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Wohnmobil nach Polen verkaufen? Ahorn Canada AD 1, 2


leoline am 11 Jun 2023 19:05:05

Hallo zusammen,
wir wollen gerade unser Wohnmobil verkaufen, haben es auch bei mobile inseriert.
Einige Anfragen hatten wir bereits, aber nach intensivem Studium hier im Forum habe ich doch Angst, ich habe gelesen, dass da viele Betrüger unterwegs sind. Nun war einer dabei, er arbeitet angeblich in Frankreich und würde das Mobil vom Spediteur abholen lassen. Ich habe da natürlich nicht reagiert, hatte gelesen, dass sowas öfter versucht wird (Überweisung angeblich von der Western Union Bank usw.).
Nun habe ich eine Anfrage aus Polen gekommen. Ich soll ein Video des Fahrzeugs erstellen und
nach Polen schicken. Könne das auch ein Fake sein? Ich bin so unsicher. Danke schon mal für eure Hilfe!

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bert am 11 Jun 2023 19:15:13

Ich habe drei Wohnmobile von Deutschland nach Österreich importiert.

Habe eines vom Händler und zwei von Privat gekauft.
Bin das letzte Mal auch um die 800km gefahren um das Wohnmobil an zusehen.

Auf div. Überweisungen würde ich mich nur nach Rücksprache mit der Bank einlassen.
Wenn die bestätigen das der Betrag unwiderruflich auf deinem Konto ist warum nicht.

Aber ich würde nie so viel Geld überweisen ohne das Fahrzeug gesehen zu haben.
Also eher Finger weg.

Wenn Video dann würde ich das ohne Kennzeichen und mit neutralem Hintergrund machen.
Also nichts was auf den Standort schließen lässt.

Ahorne7500 am 11 Jun 2023 19:24:54

Hallo,
Ich würde nicht an einen Spediteur übergeben,
schon gar nicht bei Zahlung über WUnion.

Du lässt dir zB die Übergabe quittieren,
da ist aber irgendwo auf dem Zettel bei
Name u Adresse ein Buchstabe oder eine Ziffer anders,
dann hast du nicht an den übergeben, der bezahlt hat,
sondern an die Person mit dem Schreibfehler.

Also, kein Geld.

Habe mich mal aus Jux auf einen Verkauf eingelassen,
der über Spedition und WU abgewickelt werden sollte.
Nicht zum endgültig Kaufen, sondern um den Trick zu finden,
aus Neugier.

Der Spaß hat Spaß gemacht.
.
Ich würde da überall Beschiss vermuten.

Trotzdem,
viel Glück und Erfolg beim Verkauf.
.

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Navigatore am 11 Jun 2023 19:44:50

leoline hat geschrieben:Nun habe ich eine Anfrage aus Polen gekommen. Ich soll ein Video des Fahrzeugs erstellen und
nach Polen schicken.

Ein Video oder ergänzende Fotos an Interessenten zu schicken, ist grundsätzlich unverfänglich und der Wunsch danach auch nicht ungewöhnlich. Bevor jemand eine weite Anreise antritt, will er verständlicherweise vorher so viel wie möglich über den Zustand des angebotenen Objektes wissen. Ins Emsland sind es von Polen aus immerhin mindestens 600km.

Nur bei den Antworten aus Polen oder sonst woher solltest du immer vorsichtig sein und keine Links für was auch immer öffnen. Manchmal geht es gar nicht um das zum Verkauf angebotene Objekt sondern einfach nur um den Zugang zu einem privaten Netzwerk.

Danach kannst du abwarten, was passiert. Ein unbekannter Interessent aus Polen ist schließlich auch nichts anderes als ein unbekannter Interessent aus Deutschland. Es gelten die üblichen Vorsichtsmaßregeln.

Energiemacher am 11 Jun 2023 19:47:16

leoline hat geschrieben: Könne das auch ein Fake sein?


Ja vielleicht.
Aber es könnte auch ein Fake sein, wenn jemand einen Termin vereinbart und nicht kommt.

Wenn es dir nicht zu viel Aufwand ist, erstelle doch das Video, nach Möglichkeit ohne Kennzeichen oder sonstige private Merkmalen.
Ansonsten kannst du doch auch Fragen wozu und von was genau er ein Video braucht.
Wenn du allerdings keine aussagekräftigen Fotos gemacht hast, ist das leicht verständlich.
Ich würde mir, ob der langen Anreise, auch weitere Informationen einholen.
Und ordentliche Fotos/Videos sind dazu doch bestens geeignet.

Grüße

leoline am 11 Jun 2023 20:53:08

Vielen Dank für eure Hilfe!
Ich habe der Anzeige bereits 19 Fotos beigefügt. Ich meine, die sind auch aussagekräftig und wenn jemand Interesse hat, ist er jederzeit herzlich willkommen.
Wir hatten jetzt ein Ehepaar hier, über 3 Stunden sind die in jede Ecke gekrochen, auf Leiter gestiegen, sich unter das Fahrzeug gelegt. Ist ja legitim und wir haben nichts zu verbergen. Kaffee getrunken, noch 1 Stunde zusammen gesessen. Bei der Preisverhandlung sind wir dann 2000 Euro runtergeangen, so dass wir nur 2000 EUR über dem lagen, was er sich vorgestellt hatte. Nach dem Grund gefragt, warum wir das Fahrzeug verkaufen mit so einer geringen Kilometerleistung haben wir ehrlich geantwortet, dass wir die Stufen nicht mehr so gut hochkommen, ich bin immerhin 73 Jahre alt. Nun wird es ein Womo mit Einzelbetten hinten.
Die hatten 3 Stunden Anfahrtzeit. Sie fuhren dann wieder ab, alles verlief positiv, sie waren sehr angetan und meinten auch, dass der Preis angemessen sei. Am sehr späten Abend sagten sie dann ab und meinten, wenn wir auf ihre Preisvorstellung eingehen würden, könnten wir uns gerne wieder melden. Fast 4 Stunden vertane Zeit, mit Probefahrt und Papiere gucken und allem drumrum :twisted: .
Na ja, es kommt sicher jemand anders, der das Angebot zu schätzen weiß. Muß ja nicht sofort sein.
Nochmals danke!

JoergZ am 11 Jun 2023 20:54:37

Auch bitte darauf achten, nicht auf einer Website des Interessenten eigene Daten einzugeben.
Immer Fake mit anschließender Geldforderung, wenn ein "Beauftragter"!!! das Fahrzeug (mit Geldübergabe) abholt.
Die Angaben auf deren Website werden als Kaufvertrag gefälscht, man ist der Dumme und muss tatsächlich Geld an den 1. Interessenten zahlen.
Also Vorsicht. Gibt viele hiesige Interessenten - man muss nur Geduld haben

JoergZ am 11 Jun 2023 21:01:35

leoline hat geschrieben:Die hatten 3 Stunden Anfahrtzeit. Sie fuhren dann wieder ab, alles verlief positiv, sie waren sehr angetan und meinten auch, dass der Preis angemessen sei. Am sehr späten Abend sagten sie dann ab ...
Fast 4 Stunden vertane Zeit, mit Probefahrt und Papiere gucken und allem drumrum :twisted: .
...

Und dann wollen viele noch probefahren. Nein. Feste Zeitvorgabe - danach warten die nächsten Interessenten!!!!!
NICHT vor Ort verhandeln, außer es tauchen doch Probleme auf. Dann gibt es Verhandlungsspielraum.
Ansonsten hat man sehr viele Vergleichsfahrzeuge im Netzt, was den Preis angeht

leoline am 11 Jun 2023 21:05:10

Dankeschön! Das ist ein wichtiger Hinweis, werde ich beherzigen! An Zeitvorgabe habe ich natürlich nicht gedacht, aber das mache ich dann ab sofort. Sowas will ich nicht nochmal erleben.

Navigatore am 11 Jun 2023 22:11:41

JoergZ hat geschrieben:Und dann wollen viele noch probefahren. Nein. Feste Zeitvorgabe - danach warten die nächsten Interessenten!!!!!
NICHT vor Ort verhandeln, außer es tauchen doch Probleme auf. Dann gibt es Verhandlungsspielraum.
Ansonsten hat man sehr viele Vergleichsfahrzeuge im Netzt, was den Preis angeht

Ich stelle mir vor, ich wäre ein Interessent und rufe bei dir an. Auf meine freundliche Bitte um eine Besichtigungstermin bekomme ich zu hören:

Sie haben eine Stunde Zeit für die Besichtigung, dann kommt der nächste Interessent. Probefahrt? Nein. Und verhandelt wird nicht.

Meine Antwort würde lauten:

Dann wünsche ich Ihnen mehr Erfolg mit den anderen Interessenten.

Ich frage mich wirklich, warum manche Menschen potentielle Käufer mit potentiellen Feinden verwechseln. Geschäfte lassen sich so jedenfalls kaum machen. Und noch ein kleiner Tipp am Rande: Die Preise im Netz sind die Wunschvorstellungen der Verkäufer. Dass die nicht immer realistisch sind, erkennt man bei einem Wohnmobil daran, wenn das Inserat derzeit länger als ein bis zwei Tage im Netz steht.

Koblenzo am 11 Jun 2023 22:51:40

Navigatore hat geschrieben:Ich stelle mir vor, ich wäre ein Interessent und rufe bei dir an. Ich frage mich wirklich,
warum manche Menschen potentielle Käufer mit potentiellen Feinden verwechseln.

1. ich empfehle dir, doch mal spaßeshalber dein Womo zu inserieren, vielleicht denkst du
zwei Wochen danach etwas anders darüber. Die Zeiten (Internet) haben sich geändert.

Navigatore hat geschrieben:Geschäfte lassen sich so jedenfalls kaum machen.

2. das hat man mir auch geschrieben, als ich meinen 2 Jahre alten Wohnwagen ohne Fotos
inserierte, weil das ein Serienprodukt ist an dem allenfalls die Polsterfarbe differiert.
Ohne Fotos, denn davon gibt es im Internet tausende. Er war nach 2 Wochen verkauft;
noch lange einen netten Kontakt mit dem Käufer gehabt.

Und an Leoline: "- in Frankreich und würde das Mobil vom Spediteur abholen lassen"

Gar nicht reagieren, der schreibt auch an Eltern deren Kinder gerade eben Unfälle hatten
und eine Kaution gebraucht wird, also angeblich!

Navigatore am 11 Jun 2023 22:52:54

leoline hat geschrieben:Am sehr späten Abend sagten sie dann ab und meinten, wenn wir auf ihre Preisvorstellung eingehen würden, könnten wir uns gerne wieder melden. Fast 4 Stunden vertane Zeit, mit Probefahrt und Papiere gucken und allem drumrum

Tja Leoline, so spielt das Leben. Nicht jede, die in eine Boutique geht, kommt mit Tüten wieder raus oder frag mal Autohändler, was die alles erleben. So funktioniert Handel eben.
Der bequemere Weg ist das Womo bei eurem Händler in Zahlung zu geben. Aber es ist leider nicht der lukrativste.

Aber mach dir keine Gedanken. Das bisschen Aufwand ist es schlussendlich wert. Wenn euer Preis halbwegs realistisch ist, kommt bald der nächste Interessent und euer Womo ist weg.

Pechvogel am 11 Jun 2023 22:53:33

Navigatore hat geschrieben:…Sie haben eine Stunde Zeit für die Besichtigung, dann kommt der nächste Interessent. Probefahrt? Nein. Und verhandelt wird nicht…

Stell dir mal vor hier würde übermorgen jemand ein neues Thema auf machen á la:
„Ich will mir‘n gebrauchtes Womo kaufen. Hab‘ die Verkäuferin angerufen und die hat mir folgendes gesagt: Sie haben eine Stunde Zeit für die Besichtigung, dann kommt der nächste Interessent. Probefahrt? Nein. Und verhandelt wird nicht …“

Was würde dem hier im Forum wohl einhellig geraten? :mrgreen:

Hat eben alles zwei Seiten!
Bzw kommt immer drauf an welche Seite hier fragt?!



Grüße
Dirk

goldfinger am 11 Jun 2023 22:55:51

Vor ein paar Jahren habe ich einen PKW verkauft (14 Jahre alter BMW). Das Interesse an meinem Inserat hielt sich in Grenzen. Nach einer Woche kam eine Anfrage aus Ungarn, mit der Bitte, Fotos von allen Beschädigungen/größeren Kratzern zu senden und zusätzlich die Anfrage, ob ich bereit wäre mit zur Zulassungsstelle zu kommen um bei der Ummeldung und dem Zollkennzeichen zu helfen. Ich habe mich darauf eingelassen und der Käufer hat sich in den Flieger gesetzt und das Auto gekauft. (Einen 2-sprachigen Kaufvertrag sowie einen Zeugen hat er mitgebracht, letzteres ist in Ungarn Vorschrift)


Andreas

Navigatore am 11 Jun 2023 22:59:55

Koblenzo hat geschrieben:1. ich empfehle dir, doch mal spaßeshalber dein Womo zu inserieren, vielleicht denkst du
zwei Wochen danach etwas anders darüber. Die Zeiten (Internet) haben sich geändert

Hab ich vor nicht allzu langer Zeit getan. Es war innerhalb weniger Stunden, nachdem ich es bei mobile eingestellt hatte, verkauft. Wenn du Genaueres dazu lesen willst, findest du dazu einen Beitrag von mir hier im Forum. Es war jedenfalls eine harmonische Abwicklung, so viel kann ich dir schon sagen.
Ich schreibe immer nur über Dinge, die ich selbst erlebt habe.

Koblenzo am 11 Jun 2023 23:06:24

goldfinger hat geschrieben:Vor ein paar Jahren habe ich einen PKW verkauft - der Käufer hat sich in den Flieger gesetzt
und das Auto gekauft.

Ich habe vor zwei Jahren ein Womo verkauft - der Käufer, ein Polizeibeamter aus Holland,
hat mir (nach kurzer Besichtigung) die volle Kaufsumme vier Wochen vor der Übernahme
überwiesen.

Die Dinge lassen sich einfach nicht "von Hinz auf Kunz" übertragen. Es ist sicher auch eine
Frage des Bauchgefühls - was gelegentlich leider auch sehr täuschen kann.

bernds2 am 11 Jun 2023 23:22:14

Man darf als derzeitiger Verkäufer nicht ausser Acht lassen, daß sich seit letztem Herbst die Marktlage für Wohnmobile, neu wie gebraucht, massiv ändert.
Verkauf als Selbstgänger ist bereits Geschichte.

Die Höfe der Händler stehen bereits wieder voll mit Gebrauchtfahrzeugen und entsprechender Gewährleistung und gleichzeitig drängen die vor vielen Monaten nachbestellten Neufahrzeuge nach, was die Händler unter Druck setzt.
Die Folge ist ein deutliches nachgeben der Gebrauchtfahrzeugpreise und eine viel größere Auswahl für einen Kaufinteressenten.

Das bedeutet, daß ein privater Verkäufer sich inzwischen wieder um Interessenten kümmern muß und auch preislich flexibel sein sollte. Beides vermisse ich in den Aussagen des TE doch sehr.

goldfinger am 11 Jun 2023 23:23:00

Koblenzo hat geschrieben:....Die Dinge lassen sich einfach nicht "von Hinz auf Kunz" übertragen......


Nein, sicherlich nicht. Aber einen Käufer ablehnen nur weil er aus dem Ausland kommt und aufgrund seines Aufwands Forderungen stellt, eben auch nicht.


Andreas

supcamper am 12 Jun 2023 00:17:31

goldfinger hat geschrieben:... Nach einer Woche kam eine Anfrage aus Ungarn, mit der Bitte, Fotos von allen Beschädigungen/größeren Kratzern zu senden und zusätzlich die Anfrage, ob ich bereit wäre mit zur Zulassungsstelle zu kommen um bei der Ummeldung und dem Zollkennzeichen zu helfen...

2006 habe ich ein Fahrzeug mit einigen Beulen und Reparaturbedarf verkaufen wollen. Alles beschrieben und Fotos eingestellt. Das Interesse auf der Verkaufsplattform zurückhaltend. Dann kam eine Kontaktaufnahme aus Polen mit einem Preisangebot und Angebot der Vorauszahlung per Banküberweisung und Ankündigung der Abholung durch einen Sammeltransport. Das war ein Betrieb, der Fahrzeuge instandsetzen und dann weiterverkaufte. Angebot war preislich ok.

Ich war skeptisch aber die Bank hat mir versichert, dass eine SEPA-Überweisung nicht "rückholbar" ist.

Ich habe dann eingewilligt, die Summe wurde überwiesen, ich habe den Wagen abgemeldet und zum vereinbarten Termin kam der Autotransporter zum vom mir festgelegten Abholplatz. Der Fahrer hat mir den Kaufvertrag unterschrieben, das Fahrzeug aufgeladen und die Papiere entgegengenommen. Hat alles gut geklappt.
Damals waren Betrugsgeschäfte mit der Masche, dass die Lieferung an jemand anderen als den "Bezahler" erfolgt und das als Grund für eine Rückforderung des Kaufpreises genutzt wird noch nicht so verbreitet. Aber dieses Risiko besteht natürlich, insbesondere, wenn die Zahlung über eine Verkaufsplattform erfolgt, die eine Rückzahlung durchführen könnte, weil sie dem Käufer glaubt.

Dieses Risiko sehe ich nicht, wenn die Zahlung ohne Verkaufsplattform per Überweisung erfolgt und der Käufer die Anweisung gibt, die Ware an einen von ihm Bevollmächtigten zu übergeben. Wenn das alles gut dokumentiert ist, wird der Käufer auch gerichtlich keine Rückzahlung durchsetzen können.

hampshire am 12 Jun 2023 06:54:30

leoline hat geschrieben:Am sehr späten Abend sagten sie dann ab und meinten, wenn wir auf ihre Preisvorstellung eingehen würden, könnten wir uns gerne wieder melden. Fast 4 Stunden vertane Zeit, mit Probefahrt und Papiere gucken und allem drumrum .

Die Interessenten haben ihre Zeit (10 Stunden) und Kilometer (600) vermutlich auch nicht nur zum Spaß investiert. Das Fahrzeug ist denen nach ihrer Überlegung einfach zu teuer. Kann passieren und ist für beide dumm gelaufen. Das sehe ich wie Navigatore.

bernds2 hat geschrieben:Man darf als derzeitiger Verkäufer nicht ausser Acht lassen, daß sich seit letztem Herbst die Marktlage für Wohnmobile, neu wie gebraucht, massiv ändert.
Verkauf als Selbstgänger ist bereits Geschichte.

Im Immobilienbereich gibt es diesen Trend stark: Stark gestiegene Zinsen fördern Kaufzurückhaltung. Mancher kann am Markt erst gar nicht mehr teilnehmen. Andere sehen ihr Geld nicht mehr von der Inflation verschluckt und Anleger sind Alternativen lieber als die hohen Preise. Verkäufer sind oft noch nicht bereit sich von den Preisen aus der Niedrigzinsphase zu verabschieden. In der Folge steigen Angebot und Verkaufsdauer.

Kann also durchaus sein, dass Deine Kaufinteressenten ein letztlich ordentliches Kaufangebot machen, welches eben unter Deinen Vorstellungen liegt, die möglicherweise von nicht mehr gut zu erzielenden Preisen herrührt. Wirklich beurteilen kann ich das natürlich nicht.

Ich bereite gerade den Verkauf meines Dieselkombis vor und muss feststellen, dass dieser in diesem Jahr erheblich an Verkaufswert verloren hat. Leider schlechtes Timing.

fomo am 12 Jun 2023 08:53:17

hampshire hat geschrieben:Die Interessenten haben ihre Zeit (10 Stunden) und Kilometer (600) vermutlich auch nicht nur zum Spaß investiert.

Vielleicht ist das deren Hobby.
Manche Leute stellen sich an einen Fluss zum "Schiffe gucken".
Andere sind "Planespotter".
Warum nicht auch "Wohnmobilgucker"?

leoline am 12 Jun 2023 09:31:37

Ich danke euch für die zahlreichen Einschätzungen meiner Situation.
Jeder hat natürlich auf seine Art Recht.
Aber ich habe auch die Preise im Netz verglichen, da liegen wir nicht verkehrt. Und ein Händler hat uns bereits nur 3000 ER weniger geboten, als wir jetzt haben wollen. Sein Tipp war auch, dann privat zu verkaufen, weil er die ganzen zusätzlichen Sachen, die im Fahrzeug verbaut wurden, nicht einrechnet (Tankgasflasche 14 kg, Zusatzluftfederung, beheizbarer Abwassertank und so einiges).Er muß so kalkulieren, dass er noch 6000 EUR an dem Fahrzeug verdient. Nur die geringe Kilometerleistung wäre für ihn interessant (18.800). Geschuldet natürlich auch Corona.Das Fahrzeug ist top gepflegt, hat nagelneuen TÜV, Auflastungspapiere sind vorhanden.
Na ja, wir fassen uns einfach in Geduld, das Fahrzeug steht hier gut und sicher, nun abwarten.
Danke nochmal an alle, die sich hier beteiligt haben mit ihren Kommentaren, ich habe mich gefreut. Man verkauft ja so ein Teil nicht sehr oft, und ist ja keine Kaffeemaschine :lol: -

Tinduck am 12 Jun 2023 10:30:23

Ihr habt das meiner Ansicht nach richtig gemacht, nicht weiter runter zu gehen, auch wenn das jetzt Zeit und Nerven gekostet hat.

Die Nicht-Käufer werden die Entscheidung nach einigen anderen Besichtigungen sicher noch bereuen, wenn euer Mobil wirklich in so gutem Zustand ist.

Es gibt halt immer Leute, die am besten noch Geld beim Kauf verdienen wollen. 1000 Euro über Händler-Ankaufpreis ist ehrlich gesagt ein Schnäppchen als Kauf von Privat.

bis denn,

Uwe

Trollo am 12 Jun 2023 10:44:48

leoline hat geschrieben:……….Sein Tipp war auch, dann privat zu verkaufen, weil er die ganzen zusätzlichen Sachen, die im Fahrzeug verbaut wurden, nicht einrechnet (Tankgasflasche 14 kg, Zusatzluftfederung, beheizbarer Abwassertank und so einiges).Er muß so kalkulieren, dass er noch 6000 EUR an dem Fahrzeug verdient. -


…..nicht schlecht seine Kalkulation………… :lol:

Die Zeiten werden sich auch wieder ändern.

Gruß
Michael

Palmyra am 12 Jun 2023 11:21:08

Bitte die Gewährleistung nicht vergessen - selbst bei Ausschluss derselben kann der Käufer unter Hinweis auf bereits vorhandene im nicht bekannte Mängel natürlich mit Hilfe seiner Rechtsschutzversicherung klagen und Rückabwicklung fordern ( es reicht die Behauptung ) !!

Geht dann gleich beim Landgericht mit Gutachten und zieht sich über Jahre hin .

Wir verkaufen aus diesen Gründen nicht mehr privat …

Rockerbox am 12 Jun 2023 11:28:37

Palmyra hat geschrieben:Bitte die Gewährleistung nicht vergessen - selbst bei Ausschluss derselben kann der Käufer unter Hinweis auf bereits vorhandene im nicht bekannte Mängel natürlich mit Hilfe seiner Rechtsschutzversicherung klagen und Rückabwicklung fordern.



Diese dem Käufer "bereits vorhandene und ihm nicht bekannte Mängel" müssten dann allerdings dem Verkäufer beim Verkauf ebenfalls nachweislich bekannt gewesen sein .... und somit verschwiegen worden sein.

Wenn man bedenkt, wieviele Fahrzeuge tagtäglich an und von privat verkauft werden halte ich solche Horrorszenarien doch für etwas übertrieben.

Ein vernünftig aufgesetzter Kaufvertrag hilft da ungemein. Gewährleistung kann zwischen Privatleuten durchaus ausgeschlossen werden. Bei arglistiger Täuschung sieht die Sache natürlich anders aus.

Palmyra am 12 Jun 2023 11:42:26

Servus

Bist du Volljurist ?

Wenn nicht dann mach dich mal bei einem Schlau !

War ein Musterkaufvertrag vom ADAC - wenn der Käufer etwas behauptet und geht vor Gericht dann kommen Gutachter usw … was am Ende rauskommt bei Gericht weiß nicht mal der liebe Gott !

fomo am 12 Jun 2023 11:46:44

Palmyra hat geschrieben:... mit Hilfe seiner Rechtsschutzversicherung …

Dann darauf bestehen, dass der Käufer keine solche Versicherung hat.

Tinduck am 12 Jun 2023 12:00:21

Palmyra hat geschrieben:Servus

Bist du Volljurist ?


Manche Juristen raten ihren Klienten gern mal zum Klagen, auch wenn die Erfolgsaussichten eher mau sind, insbesondere, wenn eine RSV im Spiel ist. Immer bedenken, der Anwalt bekommt sein Geld, bei allen anderen ist das eher unsicher.

War ein Musterkaufvertrag vom ADAC - wenn der Käufer etwas behauptet und geht vor Gericht dann kommen Gutachter usw … was am Ende rauskommt bei Gericht weiß nicht mal der liebe Gott !


Ja, vor Gericht und auf hoher See usw.

Aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht.

Der Kläger muss dem Beklagten in diesem Fall nachweisen, dass die Mängel vorher bekannt waren und verschwiegen wurden - das dürfte ziemlich schwer fallen, wenn sie nicht schon vorher irgendwo dokumentiert waren.

Natürlich kosten solche Verfahren Nerven und ziehen sich lange hin, aber wenn man sein Fahrzeug nach bestem Wissen und Gewissen verkauft hat (alle bekannten Mängel im Kaufvertrag aufgeführt), müsste der Ausgang eigentlich klar sein. Die Gerichte gehen in solchen Fällen von einem technischen Laien als Verkäufer aus (ausser natürlich er ist von Beruf Kfz-Mechatroniker o. ä.); der muss nicht hören, ob das Ventilspiel noch in Ordnung ist etc. pp.

Wenn man natürlich was verschwiegen hat, oder eindeutige, auch für Laien ersichtliche Warnsignale ignoriert, kann das an der Stelle zum Bumerang werden.

Wenn man sich über den technischen Zustand seines Fahrzeugs unsicher ist, sollte man bei einem Händler in Zahlung geben, der ist kein Laie und kann deshalb hinterher nicht viel machen, wenn was nach dem Kauf auffällt. Natürlich zahlt er (auch) deshalb weniger.

bis denn,

Uwe

wolfherm am 12 Jun 2023 12:50:03

Palmyra hat geschrieben:Servus

Bist du Volljurist ?

Wenn nicht dann mach dich mal bei einem Schlau !

War ein Musterkaufvertrag vom ADAC - wenn der Käufer etwas behauptet und geht vor Gericht dann kommen Gutachter usw … was am Ende rauskommt bei Gericht weiß nicht mal der liebe Gott !


Also, eine kühne Behauptung des Käufers reicht bei Gericht erst einmal nicht. Der Richter muß schon einen Anfangsverdacht haben, den der Käufer aber auch vernünftig begründen muß. Wenn es anders gewesen sein sollte, bitte mal hier die Fakten benennen.

Navigatore am 12 Jun 2023 13:40:32

wolfherm hat geschrieben:Wenn es anders gewesen sein sollte, bitte mal hier die Fakten benennen.

Und das bringt die TE bei ihrer Frage, ob sie ein Video von ihrem Wohnmobil nach Polen schicken soll, auch nicht weiter.
In Deutschland wechseln täglich Hunderte von Kfz privat ihren Besitzer, ganz ohne Probleme. Einzelfälle rechtfertigen kein Pauschalurteil sondern erzeugen nur unangebrachte Ängste. Dazu ist jeder Einzelfall neu zu betrachten und ohne umfangreiche Detailkenntnisse nicht juristisch zu bewerten.

Wartet doch einfach mal ab, wie es weitergeht, wenn die TE eine Entscheidung getroffen hat. Ich jedenfalls möchte sie in ihrem Entschluss, den potentiellen Händlergewinn selbst einzustreichen zu wollen, bestärken. Bei mir hat das in den vergangenen 44 Jahren jedenfalls in allen 66 Fällen, im Rahmen der zunehmenden Globalisierung hin und wieder auch ins oder aus dem benachbarten Ausland problemfrei funktioniert. Mit den ersparten Händlerprovisionen könnte ich mir heute wahrscheinlich zwei oder drei Mittelklassefahrzeuge neu kaufen.

Leoline, wenn du dich unsicher fühlst, kannst du mir eine KN schreiben. Ich stehe dir (auch mit meinen Kenntnissen als studierter Hilfsjurist ;D ) gerne zur Verfügung.

wolfherm am 12 Jun 2023 13:54:02

Navigator,

wenn unvollständig zitiert wird, entsteht schnell ein falscher Eindruck. Mein Beitrag sollte genau das Gegenteil dessen bewirken, was du jetzt formulierst. Privatverkauf ist, wenn man ehrlich mit allen Mängeln umgeht, eine sichere Sache. Aber was soll’s, du bist ja der Hilfsjurist…. :D

Koblenzo am 12 Jun 2023 14:25:16

Zur ursprünglichen Frage von Leoline:

Die Anfragen mit dem Inhalt "- würde von einer Spedition abgeholt" hatten immer die Bitte, nicht über
Mobile, sondern direkt an eine E-Mail-Adresse zu antworten, die etwa so aussah (als Beispiel):
"maxmustermann09 Leerzeichen at Leerzeichen g Leerzeichen m Leerzeichen a Leerzeichen i Leerzeichen l
Leerzeichen Punkt Leerzeichen c Leerzeichen o Leerzeichen m". (Eine Beispiels-Mailadresse darf man hier
ja nicht schreiben).
Diese Leerzeichen waren genau so eingesetzt. Es waren mehrere, unterschiedlichen Adressen, aber immer
nach dem gleichen Strickmuster mit den Leerzeichen.

Einem schrieb ich nach dem ersten Kontaktwunsch (aufgrund dieser merkwürdigen Mailschreibweise) sofort:

Und Sie sind im Ausland und würden das Fahrzeug
gerne von einer Spedition abholen lassen !?


Er antwortete:
Was ist ihr verkaufsgrund? Ich arbeite in Dänemark.
Ich bin nicht da, um es abzuholen. Passt es zu Ihnen,
wenn ein Spediteur es abholt?


Und auch gleich - siehe oben - war immer die Frage, "warum ich das Fahrzeug verkaufen" will.

leoline am 12 Jun 2023 15:26:58

Koblenzo hat geschrieben:Zur ursprünglichen Frage von Leoline:

Die Anfragen mit dem Inhalt "- würde von einer Spedition abgeholt" hatten immer die Bitte, nicht über
Mobile, sondern direkt an eine E-Mail-Adresse zu antworten, die etwa so aussah (als Beispiel):
"maxmustermann09 Leerzeichen at Leerzeichen g Leerzeichen m Leerzeichen a Leerzeichen i Leerzeichen l
Leerzeichen Punkt Leerzeichen c Leerzeichen o Leerzeichen m". (Eine Beispiels-Mailadresse darf man hier
ja nicht schreiben).
Diese Leerzeichen waren genau so eingesetzt. Es waren mehrere, unterschiedlichen Adressen, aber immer
nach dem gleichen Strickmuster mit den Leerzeichen.

Einem schrieb ich nach dem ersten Kontaktwunsch (aufgrund dieser merkwürdigen Mailschreibweise) sofort:

Und Sie sind im Ausland und würden das Fahrzeug
gerne von einer Spedition abholen lassen !?


Er antwortete:
Was ist ihr verkaufsgrund? Ich arbeite in Dänemark.
Ich bin nicht da, um es abzuholen. Passt es zu Ihnen,
wenn ein Spediteur es abholt?


Und auch gleich - siehe oben - war immer die Frage, "warum ich das Fahrzeug verkaufen" will.


Das war haargenau der Text, den ich erhalten habe!!!!

Ich bin ja beeindruckt, was ihr da schon alles erlebt habt, trägt aber auch nicht gerade dazu bei, dass ich mich sicherer fühle :( .
Also ich werde auf solche - auch für mich schon etwas dubios wirkenden - Angebote nicht mehr antworten.
Das Fahrzeug ist wirklich in einem sehr guten Zustand, was soll auch nach 18000 km schon da dran sein, wir hatten keinen Unfall, es war überhaupt nichts dran auszusetzen, es hat einen nagelneuen TÜV, also von unserer Seite her wissen wir ganz genau, dass das Fahrzeug völlig ok ist. Der Grund der Abgabe ist ja auch nachvollziehbar, wir können einfach auf Dauer das Hochkrabbeln mit der Leiter nicht mehr. Zumal mein Mann bereits bei der vorletzten Fahrt einmal vom Alkoven runtergefallen ist, zum Glück nichts passiert, aber der Schreck hat uns gereicht.
Wir werden das Fahrzeug jetzt abmelden, es steht gut und sicher auf dem Grundstück, und werden nun unser neues Fahrzeug erstmal geniessen, ohne Alkoven, mit Längseinzelbetten :lol: .
Einen Kaufvertrag vom ADAC extra für Wohnmobile haben wir hier zu liegen, und wenn dann ein Interessent ernsthaftes Interesse hat, dann kommt er her und man wird weitersehen.
Also nochmals herzlichen Dank für eure Unterstützung! Im thread mit den Benimar Fahrzeugen werde ich mich dann wieder melden.

CaraLilly am 12 Jun 2023 16:43:21

Hallo, ich hoffe da nicht etwas zu wiederholen. Habe nicht alle Kommentare durchgelesen. Habe das Mal beim Motorradverkauf, über mobile, erlebt. Kaum hatte ich das Motorrad drin, kamen zwei Anfragen. Eine Masche ist, die Leute bekunden Interesse und geben eine Emailadresse an, über die man weiter kommunizieren will. Das ist schon der erste Fehler den man machen kann. Die Emails der Interessenten nur über "antworten" und somit über die Plattform beantworten. Nicht auf deren angegebene Email antworten. Wenn dann noch so Geschichten wie, ich fahre zur See und kann es nicht abholen...., kommen bin ich persönlich raus.

Bergbewohner1 am 12 Jun 2023 17:33:02

Hallo Maja, das mit der Spedition abholen usw. kannst du nicht machen, da kam vor 2-3 Jahren mal eine Sendung, die haben Betrug vor.
Aber was soll passieren wenn du nach Polen verkaufst, mache das Videos Anleitungen dazu waren hier schon genug und schicke es denen. Warte auf die Reaktion und dann sehen wir weiter.
Ich bin ja mit navigatore nicht immer einer Meinung, aber wo er Recht hat, hat er Recht.
Wenn mir einer sagen würde, du hast 1 Stunde Zeit zur Besichtigung, ect. dann tschüß.
Ein Holländer hat mir 4 Wochen vor Abholung-ohne Besichtigung, den vollen Kaufpreis überwiesen.Er hat als er zu Hause war, gleich angerufen und bedankt.
Meinen Starliner habe ich vor 2,5 Jahren nach Köln verkauft, die Familie hat ohne Besichtigung das WoMo nach 9 Wochen ab Geldüberweisung es erst abgeholt.
Ich hatte mich nicht getraut ein anderes zu kaufen, weil ich mir nicht sicher war ob sie noch abholen kommen. Ich hatte zichmal angerufen, wann sie den holen kommen, immer wieder, wir hatten n och keine Zeit-Möglichkeit. Sie haben sich dann noch vielmals bedankt.
Ich persönlich würde so was nie machen, wenn ich die Leute nicht kenne.

brauwe am 12 Jun 2023 18:47:32

Moin,

per Spedition abholen ist NICHT per se ein Fake.

Ich habe selbst schon ein Fahrzeug auf diese Weise verkauft, es war zwar "nur" ein Roller, aber nur 3 Monate alt für 2.500 EUR.

Der Spediteur wurde vom Käufer beauftragt und hat mir Bargeld vom Käufer mitgebracht. Es war eine völlig problemlose Abwicklung.

Diese Vorgehensweise ist aber auch die einzig mögliche die ich akzeptieren würde, manchmal wird ja angeboten das Geld zu überweisen und erst dann kommt der Spediteur. Auf so etwas würde auch ich mich nie einlassen. Was könnte denn hier schiefgehen? Meine Bank bestätigt mir vielleicht sogar den Eingang des Geldes und das es nicht zurück gerufen werden kann.

Aber...
Das Geld könnte von einem Konto stammen, dessen Besitzer nicht der Käufer des Fahrzeugs ist, sondern jemand der auf irgendeinen Online-Banking-Betrug (Phishing) hereingefallen ist. In einem solchen Fall wird das Geld dem eigentlichen Eigentümer zurück erstattet. Folge: Wohnmobil weg und eigenes Konto leer.

leoline am 12 Jun 2023 19:10:55

brauwe hat geschrieben:
Aber...
Das Geld könnte von einem Konto stammen, dessen Besitzer nicht der Käufer des Fahrzeugs ist, sondern jemand der auf irgendeinen Online-Banking-Betrug (Phishing) hereingefallen ist. In einem solchen Fall wird das Geld dem eigentlichen Eigentümer zurück erstattet. Folge: Wohnmobil weg und eigenes Konto leer.


Ah, danke, das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm! Hm, aber wie kann man da sicher sein, wenn Geld überwiesen wird? Das kann man ja gar nicht kontrollieren, wo es herkommt. Meine Güte, das wird ja immer komplizierter :cry: . Ich bin ja schon etwas mißtrauisch, aber bald kann man ja gar nichts mehr glauben. Und bar wird keiner eine so hohe Summe bei sich tragen wollen. :roll:

brauwe am 12 Jun 2023 19:15:41

leoline hat geschrieben: aber bald kann man ja gar nichts mehr glauben. Und bar wird keiner eine so hohe Summe bei sich tragen wollen. :roll:


doch, eine sichere Zahlungsmöglichkeit:

Der Käufer bringt einen bankbestätigten Scheck mit, der dann GEMEINSAM der eigenen Bank zur Verifizierung vorgelegt wird.

Navigatore am 12 Jun 2023 20:15:17

Hallo Maja,

leider ist es wieder passiert. Das ist hier ein nur zu bekanntes Forenphänomen. Die Pessimisten haben es wieder geschafft, ruckzuck einen Strang zu kapern. Und nun steht er da, der bzw. in diesem Fall die arme Hilfesuchende.

Hier sind einfach nur die bekannten Betrugsmaschen wie so oft im Forum üblich aus dem Netz zusammengetragen worden. Wenn du es gewollt hättest, hättest du sie dir auch selbst bei mobile anlesen können. Die wenigsten hier haben sie (zum Glück) tatsächlich selbst erlebt und würden sich auch an anderer Stelle strikt dagegen verwehren auf so etwas hereinzufallen.
Der Versuch findet bei mobile Inseraten zwar regelmäßig statt. Da meldet sich immer irgendein Captain John Smith, der leider nicht selbst kommen kann... Das ist aber mittlerweile so abgedroschen, dass niemand mehr darauf hereinfällt. Du ja schließlich auch nicht.

Das Bargeldgeschäft ist beim privaten Autokauf immer noch die gängigsten Form der Bezahlung. Wer ganz sicher gehen will, zahlt den Betrag zusammen mit dem Käufer direkt bei seiner Bank ein. So ist auch das Falschgeldproblem ausgeschlossen (das eigentliche keins ist, weil nur die Wenigsten über Verbindungen verfügen, um an solche Mengen hochwertiges Falschgeld zu gelangen)

Relativ neu ist Instant Payment auch Echtzeitüberweisung genannt. Das bietet mittlerweile jede Bank an. Es ist für beide Parteien die sicherste Methode. Dazu brauchen beide Parteien nur ein normales Online-Konto und vor Ort ein Smartphone.
Der Käufer überweist von seinem Konto den vereinbarten Vertrag und du bekommst ihn innerhalb von wenigen Sekunden bis Minuten auf deinem Smartphone sichtbar auf deinem Konto gut geschrieben. Das lässt sich auch nicht mehr ohne deine Einwilligung rückgängig machen.

Lass dich nicht verunsichern. So ein privater Verkauf ist wirklich kein Hexenwerk und lässt sich wie beschrieben sicher abwickeln. Das passiert täglich hunderte Mal.

leoline am 12 Jun 2023 21:06:01

Dankeschön!
Ja klar, diese Betrugsmaschen sind ja nun wirklich weitestgehend bekannt, wenn man sich mit der Materie etwas beschäftigt. Wir verfallen jetzt auch nicht gleich in Panik, man muß halt sich mal etwas damit beschäftigen. Haben wir bisher noch nicht gebraucht. Das letzte Wohnmobil war ja auch ein Ahorn, nach drei Jahren haben wir es an Ahorn zurückgegeben und das neue gleiche Modell dafür mitgenommen gegen einen rellen Aufpreis. Hat prima geklappt. Nur leider verkauft Ahorn nun keine Automatik Fahrzeuge mehr, seit sie von Renault auf Mercedes umgestellt haben, weil angeblich keine Automatikfahrzeuge dort zu bekommen sind. Somit hat sich unser Vorhaben, wieder die Fahrzeuge zu tauschen, nicht realisieren lassen. Ist ganz zufällig noch bei einem Telefonat rausgekommen, als wir fast schon auf dem Weg nach Speyer waren. Wir haben dann es doch tatsächlich gewagt, Ahorn dafür zu kritisieren, was uns dann den Satz gebracht hat von einem dortigen Mitarbeiter: Auf solche Kunden wie Sie können wir ohnehin verzichten. Ich dachte erst, ich hätte mich verhört. Naja, egal, Ahorn ist Geschichte.
Das mit der Echtzeitüberweisung ist mir tatsächlich neu, habe ich ja bisher auch noch nie gebraucht.
Wir machen ja nur online Banking, schon seit vielen, vielen Jahren, da ist es mit Bargeld nicht prickelnd, man muß ja eine Bank finden, bei der man auf das online Banking einzahlen kann, nicht ganz einfach. Aber wir werden uns da auf jeden Fall nochmal schlau machen. Wird schon schiefgehen :lol: .

goldfinger am 12 Jun 2023 21:23:35

Navigatore hat geschrieben:Hallo Maja,

leider ist es wieder passiert....


Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, es noch einmal auf den Punkt zu bringen. Gibt ein Positiv von mir :top:


Andreas

Koblenzo am 12 Jun 2023 21:38:33

Navigatore hat geschrieben:So ist auch das Falschgeldproblem ausgeschlossen (das eigentliche keins ist, weil nur die Wenigsten
über Verbindungen verfügen, um an solche Mengen hochwertiges Falschgeld zu gelangen)

Nur mal so nebenbei: ich habe eine gewisse Menge an Bargeld wegen der Strafzinsen in ein
Bankschließfach gelegt, es kam von der Bundesbank, war verschweißt und blieb es auch.

Als die Strafzinsen endeten, habe ich es aus dem Bankschließfach geholt und auf mein Konto
eingezahlt. Der erste Mitarbeiter (Auszahlung) war an dem Tag nicht da, also hat eine zweite
Mitarbeiterin das "Paket" geöffnet um die Scheine durch die (prüfende) Geldzählmaschine im
Neberaum laufen zu lassen (Vorschrift, sagte sie). Die Zählmaschine hat ca. 30 Scheine nicht
akzeptiert. Eine zweite und dritte Maschine jeweils dann an den Schaltern, haben sie dann
nach und nach doch angenommen.

Was macht der Verkäufer an einem Bankautomaten, wo keine weiteren Zählmaschinen sind?
Glaubt er, glaubt er nicht? Was würdest Du machen? Und Käufer kommen in aller Regel am
Wochenende oder Abends. Eine Echtzeit-ÜW ist sicher der beste Weg. Man kann sich die Konto-
Nummer des Käufers mittels seine EC-Karte zeigen lassen und vergleichen.

Koblenzo am 12 Jun 2023 21:57:50

Und Nachtrag:

Den Käufer darauf aufmerksam machen, daß er für den Tag sein Online-Überweisungslimit
anpassen muß, sonst kommt im negativen Falle die Ansage: "ach, das habe ich ganz vergessen"
Und dann?

leoline am 13 Jun 2023 08:40:48

Dann würde man wahrscheinlich auch nicht die Summe auf dem eigenen Konto sehen. So lange müßte der Käufer dann schon hier bleiben :D .
Also ich versuche jetzt einfach mal, die Sache eher positiv zusehen und mach mir da erstmal keinen Kopf, sonst dreht man ja noch durch :D .

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