Nach viel Regen und einer langen REHA von Lena sehnen wir uns nach etwas Abwechslung und Sonne. Lena sieht die Sonne mehr an der Nordsee (Sie hatte ja im Nachhinein so recht.), und ich in der nahen Champagne und im Burgund. Die Wahl des Chauffeurs entscheidet und beschert uns eine etwas verkürzte Reise. So fahren wir vom 29.April bis zum 08. Mai 2024 nach Frankreich. Dabei haben wir 1.387 km zurückgelegt und ausschließlich auf Stellplätzen übernachtet.
Wer mehr als die Kurzfassung lesen möchte, kann dies hier --> Link tun. Viel Spass bei der Lektüre.
Montag, 29.04.2024
Auf der von uns bevorzugten Strecke: Mosel-Autobahn, Luxemburg inkl. Tanken und Kaffeekauf, fahren wir noch durch ein kleines Stück Belgien nach Frankreich und hier nach Mouzon auf den dortigen Wohnmobil-Stellplatz an der Meuse (Gebühr EUR 9,44). Mouzon liegt an der alten Römerstraße von Reims nach Trier und war der Übergang über die Maas (Meuse). Wir haben eine schöne Aussicht auf die Meuse und die Sonne scheint. So hab ich es mir vorgestellt.
Dienstag, 30.04.2024
Auf meinem morgendlichen Gang zum Bäcker komme ich an dem Restaurant „Les Echevins“ vorbei. Dabei fällt mir das Schild mit dem Hinweis zur Erwähnung im Gault Millau auf. Das äußere Erscheinungsbild gibt dies eigentlich nicht her. Die Neugierde ist aber auf jeden Fall geweckt. Und das Beste ist, es hat sogar heute zum Mittagstisch geöffnet. Nach Rücksprache mit Lena steht der Entschluß fest. Wir bleiben hier und besuchen heute Mittag das „Les Echevins“.
Nach einer entsprechenden Mittagsruhe unternehmen wir noch einen ausgiebigen Spaziergang und beziehen auch noch den auf der anderen Seite der Meuse liegenden Teil von Mouzon ein. Dabei erfahren wir, das Mouzon im 17. Jhdt. eine Grenzbefestigung der Französischen Könige gegen die Burgunder war, die sich den Spaniern angeschlossen hatten. Nach einer sehr gewalttätigen Belagerung nahmen die Burgunder die Stadt ein und es siedelten sich Spanier an. Die Häuserzeile in dem sich das „Les Echevins“ befindet, gehört zu den „spanischen Häusern“. Nach drei Jahren war diese Episode aber wieder vorbei, da der französische Heerführer, Henri de la Tour d’Auvergne (Vicomte de Turenne), die Stadt für den französischen König zurückeroberte.
Mittwoch, 01.05.2024
Heute möchten wir in das nicht weit entfernte Stenay weiterfahren. Der dortige Stellplatz mit V+E (Gebühr EUR 10,44 inkl. Strom, wenn etwas frei und erreichbar ist) liegt an einem Seitenkanal der Meuse. Am Ortsausgang von Mouzon treffen wir auf die Ausschilderung einer weiträumigen Umleitung. Statt 16 km fahren wir 46 km bis nach Stenay. Dort angekommen, erleben wir aber eine positive Überraschung: Im Ortszentrum ist ein riesiger Markt aufgebaut. Für uns hält das Spektakel aber wieder eine kleine Ortsumleitung bereit. Doch nach Rücksprache mit zwei „Brunos“ erhalten wir die entscheidenden Hinweise für die Anreise zum Stellplatz.
Donnerstag, 02.05.2024
Heute Nacht hat es geschüttet. So lange dies nur am Abend oder nachts passiert, ist es mir egal. Am Morgen ist es grau, und Nebel liegt über der Meuse. Wir kaufen bei der Abfahrt noch schnell beim LIDL ein, und fahren anschließend durch eine traurige und schier endlose Landschaft der Champagne-Ardennes. Der Regen wird immer stärker. Eigentlich wollen wir uns mal Bar-le-Duc näher anschauen. Doch liegt der dortige Wohnmobil-Stellplatz direkt neben dem Bahnhof der vielbefahrenen Eisenbahnstrecke. In den Stellplatzführern wird immer nur die Bootsanlegestelle an der Meuse erwähnt. Zum Glück fällt uns dieser Umstand wieder ein. Deshalb haben wir ja Bar-leDuc nur bei den Durchfahrten gesehen.
Wir biegen also schon vorher ab, um den Stellplatz am Lac de Der, Port de Chantcoq, in Giffaumont-Champaubert anzufahren, der mittlerweile auch von CampingCarPark übernommen worden ist (Gebühr EUR 15,20 inkl. Strom).
Wie es uns dann in Giffaumant-Champaubert, Semur-en-Auxoise und Seurre ergangen ist, und warum wir die Fahrt abgebrochen haben, erfahrt ihr hier --> Link. Natürlich mit viel mehr Bildern und ausführlicher beschrieben.
Es gab aber auch noch tolle Sachen: z.B. mit Essoyes, einem weiteren Wohnort des impressionistischen Malers Pierre-Auguste Renoir ...
... und dem leider vom Regen geplagten Mittelalterfest in Semur-en-Auxoise.
Wir hatten in Frankreich die Sonne gesucht und nicht ganz gefunden. Deshalb haben wir eine Woche später Lenas Vorschlag in die Tat umgesetzt und sind nach Norddeich gefahren. Dort haben wir die Sonne tatsächlich gefunden. Und das findet ihr hier --> Link. Außer von Norddeich wird noch über einen Ausflug nach Norderney berichtet.

