ElfieOnTour am 24 Sep 2024 22:40:54 Liebes Forum, wir haben aktuell ein Wohnmobil als Kauf-Favoriten, bei welchem die Zuladung knapp ist, 100kg mehr würden das Problem lösen. Kann uns jemand weiterhelfen, ob eine Auflastung von 3,4t auf 3,5t ohne technische Änderungen möglich ist? Bzw. welche Änderungen andernfalls nötig wären? Oder lässt sich dies tatsächlich erst nach Kauf durch ein Gutachten in Erfahrung bringen??! Die Daten sind folgende: Fiat Ducato 244 von 2004 zulässiges Gesamtgewicht 3400 kg Gespann 4800kg Vorderachse 1750 kg Hinterachse 1900 kg FG-Typgenehm.; E13-9(/14P0096.07*Wohnmobil-Aufbau durch Trigano (I), Typ: Challenger 133*Motor:8140.43S* zu S.1: davon 2 in entgeg. d. Fahrtricht.*früher Alternativ-Bereifung V0:215/70R15C 106Q*Stufe PM2 nachger. m. HJS Typ: DFP 20-02: KBA 1720?, ab 12.05.2016*** Vielleicht habt ihr Tipps für uns, das wäre toll! Beste Grüsse, ElfieOnTour
Marsu123 am 26 Sep 2024 07:02:40 Moin Elfie,
da würde ich mich NICHT auf Forumsaussagen verlassen. Fahr zu einer TÜV Prüfstelle mit deinen Daten und Frage dort nach.
Meiner Meinung nach sollte eine Auflastung (von den Achsen her) möglich sein. Vorderachse 1750 kg Hinterachse 1900 kg Gesamt = 3650Kg
Grüße Ralf.
womostocki am 26 Sep 2024 07:37:19 Guten Morgen Elfie,
auch wenn Du Dich auf Aussagen aus dem Forum nicht verlassen sollst, wie mein Vorschreiber es so schön formulierte, haben wir seinerzeit bei dem gleichen Fahrzeug mit Light-Fahrgestell, durch eine Zweikreis-Luftfeder, die uns von Goldschmitt eingebaut wurde, das zul. GesGew. von 3,4t auf 3,5t erhöht bekommen.
Alle Formalitäten wurden durch Goldschmitt abgewickelt. Wir mussten dann nur noch zur Zulassungsstelle und alles eintragen lassen.
Erkundige Dich aber auch bei anderen Firmen, wie beispielsweise Carsten Stäbler. Vielleicht gibt es ja auch noch andere Möglichkeiten, wie andere Blattfedern, wozu ich aber nichts sagen kann.
Allerdings musst Du natürlich von den "gewonnenen" 100kg das Gewicht der Luftfeder abziehen.
Solltest Du Dich für eine Luftfeder entscheiden, dann nehme nicht den kleinsten Kompressor. Das dauert einfach ewig, bis die Bälge aufgepumpt sind. Achte vielleicht auch darauf, dass die beiden Manometer beleuchtet sind, ansonsten musst Du nachts dieselben mit einer Taschenlampe ablesen.
Es grüßt Andreas
womostocki am 01 Okt 2024 09:18:11 Servus,
mal wieder trog mich mein Bauchgefühl nicht. Es sagte: "Antworte nicht auf diese Frage. Es kommt eh nichts zurück ..."
Es ist immer wieder das gleiche. Der User (m/w/d) hält es nicht für nötig sich vorzustellen, wie es Usus ist, greift Informationen ab und kann dann nicht mal "Danke" sagen. Oftmals wird nicht mal der Vorname verraten.
Ich habe den Eindruck, dass das immer schlimmer wird und habe bald eigentlich gar keine Lust mehr noch irgendetwas zu schreiben. Wie soll es dann im eigentlichen "Camperleben", wo man sich gegenseitig hilft und unterstützt, laufen, wenn es schon im Kleinen nicht klappt?
Nur noch Scheuklappen, nur noch "Ich Ich Ich". Ob das der Weisheit letzter Schluss ist, wird sich zeigen.
Es grüßt Andreas
Tossy3 am 01 Okt 2024 17:01:44 Hallo Ralf!
Ich habe es bei meinem 230er Fahrgestell seinerzeit auch so machen lassen wie von Womostocki beschrieben wurde. Damals war C.Stäbler noch bei Goldschmitt und hat alles prima erklärt und erledigt.
Vielleicht noch ergänzend zur Überlegung: Später habe ich an der Vorderachse noch stärkere Federn montieren lassen. Durch das höhere Gewicht auf der Vorderachse durch den Alkoven werden die Federn eher müde und der Federweg wird geringer und damit auch der Fahrkomfort.
ElfieOnTour am 02 Okt 2024 23:22:24 Lieber Ralf, lieber Andreas, lieber Tossy3,
vielen Dank für eure Anregungen und Erklärungen! Insbesondere die Info zum Kompressor und der Manometerbeleuchtung hatte ich so gar nicht auf dem Schirm, danke!
Ich habe zwischenzeitlich Fiat und Challenger kontaktiert und versucht, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung zu bekommen. Leider ohne Erfolg. Fiat schreibt „Bei Ihrem Fahrzeugmodell Fiat Ducato 244 [Achslasten 1.750kg vorne und 1900kg hinten] ist eine Auflastung von unserer Seite nicht möglich. Wir haben lediglich die Möglichkeit für Maxi Chassis eine Auflastung zu erteilen.“ Und Challenger erklärt, „dass eine Auflastung ohne technische Änderungen mithilfe einer Bescheinigung leider nicht möglich ist. Bezüglich einer Auflastung mit technischen Änderungen müssten Sie sich an einen externen Anbieter wenden.“
Ich habe Goldschmitt kontaktiert und folgende Info erhalten: „Durch den Einbau einer Zusatzluftfeder und unserem Gutachten wäre es möglich Ihr Fahrzeug auf 3.520 Kg aufzulasten, ohne Veränderung der Achslasten. Um Ihnen jedoch ein Angebot erstellen zu können, bitte ich Sie, mit dem Gutachten im Anhang die Eintragung mit Ihrem TÜV-Prüfer abzusprechen.“
Ein Telefonat mit dem TÜV ergab, dass Traglast von Reifen und Felge ausreichend seien, und ich bekam eine nahegelegene Werkstatt empfohlen, wo Einbau und Abnahme stattfinden könnten.
ABER das Telefonat mit besagter Werkstatt ergab, dass eine Auflastung mittels Luftfeder-Nachrüstung beim 244er Ducato nicht immer möglich sei, wenn zB in Feld 17 ein E steht (E = Einzelabnahme, das Kraftfahrzeug hat keine Typgenehmigung und wurde von einem Sachverständigen durch eine Einzelabnahme abgenommen). Wenn ich es richtig interpretiert habe, ist dann das Teilegutachten von Goldschmitt nicht ausreichend? Und auch die Verfügbarkeit der passenden Luftfedern sei nicht zwingend gegeben?
Meine nächsten Schritte werden nun sein, Goldschmitt (und ggf wie empfohlen Carsten Stäbler) nochmals um Klärung zu bitten, persönlich beim TÜV vorbeizuschauen um die Dokumente im Detail durchzugehen, und zu hoffen dass dann mehr Klarheit besteht ob die Umrüstung möglich ist. Vielleicht sollte ich mir aber auch nochmal gut überlegen, ob die 100kg minus Luftfedern die Kosten und den Aufwand wert sind, oder ob ich doch nochmal mehr Geduld auf der Wohnmobilsuche haben muss… sollte ich noch nennenswerte Erkenntnisse erhalten, melde ich mich nochmals.
Habt alle einen schönen Feiertag morgen, Elfie
Pechvogel am 03 Okt 2024 00:03:49 Vielleicht solltest Du auch mal andere Hersteller für ( Zusatz- ) Luftfedern ins Kalkül ziehen?! Bei denen hier --> Link kann man den 244er Duc auch auf 3750kg bringen. Du solltest aber, gerade auch bei dem „Angebot“ von Goldschmitt ( zGG bis zu 3520kg ), bedenken dass jenseits der 3.500kg andere Regeln gelten ( Führerschein, TÜV, Geschwindigkeiten,… ). Und dabei ist egal ob Du 20kg drüber bist oder 200kg. ABER: es heißt auch immer „Auflasten auf bis zu…“ D.h. auch wenn das Gutachten 3520kg oder 3750kg ermöglichen würden, wenn Du nur 3500kg haben willst dann bekommst Du auch nur die. Beleuchtete Manometer sind übrigens „Geschmackssache“. Die Bedieneinheit ( Taster für Kompressor, Magnetventile, Manometer,… ) für die Luftfeder, in meinem Womo, ist in einem Schrank eingebaut. Und mal ehrlich: wie oft muss man da dran?? Da kommt einmal Druck drauf und dann war‘s das. Ab und an mal kontrollieren ( wie den Ölstand vom Motor ) oder vielleicht mal wenn Du auf eine Fähre willst. Aber sonst? Du willst 3.500kg haben, dafür brauchst Du die ZLF, die bekommt 1,5 - 2 Bar Druck ( von mir aus 3 Bar ) und das war‘s dann!??! Grüße Dirk
WoMoNK19 am 03 Okt 2024 10:02:00 Hallo, ElfieOnTour hat geschrieben:Liebes Forum, wir haben aktuell ein Wohnmobil als Kauf-Favoriten, bei welchem die Zuladung knapp ist, 100kg mehr würden das Problem lösen. Kann uns jemand weiterhelfen, ob eine Auflastung von 3,4t auf 3,5t …. ElfieOnTour
welch ein Aufriss für die Möglichkeit ein gebrauchtes Wohnmobil zukaufen. So billig kann das Fahrzeug doch gar nicht sein, dass es sich lohnt, alle Wege zu gehen um das Fahrzeug wegen 100 kg abzgl. der einzubauenden Technik an die eigenen Bedingungen anzupassen. Warum sollte man sich auch ein Fahrzeug kaufen, bei dem es erstmal Arbeit gibt um so zu Reisen, wie man sich das vorstellt? Okay, gibt immer irgendwelche Spezialisten, die neben einer vollausgestatteten KfZ-Werkstatt genügend Geld und Zeit haben, aus einem Schrotthaufen ein Luxusmobil zu machen, oder einen verrosteten Schrotthaufen wieder auf die Straße bringen. Aber das sehe ich beim TE nicht. Mein Rat wäre: weitersuchen bis das Wohnmobil der eigenen Checkliste entspricht. Was ich auch komisch beim TE finde ist die Aussage: 3,4 Tonnen reicht nicht, aber mit 3,5 Tonnen Kommen wir dann sehr gut hin. 100 kg machen den Unterschied aus? Ich denke da lügt sich jemand wieder das Gesamtgewicht zusammen nur um dann auf der Waage festzustellen, dass es dann doch sehr viel mehr an kgs geworden sind, nachdem alle Dinge an Bord sind - „inkl. der 2 oder 3 übergewichtigen Schwiegermütter“. Ich würde mal so rechnen: 100 kg Auflastung abzgl. 50 kg Technik. Was bleibt da wohl an realer Zuladung übrig? Aber jeder ist seines Glückes Schmied. WoMo NK19
womostocki am 07 Okt 2024 07:07:56 Servus Dirk. Pechvogel hat geschrieben:Beleuchtete Manometer sind übrigens „Geschmackssache“ Pechvogel hat geschrieben:Und mal ehrlich: wie oft muss man da dran??
Ein weiterer Vorteil der Zweikreis-Luftfeder ist das Ausgleichen des Fahrzeugs und der Verzicht von Keilen. Wir verwenden unsere LuFe ständig. Zuletzt am langen Wochenende an der Mosel. Die eine Seite aufgepumpt und schon stand unser Auto in der Waage. Da wir oft erst Abends einen Schlafplatz suchen möchte ich auch auf die beleuchteten Manometer nicht mehr verzichten. Wir hatten am Anfang auch unbeleuchtete, da es seinerzeit noch keine beleuchteten gab. Als wir dann die vorderen Federn durch "höhere" ersetzen ließen, wurden auch die Manometer getauscht. Aber jeder verwendet seine LuFe anders. Es grüßt Andreas
ElfieOnTour am 12 Okt 2024 10:42:31 Hallo zusammen,
danke nochmals für eure weiteren Rückmeldungen. Ich habe nun beschlossen, die Auflastung nicht weiter zu verfolgen, meine Eingangsfrage war ja eigentlich gewesen, ob diese ohne grosse technische Änderungen möglich ist, und dann hat es auch Spass gemacht, sich weiter einzufuchsen... mit etwas Abstand betrachtet wäre der Einbau von Luftfedern in unserem Fall jedoch vom Kosten-Nutzen-Verhältnis unsinnig.
Wir haben das Wohnmobil nun trotz der beschränkten Zuladung gekauft (Juhuh!), weil alles andere für uns einfach so gut gepasst hat, und werden anders noch ein paar Kilo einsparen, zB durch Abbau der Markise, die wir sowieso noch nie genutzt haben.
Vielen Dank euch allen!
Liebe Grüsse, Elfie
eurafritze64 am 12 Okt 2024 11:56:50 Schön dass es dann trotzdem für euch passt, wichtiger als das zulässige Gesamtgewicht sind m.M.n. die tatsächlichen Achslasten. Und da wird es - auch unter Einhaltung des z.Gg. oft Grenzwertig durch Heckgarage, Fahrräder am Heck etc.....wo eine zusätzliche Luftfeder mit entspr. Auflastung dann doch wieder Sinn machen könnte....
Aber das muss dann jeder für sich und mit der Waage seines Vertrauens abmachen...ich war jedenfalls beim ersten Mal doch überrascht, als ich feststellte, daß mein Gesamtgewicht passte, aber im Urlaubstrimm an der Hinterachse 100 kg zu viel waren.
Und der Aufwand einer Nachrüstung ist jetzt auch überschaubar, die Kosten ebenfalls....Wenn also alles andere am WoMo passt, dann wäre das sicher eine gute Investition - und allemal besser als in Österreich den Beamten die Fahrräder und den Partner als Pfand dalassen zu müssen um auf die zulässige Achslast zu kommen ;D
Grüße Fritz
Tossy3 am 14 Okt 2024 21:10:49 Hallo Elfie!
Herzlichen Glückwunsche, allzeit gute, unfall- und pannenfreie Fahrt und schöne Urlaube!
Toll, dass Du nochmal eine Rückmeldung gegeben hast, was aus Deinem Vorhaben geworden ist. Das ist leider nicht mehr selbstverständlich.
Die Luftfeder kannst Du ja evtl. immer noch nachrüsten, wenn Du merkst, dass es doch nicht so geht.
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