Unser erster Tag beginnt wie üblich mit Hundetraining. In diesem Jahr ist es Welpenspiel für unsere 10 Wochen alte Gha-Shania. So ist unser erster Urlaubspunkt bereits nach 13km Hattingen. Von dort geht es dann mittags richtig los. Das Navi ist auf einen Stellplatz 20km südlich Amiens eingestellt - 475km. Das muss genügen - wir sind im Urlaub und nicht auf der Flucht
24.6.
Den Stellplatz in Conty an der Feuerwehr kann ich als Zwischenstop auf halber Strecke zur Bretagne nur empfehlen. Ein kleines Örtchen völlig ruhig mit kostenloser VE.
Wir fahren weiter in die Bretagne. In Sables-d'Or-les-Pins nahe am Cap Frehel treffen wir uns mit Freunden. Ab hier fahren wir mit 2 Womos und fünf Hunden: 4 weiße Schäferhunde und Momo unsere Türkin.
Es regnet in Strömen und es ist nur kalt.
25.6.
Morgens früh ist es fast schön. Wir machen einen guten Strandspaziergang. Nachmittags kommt dann der Regen wieder zurück - die Bretagne ist wunderschön, aber das Wetter muss wenigstens ein kleines bisschen mitspielen. FLUCHT! Auf gen Süden, ein paar Kilometer schaffen wir noch. In einem kleinen Dorf südlich Nantes übernachten wir.
26.6.
Von südlich Nantes fahren wir weiter zur Gironde. Mit der Fähre setzen wir über.
Das Wetter ist immer noch nicht gut aber zumindest trocken und wärmer. Wir finden einen schönen Parkplatz direkt am Meer: Plage de Gurp 45,43417N -1,15194W
27.6.
Strandtag endlich warm! Und ins Wasser können wir auch - 19Grad. Die Brandung ist enorm, an schwimmen ist nicht zu denken, aber es macht Spass. Die Wellen ziehen die Beine weg.
28.6.
Noch ein Strandtag auf dem gleichen Platz. Zwei Übernachtungen sind erlaubt auf dem Parkplatz. Am Campingplatz nebenan erhalten wir VE. Abwasser aber nur eimerweise in die Kassettenentsorgung. Wir bleiben noch eine dritte Nacht.
29.6.
Wir zockeln wieder weiter. Fast nebenan in Montalivet ist ein Stellplatz mit Bodeneinlass. Da fahren wir mal eben drüber.
Im Ort ist Markt eine willkommene Gelegenheit den Kühlschrank aufzufüllen.
Wir fahren noch an den Lac d'Hourtin. In Maubuisson gibt es zwei Stellplätze. Der erste ist direkt am See aber verlassen. Wir fahren drauf, hätten es aber besser nicht getan. An jeder Stelle neben dem Fahrweg fällt der Wagen durch die dünne Grasschicht und versinkt im Sand. Gut, dass wir mit zwei Wagen sind und ein Abschleppseil dabei haben.
Der zweite Platz ist ruhig im Wald. Wir übernachten gut, werden aber morgens früh von der Gendarmerie zum schnellen Aufbruch genötigt. Sie wollen den Platz absperren. Die Ecke werden wir künftig meiden.
30.6.
von Maubuisson zur Düne von Pylat. Das ist ein Muss, wenn man schon mal hier in der Gegend ist. Da es heute richtig heiss ist, wollen wir auf alle Fälle noch an einen Strand. Stellplatz sieht mau aus und so steuern wir noch Mimizan an. Leider noch mal Fahrerei. Der Strand ist super, feinster Sand und frisch gesiebt.
1.7.
Heute ist der Sonnenofen abgeschaltet. So freut sich unsere Haut den Sonnenbrand zu verarbeiten. Stellplatz-Mimizan-Plage ist zu sehr Baustelle. Das wird sicher bald ein guter Stellplatz, aber mit 10€ auch teuer. Wir fahren 22km nach Gastes und stehen dort am Hafen auf Wiese mit viel Platz um uns herum.
Unsere kleine Gha-Shania sorgt ja überall für Interesse. Hier können sich direkt 3 Kinder gar nicht mehr von uns und unseren Hunden trennen und die zugehörigen Erwachsenen kommen immer kurz hinterher.
Abends müssen wir unsere Markisen zueinander ausrichten, damit wir draussen sitzen können. Jemand hat mal wieder den Wolkenkran offen gelassen.
2.7.
Der Wolkenkran ist wieder abgeschaltet. So bleiben wir noch hier stehen und es ist mal Ruhe ein paar Zeilen an diesem Tourbericht zu tippen.
Da kommt ein Herr und meint er hätte auch einen Weißen Schweizer Schäferhund. Er freut sich direkt mehrere dieser Hunde hier zu treffen. Nachmittags kommt wieder die Sonne durch und es wird ein lauer Abend.
3.7.
Regen ist angesagt und das Frühstück findet fast im Wagen statt.
Wir fahren die Küste wieder gen Norden zu dem Parkplatz an dem wir schon mal waren.
Es stürmt, die Brandung ist wunderschön, aber am Strand kann man nur im Anorak rumlaufen. Morgen soll es wieder warm werden. Hoffentlich!
4.7.
Nein es ist immer noch stürmisch. Noch ein langer Hunde- Strand- Spaziergang und dann wird eingeräumt. Da wir eh am Wochenende zurück sein wollen, können wir auch heute schon ein paar Kilometer gen Heimat machen. Auf an die Loire. Der Stellplatz in Beaugency 20km südwestlich von Orleans liegt direkt am Wasser. An der Brücke gibt es eine kleine Pizzeria. Unsere kleine Shania muss sich zum erstenmal im Restaurant benehmen. Es klappt prima.
5.7.
Wir haben lange geschlafen. Ganz in Ruhe beginnen wir den Heimfahrttag. Beim Bäcker holen wir noch frisches Brot fürs Frühstück und als wir endlich fertig sind, ist es bald Mittag. So fahren wir denn mit vielen Pinkelpausen für Shania die letzten 680km nach Hause. Abends sind wir da. Unsere Hunde freuen sich riesig als wir in unsere Straße einbiegen.
2878km in den wenigen Tagen war eine ganze
Menge.


