dirkgermany am 10 Jan 2025 16:17:09 Hallo zusammen, demnächst möchte ich die beiden Gel-Aufbau-Batterien durch LiFePo4-Batterien tauschen. Nur der Vollständigkeit halber: Fahrzeug ist ein Eura Contura 612 SB aus 2001. Nach einem genaueren Blick unter die Sitzbank wundere ich mich über die Verkabelung der beiden Aufbaubatterien. Die Kabel an den Minus-Polen beider Batterien deuten darauf hin, dass sie getrennt angeschlossen sind. Was mich wundert ist, dass eine der Batterien lediglich über ein einziges blaues Kabel mit der anderen Batterie verbunden ist. S.a. Foto: Kabel rechts unten. Aufbaubatterien im Contura.JPG Was ist das für eine Schaltung? Bei Parallelbetrieb hätte ich gedacht, dass die zweite Batterie auch über den Minus-Pol nur mit der ersten verbunden ist. Ich habe kaum Ahnung von Elektrik. Daher die Frage. Und noch wichtiger für mich: kann ich die Verkabelung 1:1 für die zukünftigen LiFePo4 übernehmen? Herzlichen Dank für eine Aufklärung Dirk
BossHogg am 11 Jan 2025 05:54:57 Servus, Hier ist gar nichts zu sehen! Außer zwei Batterien wo irgendwelche Leitungen abgehen. Wie die angeschlossen sind, muß ein Fachmann vor Ort rausfinden! Es können auch Sammelpunkte angeschlossen sein, oder die Batterien sind seriell-parallel geschalten um 12V aus 24V zu erhalten (das geht nicht gut wenn auf Dauer)
Das Bild hilft nicht weiter!
Alfi1 am 11 Jan 2025 11:15:08 Hallo Dirk Du hast schon eine 12V Anlage, solltest aber beim Umbau auf Lifepo4 einiges aufräumen und die Kabel ordentlich auf Verteilerschinen legen und nur ein Plus und ein minus Kabel zur Batterie legen. Platz genug hast du ja wenn du nur eine Lifepo4 einbaust. Gruß Jörg
MaxW am 11 Jan 2025 20:38:34 Hallo Dirk,grundsätzlich kannst du die Verkabelung 1:1 übernehmen. Ich würde aber die Verbindung der beiden Batterien mit einem Roten Kabel neu machen. Der erforderliche Ladebooster ist dann neu zu verkabeln.
max
dirkgermany am 12 Jan 2025 14:00:10 Hallo zusammen und vielen Dank für Euren Input!
Stimmt schon, letztendlich sagt das Foto nichts darüber aus, was alles mit den Batterien verbunden ist. Das war mir nicht ganz klar...
Die Verkabelung ist wirklich suboptimal im Hinblick auf die Weise, wie verlegt wurde. Und sogar mir als Laie ist aufgefallen, dass mit den Farben der Kabel etwas nicht korrekt zu sein scheint.
Daniel Tischer von Supervolt hat mich darauf hingewiesen, dass ein Booster nur bei modernen Fahrzeugen notwendig ist. Die Lichtmaschine meines Ducato liefert auch dann weiter Strom, wenn die Starterbatterie voll ist (soweit ich es verstehe, ist das bei modernen Fahrzeugen der Hauptgrund für den Ladebooster).
Die aktuelle Installation ist schon einige Jahre alt, was darauf hindeutet, dass die Verschaltung, rein funktional betrachtet, okay ist. Ich möchte ungern daran herumbasteln. Allerdings werde ich zur Sicherheit prüfen, ob die Querschnitte der Kabel ausreichend sind. Wenn ich Bedenken habe, lasse ich dann doch lieber einen Fachmann ran.
Also nochmals herzlichen Dank Dirk
MKLiner am 12 Jan 2025 14:06:41 Hallo, Beim Einbau sollte aufgrund der Batterie Art ein Booster eingebaut werden da bei diesen Batterien eine STROM Begrenzung wichtig ist! MK
dirkgermany am 12 Jan 2025 14:11:52 Ach ja, ein neues Ladegerät werde ich ebenfalls einbauen (müssen).
dirkgermany am 12 Jan 2025 14:16:59 MKLiner hat geschrieben:Hallo, Beim Einbau sollte aufgrund der Batterie Art ein Booster eingebaut werden da bei diesen Batterien eine STROM Begrenzung wichtig ist! MK
Danke MK, ich mache mich dann doch noch etwas kundiger. Mich wundert allerdings, dass mir der Experte sagt, ich brauche keinen Booster, obwohl er selbst welche herstellt und verkauft.
RaGu am 12 Jan 2025 14:43:52 dirkgermany hat geschrieben:Mich wundert allerdings, dass mir der Experte sagt, ich brauche keinen Booster, obwohl er selbst welche herstellt und verkauft.
Es gibt 2 Gründe, einen Booster einzubauen: 1. Fahrzeuge mit "intelligenter Lichtmaschinensteuerung" (ab ca. 2021) liefern u.U. zu wenig Ladestrom, also "boostern". Umkehrschluss, da dein Womo das nicht hat, ist es nicht nötig... 2. Lithium Batterien (vor allem, wenn sie leer sind) nehmen sich allen Strom, den sie kriegen können, also u.U. sehr viel, dies kann dazu führen, dass die Verkabelung und/oder Bauteile im Elektroblock, die nicht für so hohe Ströme ausgelegt sind, sich stark erwärmen (Kabel/Übergänge,Anschlüsse) oder bestimmte Bauteile im Elektroblock (z.B. das Trennrelais) überlastet werden. Umkehrschluss, hier erfüllt der Booster die Funktion einer Ladestrombegrenzung (Lithium sagt, will mehr, Booster sagt, nee, kriegste nicht). Zu deinem 230V Ladegerät, poste mal Foto oder Beschreibung, möglicherweise musst es nicht erneuern. Das 230V Ladegerät kann entweder separat sein oder in deinem EBL (Elekroblock) intern verbaut sein.
dirkgermany am 13 Jan 2025 18:18:35 RaGu hat geschrieben:Mich wundert allerdings, dass mir der Experte sagt, ich brauche keinen Booster, obwohl er selbst welche herstellt und verkauft.
Es gibt 2 Gründe, einen Booster einzubauen: 1. [ ... ] 2. [ ... ]Lithium Batterien (vor allem, wenn sie leer sind) nehmen sich allen Strom, den sie kriegen können, ... Umkehrschluss, hier erfüllt der Booster die Funktion einer Ladestrombegrenzung (Lithium sagt, will mehr, Booster sagt, nee, kriegste nicht). Zu deinem 230V Ladegerät, poste mal Foto oder Beschreibung, möglicherweise musst es nicht erneuern. Das 230V Ladegerät kann entweder separat sein oder in deinem EBL (Elekroblock) intern verbaut sein.[/quote] Danke für den Input! Mehr und mehr überzeugt Ihr mich von der Notwendigkeit eines Ladeboosters, um Schäden an der Elektrik und den Akkus. Das Ladegerät ist ein CBE A2018. mit max. 18A Ausgangsstrom. Das Gerät kann auf Gel- oder Bleibetrieb umgestellt werden. Im ersten Fall liefert es max. 14,4V.
RaGu am 13 Jan 2025 19:08:41 dirkgermany hat geschrieben:Das Ladegerät ist ein CBE A2018. mit max. 18A Ausgangsstrom. Das Gerät kann auf Gel- oder Bleibetrieb umgestellt werden. Im ersten Fall liefert es max. 14,4V.
Das Ladegerät liefert sowohl bei Blei als auch bei Gel 14,4V, Erhaltung 13,8V, lediglich die Absorptionszeit ist unterschiedlich. Hier wäre Gel Stellung etwas vorteilhafter. Du kannst dies in beiden Stellungen für eine Lithium benutzen. 2025-01-13 18_03_32-Window.jpg
basste315 am 13 Jan 2025 19:21:57 MaxW hat geschrieben:Der erforderliche Ladebooster ist dann neu zu verkabeln.
Bei einem Fahrzeug aus 2001 brauchst du keinen Ladebooster. Du sparst dir ausserdem die fachmännische Verkabelung des Boosters und die Deaktivierung des Trennrelais. dirkgermany hat geschrieben:Mich wundert allerdings, dass mir der Experte sagt, ich brauche keinen Booster, obwohl er selbst welche herstellt und verkauft.
Dein Fachmann hat recht! Falls du unsicher bist, einen Ladebooster könntest du dir auch nachträglich einbauen lassen, das kostet dann nicht mehr als wenn du das Geld gleich rauswirfst. Helmut
dirkgermany am 13 Jan 2025 20:35:29 RaGu hat geschrieben:Das Ladegerät liefert sowohl bei Blei als auch bei Gel 14,4V, Erhaltung 13,8V, lediglich die Absorptionszeit ist unterschiedlich. Hier wäre Gel Stellung etwas vorteilhafter. Du kannst dies in beiden Stellungen für eine Lithium benutzen. 2025-01-13 18_03_32-Window.jpg
basste315 hat geschrieben:Bei einem Fahrzeug aus 2001 brauchst du keinen Ladebooster. Du sparst dir ausserdem die fachmännische Verkabelung des Boosters und die Deaktivierung des Trennrelais. [...] Dein Fachmann hat recht!
Falls du unsicher bist, einen Ladebooster könntest du dir auch nachträglich einbauen lassen, das kostet dann nicht mehr als wenn du das Geld gleich rauswirfst. Helmut
Ich dachte, das Laden über das Ladegerät ist nicht das Problem, sondern die Lichtmaschine verursacht mögliche Schäden durch kurzfristige Spitzen. Denn an der Lichtmaschine hängen doch auch die Aufbaubatterien. Ist übrigens ein Ducato 230 JTD 2.8 aus 2001. Die vielen widersprüchlichen Aussagen sind echt verwirrend :?
RaGu am 13 Jan 2025 20:52:57 dirkgermany hat geschrieben:Ich dachte, das Laden über das Ladegerät ist nicht das Problem, sondern die Lichtmaschine verursacht mögliche Schäden durch kurzfristige Spitzen. Denn an der Lichtmaschine hängen doch auch die Aufbaubatterien. Ist übrigens ein Ducato 230 JTD 2.8 aus 2001.
Nein, Helmut hat recht, du brauchst nicht zwingend, besser: keinen Ladebooster bei deinem Womo. Ich wollte dich nicht verunsichern, sondern nur aufzeigen, warum/warum nicht, ganz allgemein.. Lass ihn weg und gut ist.
dirkgermany am 13 Jan 2025 21:20:55 RaGu hat geschrieben:Nein, Helmut hat recht, du brauchst nicht zwingend, besser: keinen Ladebooster bei deinem Womo. Ich wollte dich nicht verunsichern, sondern nur aufzeigen, warum/warum nicht, ganz allgemein.. Lass ihn weg und gut ist.
Nicht Du oder Helmut oder wer auch immer verunsichert mich. Es sind die vielen widersprüchlichen Aussagen Ich habe gefragt und bin tatsächlich froh für jede Antwort. Ist halt ein Puzzle...
andwein am 14 Jan 2025 12:37:23 dirkgermany hat geschrieben:.....Mich wundert allerdings, dass mir der Experte sagt, ich brauche keinen Booster, obwohl er selbst welche herstellt und verkauft.
Nicht wundern, sondern darüber nachdenken warum er das sagt. Vielleicht braucht er keinen? Gruß Andreas
dirkgermany am 30 Dez 2025 13:26:07 andwein hat geschrieben:Nicht wundern, sondern darüber nachdenken warum er das sagt. Vielleicht braucht er keinen? Gruß Andreas
Hi Andreas, Deine sibyllinische Anmerkung hat's getroffen Im Juni ist eine der Gel-Batterien abgeraucht, das Thema LiFePo4 war damit nicht mehr aufzuschieben. Seit Ende Juni sind zwei Redodos zu je 140Ah an Bord. Für die Inbetriebnahme habe ich die Verkabelung 1:1 übernommen. Jetzt, nach einem halben Jahr mit mehreren Ausflügen und Sommerurlaub funktioniert das ohne Probleme. Toi toi toi. Natürlich hoffe ich, dass das so bleibt und die Batterien, die im Vergleich zum 'Marken'-Anbieter nur einen Bruchteil kosten, brav und langfristig ihren Dienst erfüllen. Angeblich verbauen die für die von mir gekauften Batterien nur Zellen der höchsten Güte (war es A?). Mal schauen. Dies als Rückmeldung, falls sich jemand die selbe Frage stellt, wie ich vor einem knappen Jahr. Und nochmals herzlichen Dank für alle Hinweise. Wie immer, es gibt nicht die eine richtige Antwort per Ferndiagnose. LG in das Forum Dirk
basste315 am 30 Dez 2025 14:10:35 dirkgermany hat geschrieben:Im Juni ist eine der Gel-Batterien abgeraucht, das Thema LiFePo4 war damit nicht mehr aufzuschieben. Seit Ende Juni sind zwei Redodos zu je 140Ah an Bord. Für die Inbetriebnahme habe ich die Verkabelung 1:1 übernommen. Jetzt, nach einem halben Jahr mit mehreren Ausflügen und Sommerurlaub funktioniert das ohne Probleme. Toi toi toi.
Hallo Dirk, freut mich für dich, wenn es mit den beiden Redodos 140 Ah als Ersatz für GEL bisher passt. Ist eine Bluetooth-App vorhanden? Zur Klarstellung zusammengefasst: Verkabelung 1:1 übernommen :top: Einstellung am Netzlader Blei oder GEL 14,4 V übernommen :?: :top: Keinen Ladebooster benötigt :?: :top: Wenn eine Solaranlage vorhanden ist, welche Einstellung am Regler :?: Vorschlag: Mach eine Volladung deiner Redodos (eventuell einzeln) und poste, ob du die Ladeschlussspannung deines Netzladers von 14,4 V erreichst bzw. bei welcher Spannung der Akku den Ladeport sperrt. Dann könnte man prüfen, ob das Topbalancing funktioniert. Leider wirst du bei den Redodos keine Einzelzellspannungen in der App sehen können - oder? Guten Rutsch! Helmut
BossHogg am 31 Dez 2025 14:09:39 Servus und guck Dir Wiring unlimited --> Link sowie --> Link mal durch.
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