|
Hallo Zusammen, aus gegebenem Anlaß mal eine Frag zu Strom und Geräten, bzw. deren anderes Verhalten bei leichten Abweichungen. Ich bin ja hier in 110V Ländern unterwegs, habe einen 2.000W Trafo dabei, den ich eigentlich nie gebraucht habe. Erst in den letzten Wochen habe ich ihn, wenn Gelegenheit war angeschlossen, nicht weil ich den Strom gebraucht hätte, sondern damit ich Gas spare um recht punktgenau mit ziemlich leeren Tanks in Caragena aufs Schiff zu fahren zu können und nicht vorher nochmal Gas nachfassen muß. Dabei sind mir ein paar Sachen aufgefallen, die ich gerne ergründen würde, nur stecke ich da nicht tief genug drin. Wir haben etliche 230V Verbraucher dabei, davon auch eine DeLonghi Espressomaschine und eine Kärcher Wasserpumpe. Der Trafo ist ein handelüblicher Chinakracher 110/ 230 Step up / Step down. In D haben wir 230V / 50Hz, hier sind es 110/115V 60 Hz. Beim hochtransformieren bleiben die 60 Hz ja erhalten. Dann spackt aber die Kaffeemaschine (Pumpe) rum und auch der Kärcher läuft nicht richtig. Erste wenn ich den Landstrom ausschalte und den Dometic Sinepower DSP 1812T anwerfe, läuft alles wieder rund Kann es sein, das die 10Hz Unterschied eben DEN Unterschied machen, zwischen läuft schlecht und läuft gut? Was rumspackt sind ja beides E Motoren. Alles andere läuft normal, Föhn, Ladegeräte etc. Danke für eine Erhellung. Grüße
Die Netzfrequenz hat unmittelbaren Einfluss auf die Leistung von Trafos und die Drehzahl von Elektromotoren. Beides steigt mit der Netzfrequenz. Eine Erhöhung der Netzfrequenz um 20% ist eine Menge! Du gefährdest Deine Geräte, wenn Du sie mit 230V 60HZ betreibst und diese nicht dafür ausgelegt sind. Die Typenschilder geben Auskunft.
Hallo, so ist es. Viele Geräte sind inzwischen auch für die 60Hz ausgelegt, aber bei Motoren ist es zu aufwendig, da dann ein Regler benötigt wird. Laptops Ladegeräte Kaffeemaschine ohne Pumpe Fernseher usw. Sind kein Problem Unsere DeLonghi zum Beispiel mag keine 60Hz. Es gibt Spannungs und Frequenzwandler sind aber recht teuer und groß. --> Link Haben wir für unsere Baustellen in USA genutzt für Europäische Geräte.
Wir haben in Deutschland ein Stromnetz mit 230V und 50Hz. Die Spannung von 230V ist mit einer Toleranz von 10% definiert. D.h. die Spannung darf zwischen 207V und 253V liegen. Die Frequenz hat aber nur eine Toleranz von 0,4% ( =200mHz), darf also nur zwischen 49,8Hz und 50,2Hz liegen. Eine Abweichung im Frequenzbereich hat also einen VIEL größeren Einfluss auf einige Elektrogeräte als eine Abweichung bei der Spannung. Grüße Dirk Die geringe Frequenztoleranz hat vor allem mit deren Netzstabilität zu tun. Die bricht bei zu großen Taktunterschieden zusammen. Spannungsspitzen kann man filtern. Frequenzänderung nicht. Man kann sich das auch wie im der Musik als Takt (Netzzfrequenz) und Lautstärke (Spannung) vorstellen. Wenn man tanzt ist es nicht ganz so wichtig wie laut die Kapelle spielt, sondern ob sie den passenden Takt bereitstellt. Der Vergleich ist wissentlich nicht korrekt aber anschaulich. Ja besten Dank, aber ich hätte es eigentlich wissen müssen, aber so als Rentner................. Wir haben zu meiner aktiven Theaterzeit öfter mal Prospektzüge "beschleunigen" müssen, wenn verwandlungen für die Regie zu langsam waren. Da hat die Steuerungsfirma dann die Frequenzen in den Reglern / Servoreglern geändert, wenn ich mich recht erinner bis zu 66Hz , alledings unter lastreduzierung,weil der Drehstrommotor sonst irgenwann an seinen Kippunkt kommt. Aber Danke für die Gehirn- Auffrischung :D Das erklärt dann auch das "komische" Verhalten / Geräusch, der Motore. Haben auch immer gleich ausgemacht und umgestellt Besten Dank Neben den von pwglobe genannten Großlösungen würde es auch ein 230V Frequenzumrichter tun, denn von 110 auf 230 kannst Du ja schon transformieren. Die sind gar nicht mal so teuer und nicht allzu groß. Hier mal so ein Ding für eine Huthschiene bis 10A Ausgangsstrom. --> Link Danke für den Tip, aber Landstrom ist gerade mal die Ausnahme, normalerweise brauche ich den gar nicht. deshalb lohnt sich ein FU auch nicht. Grüße Guten Morgen, wenn schon ein Trafo 110/230V AC und ein Wechselrichter 12V DC auf 230V AC/50Hz vorhanden ist und die kritischen Verbraucher 230V AC/50Hz benötigen ist es am einfachsten das Netzladegerät an den Trafo anzuschliessen und die kritischen Geräte über den Wechselrichter zu versorgen. In der Regel sind die Ladegeräte für 50/60 Hz. Dann brauchst keine zusätzlichen Geräte sondern bei Bedarf nur anders anschließen. Grüße aus dem Norden Klaus Ergänzung: Bein meinem vorstehenden Vorschlag muß man aber dann dafür sorgen das anschließend genug Ladezeit durch Netzlader oder Lima erfolgen muß um die entnommen Batterie Kappazität nachladen. Grüße Klaus Ergänzung: Viele Netzlader haben einen Weitbereichs-Eingang von z.B. 90-260VAC 50/60 Hz, dann braucht man den Trafo nicht. Aber wie BikeAir schreibt hängt er selten an Landstrom und dann hilft mein Vorschlag wenig. Grüße Klaus Bei 60Hz Landstrom kann man als Workaround die Akkus über den EBL laden (der sollte I.d.R. die Frequenz verdauen können, einfach mal im Manual checken) und dann die 230V Verbraucher über den Wechselrichter aus dem Akku betreiben. Edit: Wurde ja alles schon gesagt, leider zu spät gesehen ;D Hallo an die Stromfachleute, ich möchte in diesem Zusammenhang auch eine Frage loswerden. Ich habe 2 x 100 AH LiFePo Batterien verbaut und über einen Wechselrichter EDECOA 2000 W mit reiner Sinuswelle betreibe ich mein 220V Netz an einer einzigen zusätzlichen Steckdose. Neulich beim testen mit einer Induktionsplatte 1400 W / 110,6 A ist die Frequenz von anfänglich 50,2 Hz bis auf 100,4 Hz gestiegen. Ich betreibe schon länger eine Dolche Gusto und lade meine Fahrradakkus auf habe nie etwas negatives dabei bemerkt. (Erwärmung) es hat alles funktioniert. Muss ich mir sorgen machen? Gruß Chris
Induktionskochfelder werden unterschiedlich angsteuert. Eine Pulsweitensteuerung dürfte keine Probleme machen. Eine Frequenzregelung kann im Zusammenspiel mit einem Wechselrichter komische Phänomene ergeben. Wie ist Dein Induktionskochfeld gesteuert? Hallo Max, ich habe das Induktionskochfeld bei Aldi vor ca 2 Jahren gekauft und bin mir nicht sicher wie er geregelt wird. Es kann von Stufe 1 bis 8 Betrieben werden und ich nutze meist die Stufe 5 ca. 1400W. Gruß Chris
Doch auch wenn es technisch erklärbar ist, dass eine Frequenzsteuerung bei einem Induktionskochfeld die Netzfrequenz, die ein WR im WoMo aufbaut beeinflusst, ist eine Netzfrequenzverdoppelung schon sehr außergewöhnlich. Wie hast Du das denn festgestellt? Mit einem pulsweitengesteuertem System wird das jedenfalls nicht passieren. Die Art der Steuerung ist kein grundsätzliches Qualitätsmerkmal à la "dies ist besser als das". Hallo Max,
ich habe mit einer Strommesszange "Habotest HT 206D gemessen. Gruß Chris Ich werde morgen mit anderen Verbrauchern die Messung wiederholen. Bin gespannt ob es an der Induktionsplatte liegt. Habe in der Vergangenheit auch mein MacBook geladen ohne Probleme. Gruß Chris
Messe nur mit genau einem angeschlossenen Gerät. Die erhöhte Netzfrequenz kann bei anderen Geräten Schäden verursachen.
Das mache ich ja auch so, nur schalte ich dafür den Landstrom ab, sonst hat der nämlich Vorrang :D Grüße Ich denke an den 50Hz hat sich nichts geändert, nur erfasst das noch zusätzlich die Frequenz der Blindleistung (Gegenregelung der Induktion des Wirbelstromgenerators)! Klare Aussage gibt nur ein Oszilloskop! Such mal nach Blindleistung (Verzerrungsblindleistung) bzw. Scheinleistung. Hallo, ich habe heute gemessen und folgendes festgestellt. Laden des Bosch Akku Spannung aus WR 219,5V und Frequenz 50,2 Hz. Also alles bestens. (Wer viel misst Mist Mist) :oops: Bin halt kein Elektrofachmann. Ich habe bestimmt beim ersten Mal falsch gemessen.(mein Fehler?) Es gibt mehrere Möglichkeiten die Spannung zu messen auf der Einstellung Hz% erscheint nach einiger Zeit sich wechselte Angaben so das diese sich bis 100 Hz erhöhen. Auf der Einstellung V Kann ich mit der Taste Z/F auch die Spannung anzeigen lassen und da bleibt sie konstant.Ich war nur irritiert aber ansonsten hätte es mein MacBook auch nicht vertragen. Hatte vorher einen Wechselrichter Voltcraft SWD 2000 der ist leider durchgeschmort bei nur 800 W. Keine Reparatur möglich. Gruß Chris
Gehen die kontinuierlich hoch oder springt es auf 100Hz ? Das könnte von den Oberwellen kommen, wenn durch den Verbraucher die Kurvenform nicht mehr schönes Sinus ist. Damit wären aber keine Zwischenwerte erklärbar. Oder die Regelung der Platte arbeitet mit entsprechenden Frequenzen zum Ein/Ausschalten (eher ungewöhnlich), und man mißt eher den Effekt der Ströme. Oder es ist eine Schwebungsfrequenz zwischen den 50Hz und den Schaltfrequenzen. RK |
Anzeige
|