Gast am 17 Jul 2007 09:58:19 Hallo,
ich komme jetzt mit einer vermutlich alle Tage gestellten Frage.
Ich wohne mit meiner Familie in der Nähe eines landschaftlich schönen Flusstales. Nachdem ich am Wochenende unterwegs war ist mir erst mal so richtig aufgefallen, dass die Gegend relativ stark von Wohnmobilen angefahren wird aber weit und breit kein offizieller Stellplatz vorhanden. Am Fluss grenzen viele Wiesen an, welche z.T. recht günstig gekauft werden kann, da im Herbst, Winter und im Frühjahr des öfters die Wiesen überschwemmt sind.
Jetzt ist mir der Gedanke gekommen, dass man dort auch Stellplätze einrichten könnte.
Hat einer von Euch ne Ahnung welche Vorschriften beachtet werden müssen bzw. welche Genehmigungen für so etwas notwendig sind.
Seppl
Labrador am 17 Jul 2007 10:03:07 Hallo Seppl
siehe auch mal hier:
--> Link
Labrador
jonathan am 17 Jul 2007 11:02:51 Hallo Seppl,
hier ist die örtliche Baubehörde der richtige Ansprechpartner, und natürlich die zuständige Landwirtschaftskammer. Sowohl Acker- als auch Weideland können nicht so einfach mit einer anderen Nutzung überzogen werden. Hier muss erst auf Gemeinde- und Kreisebene, tw. auch auf Landesebene, eine Möglichkeit der Umnutzung gefunden werden. Langwieriger Prozess -wird sehr schwierig !!!
Bei landwirtschaftlichen Nutzflächen werden auch tw. EU-Fördermittel gezahlt, deren Fluß natürlich an die entsprechende Nutzung gebunden ist. Auf sog. Stillegungsflächen darf gar nichts passieren, da dürfen strenggenommen die Kinder des Landwirtes noch nicht mal drauf Fussball spielen, weil dann eine anderweitige Nutzungvorliegt.
Werner
guela am 17 Jul 2007 19:56:49 Ich sehe das Problem noch darin:
da im Herbst, Winter und im Frühjahr des öfters die Wiesen überschwemmt sind.
Es kann ja sicher vorkommen, daß bei starkem Regen über Nacht eine ungewollte Unterbodenwäsche ausgeführt wird.
guela
Sellheimer am 17 Jul 2007 20:06:41 Schaut Euch doch mal realistisch um. In Deutschland liegen doch sehr viele der schönsten Stellplätze (Main, Rhein, Mosel, Altmühl etc.) direkt im Überschwemmungsgebiet. Doch auch nur, weil die Flächen sonst nicht als Baugebiet etc. in Frage kommen. Keine Gemeinde baut auf teuren Grund einen Wohnmobilstellplatz.
Sellheimer
Bergbewohner1 am 17 Jul 2007 20:18:30 Sellheimer hat geschrieben:Schaut Euch doch mal realistisch um. In Deutschland liegen doch sehr viele der schönsten Stellplätze (Main, Rhein, Mosel, Altmühl etc.) direkt im Überschwemmungsgebiet. Doch auch nur, weil die Flächen sonst nicht als Baugebiet etc. in Frage kommen. Keine Gemeinde baut auf teuren Grund einen Wohnmobilstellplatz.
Sellheimer
Es kommt auf den jeweiligen Flächenutzungsplan der Gemeinde drauf an, im Außenbereich dürfen keine SP errichtet werden. Es müßte dann erst ein Bebauungsplan erstellt werden, mit all den Schwierigkeiten und Kosten. Für einen SP dürften die Kosten im Außenbereich, weit über den zu erwartenden Einnahmen über Jahre liegen. SP gelten als genehmigungsplichtige Bauwerke, genau wie eine Werbetafel die größer ist als 0,75x0,35 m usw.
ElectraGlide am 18 Jul 2007 08:10:05 Guten Morgen, nachdem sich sich nun die Bedenkenträger gemeldet haben, wäre es schön, wenn sich diejenigen zu Wort melden, die auf die eigentliche Frage antworten könnten und dem Fragesteller helfen würden. :D Nichts für ungut. 8)
Campoverde am 18 Jul 2007 11:06:01 Hallo Seppl,
zunächst ist darauf hinzuweisen, dass Waldtroll die Situation schon recht deutlich beschrieben hat.
Deine Frage geht ja dahin, ob in dem von Dir zitierten Bereich Stellplätze angelegt werden können. Ich halte schon die Wiesen für sehr problematisch, da Du ja selbst schreibst, dass diese häufige überschwemmt sind. Also gehe ich auch davon aus, dass dieser Bereich im Flächennutzungsplan der Gemeinde sogar teilweise als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen ist.
Nun zum Planungsrecht. Waldtroll hat richtig bemerkt, dass hier die planungsrechtliche Auweisung des Bereiches relevant ist. Zur Zeit ist dieser Bereich sicherlich als landwirtschaftliche Fläche dargestellt, um Stellplätze zu bekommen, müsste hier die Ausweisung geändert werden. Hierzu muüßte der Flächennutzungsplan geändert werden, anschließend wäre die Aufstellung eines Bebauungsplanes notwendig. Ein sehr aufwendiges Verfahren, in dem auch die Träger öffentlicher Belange gehört werden müssen (Naturschutz, Wasserwirtschaftsamt, Landwirtschaftskammer, BUND, usw. usw.) Ich denke, es könnten ungefähr 40 sein.
Nach Deiner Schilderung liegt der Bereich ausserhalb der Ortslage im grünen Bereich, also Aussenbereich. Hier sind dann auch noch die Bestimmungen des Bundesbaugesetzes , u.a. §§ 35 ff. zu beachten.
Nach meiner Einschätzung dürfte die Anlegung eines Stellplatzes hier nicht möglich sein, sonst würden ja viele Landwirte diese Möglichkeiten nutzen.
Wie Du aus meinem Profil erkennen kannst, hatte ich beruflich mit diesen Dingen zu tun. Vor meiner Zeit als Wahlbeamter war ich auch Leiter des Bauamtes und kenne mich in der Materie ganz gut aus.
Wenn Du weiter das Ziel verfolgen willst, gehe zum Rathaus, unterhalte Dich mit den Mitarbeitern des Bauamtes oder mit dem Bürgermeister, schaue Dir die planungsrechtliche Ausweisung an. Frage, ob Deine Ziele möglich sind. Dann wirst Du schnell erkennen, woran Du bist. Ist die Gemeinde nicht auf Deiner Seite, hast Du sofort schlechte Karten.
Dennoch viel Glück.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass Waldtroll alles kurz und prägnant beanwortet hat.
MfG
Campoverde
Aretousa am 18 Jul 2007 11:19:53 ElectraGlide hat geschrieben:Guten Morgen, nachdem sich sich nun die Bedenkenträger gemeldet haben, wäre es schön, wenn sich diejenigen zu Wort melden, die auf die eigentliche Frage antworten könnten und dem Fragesteller helfen würden. :D Nichts für ungut. 8)
Und wie hat dein Beitrag dem Fragesteller weiter geholfen?????
ElectraGlide am 18 Jul 2007 14:44:21 Hi, Aretousa schrieb:
Und wie hat dein Beitrag dem Fragesteller weiter geholfen?????
Genau so wie ich es mir gedacht habe. Es kam jetzt nur noch fundiertes. Bis auf Deinen Beitrag :D
Campoverde am 18 Jul 2007 17:16:28 Hallo,
wenn man selbst nichts zum Thema beitragen möchte, sollte man sich auch dezent zurückhalten. Das erhält die Freundschaft.
MfG
Campoverde
Gast am 18 Jul 2007 19:23:30 Hallo,
vielen Dank für die Antworten.
Ich habe mich inzwischen beim Bauamt und bei der Gemeinde erkundigt. Dort wurden mir unzählige § erklärt und vor Augen gehalten. Ich muss eingestehen, dass ich nach einiger Zeit überhaupt keinen Durchblick mehr hatte, welche Auflagen nun tatsächlich erfüllt werden müssen. Anhand der Äußerungen konnte ich aber gut erkennen, dass ich wahrscheinlich keine Chance habe. Ein Gegenargument war z.B. die eventuell negative Veränderung des Landschaftsgesichtes durch einen Stellplatz und die dort stehenden Womos, Lärm usw. usw. Ganz nebenbei wurden auch seitens der Gemeinde bedenken hinsichtlich der Landschaftsverschmutzung durch die Wohnmobilfahrer angesprochen !? Ich glaube ich kann das ganze vergessen. Ich stelle mir nur die Frage wie die Platzbetreiber an der Mosel das alles hinbekommen haben.
Seppl
Bergbewohner1 am 18 Jul 2007 19:39:49 ElectraGlide hat geschrieben:Guten Morgen, nachdem sich sich nun die Bedenkenträger gemeldet haben, wäre es schön, wenn sich diejenigen zu Wort melden, die auf die eigentliche Frage antworten könnten und dem Fragesteller helfen würden. :D Nichts für ungut. 8)
Wenn Du meinen Beitrag richtig gelesen hättest, hättest Du sicherlich, wie andere auch, erkenne können wie der Werdegang ist. Natürlich wäre es mir auch möglich gewesen noch ausführlicher und Pragraphen auszuführen, aber wer in der Materie nicht drin steht, für den ist das Baurecht schwer zu durchschauen. Außerdem nützt es nicht einen Weg aus der Ferne aufzuzeigen ohne die Fläschennutzungspläne, Klarstellungssatzungen usw. zu kennen.
Gast am 18 Jul 2007 20:36:44 Hallo Seppl,
die Frage, wie die Betreiber an der Mosel das hinbekommen haben, kann ich Dir beantworten, da ich letztes Jahr mit dem ehemaligen Bürgermeister von Minheim über dieses Thema gesprochen habe:
1. die Gemeinden haben erkannt, das Womofahrer ein riesiges Potential für die kleinen Gemeinden sind, die keine Spaßbäder oder ähnliches zu bieten haben.
2. Die Mosel ist beschleust, daher halten sich große Überschwemmungen in Grenzen.
3. In den kleinen Gemeinden scheint einiges unbürokratischer zu laufen, als anderswo.
4. Es gibt auch Einige, die haben erst gemacht und dann gefragt. Bis dahin war der Nutzen für die Gemeinde aber schon messbar.
5. Wenn besagtes Gelände dem Bürgermeister oder seiner Familie oder Freunden gehört, ist sowieso alles nur eine Formsache.
Jürgen
Campoverde am 18 Jul 2007 23:20:43 Hallo Hartifisch,
so kann ich Deine Darstellung nicht unbeanwortet lassen. Was soll der Satz zu 5?
Ich finde es immer sehr traurig, wenn derartige Behauptungen aufgestellt werden, ohne irgendeinen Beweis für diese Aussage vorlegen zu können.
Ich war auch ein Berufskollege. Nur wie Du Dir das vorstellst, so geht es nicht ab. Also bitte etwas mehr Zurückhaltung üben oder Butter bei den Fisch.
Zufällig war ich auch einmal mit meinem Womo unterhalb von Minheim. Nicht auf dem eigentlichen grossen Stellplatz. Hier stand ein Womo am Ufer der Mosel und wir haben auch hier geparkt. Sind dann zum Essen gegangen, haben die Nacht schön verbracht und wurden dann morgens von der Wasserschutzpoizei geweckt mit dem Hinweis, dass wir im gesetzlich festgestellten Überschwemmungsgebiet usw. parken. Es blieb dann bei einer Mahnung. Zunächst war ein Protokoll vorgesehen.
Dann der Hinweis, in kleinen Gemeinden scheint das unbürokratischer zu laufen. Weit gefehlt, auch diese Kommunen müssen sich an das Planungsrecht - Flächennutzungsplan, Bebauungsplan usw. halten. Die Genehmigung zu diesen Plänen erteilt dann der Regierungspräsident, nach dem vorher alle "Bedenkenträger" gehört wurden. Also ein Bürgermeister und sein Rat können nicht mal schnell so etwas durchboxen.
Und dann, es wurde vielleicht schon etwas vorher ohne Genehmigung gemacht. Ja, wo sind wir denn? Diesen Rat können wir Seppl doch nun wirklich nicht geben. Dann wird investiert und danach kommt das böse Erwachen. Nein, Seppl, lass die Finger davon. Wenn ja, dann bitte nur den ordentlichen Weg mit Einbindung der Behörden und des Planungsrechts.
Vielleicht findest Du ja wirklich eine Fläche, die entsprechend genutzt und ausgewiesen werden kann. Ich wünsche es Dir von ganzem Herzen und dann kommen viele aus dem Forum Dich besuchen. Auf ein Bier!!!!
MfG
Campoverde (Heinz)
fuzzy am 19 Jul 2007 08:58:18 Seppl hat geschrieben:Ich stelle mir nur die Frage wie die Platzbetreiber an der Mosel das alles hinbekommen haben. Seppl
--> Link
Campoverde am 19 Jul 2007 11:42:19 Hallo Fuzzy,
warum der Umweg über die arabische Sprache. Du warst wahrscheinlich zu bange, um sofort den Ausdruck "Schmiergeld" zu gebrauchen. In Lohmar gibt es ja keine Stellplätze, also war mein ehemaliger Kollege doch stark genug, um den Lockungen zu widerstehen. Was soll so ein Quatsch. Bleibt doch beim Thema. Auch Du stellst wieder einfach einen Begriff ein, ohne auch hier Beweise anzutreten. Ich denke nicht, dass an der Mosel derartige Dinge passiert sind.
Das bringt es nicht im Forum, ich hoffe, andere denken auch so wie ich.
Für mich ist das schon unterste Gürtellinie. Deshalb will ich mich auch bei diesem Thema nicht mehr länger beteiligen. Ich habe Seppl mitgeteilt, was Sache ist und das zählt.
MfG
Campoverde
mauimeyer am 19 Jul 2007 12:30:30 Ich möchte Euch bitte mal bei eigentlichen Thema zu bleiben und nicht in Spekulationen abzudriften. Hier geht es um die Gesetzgebung zu einem möglichen Stellplatz und nichts anderem!
Bergbewohner1 am 19 Jul 2007 21:05:09 Campoverde hat geschrieben:Hallo Fuzzy,
warum der Umweg über die arabische Sprache. Du warst wahrscheinlich zu bange, um sofort den Ausdruck "Schmiergeld" zu gebrauchen. In Lohmar gibt es ja keine Stellplätze, also war mein ehemaliger Kollege doch stark genug, um den Lockungen zu widerstehen. Was soll so ein Quatsch. Bleibt doch beim Thema. Auch Du stellst wieder einfach einen Begriff ein, ohne auch hier Beweise anzutreten. Ich denke nicht, dass an der Mosel derartige Dinge passiert sind. Das bringt es nicht im Forum, ich hoffe, andere denken auch so wie ich. Für mich ist das schon unterste Gürtellinie. Deshalb will ich mich auch bei diesem Thema nicht mehr länger beteiligen. Ich habe Seppl mitgeteilt, was Sache ist und das zählt. MfG Campoverde
Hallo, ich weiß zwar nicht, wann Du Bürgermeister warst. aber ich denke Du hast da nichts mitbekommen oder ihr wart noch nicht so weit. Alleine was bei uns Sachsen in organisierter Kriminalität abgeht, ist schon himmelschreiend. Was das Schlimmste an der Sache ist, die Politik die an der Macht ist versucht auch unter den Tisch zu kehren. Noch schlimmer es wurden ausversehen vom Landesverfassungschutz die Ermittlungsakten teilweise vernichtet. Laut Medien sind, Polizei, Richter, Staatsanwälte, Staatsbedienstete usw, inbolviert. Alleine schon beim Bau der A 72, da hat sogar einen Mord gegeben, wegen beiseite geschafften Geld oder so ähnlich. Die Dummen in dieser Gesellschaft sind die Armen und die ohne ......Nebenjob.
mauimeyer am 20 Jul 2007 08:54:47 Gerne für diejenigen, die normale Topics anscheinend nicht lesen nochmal in Rot!
[mod="mauimeyer"]Ich möchte Euch bitte mal bei eigentlichen Thema zu bleiben und nicht in Spekulationen abzudriften. Hier geht es um die Gesetzgebung zu einem möglichen Stellplatz und nichts anderem![/mod]
Gast am 20 Jul 2007 09:03:19 Also, ich finde das geht jetzt wiklich etwas zu weit. Ich bin auch Beamter und weise solche haltlosen allgemeinen Anschuldigungen weit von mir.
Der Thread sollte geschlossen werden!
fuzzy am 20 Jul 2007 11:01:23 ich glaube in Pinar ist es mittags zu heiß :roll:
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