Schaltern, die mit LiFePo4 beschriftet sind, sind ungeeignet.

Für einen Umbau benötigst du drei Ladegeräte:
den Laderegler für die Lichtmaschinenspannung (oft Ladebooster genannt), den Solarladeregler und das Ladegerät für Landstrom.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

Ruedi1952 am 15 Mai 2023 13:57:31

Thomas dann erkläre doch mal die ungeeigneten Ströme.

mafrige am 15 Mai 2023 18:52:04

leverkusen3 hat geschrieben:... Technik für Bleiakkus geht auch für LiFePo4.
...
Durch die ungeeigneten Spannungen und Ströme werden die Lithium Akkus beschädigt.
...
Für einen Umbau benötigst du drei Ladegeräte:
den Laderegler für die Lichtmaschinenspannung (oft Ladebooster genannt), den Solarladeregler und das Ladegerät für Landstrom ...
Thomas

Hallo Thomas,

habe einen Forster A699EB, auch ein Ne237 ...
Keinen Booster, habe Gel mit LifePO4 als Hybrid ca. 8 Monate (ohne Probleme) und weil die 2 AGM-Blei zu schwer wurde, jetzt nur noch 200Ah LiFePO4 ... ohne Booster oder irgend eine Änderung, außer 300W Solar!
Die Lichtmaschine sendet 26A während der Fahrt zur LiFePO4 und wenn ich die 12V für den KS ausstelle, 36A.
Solar geht direkt auf die LiFePO4.
Warum hast du den Lichtmaschinenstrom mit dem Booster begrenzt?

leverkusen3 am 15 Mai 2023 22:20:50

Hallo

Habt ihr euch schon einmal mit der Technik beschäftigt, die eine LiFePo4 Batterie benötigt, um voll geladen zu werden, ohne überladen zu werden und dabei Schaden zu nehmen?

Dabei meine ich nicht YT Weisheiten von Bastlern, die nur von anderen Bastlern abgekupfert haben.

LiFePo4 Batterien erwarten, das der Ladestrom abgeschaltet wird, wenn bei 3,65V der Strom 0,05C unterschreitet. (Das sind 14 A bei einer 280Ah Zelle)

Also kein Absorption, kein Float, sondern AUS!

Wenn trotzdem weiter geladen wird, egal wie klein der Strom ist, wird die Batterie überladen und dabei beschädigt. Das wird hier gerne mit „Stress“ umschrieben.

Die Spannung, bei der die Zelle nicht überladen werden kann, egal wie klein der Strom wird, ist 3,37V, bei unseren Batterien also 13,48 V. Wenn die Batterie diese Spannung erreicht hat und der Ladestrom 0 wird, ist sie voll.

Das bedeutet, das Ladetechnik für Bleibatterien die Lithium Batterie beschädigt, weil sie zur Überladung führt.

Ein Ladebooster hat bei LiFePo4 Batterien die Aufgaben die teure Batterie vor der viel zu hohen Spannung der Lichtmaschine zu schützen. Die Spannung von Lichtmaschinen ist nämlich nur im Mittelwert 14,4 V. Die Spitzenspannung des Drehstromgenerators erreicht viel höhere Spannungen. Diese Spitzenspannungen überschreiten die zulässige Spannung einer Lifepo4 Batterie erheblich. Ein Ladebooster, bei dem sich die Ausgangsspannung nicht einstellen lässt und der brav sein Blei Lade Programm abfährt ist allerdings nicht hilfreich.

Richtiges Laden von Lifepo4 Batterien und „geht doch“ sind zwei verschiedene Sachen.

Das Problem ist ausserdem, das jede Menge Elektronik Müll mit Lithium Einstellung beschriftet wird, ohne das der Entwickler sich mit der Technik auseinander gesetzt hat.

Der Erfolg sind hoffentlich nur aufgeblähte Zellen………

Wer sich mit der Theorie dahinter beschäftigen will:

--> Link

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

dietmardd am 15 Mai 2023 22:42:11

Die Verwendung von Technik für Bleiakkus geht auch für LiFePo4.


Das ist so nicht ganz richtig.

Die Einstellung an den Ladegeräten (EBL, Ladebooster, Solarlader, Ladegerät für Landstrom) sollte bei LiFePO4-Batterien auf die Einstellung Li-Batterien erfolgen. Das hat etwas mit der Ladespannung zu tun, aber hat auch weitere Gründe.

Wenn nun eines oder mehrere dieser Ladegeräte diese Option nicht hat, muss man die zweitbeste Einstellung einstellen. Neben der anderen Ladespannung bzw. Ladekennlinien für Blei-Batterien, haben einige Optionen und die damit verbundenen Ladekennlinien bzw. -programme eine sogenannte Antisulfatierungssoftware. Diese Software soll bestimmte Arten von Bleibatterien in gewissen Grenzen regenerieren, also die Lebensdauer etwas erhöhen. Das ist oft bei Einstellungen für Blei-Säure-Batterien so. Diese Antisulfatierungsprogramme sollen recht schädlich für LiFePO4-Batterien sein.

Angeblich ist die Einstellung für Blei-Gelbatterien besser. Aber ich würde mich trotzdem beim Hersteller erkundigen, ob diese Option ein Antisulfatierungsprogramm beinhaltet. Neuere Ladegeräte für Landstrom und Solarladeregler besitzen oft die Einstellmöglichkeit für eine Ladekennlinie für Li-Batterien. Wenn nicht, würde ich diese nicht kaufen. Anders sieht das angeblich bei EBLs aus. Ich habe da keine Marktübersicht, aber was man so hört bzw. liest, haben viele EBLs keine Option für Li-Batterien, auch ganz neue nicht. Als Womo-Besitzer bzw. -käufer hat man keinen Einfluss darauf, welcher EBL verbaut wurde bzw. wird. Das bedeutet, dass man bei der Einstellung für LiFePO4-Batterien einen Kompromiss machen muss. In Anbetracht der hohen Preise für LiFePO4-Batterien würde ich vor dem Einbau der LiFePO4-Batterie bei Schaudt und Co. nachfragen, welche Einstellung für LiFePO4-Batterien geeignet ist und ob diese Option ohne Antisulfatierungssoftware funktioniert.

Stocki333 am 16 Mai 2023 06:49:59

LiFePo4 Batterien erwarten, das der Ladestrom abgeschaltet wird, wenn bei 3,65V der Strom 0,05C unterschreitet. (Das sind 14 A bei einer 280Ah Zelle)

Das versuche mal zu bauen. Das ist reine Theorie.
Kein Accusatz schafft es nach einer Hochstromentladung so gleichmässig auf 3,65 Volt zu kommen.
Um auf dein Beispiel zurück zu kommen. 20 sec später ist der Ladestrom sowieso gegen 0 A.
Ausserdem sind die 3,65 Volr die maximale Ladespannung der Zellen.
Deine 13,48 Volt sind korrekt. Bei 25 Grad.Aber wie lange brauchst du damit einen Accu vollzuladen.
Ohne Potentialdifferenz kannst du keine Strom treiben.
Noch etwas zu den Bleiladegeräten.
Ihr braucht die Absorbationsladung. Um die Zellen auszugleichen. Beispiele dafür gibt es dafür genug hier im Forum.
Und wenn das alles so schädlich ist. Warum gibt es Anlagen hier im Forum die über 10 Jahre laufen.
Zu den zitierten Spannungsspitzen aus der LM.
Der Accu ist auf seine Art ein grosser Kondensator. Der das wegfiltert. Und bei Benzinmotoren hast man ein ziemlich verseuchtes Bordnetz. Aber auch die Commonrail haben starke Spitzen durch die Einspritzdüsen. Auch haben die LM einen grossen Restbrumm. Damit kannst du einen Drehzahlmesser ansteuern.
Ich bin der Meinung, das die letzten Beiträge nicht der Praxis entsprechen. In der wir uns bewegen.
Den wir können weder die gesamte Elektrik des Fzg ändern, noch sinnlos in andere Ladetechnik investieren.
---------------------------------------------------------
Was sollen wir für ein Ladegerät nehmen.
Nimm das das eingebaut ist. Und wenn du eine Solaranlage hast. Dann kauf dir einen SR den du programmieren kannst.
Auf einen Lithium Accu. Mit vernünftigen Werten. Angepasst auf die Bedürnisse deines Accuverhalten und BMS.
Irgendwann kommt dann die Frage. Was soll ich mir für eine LM einbauen lassen für mein Fzg.
Ganz einfach zu beantworten.:
Nimm die, die eingebaut ist. :mrgreen: :ja: :lach:
Franz

Dexter600fan am 17 Mai 2023 23:13:43

Hallo cybister,
Hast du den Ladebooster selbst eingebaut ?
Ich möchte meine neue Lithium Batterie jetzt mit einem Ladebooster von Victron einbauen, weiß aber nicht wo der Ladebooster eingeschleift wird ?
Insbesondere im Bezug auf den Nordelettronica Battery Charger

Gruß DEXTER600FAN

cybister am 18 Mai 2023 07:40:08

Dexter600fan hat geschrieben:Hallo cybister,
Hast du den Ladebooster selbst eingebaut ?
Ich möchte meine neue Lithium Batterie jetzt mit einem Ladebooster von Victron einbauen, weiß aber nicht wo der Ladebooster eingeschleift wird ?
Insbesondere im Bezug auf den Nordelettronica Battery Charger

Gruß DEXTER600FAN

Nein. Der Booster war bei uns bereits von Adria her verbaut, gehörte zum „Plus“ Paket.

basste315 am 18 Mai 2023 09:11:39

leverkusen3 hat geschrieben:LiFePo4 Batterien erwarten, das der Ladestrom abgeschaltet wird, wenn bei 3,65V der Strom 0,05C unterschreitet. (Das sind 14 A bei einer 280Ah Zelle)

Oje Thomas, was für Bedenken du hast. Da haben aber 1000e die letzten 10 Jahre ihre Lithiumbatterie geschrottet, egal ob mit Bleiladeprogrammen oder billigen/falschen Lithiumladern :cry: , und du hast den Handel gerettet, weil du denen aufgrund deren Verkaufsargumente den Umsatz gesteigert hast.

Aber du hast Recht :idea: , 3,65 V und AUS !

Das erwarten LiFePO4-Akkus, und deshalb haben sie ein BMS (BatterieManagementsystem), welches genau dann den Ladeport abschaltet (OVP = overvoltage protection).
Natürlich ist das nur eine Schutzfunktion, die nicht regelmäßig quasi als "Schalter" mißbraucht werden soll.

Darum stellt man am besten (auch Blei- :!:)Ladeprogramme ein, die bei 14,2-14,4 V Schluss machen. 14,4 : 4 = 3,60 V ! Bei einem gut ausbalancierten Akku erreicht daher keine Zelle die Abschaltspannung von 3,65 V. "Marken"-Akkus wie Liontron gewähren jetzt 8 Jahre Garantie und haben sogar eine Zellen-Abschaltspannung von 3,75 V :!:

Sogar kontraproduktiv wäre eine zu niedrige Ladespannung unter 13,4 V, weil dann die Einschaltspannung für den Balancer gar nicht erreicht würde. Die mangels Balancing resultierende Zelldrift würde Kapazitätsverlust bedeuten.

Entscheidungshilfe: --> Link
Korrektur eines Tippfehlers im verlinkten Beitrag: Mythos 4: BMS-Balancer mit 50 mV EDIT, soll heißen: 50 mA reichen nicht, es braucht unbedingt Zusatzbalancer. Nicht notwendig! Mittlerweile gibt es bereits Balancerboards mit 150 mA Balancern.

Helmut

basste315 am 18 Mai 2023 09:24:26

leverkusen3 hat geschrieben:Dabei meine ich nicht YT Weisheiten von Bastlern, die nur von anderen Bastlern abgekupfert haben.

Und ja, auch ich habe meine "Weisheiten" von anderen Bastlern abgekupfert und nicht auf die schönen Werbeversprechen des Handels vertraut.

Helmut

Ruedi1952 am 18 Mai 2023 10:23:47

Ich habe das von Franz und Helmut umgesetzt wenn auch mit leichten Komplikationen.
Unser Akku muss sich auch mit dem Bleiladeprogramm zufriedengeben.
Zur Zeit geladen mit dem Votronik SR140 auch im Bleiladeprogramm da ja als Hybridsystem gebaut.


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