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Daly BMS - Balancing mit Victron, 280Ah Eigenbau


topschanzer am 27 Mär 2024 21:50:36

Servus miteinander,
folgende Problemstellung bei meiner 1Jahr alten 280Ah CATL Eigenbau Batterie mit 200A Daly BMS :
Prinzipiell funktioniert der Akku sehr gut und lädt ohne Probleme auf 14,4V
Angeregt durch die Forenbeiträge „Balancing mit VictronLG“ wollte ich nun meine 0,060V Abweichung bei einer Zelle sukzessive mit den Victron LG als Netzteil schrittweise reduzieren - und genau hier beginnt mein Problem :
Das Balancing startet wie eingestellt ab 3,4V und einer Differenz von 0,020V (weniger geht beim Daly nicht).
Diese Differenz ist bei einer Gesamtspannung von ca. 14,2V erreicht und das Balancen startet dann auch.
Bei knapp 14,4V sinkt der Strom auf unter 1A, die App zeigt 0A und das Balancing wird als „deaktiviert“ angezeigt.
Habe den Eindruck das deckt sich auch mit den Werten, die langsam weiter ansteigen
bis eine Zelle bei 14,4V die 3,65V erreicht und das BMS das Laden ausschaltet.
Dh. wenn ich versuche das Victron als Netzteil zum Feinbalancing zu nutzen,
steigt mir das BMS ab ca. 14,4V so oder so aus und ich kann die Differenz nicht weiter ausbalancieren.

Hoffe ich konnte die Problemstellung sauber beschreiben und hoffe nun auf das „Schwarmwissen“ im Forum - zumal der Franz kein Daly-Spezialist ist :-)

Wie gesagt kein akutes Problem aber die Neugier die Zellen mittels Victron feiner auszubalancieren zu können.

Danke für euren Support.
Gruß
Christian

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Willibutz6 am 27 Mär 2024 23:29:34

Warum stresst du deine Zellen in dem du sie auf die Maximal zulässige Spannung lädst? Hast du mal beobachtet wieviel Ampere von 3,4v bis 3,65 v noch in den Akku gehen? Der Hersteller empfiehlt doch maximal 90% Ladung, sonst geht die Anzahl der möglichen Ladungen stark zurück. Ich lade meine Zellen bis maximal 3,45v, darüber fangen sie auch an zu driften.

Gruß Jörg

silver34 am 28 Mär 2024 07:46:48

Willibutz6 hat geschrieben: geht die Anzahl der möglichen Ladungen stark zurück.


Diese Aussage wirst du bei keiner offiziellen Seite der Batteriehersteller bezüglich Ladeschlussspannung so finden!

Die meisten geben 3,65V als Ladeschlussspannung an , hab auch schon 3,7V gesehen!

Diese Aussage kannst du für die Entladeseite machen! Wobei "stark" immer eine Definitionsseite ist und gern zum Übertreiben führt...

Die Aussage das Batterien nicht voll gelagert werden sollen gibt es natürlich, nur sollte man Wissen was unter Lagern damit gemeint ist!
Damit meinen die Hersteller Zeiten über 6 Monate, deshalb wirst du normalerweise die Batterien zwischen 50-80% SOC zugeschickt bekommen!
Damit ist aber nicht die Verwendung gemeint!

Und das Reduzieren auf 3,45V würde auch der Problem der Themenstarters nur verstärken! da er nur noch 0,05V zum Balancing hätte!!!!
Und unter 13,6V sollte meiner Meinung nach kein Balancing statfinden da die Ruhespannung bei 13,3-13,4V liegt führt das nur zum debalancing!! (Wohlgemerkt meine Meinung - damit bin ich aber mit der Li schon mehere Jahre gut gefahren!).

Zum Problem des TE:

Normalerweise gilt eine Zelle mit weniger als 50mV Abweichung als Balanciert!
Man sollte sich das als mal in Erinnerung rufen!!!
Nur um alles wieder zu relativieren! Nur weil das BMS dolle Einstellwerte hat muß das nicht einen wirklichen Effekt bringen...
Um deine Zelle mit 60mV diff wieder ins Lot zu bringen würde ich einfach die Batterie normal benutzen, aber Versuchen beim Laden halt nur mit geringen Amperezu fahren (doof ist halt wenn es zutrift das das Balancing unter 1A eingestellt wird (halt knapp über 1A) ).

Ansonste würd ich ganz entspannt sein!
Viel wichtiger ist das du nicht oft mit deiner Batterie die Andere Seite besuchst...

Wobei Viel wichtiger ist wieder eine Definitionssache!!!
Die Batterie altert allein schon durch ihre Existenz, wie halt alles was existiert

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basste315 am 28 Mär 2024 08:54:27

silver34 hat geschrieben:Zum Problem des TE:

Normalerweise gilt eine Zelle mit weniger als 50mV Abweichung als Balanciert!
Man sollte sich das als mal in Erinnerung rufen!!!
Nur um alles wieder zu relativieren!

Auch mit 60 mV bei 14,4 V ist der Akku gut balanciert. "Kostenschieber" verweigern sogar bis 200 mV einen Umtausch.

topschanzer hat geschrieben:Angeregt durch die Forenbeiträge „Balancing mit VictronLG“ wollte ich nun meine 0,060V Abweichung bei einer Zelle sukzessive mit den Victron LG als Netzteil schrittweise reduzieren

Genau genommen hat Christian kein Problem, sein DIY-Akku auch nicht ;D , aber er wurde "angeregt", auch mit dem Daly BMS die Methode von Stockis Balancerklinik mithilfe des einstellbaren Victron-Ladegerätes zu probieren (Neugier/Spieltrieb/Wissenserweiterung :?: :?: :?: ).
So sind die Selbstbauer :wink: , da nehme ich mich nicht aus .

silver34 hat geschrieben:Um deine Zelle mit 60mV diff wieder ins Lot zu bringen würde ich einfach die Batterie normal benutzen, ........

Wenn schon, dann hätte man ja bei einem DIY-Akku den großen Vorteil, ohne Mühe direkt an die Zellen zu kommen und den Ausgleich mithilfe der Autolampenmethode :idea: durchzuführen.

Helmut

basste315 am 28 Mär 2024 09:12:59

topschanzer hat geschrieben:Bei knapp 14,4V sinkt der Strom auf unter 1A, die App zeigt 0A und das Balancing wird als „deaktiviert“ angezeigt.

Zu "Neugier/Spieltrieb/Wissenserweiterung :?: :?: :?:"

Ich kenne das Verhalten des DALY-BMS nicht, aber vielleicht stellt es das Balancen ab, wenn kein Ladestrom mehr fließt, weil der Ladeport wegen Überspannung einer Zelle geschlossen ist. Welche Balancermethode ist eingestellt?

Wenn du Stockis Methode richtig anwendest, dann solltest du die Ladespannung am Laborlader bzw. am einstellbaren Victron ab 14,0 V schrittweise um 0,1 V erhöhen und beachten, dass keine Zelle die von dir eingestellte Abschaltschwelle von 3,65 V überschreitet. Wenn das bei 14,4 V zur Abschaltung führt, musst du eben dem Balancer bei einem niedrigeren Spannungswert die notwendige Zeit zum Balancen geben.

Helmut

Stocki333 am 28 Mär 2024 09:55:55

Willibutz6 hat geschrieben:Warum stresst du deine Zellen in dem du sie auf die Maximal zulässige Spannung lädst? Hast du mal beobachtet wieviel Ampere von 3,4v bis 3,65 v noch in den Akku gehen?

Könnte ja sein, das die Handelsüblichen Verdächtigen Ladequellen über 14.4 LSP verfügen. Und der Accu damit permanet abgeschaltet wird. Das mal so als Idee.
Ich lade meine Zellen bis maximal 3,45v, darüber fangen sie auch an zu driften.

Gibts doch gar nicht. Warum driften die.
Weil du es Akzeptierst und nix dagegen unternimmst.
Ist dann jemand der das nicht akzeptiert. Wird wild in die Tasten gehaut.
Franz

HartyH am 28 Mär 2024 11:47:25

Willibutz6 hat geschrieben: geht die Anzahl der möglichen Ladungen stark zurück.

silver34 hat geschrieben:Diese Aussage wirst du bei keiner offiziellen Seite der Batteriehersteller bezüglich Ladeschlussspannung so finden!
Die meisten geben 3,65V als Ladeschlussspannung an , hab auch schon 3,7V gesehen!


das ist mir auch gleich aufgefallen und ich habe lange überlegt, etwas dazu zu schreiben. Auch geistert im I-Net diese 90% These rum, welche auch noch vehement verteidigt wird. Aber es kann mir keiner erklären, auf welcher Basis die 90% denn sein sollen.
Letztendlich sind für mich die technischen Daten des Zellenherstellers maßgebend, wie z.B. GanfengLithium, welche für die Betriebsspannung den Bereich 2,5 V - 3,65 V in einem Temperaturbereich von - 20℃ - ≤55℃ vorschreiben.

Das die Zellen dann über 3,45 Volt anfangen zu driften, hat der Franz schon richtig gut erklärt. Es ist halt so, daß erst bei einer Ladeschlußspannung von 3,65 Volt/Zelle die Gesamtkapazität des Lithiumakkus errechnet wird. Und als nächste Hürde sollten möglichst alle Zellen dies zur gleichen Zeit erreichen. Das ist dann die Aufgabe eines Balancers, welcher aber nicht zu niedrig eingestellt sein sollte. M.E. sind die 3,45 V pro Zelle viel zu niedrig für einen Balancer. In diesem Spannungsbereich wird recht kräftig geladen, da sollte ein Balancer sich ausruhen, denn ab ca. 3,55 - 3,65 V/Zelle hat er mehr zu tuen.

Willibutz6 am 28 Mär 2024 23:34:48

Die " 90 Prozent Saga" rührt ganz einfach daher das die Zellen bei 100% anfangen sich auszudehnen und somit ein mechanischer Verschleiß stattfindet, der zu vorzeitigem Verschleiß führt.
Dem soll ja mit dem verpressen der Zellen entgegen gewirkt werden.
Und wenn einem die letzten Ampere so wichtig sind kann man das ja halten wie man will.

Gruß Jörg

Ostseebaer am 29 Mär 2024 08:20:15

Moin,
basste315 hat geschrieben:Ich kenne das Verhalten des DALY-BMS nicht, aber vielleicht stellt es das Balancen ab, wenn kein Ladestrom mehr fließt, weil der Ladeport wegen Überspannung einer Zelle geschlossen ist. Welche Balancermethode ist eingestellt?

das Daly kennt nur "Balance beim Laden", dies kann man nicht ausschalten.
basste315 hat geschrieben:Wenn das bei 14,4 V zur Abschaltung führt, musst du eben dem Balancer bei einem niedrigeren Spannungswert die notwendige Zeit zum Balancen geben.


Und eben dies ist wegen der sehr ungenauen Ladestrom-Erkennung beim Daly (bei meinem bereits bei < 2 A!) das Problem.

Das Daly erkennt keinen Ladestrom mehr und schaltet das Balancen ab - die Ladung geht aber weiter und die Differenz steigt eben.
Ich habe letztendlich "zu meiner eigenen Beruhigung" einen aktiven Heltec eingesetzt und das passive Balancen auf 3,6 V hochgesetzt ...
Meine Differenz lag aber bei 200 - 300 mV --- bei 60 mV würde ich mir noch keine großen Gedanken machen.

Grüße
Georg

Stocki333 am 29 Mär 2024 09:12:25

Willibutz6 hat geschrieben:Die " 90 Prozent Saga" rührt ganz einfach daher das die Zellen bei 100% anfangen sich auszudehnen und somit ein mechanischer Verschleiß stattfindet, der zu vorzeitigem Verschleiß führt.

Nicht nur ein Mechanischer Verschleiß. Sondern auch das Altern spielt eine Rolle. Ersteres wird aber überbewertet.
Tatsache und hier halte ich mich an der Meinung von cinzano fest. Alterungsprozess ist am höchsten bei der LSP unserer Ladequellen. Darum sollte die Absorbationszeit kurz gewählt werden. Je kürzer desto besser für den Alterungsprozess.
Hast du aber Zellen die nicht sauber laufen im oberen Bereich und ein BMS das diesen Bereich nicht sauber abdeckt. Hat man die Arschkarte.
Die zellen werden oft lange auf der Absorbationszeit gehalten. Sinnloserweise.
Ostseebaer hat geschrieben:Das Daly erkennt keinen Ladestrom mehr und schaltet das Balancen ab - die Ladung geht aber weiter und die Differenz steigt eben.
Ich habe letztendlich "zu meiner eigenen Beruhigung" einen aktiven Heltec eingesetzt und das passive Balancen auf 3,6 V hochgesetzt ...

Eine der Möglichkeiten, die ich auch schon angewendet habe. Und die sehe ich auch als vernünftig an. So braucht man sich um nix zu kümmern.

Und wenn einem die letzten Ampere so wichtig sind kann man das ja halten wie man will.

Da gehts nicht um die letzten Amperchen. Sonder das dir der Zellsatz immer weiter auseinanderdriftet.
Und dann schlägt irgendwann das Treppenprinzip zu.
Wenn du mal einen Accu vor dir hast, dessen Kapazität in den Zellen nach 2 Jahren um 40-50% auseinandergedriftet sind, (Defekter Balancer) in 2 Jahren. Dann denkst du anders darüber.
Aufgabe eines Balancer ist es nun mal die Zellen im oberen Bereich auf Gleichstand zu bringen. Damit die Zellen die gleich Kapazität haben. Sind die mal gleich, muß bei jedem Volladen auf 14,4 V der Balancer das wieder erledigen. In Kurzer Zeit.
Damit bist du schnell aus dem Kritischen Bereich für Ausdehnung und schnellerer Alterung draussen. Wenn die Ladequellen mitspielen.
Franz

rollermanne am 29 Mär 2024 09:58:05

Ostseebaer hat geschrieben:Moin,

Ich habe letztendlich "zu meiner eigenen Beruhigung" einen aktiven Heltec eingesetzt und das passive Balancen auf 3,6 V hochgesetzt ...
Meine Differenz lag aber bei 200 - 300 mV --- bei 60 mV würde ich mir noch keine großen Gedanken machen.

Grüße
Georg

Genau so war es bei meinem DIY Akku mit dem 250A Daly auch, mit dem Heltec läuft der Akku jetzt seit zwei Jahren recht sauber.
Bei 60 mv ist die Welt aber auch noch in Ordnung.

HartyH am 29 Mär 2024 11:55:04

Stocki333 hat geschrieben:Da gehts nicht um die letzten Amperchen. Sondern das dir der Zellsatz immer weiter auseinanderdriftet.
Und dann schlägt irgendwann das Treppenprinzip zu.
Wenn du mal einen Accu vor dir hast, dessen Kapazität in den Zellen nach 2 Jahren um 40-50% auseinandergedriftet sind, (Defekter Balancer) in 2 Jahren. Dann denkst du anders darüber.

danke Franz, hätte ich nicht besser schreiben können

topschanzer am 29 Mär 2024 20:13:17

Und eben dies ist wegen der sehr ungenauen Ladestrom-Erkennung beim Daly (bei meinem bereits bei < 2 A!) das Problem.

Das Daly erkennt keinen Ladestrom mehr und schaltet das Balancen ab - die Ladung geht aber weiter und die Differenz steigt eben.
Ich habe letztendlich "zu meiner eigenen Beruhigung" einen aktiven Heltec eingesetzt und das passive Balancen auf 3,6 V hochgesetzt ...
Meine Differenz lag aber bei 200 - 300 mV --- bei 60 mV würde ich mir noch keine großen Gedanken machen.

Grüße
Georg[/quote]

Servus und danke Georg,
du bringst meine Fragen/Gedanken auf den Punkt :
Mit 60mV habe ich wie beschrieben kein Problem, schadet aber nicht sich im Vorfeld damit auseinanderzusetzen.
Lösungsansatz wäre somit ein aktiver Balancer, da es beim Daly keine Möglichkeit gibt bei geringem Ladestrom das Balancen zu (re-)aktivieren.
Danke auch für den weiteren Input - es ergeben sich dadurch immer neue Perspektiven.
Und ja - ich bastele gern und such immer nach Optimierungen auch wenn kein akutes Problem vorhanden ist …, so bin ich halt
Schöne Osterfeiertage
Gruss
Christian

basste315 am 29 Mär 2024 20:26:52

topschanzer hat geschrieben:Mit 60mV habe ich wie beschrieben kein Problem, schadet aber nicht sich im Vorfeld damit auseinanderzusetzen.
Lösungsansatz wäre somit ein aktiver Balancer....

Und ja - ich bastele gern und such immer nach Optimierungen auch wenn kein akutes Problem vorhanden ist …, so bin ich halt


Christian, wenn du ein Bastler bist, dann balanciere deinen DIY-Akku doch "manuell" mit der Autolampenmethode, einfach kurzzeitig an der höheren Zelle die Spannung mit der Lampe reduzieren :ja:

12V Lampe.JPG


Viel Spaß und ebenfalls schöne Osterfeiertage!

Helmut

topschanzer am 30 Mär 2024 11:32:53

Christian, wenn du ein Bastler bist, dann balanciere deinen DIY-Akku doch "manuell" mit der Autolampenmethode, einfach kurzzeitig an der höheren Zelle die Spannung mit der Lampe reduzieren :ja:

:-) Danke Helmut,
die Möglichkeit besteht immer - da warte ich allerdings bis der Drift zu groß wird.
Akku ist sauber eingebaut, den reiße ich jetzt auseinander solange er funzt.
Mit dem Victron wärs halt eine laufende Akkupflege geworden … jetzt profitiert die Starterbatterie davon ;-)

Und jetzt Sonne genießen
Gruß & Dank
Christian

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