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Erdbeeren für Deutschland bedrohen Do ana-Nationalpark


Stefan-Claudia am 08 Jun 2023 10:55:25

Der Doñana-Weltnaturerbe in Spanien droht auszutrocknen – und zwar für billige Erdbeeren in deutschen Supermärkten.
Spanien leidet gerade unter einer Jahrhundertdürre.

Mit einem Appell fordert Campact, deutsche Supermärkte zu einem Verkaufsstopp auf.
Edeka, Lidl und Co. sind die größten Abnehmer der spanischen Erdbeeren.
Dieses Druckmittel können sie jetzt nutzen: Sie müssen den Verkauf beenden, bis die Region mit ihrem knappen Wasser nachhaltig umgeht.

Das Weltnaturerbe in Südspanien ist das größte Feuchtgebiet Europas.
Es beherbergt eine einzigartige Vielfalt an Lebensräumen: In den Wäldern, Wanderdünen und Sumpfgebieten leben unzählige Arten.



Der Doñana-Nationalpark leidet unter massivem Wassermangel.
Die Region wird auch als „Beerengarten Europas“ bezeichnet; sie liefert selbst im Winter Erdbeeren für Deutschland und Co.
Für den Anbau von Himbeeren und Erdbeeren verbrauchen Agrarbetriebe extrem viel Wasser – über 1.000 illegale Brunnen zapfen dem Park so das Wasser ab.

Die südspanische Regionalregierung will per Gesetz den – bislang illegalen – Wasserraub erlauben. Der Doñana-Nationalpark könnte für immer austrocknen.

Deutschland ist der wichtigste Abnehmer der spanischen Erdbeeren. Ein Drittel der in Spanien angebauten Früchte landet in unseren Supermärkten – und zwar auch schon im Winter. Die Import-Erdbeeren sind oftmals deutlich günstiger als deutsche Erdbeeren, weil die Erntehelfer*innen in Spanien ausgebeutet werden.
Solche Billig-Erdbeeren gehen auf Kosten von Natur und Mensch.

Aktuelles und die Möglichkeit zu unterschreiben im Campact-Blog :arrow: --> Link

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Gast am 08 Jun 2023 12:54:27

Ein Verkaufsstopp oder Boykott ist der falsche Weg!

Das würde den Einwohnern die Geschäftsgrundlage entziehen und den Erntehelfern die Arbeitsplätze zerstören. Das kann nicht in unserem Sinne sein. Oder wollen wir die Erntehelfer auch noch in unsere Sozialsysteme holen?

Andere Lösungen müssen her! Da sollen sich die NGOs mal anstrengen und praktikable Konzepte ausarbeiten.

babenhausen am 08 Jun 2023 12:56:28

Eine ordentlich gemachte Seite zum Spendensammeln.
Leider haben die Macher dieser Seite vergessen zu erwähnen es sind nicht nur Erdbeeren ,auch Tomaten, Paprika uns anderes gemuse werden unter solchen Bedingungen Gezogen

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Thoddie am 08 Jun 2023 13:04:36

Moin,

wir mussten im Frühjahr durch das "Mar del Plastico - Plastikmeer" um und bei Almeria.
Es ist erschreckend!
Die Bilder sagen alles: --> Link
Einfach mal in der Satellitenansicht reinzoomen.

Und die Petition habe ich natürlich unterzeichnet.

Aretousa am 08 Jun 2023 13:55:39

Die Erdbeeren aus Deutschland kosten derzeit auf dem Markt weniger als spanische Erdbeeren bei Aldi.

Jeder Verbraucher und jede Verbraucherin hat die Möglichkeit sich Gedanken über das eigene Kaufverhalten zu machen.

mv4 am 08 Jun 2023 14:04:54

genauso ist es...man muss auch nicht Obst oder Gemüse aus aller Herren Länder kaufen was tausende Kilometer durch die Gegend gefahren wird wenn es das selbe auch beim Bauern um die Ecke gibt.
Und die Einwohner und Erntehelfer haben vorher besser gelebt bevor die großen Agrarbetriebe mit EU Fördermitteln das ganze Land und die Wasserrechte aufgekauft haben.

peenekajak am 08 Jun 2023 14:05:35

Wir nehmen die Erdbeeren im Frühjahr in den Schalen zum Marmelade machen für unterweggens .
Die aus dem Garten kommen in die Torte oder Eisbecher

HerrKalle am 08 Jun 2023 14:35:11

Warum müssen wir uns um jede Sache auf dieser Welt kümmern die falsch läuft?

Soll doch die spanische Regierung per Gesetz die Anbauflächen für Obst und Gemüse verringern.

groovy am 08 Jun 2023 14:46:27

Aretousa hat geschrieben:Die Erdbeeren aus Deutschland kosten derzeit auf dem Markt weniger als spanische Erdbeeren bei Aldi.


Bei unserem Aldi kommen die Erdbeeren aus Deutschland.
Wie es den hiesigen ErntehelfernInnen geht vermag ich nicht zu beurteilen.

Gruss Volker

Gast am 08 Jun 2023 17:22:17

Thoddie hat geschrieben:wir mussten im Frühjahr durch das "Mar del Plastico - Plastikmeer" um und bei Almeria.
Es ist erschreckend!

Das ist knapp 500 km von Huelva entfernt…. andere Baustelle! :wink:


mv4 hat geschrieben:genauso ist es...man muss auch nicht Obst oder Gemüse aus aller Herren Länder kaufen was tausende Kilometer durch die Gegend gefahren wird wenn es das selbe auch beim Bauern um die Ecke gibt.

Genau…. und wir müssen keine Industriegüter produzieren und nach Spanien verkaufen und liefern! :D


Merkt Ihr eigentlich, was Ihr da verlangt? Die Spanier brauchen die Einnahmen aus dem Obstverkauf, um deutsche Exporte zu kaufen. Wenn jeder nur seine eigenen Produkte produziert und konsumiert, dann ist das letztendlich die Abschaffung der Globalisierung und des Welthandels. Und damit das Absägen des Astes, auf dem wir alle sitzen und das Ende unseres Wohlstands.

Russel am 08 Jun 2023 17:47:46

Das ist doch eine unendliche Geschichte…

Atomkraft aus Frankreich für Deutschland trocknen die Flüsse aus, Lithium Abbau in Südamerika senkt das Grundwasser……….alles für Deutschland.

mv4 am 08 Jun 2023 18:07:27

ich frage mich wie wir alle vor der Globalisierung überleben konnten...

Bergbewohner1 am 08 Jun 2023 18:10:17

Russel hat geschrieben:Das ist doch eine unendliche Geschichte…

Atomkraft aus Frankreich für Deutschland trocknen die Flüsse aus, Lithium Abbau in Südamerika senkt das Grundwasser……….alles für Deutschland.

Was ist daran nicht zu verstehen, in Brandenburg sinkt der Grundwasserspiegel für Tesla, in Ägypten wird aus über 400 m Tiefe Wasser für Kartoffelanbau gepumpt, damit wir im Winter frische Kartoffeln zu fressen haben, wir liefern massen an Waffen in Kriegsgebiete damit der CO 2 Haushalt nicht absinkt, Thyssen-Krupp soll Grünen stahl produzieren, wer es immer noch nicht begreift, wir retten die Welt, nur wird es keiner mehr erleben.
Vorgestern kam ein Bericht über Indien wo für uns Antibiotika hergestellt wird, unbeschreiblich was mit den Menschen dort passiert.
In dieser Welt kann man nur überleben, wenn man schmerzfrei ist, es läuft alles aus dem Ruder, da ist der Wassermangel in Spanien das kleinste Problem.

kawabenemsi am 08 Jun 2023 18:53:27

Thoddie hat geschrieben:Moin,

wir mussten im Frühjahr durch das "Mar del Plastico - Plastikmeer" um und bei Almeria.



Sorry , aber MUSSTET ihrda wirklich euren CO2-Fussabdruck hinführen ? Oder war es doch nur eine reine Lustreise ,ohne jeglichen ökologischen Nutzen ?

Immer schön den Ball flach halten und bei sich selbst mal nachfragen.

Kein Mensch muss nach Spanien fahren . Das ist eine grosse "Umweltsauerei" zum egoistischen eigenen Nutzen.

Palmyra am 08 Jun 2023 19:05:15

Ich wohne an einer der Achsen ( leider ohne Maut ) in den Süden - Wohnmobile bzw Kastenwägen oder ähnlich in Reihe , eins nach dem anderen , zT übernachtet man auch noch vor einem Stadel illegal auf einem verbotenen , gesperrten landwirtschaftlichen Weg , die Anschaffung war ja teuer genug und wir müssen ja Sparen .

Das ist natürlich alles sehr sehr ökologisch - dann im Süden verbrauchen wir das letzte Süßwasser und daheim in Deutschland wählen wir dann die richtige Partei , um unser Gewissen zu beruhigen .

Noch einen schönen freien Tag , welchen Feiertag , wissen die meisten eh nicht mehr ?

Russel am 08 Jun 2023 19:08:11

Bergbewohner1 hat geschrieben:Was ist daran nicht zu verstehen, in Brandenburg sinkt der Grundwasserspiegel für Tesla, in Ägypten wird aus über 400 m Tiefe Wasser für Kartoffelanbau gepumpt, damit wir im Winter frische Kartoffeln zu fressen haben, in Spanien das kleinste Problem.


Ich bin Deutscher und unschuldig, esse keine Erdbeeren und habe auch keine Lithium Batterien.Verstanden was ich meine?

BikeAir am 08 Jun 2023 20:24:49

tztz2000 hat geschrieben:Ein Verkaufsstopp oder Boykott ist der falsche Weg!

Das würde den Einwohnern die Geschäftsgrundlage entziehen und den Erntehelfern die Arbeitsplätze zerstören. Das kann nicht in unserem Sinne sein.

Die Einwohner entziehen sich doch durch ihren Wassermißbrauch ihre Lebens- und Geschäftsgrundlage selber und den Erntehelfern gleich mit. Die machen das noch so lange, bis das Restwasser auch weg ist und kommen dann eh nach Norden, ob es Dir passt oder nicht und nicht nur die aus Spanien.


tztz2000 hat geschrieben:Oder wollen wir die Erntehelfer auch noch in unsere Sozialsysteme holen?
Du wirst Dich wundern, wer da noch alles kommen wird, wenn der Klimawandel mal so richtig in Schwung gekommen ist.

Grüße

Pechvogel am 08 Jun 2023 21:04:06

BikeAir hat geschrieben:Die Einwohner entziehen sich doch durch ihren Wassermißbrauch ihre Lebens- und Geschäftsgrundlage selber und den Erntehelfern gleich mit…

Mit anderen Worten „die fetten spanischen Bauern machen sich ihre übervollen Taschen noch voller? Geiz ist eben geil?“ :gruebel: :gruebel:

Aber die Erdbeeren in den Supermärkten nicht mehr zu kaufen ist leider eine ganz falsche Denkweise!
Was wäre denn die Konsequenz? Das die Erdbeeren vernichtet werden müssen? Wenn dann müsste der Import verboten werden. Nein, eigentlich müsste Spanien den Export drosseln!
Wenn wir Deutsche die Erdbeeren aus Spanien nicht mehr kaufen dann verkaufen die Spanier ihre Erdbeeren ( und was ich nicht noch alles ) halt nach Italien. Und die Italiener dann nach Deutschland.
Hauptsache das Gewissen ist wieder rein?!?



Grüße
Dirk

WomoToureu am 08 Jun 2023 21:16:26

HerrKalle hat geschrieben:Warum müssen wir uns um jede Sache auf dieser Welt kümmern die falsch läuft?
Soll doch die spanische Regierung per Gesetz die Anbauflächen für Obst und Gemüse verringern.


Spanien wurde bereits vom EU-Gerichtshof in Luxemburg verurteilt, da das Land keine geeigneten Schritte, um die Verschlechterung von geschützten Lebensräumen in den Feuchtgebieten zu verhindern.Die Regionalregierung von Andalusien unter "Juanma Moreno" will die Anbauflächen für Erdbeeren sogar noch weiter ausweiten. 23 große europäische Lebensmittelkonzerne, fordern das Vorhaben zu stoppen und meines Wissens kaufen diese nur reduzierte Mengen aus dem Gebiet, was ich sehr gut finde.

Aber der Nationalpark Doñana leidet nicht nur unter der Wasserentnahme, sondern auch Klimawandel spielt eine wesentliche Rolle, was hier offenbar verschwiegen wird. Auch der Tourismus ist an den Wasserentnahmen beteiligt und zwar nicht unwesentlich.

Fazit: Die EU kümmert sich, wir alle kümmern uns, aber die Bezirksregierung will Geld verdienen und die Leute die dort wohnen ebenfalls. Das muss Politisch geklärt werden, dafür haben wir die EU.
Kümmern müssen wir alle uns um Umwelt und um Umweltsünden, wer wegschaut der ist mitschuldig. Aber selbstverständlich dürfen wir auch spanische Erdbeeren essen und der EU vertrauen.

BikeAir am 08 Jun 2023 22:21:50

WomoToureu hat geschrieben:[.......]
Kümmern müssen wir alle uns um Umwelt und um Umweltsünden, wer wegschaut der ist mitschuldig. Aber selbstverständlich dürfen wir auch spanische Erdbeeren essen und der EU vertrauen.

Klar kann man machen, nur wirklich schmecken tut nichts von dem ganzen Zuchtobst /- gemüse. Schmeckt alles fade und nach Wasser.
Am besten kauft man saisonal das, was es in der Umgebung gibt, das ist dann frisch, hat kurze Wege und schmeckt eh am besten.

Und der Bauer in Spanien muß sich eh umgewöhnen, wenn er sein Restwasser verbraucht hat.

Grüße

Gast am 08 Jun 2023 22:57:31

BikeAir hat geschrieben:Klar kann man machen, nur wirklich schmecken tut nichts von dem ganzen Zuchtobst /- gemüse. Schmeckt alles fade und nach Wasser.

Das ist ein Vorurteil und stimmt vielleicht bei holländischen Tomaten, aber bei spanischen Früchten nicht…. kürzlich waren wir in der Nähe von Huelva auf einem SP, da kam abends ein Ehepaar vorbei, es waren Erdbeerbauern, und bot den Womobesatzungen frische Erdbeeren an, wir haben ein Pfund gekauft und ruckzuck waren die weg, so lecker waren die!

Auch die Heidelbeeren aus Huelva, die wir zuhause regelmässig kaufen, sind sehr gut! Ebenso sind die Tomaten aus Conil eine Klasse für sich…. aber die scheinen die Spanier für sich zu behalten…. aus gutem Grund!


Das waren die Erdbeeren! :D


peenekajak am 09 Jun 2023 03:49:07

Laut dem Chef von Karls Erdbeerhof werden für den handel Erdbeersorten genommen die etwas haltbarer und weniger druckempfindlich sind . Nachteil ist das sie geschmacklich nicht an die Gartensorten herankommen .

maranot575 am 09 Jun 2023 08:42:56

Bei uns kommt das auf den Tisch, was gerade bei uns wächst - bielleicht auch aus dem Gewächshazs. Es müssen nicht die exotischsten Dinge aus aller Welt sein. Alles zu seiner Zeit, dann freut man sich auch wieder darauf.
Einzige Ausnahme - Bananen.

WomoToureu am 09 Jun 2023 08:43:46

tztz2000 hat geschrieben:…. aber die scheinen die Spanier für sich zu behalten…. aus gutem Grund!

Auch wir hatten noch vor einigen Wochen in Spanien Erdbeeren, Tomaten usw. "Erzeugernah" gekauft und selbstverständlich schmeckt die Ware dort wesentlich besser. Die Produkte werden reif geerntet im Gegensatz zur "halbreifen Ernte" für Deutschland, denn der Transportweg von ca. einer Woche muss ja berücksichtigt werden. Halbreif ist etwas übertrieben soll jedoch das Problem deutlich machen.

Acki am 09 Jun 2023 16:38:20

Irgenwie fehlt mir hier noch der obligate Beitrag von Max dem Guten!? :wink:

Bergbewohner1 am 11 Jun 2023 14:14:38

Ich frage mich wie wir zu DDR Zeiten groß geworden sind, wir hatten Obst was regional angebaut und geerntet wurde.
Wir hatten keinen Ärzte-Krankenhausnotstand, wenigsten nicht so einen gravierenden wie jetzt.
Medikamente waren zwar manchmal knapp, aber nicht so wie jetzt, siehe Apothekerprodest vom 14.6.23.
Es gab Werksverkehr, fast keiner mußte mit dem Auto auf Arbeit fahren, es gab verordnete Transportgemeinschaften, damit Leerfahrten ausgeschlossen werden können.
Das könnte ich so weiter fortführen, nur bringst es nichts.
Denn die Politiker die über uns entscheiden, bringen es einfach nicht oder sind zu sehr Lobbyisten.
Nicht das jetzt einer sagt, dann hättet ihr doch die DDR behalten(was man oft hört), das will keiner, noch eine letzte Anmerkung, auch wenn es den so genannten kalten Krieg gab, es gab keinen menschenvernichtenden Krieg in Europa.

groovy am 11 Jun 2023 14:18:06

Wenn das alles so toll war, warum seid ihr denn den Bach runtergegangen?

wolfherm am 11 Jun 2023 14:49:03

:polit: :polit: :polit:

MilesandMore am 12 Jun 2023 09:19:13

Ich kaufe gar kein Gemüse mehr aus Spanien oder Obst.
80% ! des Wasserverbrauchs in Spanien ist der Landwirtschaft geschuldet.
Es gibt ca. eine Million illegal gebohrter Brunnen selbst in Naturschutzgebieten.
Halb Spanien ist zugepflastert mit Plastikplanengewächshäusern in denen illegale Arbeitskräfte aus Afrika schuften.

So etwas unterstütze ich nicht durch meinen Kauf - egal wie günstig.

Die Dürre ist ja Klima - wie alles derzeit - am Verbrauch durch Landwirtschaft und Tourismus kann es unmöglich liegen - kann man nichts machen ausser e-Autos zu kaufen deren Batterien in Zukunft auch in Valencia hergestellt werden - ganz ohne Wasser natürlich.

Beste Gruesse Bernd

Tinduck am 12 Jun 2023 10:39:14

Das ist löblich.

Einziges Problem an der Vorgehensweise ist, dass der Einkauf dann demnächst 3 statt eine halbe Stunde dauert, weil man bei jedem Artikel erst auf der Liste der politisch korrekten Unternehmen prüfen muss, ob man die angebotene Ware kaufen darf.

Eine gewisse Vorauswahl oder zumindest Kennzeichnung durch den Handel wäre wirklich wünschenswert. Funktioniert ja inzwischen mit anderen konrollierten Ressourcen (Teakholz, Fair Trade Lebensmittel etc.) auch. Dass es dann teurer wird, versteht sich von selbst.

bis denn,

Uwe

hampshire am 12 Jun 2023 13:01:08

Tinduck hat geschrieben:Einziges Problem an der Vorgehensweise ist, dass der Einkauf dann demnächst 3 statt eine halbe Stunde dauert, weil man bei jedem Artikel erst auf der Liste der politisch korrekten Unternehmen prüfen muss, ob man die angebotene Ware kaufen darf.

Die Herkunftsländer stehen bei Obst und Gemüse in aller Regel prominent auf den Schildern. Dazu gibt es den Unterschied "Bio" oder nicht. Das schützt nicht zu 100% davor doch etwas "Unzuträgliches" zu kaufen, ist aber eine recht schnelle, pragmatische und in der Summe wirkungsvolle Näherung. Oder man geht eben zum Gemüsehändler, der weiß wo seine Waren herkommen und der außersaisonal einfach nicht führt. (bei mir 20km extra Autofahrt - man kann aber auch nix richtig machen).
Wenn ich mir ein Rezept überlegt habe, kaufe ich eher aus einem "bösen" Herkunftsland als meinen ganzen Plan während des Einkaufs umzuschmeißen (und ich rede hier nicht von der Idee Erdbeerkuchen im November zu backen).

MilesandMore hat geschrieben:So etwas unterstütze ich nicht durch meinen Kauf - egal wie günstig.

Daumen hoch dafür. Mir fällt es manchmal schwer für eine übersichtliche Menge Obst und Gemüse 20€ hinzulegen. Wenn ich es dann verarbeitet und gegessen habe sieht die Welt schon wieder besser aus. Frische Erdbeeren esse ich supergerne, habe aber außerhalb der Saison keinen Heißhunger darauf. Erdbeeren kommen bei uns aus dem Garten oder der Region. Wäre ich ein wahrer "Erdbeerjunkie" würde ich das vermutlich weniger konsequent handhaben.

an Stefan: Danke für den Hinweis.

WomoToureu am 12 Jun 2023 16:37:49

MilesandMore hat geschrieben:Halb Spanien ist zugepflastert mit Plastikplanengewächshäusern in denen illegale Arbeitskräfte aus Afrika schuften.

Ich vermute mal von den 1/2 Millionen km2 wird es maximal ein Prozent sein, welches Du als "Halb Spanien" bezeichnest.
Wir fahren seit über 50 Jahren mindestens jährlich nach Spanien und wissen wie wichtig die Landwirtschaft für die Bewohner aber auch "Fremdarbeiter" ist. Es gibt da so viel "Fremdarbeiter" weil die sehr sehr froh sind dort arbeiten zu dürfen um Geld in ihre Heimatländer schicken zu können und dort im Verhältnis gesehen gut leben können.
Ich schreibe im Verhältnis, weil einige offenbar denken, dass es den Fremdarbeiter dort ja sooo schlecht ginge. Sie werden mit Bussen morgens zur Arbeit gefahren, sind dann am dem Feld und Abends gehts mit dem Bus in die Unterkünfte, die nicht unserem Standart entsprechen.
Trotzdem sind alle sehr glücklich, dass es so ist wie es ist.
Selbstverständlich kaufen wir weiterhin Spanische Ware, auch wenn dort nicht alles Perfekt ist und viel Verbesserungsbedarf besteht. Aber die Spanier sind dabei vieles zu ändern und oft können wir uns Reihenweise Scheiben von den Spaniern abschneiden.
Ich mag gar nicht aufzählen was in Deutschland alles schlecht ist, schief geht, Geld verschwendet wird, Menschenrechte verletzt werden usw.
Also lasst mal die Kirche im Dorf - meine Meinung.

mv4 am 12 Jun 2023 21:07:10

Gelöscht.......

Gast am 12 Jun 2023 21:55:21

WomoToureu hat geschrieben:Ich schreibe im Verhältnis, weil einige offenbar denken, dass es den Fremdarbeiter dort ja sooo schlecht ginge. Sie werden mit Bussen morgens zur Arbeit gefahren, sind dann am dem Feld und Abends gehts mit dem Bus in die Unterkünfte, die nicht unserem Standart entsprechen.
Trotzdem sind alle sehr glücklich, dass es so ist wie es ist.


Nimm Bitte deine rosarote Brille ab, die Arbeiter arbeiten ohne Papier und für einen Hungerlohn, also sind Schwarzarbeiter und werden schlicht weg ausgebeutet.
Spanien ist nicht Deutschland und da läuft es bis heute ganz anders, und ja ich weiss wovon ich rede, lebe seid fast 20Jahren hier und arbeite täglich mit Leute die keine Papier haben, mit dem Unterschied das ich sie angemessen bezahle.

Bei Doñana hat der Staat 20 Jahre die Augen zu gemacht, hat er ja auch dadurch gute Einnahmen erziehlt und mit Sicherheit hat der eine oder andere Politiker auch die Hand aufgehalten.

Es gibt so viele illegale Brunnen die unkontrolliert das Wasser aus dem Boden ziehen und nach 20 Jahren zeigt sich nun endlich der Schaden. Ich befürchte das Spanien noch einige Zeit braucht um das Problem mit den illegalen Brunnen in den Griff zu bekommen, ja und nicht nur die deutschen Mühlen mahlen langsam.

WomoToureu am 12 Jun 2023 22:41:38

christiancastro hat geschrieben:Nimm Bitte deine rosarote Brille ab, die Arbeiter arbeiten ohne Papier und für einen Hungerlohn, also sind Schwarzarbeiter und werden schlicht weg ausgebeutet.

Ja und wie ist das in Afrika usw... geht es ihnen dort besser ?
Das sind Leute die nach Spanien kommen, weil sie in Afrika keine Arbeit haben.
Ich habe keine rosarote Brille auf, ich habe nur geschrieben, dass ein Nichtkaufen von Spanischen Produkten der Landwirtschaft die falschen trifft.

peenekajak am 12 Jun 2023 23:58:13

Ich sollte kein T Shirt mehr aus Bangladesch kaufen , wegen der Ausbeutung der Näherin und der Umweltverschmutzung dort . Dann kam Corona , Geschäfte waren zu in DE und es wurden keine T Shirts mehr bestellt . Plötzlich wurden 10Tausende Näherinnen nicht mehr ausgebeutet und die Umwelt nicht mehr geschädigt .
Auch sollte ich keine Kreuzfahrtreisen mehr machen wegen Umwelt und Ausbeutung . Als dann coronabedingt kein Schiff mehr in Tunesien anlief wurde dort auch eine ganze Branche nicht mehr ausgebeutet und die Luft war klar .
Jetzt soll ich keine Erdbeeren mehr aus Spanien kaufen . Die Afrikaner werden nach hause geschickt und Spanien hat wieder Wasser .
Positiver Neben effekt durch den ganzen Verzicht - ich bräuchte nicht mehr soviel Geld und könnte Teilzeit arbeiten gehen .
Zudem könnte Compact ihre Seite schließen und bräuchten dort keinen Spendenaufruf plazieren . Sie hätten Zeit zum Arbeiten und der Fachkräftemangel wäre wieder ein Stück gemildert .

BikeAir am 13 Jun 2023 03:27:17

..und wenn man mal die Augen aufmacht und das Hirn einschaltet, stellt man schnell fest, das es überall nur um eines geht: Möglichst schnell, möglichst viel Geld zu verdienen, auf Kosten von "Ist eh egal und wo auch" Und genau daran, wird unsere Welt zu Grunde gehen und selbst da werden die Ärmsten zuerst ins Gras beißen.

Aber ist ja auch praktisch - kaufen wir halt die Erdbeeren aus Spanien...........................

Grüße

maranot575 am 13 Jun 2023 08:19:30

Bike Air - da hast Du aber einen rausgehauen.
Mach doch mal einen vernünftigen Vorschlag, denn billig heisst fast immer für die einen Ausbeutung und für die anderen Profit

Gast am 13 Jun 2023 08:31:56

Mein Frühstück grad eben….

…. Heidelbeeren aus der Provinz Huelva mit Joghurt…. lecker! :top:





Mein bescheidener Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze der Erntehelfer/innen.

wolfherm am 13 Jun 2023 08:32:08

Moderation:Hier geht es um eine Petition. Kluge Verbesserungsvorschläge sind in den einschlägigen Fachforen sicherlich besser aufgehoben……..


cbra am 13 Jun 2023 09:35:40

unterzeichnet

und klar wollen die bauern auch ein business machen, und die illegalen wanderarbeiter was arbeiten - aber das sollte keine ausrede für raubbau an ressourcen sein

Tinduck am 13 Jun 2023 10:27:31

cbra hat geschrieben:und klar wollen die bauern auch ein business machen, und die illegalen wanderarbeiter was arbeiten - aber das sollte keine ausrede für raubbau an ressourcen sein


Das Problem ist halt, dass unser gesamtes Wirtschaftssystem darauf beruht, irgendwen in die Pfanne zu hauen, um Gewinn zu machen. Ist oft der Kunde, noch öfter der Mitarbeiter und die Umwelt verliert eigentlich immer.

Wir hatten mal ein System, das 'Soziale Marktwirtschaft' hiess und sich vom reinen Kapitalismus durch 'Leitplanken', von der Politik gesetzt, unterschied. Die erodieren aber inzwischen ziemlich bzw. zeigen immer noch in eine Richtung, die vielleicht in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts sinnvoll erschien. Und deshalb leben wir eigentlich komplett auf Kosten von Umweltverschmutzung, Ressourcenraubbau und schlechten Arbeitsbedingungen in den Ländern unserer 'Handelspartner'.

Wenn man daran dauerhaft was ändern will, ist es mit 'keine Erdbeeren aus Spanien kaufen' sicher nicht getan - obwohl das natürlich ein Anfang und zumindest ein (stummes) Statement ist.

bis denn,

Uwe

cbra am 13 Jun 2023 11:21:42

Tinduck hat geschrieben:....

Wenn man daran dauerhaft was ändern will, ist es mit 'keine Erdbeeren aus Spanien kaufen' sicher nicht getan - obwohl das natürlich ein Anfang und zumindest ein (stummes) Statement ist.

bis denn,

Uwe


so seh ich das auch

aber besser ein kleines/stummes statement als "weiter wie bisher"

genau dafür sind petitionen mmn da

Acki am 13 Jun 2023 14:47:46

Wo sind eigentlich die Ewig-Guten hier im Forum ... diejenigen, die sonst jeweils für fairness und correctness plädieren?
Ist "Campact!" korrekt?
Finden diese es richtig, dass eine Deutsche Organisation (Verein) parallel zur Verurteilung Spanischer Erdbeeren auch gleich noch eine Vorverurteilung einer Deutschen Band und ihres Sängers vornimmt?
Eine Kampagne mit Aufruf zu Boykott und Absage derer Konzerte!?

Will ich bei denen eine Petition unterschreiben?!

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