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Ladekontrolle mit Hall-Sensor


Irmie am 10 Nov 2024 11:43:10

Hallo,

zufällig bin ich auf ein Messgerät gestoßen, mit dem man mittels Hall-Sensor den Ladezustand der LiFePo4 - Akkus messen kann.

Neben dem Preis von 79€ ist der Einbau wirklich einfach und auch für mich problemlos machbar.

--> Link

Jetzt meine Frage: Funktioniert das Messgerät auch problemlos oder würdet ihr davon abraten?

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Ostseebaer am 10 Nov 2024 12:11:57

Moin,

das Messverfahren an sich ist neben dem Shunt durchaus üblich, wird z.B. auch von Büttner verwendet.
Ist flexibler in der Anwendung, kann aber u. U. von Magnetfeldern im Umfeld beeinflusst werden.

Wenn Du mal nach "shunt oder hall sensor" suchst, findest Du diverse Informationen.

Grüße
Georg

Irmie am 10 Nov 2024 12:14:57

Hallo,

Danke für die Info.

Wenn ich jetzt noch einen Hall - Sensor mit Klappferritringkern finde, wäre der Einbau noch einfacher.

Anzeige vom Forum


peter1130 am 10 Nov 2024 12:21:02

Warum musst du den finden? Der ist doch im Preis mit drin.

Der Sensor ist ja nichts anderes als ein Zangenampermeter. Die sind im Miliampereberech nicht so genau wie ein Shunt. Deshalb wird wohl ein Shunt bevorzugt.

KAWADO am 10 Nov 2024 13:05:47

Irmie hat geschrieben:Wenn ich jetzt noch einen Hall - Sensor mit Klappferritringkern finde, wäre der Einbau noch einfacher.


Nur mal so als Alternative:
Ali --> Link

neyoo am 10 Nov 2024 14:03:59

Irmie hat geschrieben:Hallo,
Jetzt meine Frage: Funktioniert das Messgerät auch problemlos oder würdet ihr davon abraten?


hallo Irmie,

Du hast ein sehr interessantes Gerät gefunden. Ich würde dir zu diesem Gerät raten.
Es gibt sogar die Möglichkeit 2 Sensoren zu verbauen. Somit kannst du sehen, was die Leistung ist, die erzeugt wird. ( Solar und Batterie )
Und kannst sehen, was davon in die Batterie geht. Der Rest wird dann gerade berbraucht.
Bin auch am überlegen, ob ich so eins kaufe.

Mir fehlt lediglich die Datenaufzeichnung und App-Anzeige

viele grüße
neyoo

Stocki333 am 10 Nov 2024 14:19:14

Irmie hat geschrieben:Hallo,

zufällig bin ich auf ein Messgerät gestoßen, mit dem man mittels Hall-Sensor den Ladezustand der LiFePo4 - Akkus messen kann.

Hi. Habt ihr nicht eine Supervolt.
Warum willst du dann einen EIgenen BC.
Abgesehen davon ist eigentlich jeder tauglich für Lithiumaccus. Den dort ist der Peukertwert und Ladewirkungsgrad ziemlich egal. Also viel kannst du damit nicht falsch machen.
Und sollte der EInige Ungenauigkeiten aufweisen. Sind Prinzipbediengt. Spielen aber kein grosse Rolle. Wenn du die letzten 10% nicht angreifst.
Franz

Exbulli am 10 Nov 2024 15:58:38

Stocki333 hat geschrieben:Hi. Habt ihr nicht eine Supervolt.
Warum willst du dann einen EIgenen BC.
Franz


Hallo Franz

Wenn ich mich da mal kurz einmischen darf...

Auch ich habe eine Supervolt. Man kann über die Supervolt App die Restkapazität, Spannung, Ladezustand in %, Stromverbrauch, Ladestrom, etc. auslesen. Leider zeigt die App aber bei meiner Batterie (Supervolt 180Ah Polar) kleine Ströme (Verbrauch- und Ladestrom) unter 0,5A nicht an !
D.h. werden über längere Zeit nur kleine Ströme aus der Batterie entnommen, weicht die tatsächliche Kapazität kontinuierlich mehr und mehr von der in der Supervolt App angezeigten Kapazität ab !
Daher habe ich in meinem Fahrzeug auch noch einen Votronic Batteriecomputer eingesetzt, der auch kleine Ströme anzeigt, um über die tatsächlich verfügbare Kapazität der Batterie präzise informiert zu sein. Und ich habe ein Display auf dem ich, ohne erst eine App im Handy starten zu müssen, mal eben schnell alle wichtigen Daten der Batterie sehen kann !

Gruss Ecki

Stocki333 am 10 Nov 2024 16:17:26

Exbulli hat geschrieben:Auch ich habe eine Supervolt. Man kann über die Supervolt App die Restkapazität, Spannung, Ladezustand in %, Stromverbrauch, Ladestrom, etc. auslesen. Leider zeigt die App aber bei meiner Batterie (Supervolt 180Ah Polar) kleine Ströme (Verbrauch- und Ladestrom) unter 0,5A nicht an !

Ja ich weiß. Das ist für manchen nicht akzeptabel. Dann brauchst du aber auch einen Shunt der nicht so gross ist. Dann bist ja wieder ungenauer.
Ob der Hallsensor dafür geeignet ist. Ich weiß nicht das Verhalten bei kleine Strömen. Kommt auf den Hallsensor an.
Aber in einem Punkt geb ich dir recht. Ein Blick aufs Display ist mir auch lieber. Das ist bei mir auch eine Gewohnheit.
Morgens und Abends ein Blick drauf. Fertig. Dann weiß ich auch was die Solar Geliefert hat.
Franz

Irmie am 10 Nov 2024 21:55:26

Stocki333 hat geschrieben: Ein Blick aufs Display ist mir auch lieber. Das ist bei mir auch eine Gewohnheit.
Morgens und Abends ein Blick drauf. Fertig.
Franz


Hallo Franz,

du hast es auf den Punkt gebracht. Ein Blick und man weiß Bescheid!
Außerdem muss man, wenn alles läuft, trotzdem noch etwas zu basteln haben!

Mein Mann ist als Funkamateur ein richtiges Elektronik - Spielkind! Bevor er noch mehr kaputt macht, informiere ich mich vorher besser selbst! Dann kann ich vielleicht noch was retten! ;D

Er hat übrigens schon viel verschlimmbessert!

Nur mal so ein Beispiel! Er hat sich einen LiFePo4 Akku zusammengebaut, als diese noch sehr teuer waren. Aber ohne BMS! Es fand ein Unterspannungsschutz bei < 13V und ein Überspannungsschutz bei > 13.6V statt. So was wollte ich natürlich nicht im Wohnmobil, damals noch ein Eura, haben! :mrgreen:

HWBI am 10 Nov 2024 22:24:27

Soweit ich weiß verbaut Kai alias "Solarcomputer" diese Hallsensoren doch schon ewig in seiner BlueBattery Serie.

Sicher nicht so günstig wie oben genanntes Gerät aber dafür mit Anschlussmöglichkeit diverser Solarregler / Booster und Auswertung per App oder externem Display.
Voll konfigurierbar, misst auch kleinste Ströme und begeistert mich seit Jahren.

P.S.
Und Kai ist hier im Forum bei etwaigen Problemen zu erreichen.

Stocki333 am 11 Nov 2024 07:41:12

HWBI hat geschrieben:Soweit ich weiß verbaut Kai alias "Solarcomputer" diese Hallsensoren doch schon ewig in seiner BlueBattery Serie.

Witzigerweise findet man hier im Forum selten Ergebnisse von den BC mit Hallsensoren. Obwohl die Dinger in China an Schaß kosten. Könnte sein das sich jemand meldet, der so ein Gerät in Gebrauch hat.
Und er sollte von meinen Verständniss nur bis 200 A gehen. Um im Bereich von 10-200 mA noch eine ausreichende Genauigkeit zu haben.
Den auch die Shunt haben hier einige Schwierigkeiten, das Vernünftig zu messen. Auch Victron mit seinem 500 A ist eigentlich zu ungenau in dem kleinen Messbereichen. Obwohl ich damit gut klar komme.
Habe das mal ausgetestet. In 3 Wochen war eine Differenz von 17 Ah da. Es gab keine Volladung dazwischen. Damit er sich nicht syncronieren kann. Tagesverbrauch ca. 120 Ah
Bei Lithium Accus im WOMO ist das sowieso ein Problem, wenn das Mobil ohne Abschaltung des Accus auf Halde steht.
Die kleinen Ströme zuverlässig zu erfasssen. Erfordet schon einen grossen Aufwand. Den meistens ist ein WR verbaut. Der locker mal 100 A zieht.Also muß der Sensor das auch können.
Schaltet man jedoch den Accu ab, wenn das Mobil steht, ist das Thema eigentlich vom Tisch. Den dann sind die Ruheströme des Fzg nicht mehr da. Da kannst du dann so einen günstigen BC, problemlos verbauen. Wenn man eine Display Anzeige will.
Es ist alles eine Frage, wie man das händelt.
Im Notfall gibt es ja, wenn nicht abgeschaltet wird, immer noch die Accuspannung.
Bei 12 Volt ist der Accu fetzenleer.
Nachladen ist angesagt.
Franz

neyoo am 11 Nov 2024 09:37:40

Stocki333 hat geschrieben:.....
Witzigerweise findet man hier im Forum selten Ergebnisse von den BC mit Hallsensoren. Obwohl die Dinger in China an Schaß kosten. Könnte sein das sich jemand meldet, der so ein Gerät in Gebrauch hat.
Und er sollte von meinen Verständniss nur bis 200 A gehen.
Franz


Ja, ich habe 2 dieser Chinageräten im Einsatz. Eines mit Shunt eines mit Klappsensor. Beide zeigen was an. Für mich ist in erster Linie wichtig, daß die Spannung und der Strom angezeigt wird. Das tun beide. Wie weit die Anzeige der Kapazität mit der Wirklichkeit übereinstimmt, dann ich nicht sagen. Es wird auch angezeigt. Das Gerät mit Klappsensor spiegelt die Daten auch in einer App. Größer Minuspunkt: es gibt keine zeiltiche Datenaufzeichnung, die ich mir nacher ansehen kann.
Ich verwende 1 Gerät für die Aufbaubatterieen 2 mal AGM bei Belastung bis 1,6 kW ( Vollautomat, Fön, Heißluftfritöse)
und 1 Gerät für die Starterbatterie, damit man endlich mal sieht, was das Batteriemanagement im Auto macht, und ob es die Starterbatterie auch läd. Das Gerät geht bis 500A. Würde ich nicht mehr so nehmen, 200A reichen, wenn man einen kleinen Generator mit nur 160 A ? hat. Den Startstrom kann man nicht messen, der ist zu kurz.
Für diese Messung würde ich das oben genannte Gerät empfehlen, da man auch noch die Ladeleistung des Generators sehen kann. Das zeigt dann, wieviel zum Ladebooster / Kühlschrank geht, und in die Batterien

viele grüße
neyoo

Was ich also noch suche ist so ein Gerät mit Datenlogger, natürlich zu einem vernünftigen Preis. Victron kann das. ( Preislich dafür zu teuer )

pwglobe am 11 Nov 2024 10:11:49

Hallo, ich hatte auch überlegt den Shunt mit Hall Sensor von BlueBattery einzubauen, habe mich dann aber gefragt: Was nützt mir die zusätzliche Information der Entladung durch kleine Ströme.
Ich habe dann den SmartShunt von Victron so eingebaut, dass ich später nach- oder umrüsten kann.
Bei dem Preis kann man das Teil von Eco Worty auch einfach mal einbauen und testen.

Stocki333 am 11 Nov 2024 10:52:31

pwglobe hat geschrieben: Was nützt mir die zusätzliche Information der Entladung durch kleine Ströme.
Bei dem Preis kann man das Teil von Eco Worty auch einfach mal einbauen und testen.

DasnThema ist immer mit den kleinen Strümen Ruheverbrauch des Fzg. Hab ich die weg, ist es egal.
Und bei den Preisen für die BC mit Hallsensor. Da geb ich dir Recht. EAnschliessen und eine Woche laufen lassen. Mit Ruhestrom des Fzg. Und dann weißt du was Sache ist.
LAden mit definiertem Strom. Zeit festhalten. Dann weißt du ungefähr was der Wert ist. Da brauchst du nur rechnen.
Franz

Hannus am 11 Nov 2024 12:01:38

Nur mal eine Frage, was willst du mit einem 300A Meßgerät? Das 200A ist doch vollkommen ausreichend und auch billiger.
Kaput gehen kann bei einem Hallsensor ja nichts.

Solarcomputer am 11 Nov 2024 22:53:32

HWBI hat geschrieben:Soweit ich weiß verbaut Kai alias "Solarcomputer" diese Hallsensoren doch schon ewig in seiner BlueBattery Serie.


Die Hall-Technologie verwende ich inzwischen nicht mehr, da sie relativ viel Strom verbraucht und stark rauscht. Um den Stromverbrauch zu reduzieren, wurde die Messfrequenz auf 8 Abtastungen pro Sekunde gesenkt. Die heutzutage weit verbreiteten Wechselrichter ziehen jedoch große Ströme digital über PWM (Sinuswechselrichter), was zu ungenauen Messwerten führte (200A an, 0A, 200A...).

Die gezeigten Hall-Sensoren mit Eisenkernen (Ringkern), durch die das Kabel geführt wird, haben zusätzlich das Problem der Hysterese durch die Gleichstrommagnetisierung. Wenn sich die Stromrichtung umkehrt, kommt es zwangsläufig zu Fehlmessungen. Man benötigt deshalb eine größere Totzone, z. B. +/-0,1A, kleine Ruheströme werden damit nicht erfasst. Zudem haben diese Sensoren einen recht großen Temperaturdrift, was gerade im Wohnmobil zwischen Tag, Nacht und Sommer, Winter stark schwankt. Eine Temperturkompensation mit extra Sensor wäre also wichtig, ist jedoch bei den mir bekannten anderen Systemen leider nicht vorhanden. Ältere BlueBattery Geräte setzen auf einen eisenlosen Differenz-Hall-Sensor mit Temperaturkompensation, um diese Probleme in den Griff zu bekommen.

Die neue Generation BlueBattery setzt auf Micro-Shunt-Technologie: Ein extrem kleiner Shunt mit einem hochpräzisen Messwandler (ADC) direkt daneben kann auch sehr kleine Ströme im mA-Bereich genau erfassen. Der ADC arbeitet mit einer sehr hohen Abtastrate, sodass auch der Strom eines Wechselrichters genau erfasst wird (True-RMS-Integration). Der Stromverbrauch des Systems selbst ist dabei sehr gering (ca. 1 mA). Das System ist kompakter, verbraucht wesentlich weniger Strom und ist dabei noch genauer geworden.

... aber dafür mit Anschlussmöglichkeit diverser Solarregler / Booster und Auswertung per App oder externem Display.


Inzwischen ist das System auch über Bluetooth, WLAN und MQTT angebunden und somit sowohl über das Internet als auch einen Home Automation Server erreichbar.
Das dazu passende, optionale BB-Display bezieht die Daten per Bluetooth, benötigt nur 12V und lässt sich daher schnell und einfach installieren.

Voll konfigurierbar, misst auch kleinste Ströme und begeistert mich seit Jahren.


Danke.
☀️Kai

Solarcomputer am 11 Nov 2024 23:16:46

pwglobe hat geschrieben:Hallo, ich hatte auch überlegt den Shunt mit Hall Sensor von BlueBattery einzubauen, habe mich dann aber gefragt: Was nützt mir die zusätzliche Information der Entladung durch kleine Ströme.


Unbekannte Ruheströme sind leider oft der Grund für eine leere Batterie. Einmal Messen reicht hier leider nicht, da diese Ströme durch viele verschiedene Geräte beeinflusst werden. So sind zB eingesteckt gelassene USB-Ladestecker ein Problem, da diese auch ohne angeschlossenes Smartphone einen ordentlichen Ruhestrom ziehen. So gibt es zahlreiche stille Verbraucher (Router, Tablett, Heizung, gedimmte LEDs, ...), die man schnell vergisst oder nicht weiss, was der Verbrauch ist. Das lässt sich erst mit einem genauen Batteriecomputer erfassen.

Ein wichtiger Unterschied liegt in der Anbindung der verschiedenen Geräte: Solarregler, Batterie, Booster. Mit dieser Verbindung kann der Verbrauch, Ertrag, also der Energiemix errechnet und angezeigt werden. Das alles auf einer Seite, ohne zwischen Geräten umzuschalten oder ein extra Display dafür einbauen zu müssen (Cerbo). Die App verbindet sich so, dass sie nicht durch einen Telefonanruf, Google Maps unterbrochen wird. Dank Dark-Mode blendet die App auch nicht bei einer Nachtfahrt, der Booster lässt sich herrlich dabei beobachten.

Die neue Pro-Serie integriert Bluetooth, WLAN und MQTT, sodass eine Fernabfrage oder das Einbinden in den Home Assistant viele neue Möglichkeiten schafft.

☀️Kai

andwein am 12 Nov 2024 11:12:10

Solarcomputer hat geschrieben:.......Die Hall-Technologie verwende ich inzwischen nicht mehr, da sie relativ viel Strom verbraucht und stark rauscht. ☀️Kai

Danke für die Info der Weiterentwicklung
Gruß Andreas

Luppo am 12 Nov 2024 14:08:40

Falls es um die Aufbaubatterie geht, meine Budget-LFP mit Budget-BMS zeigt mit die Ströme auf 10 mA an.
Der Ruhestrom schwankt zwischen 90 und 120 mA, vor allem dem Standby-Charger geschuldet.
Das sind knapp 3 Ah am Tag, 30 Wh. Und die werden mit vom Solarregler als Tagesladung angezeigt.
Scheint also hinreichend genau zu sein.

Stocki333 am 12 Nov 2024 18:04:11

Man benötigt deshalb eine größere Totzone, z. B. +/-0,1A, kleine Ruheströme werden damit nicht erfasst. Zudem haben diese Sensoren einen recht großen Temperaturdrift, was gerade im Wohnmobil zwischen Tag, Nacht und Sommer, Winter stark schwankt.

Habs mir doch gedacht, das die Sache einen Hacken hat. obwohl keine Erfahrung mit den Sensoren.
Danke für die Info. An Gutn.
Franz

Irmie am 13 Nov 2024 12:11:47

Hallo,

ich vermutete zuerst, der Hall-Sensor würde die Ladekontrolle total vereinfachen.
Klappferritkern auf das Kabel, direkt am Aufbauakku aufklippsen, die Kabel zum Monitor ziehen und schon könne man den Status der Akkus verfolgen. Der Vorteil wäre, man muss keine Kabel abschrauben, keinen Sitz ausbauen um den Shunt festzuschrauben. Den Ferritkern hätte man einfach über dem Pluskabel zusammenklappen und in Richtung Akku schieben können.

An die kleinen Ströme unterhalb von 1A, habe ich gar nicht gedacht. Meine Vermutung war, der gesamte Elektronenfluss würde gemessen.

Die Messung über einen Widerstand / Shunt scheint die bessere Lösung zu sein, wenn ich die Diskussion richtig verstanden habe.

neyoo am 13 Nov 2024 12:33:24

Ne, die Sache hat keinen Haken.....
Es gibt für jeden Anwendungsfall eine andere Lösung.

"Solarcomputer" hat Sensoren vorgestellt und beschrieben, die eben HighEnd sind. Viel genauer geht es eben nicht.
Ich habe an der Arbeit mit beiden Systemen gearbeitet. Alles hat seine Vor- und Nachteile.

Die Frage ist immer WAS möchte ich? Möchte ich HighEndgeräte, die auch den kleinsten Ruhestrom unter 1 mA messen? oder reicht mir es auch wenn das Ding erst ab 100 mA genau arbeitet, darunter eben ungenau? Will ich wissen, ob meine Batterie 103,78 Ah hat, wenn ich Entlade und ich 104,32 Ah zum Laden benötigen?, den Ladewirkungsgrad errechnen, den Ruhestrom? Dann kommt man an HighEnd nicht vorbei.

Ich habe mich FÜR MICH anderen Weg entschieden. Ziel: Hat die Aufbaubatterie noch was drin? Wird sie auch geladen? Wie hoch ist in etwa der Entladestrom? Wie weit bricht die Spannung bei 150A zusammen. Ich benötige dazu keine mA und auch keine mV, da reicht ein "Schätzeisen"
Bei der Starterbatterie mit dem Lade- / Entladeproblem ist es ähnlich. Ich möchte vor allem wissen, ob "noch genügend" für den nächsten Start drin ist,
und ob auch geladen wird.
Für meine Anwendung reicht ein China-Gerät für 30 Euro. Diese gibt es mit Klappsensor und auch mit Shunt. Vermutlich ist in der Genauigkeit kein großer Unterschied. Für mich sind die exakten Werte nicht so wichtig. Es ist nur eine Kontrolle. Baue ich neue Systeme ein, oder überprüfe ich diese, dann verwende ich andere Messgeräte.
Ich denke, daß die Großzahl nur wissen möchte, ob noch "was da ist" oder "leer" - deswegen gibt es ja auch die ziemlich nichtssagenden Spannungsanzeigen in den Original Panel. Beispiel Bleibatterie : 100% ist 14V, 75% ist 13,7V - also wird die Batterie nur dann VOLL anzeigen, wenn gerade der Ladestand beim Laden bei voll ist, hört das Laden auf , geht die Spannung runter und zeigt 75% an, obwohl kein Strom entnommen wird. Da bringt so ein Chinateil schon bessere Ergebnisse.

viele grüße
neyoo

pwglobe am 13 Nov 2024 13:03:07

Irmie hat geschrieben:Die Messung über einen Widerstand / Shunt scheint die bessere Lösung zu sein, wenn ich die Diskussion richtig verstanden habe.


Hallo Irmie, die beste Lösung ist die von Kai (User Solarcomputer) die Kombination von Shunt und Hall Sensor mit der App und den Informationen.
Leider ist die Lösung auch etwas teurer.
Man muss jetzt entscheiden welche Information ich brauche, wenn die Batterien und die Ladeinfrastruktur eher knapp ausgelegt ist sind die Informationen unerlässlich, auch wenn das Wohnmobil längere Zeit abgestellt wird.

In meinem Fall, über 600Ah LiFePo4, 160A zusätzliche Lichtmaschine 12V mit Sterling 130A Regler, 480Wp Solar fest, 400Wp Solar Mobil gehen die Batterien rechnerisch nie unter 60% bzw. im laufenden Jahr waren sie nicht unter 80%.

Aber geil wäre die Lösung von Blue Battery schon. :D

andwein am 13 Nov 2024 14:32:03

Irmie hat geschrieben:......Die Messung über einen Widerstand / Shunt scheint die bessere Lösung zu sein, wenn ich die Diskussion richtig verstanden habe.

Sehe ich nicht so. Beide Lösungen sind gut, es kommt auf die Anforderungen an. Beim Womo sehe ich das so:
In der Strommessung von beiden Batterietypen (Blei/Li) kommt es auf 20mA nicht an (Genauigkeit Shunt/Auswertelektronik mit Analaog/Digitalwandler) Grund: Interne Verluste, Ladetoleranz, Peukert Wert, Ruhestrom Messeinheiten etc, beeinflussen die Strom und damit die Kapazitätsberechnung. Die wird dadurch mit der Zeit immer ungenauer. 5% bei einer 200Ah Batterie sind immerhin schon 10Ah und erfordert eigentlich einen Neustart (Entladunhg auf 10% SoC und Neuladung auf 100%)
Da spielen die beeinfussenden Messungenauigkeiten zwischen Hall Generator und Shunt eigentlich keine tragende Rolle mehr.
Installiere, was für dich am einfachsten zu installieren ist und gut iss!
Theorie ist gut, aber man sollte schon aufpassen damit man sich mit der Umsetzung der Theorie nicht zuviel Arbeit macht.
Meine Meinung, Gruß Andreas

huohler am 13 Nov 2024 15:05:09

Wenn wir unterwegs sind wird die Batterie mindestens alle 3-4 Tage einmal voll geladen und somit der BC kalibriert. Da benötigt man keine große Genauigkeit. Da würde auch eine Anzeige in 10% Schritten reichen. Ist doch egal ob ich anstatt 35% eigentlich nur 30% habe. Das Ergebnis ist identisch: Ich sollte mal langsam dafür sorgen, dass die Batterie wieder geladen wird.
Das Problem sind nur lange Standzeiten ohne Volladung der Batterie und dadurch fehlende Kalibrierung.. Da kann das Messgerät noch so genau sein. Man sollte immer auch die Spannung mit betrachten und sich nicht allein auf die SOC Anzeige (wie viel Prozent Ladung hat die Batterie noch) verlassen. Wenn die LifePo unter 12,6V hat ist sie fasst leer, auch wenn SOC noch 50% anzeigt.
Genauere Messgeräte verführen aber dazu sich darauf allein zu verlassen ohne die Plausibilität zu überprüfen.

Hubert

thomker am 14 Nov 2024 10:55:54

Moin,

Messen diese China-Sensoren auch in der Minusleitung? Würde mir dann so einen mal an die Starterbatterie knipsen.

Gruß
Thomas

neyoo am 14 Nov 2024 12:03:20

thomker hat geschrieben:Moin,
Messen diese China-Sensoren auch in der Minusleitung? Würde mir dann so einen mal an die Starterbatterie knipsen.
Gruß
Thomas


Denen ist es egal, welche Leitung. Den Sensor kannst du "rumdrehen" dann zeigt er " andersherum an. - also Laden statt Entladen.
Sonst benötigst du nur noch Plus und Minus DIREKT von der Batterie, sonst hast du keine genaue Anzeige.

viele grüße
neyoo

huohler am 14 Nov 2024 13:58:11

Für die Starterbatterie muss er aber einige Ampere (Anlasser) aushalten. Da reicht das Billigspielzeug wohl kaum.
Hubert

neyoo am 14 Nov 2024 14:30:17

Hallo huohler - bitte die Infos OBEN alle durchlesen, da steht schon einiges drin.
Falls was fehlt, bitte erkläre, wie man einen Klappsensor ( in diesem Fall geht es um die 200A Variante) mit dem Anlasser überlasten kann.

Meine chinabilligdinger laufen seit einigen Monaten, da ist nichts durchgebrannt oder überlastet weder beim Klappsensor noch beim Shunt.
Falls dir etwas derartiges bekannt ist, bitte hier belegbar reinschreiben, ansonsten stellt sich die Frage nach der Glaubwürdigkeit deiner Vermutung.

viele grüße
neyoo

Stocki333 am 14 Nov 2024 16:30:54

War wohl ein Falscher Ausdruck von Hubert. Der Sensor mißt ja das Magnetfeld. Und wenn das zu stark wird. Glaube kaum das der Sensor da so schnell kaputtgeht. Sondern, die Auswerteelktronik sagt Overload,
Anders bei einem Shunt dem kanns zuviel werden.
Franz

Solarcomputer am 14 Nov 2024 21:17:13

thomker hat geschrieben:Würde mir dann so einen mal an die Starterbatterie knipsen.


Wie vorher geschrieben, benötigen die Hall-Sensoren einen recht großen Eigenstrom, typisch ist das bei einer Messung >50mA.
Dazu kommt noch die Auswerteelektronik im Gerät.

Bessere Hall basierende Geräte vermeiden diese Ströme: die Messung wird nur für sehr kurze Zeit eingeschaltet (Millisekundenbereich) und dann 1 oder mehrmals pro Sekunde durchgeführt.
Der Strom des Anlassers änderst sich allerdings bauartbedingt sehr schnell und stark. Das bedeutet, dass eine solche Messmethode ungeeignet ist diesen Strom zu erfassen. Hinzu kommt, dass beim Anlassen Ströme > 500A auftreten (beim Dieselmotor, wenn es kalt ist). Die Batterie gibt daher auch ihr Vermögen mit CCA an (Cold-Cranking-Ampere - Kaltstartstrom), da liegen die üblichen Bleibatterien bei >800A.

Die Ergebnisse dieser Messgeräte sind daher unbrauchbar, ungeeignet für die Starterbatterie.

☀️Kai

huohler am 14 Nov 2024 21:48:41

huohler hat geschrieben:Für die Starterbatterie muss er aber einige Ampere (Anlasser) aushalten. Da reicht das Billigspielzeug wohl kaum.
Hubert

Ich zitiere mich mal selber:
Von kaputt gehen hatte ich nichts geschrieben. Aber um hohe Ströme richtig messen zu können kannst du die Billigteile vergessen.
Das hat Kai dann erheblich fachmännischer bestätigt.

Hubert

neyoo am 15 Nov 2024 01:00:49

Ok, das was ihr beide geschrieben habt, kann ich genau so unterschreiben.
Weiter oben gab es "Verständnissprobleme" - sorry.

Anlasserstrom kann man nicht mit den Chinamodellen messen. Da es keine Aufzeichnung gibt, die Abtastrate zu lange ist, blinkt dann mal kurz die Anzeige mit 400A , das war es. Für Anlasserströme verwende ich ein Speicheroszilloscope, alles andere ist auch nur eine gemittelte Schätzung. ( Aber kaum jemand benötigt den Strom in jeder Phase der ersten Motorumdrehungen)
Lade und Entladestrom kann man sehr gut sehen, und darauf kam es mir an. ( Zu sehen, was und wie das Batteriemangement arbeitet ) Wie ich schrieb, mir geht es nicht um exakte Werte, sondern um die Grundfunktion von Generator, Batterie laden und entladen.
Hohe Ströme kann man natürlich messen, 150 A sind kein Problem. Langsame Änderungen sind außer beim Start ja üblich. Und diese kann man sehr gut messen.

viele grüße
neyoo

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