Tausendsassa am 25 Jun 2007 14:37:37
Hallo Siegmund,
klar sind wir über das "Jahrhundertbauwerk" Egnatia gefahren. Jahrhundertbauwerk deshalb, weil es wirklich eine gewaltige Leistung ist, die hier von den Griechen vollbracht wird. Man kann schon verstehen, wenn es etwas zögerlich voran geht. Die Schwierigkeiten sind schon enorm bei diesen Landschaften und Bodenbeschaffenheiten. Wir sind die Strecke von Igou bis Kastraki über den Katarapass gefahren und danach bis Saloniki. Die erste Etappe bis Kastraki geht fast komplett noch über die alte Strasse. Hierbei ist die Strecke hinauf nach Katara relativ gut, weil bergauf zu fahren. Zurück und bergab stand man schon häufig auf der Bremse. Zudem kam noch der starke LKW-Verkehr hinzu. Aber Geduld bringt einen nur weiter. Nur nicht verrückt machen lassen. Entweder schleichen die Jungs oder sie drängeln einen, aber hupen tut niemand und man sollte seinen Rhythmus einfach beibehalten.
Das war übrigens auch eine vollig neue Erfahrung. Wenn ich noch an die 80er Jahre denke, da war das Hupen an der Tagesordnung und man hat einfach mitgemacht.
Der 2. Teil der Strecke von Grevena bis Saloniki ist fast durchgehend fertig und man kann die grandiose Landschaft genießen. Maut wird erst kurz vor Saloniki erhoben und ist mit 4,60 € doch sehr moderat.
Die Strecke von Kastraki oder Kalambaka (Meteora) führt über sehr gute Landstraßen durch eine wunderschöne Mittelgebirgslandschaft, mit wenig Verkehr(zumindest war es bei uns so).
Saloniki selber ist dann natürlich ein wenig stressig. Hier geht es überwiegend dreispurig zu und man sollte sich dort nicht verdrängen lassen sondern immer schön mitmischen. Zum Erholen hat man ja hinterher noch Zeit. Übrigens sind wir von Thassos aus in einem Rutsch wieder zurück an die Westküste. Das sind ca 600 Kilometer und wir waren nach der Abfahrt in Kavalla, 11 Uhr, gegen 20 Uhr in Parga. Wobei es sich um Sonntag handelte und wir gedacht hatten, dass es sich da wegen der fehlenden LKW um einiges ruhiger fahren ließe, aber weit gefehlt, in Griechenland gibt´s am WE genau so viel LKW-Verkehr, wie in der Woche, EU hin, EU her. Eine positive Seite des Griechelandaufenthaltes bestand natürlich darin, dass die Sprit und Dieselpreise gegenüber unseren um einiges günstiger sind. Wir haben für den Liter Diesel zwischen 93 und 89 Euro-Cent gezahlt. Das kam der Urlaubskasse doch sehr zu Gute.
Schöne