Ich habe den Mechanismus nun verstanden. Der weiße Konus des Deckels wird NICHT breiter durch das Abschließen, das ist Hartplastik.
Man kann den Konus aber mitsamt der Haltenasen im Deckel drehen, wenn er
verriegelt ist. Wenn er
entriegelt ist, rastet der Konus beim Drehen ein und greift mit dem Deckel, lässt sich dann nicht mehr drehen. Dadurch nimmt der Deckel den Konus mit Haltenasen beim Drehen mit.
Das Problem ist, dass im
verriegelten Zustand das Drehen sehr schwergängig ist. Das ließe sich - wie schon gesagt wurde - sicher mit Silikonspray beheben, das wollte ich aber erstmal vermeiden, da es keine dauerhafte Lösung wäre. Dieses Lager ist nicht auf Schmierung ausgelegt, sondern einfach nur glatte Kunststofffläche. Mit Staub und Sand wird die Fläche immer weniger glatt. Ich habe versucht, die Gängigkeit mit einigen Drehungen wieder geschmeidiger zu bekommen. Man muss dafür den Konus sehr fest packen mit einem Handtuch.
Im Tankstutzen dient dem Konus als Halt ausschließlich die Reibung im Stutzen. Da man den Deckel zum Öffnen in die Feder drücken muss, drückt sich damit der Konus auch fest in den Stutzen. Es hilft, wenn dieser und auch der Konus vorher trockengewischt sind. Danach hat der Mechanismus erstmal wieder funktioniert. Im
verriegelten Zustand (d.h. der Konus ist drehbar) lässt sich der Deckel nur bis knapp vor die Haltenasen drehen, aber nicht heraus. Ein klein bisschen weniger Reibung im Tanktstutzen z.B. durch Wasser, hält den Konus bereits nicht mehr festgenug und erlaubt es den Deckel über die Haltenasen herauszudrehen, als wenn er
entriegelt wäre. Beim Fahren und vollen Tank schwappt immer mal Wasser an den Deckel. Auch mit halbleerem Tank gibt es dort immer Schwitzwasser.
Ich beobachte das mal weiter, jetzt wo ich den Mechanismus verstehe. Vor einem Deckelwechsel werde ich es nochmal mit Silikonspray versuchen. Es müsste halt ein Mittel sein, das Kunststofflächen pflegt und geschmeidig hält, ohne zu verkleben oder stumpf zu machen. Das beste Mittel sollte eigentlich sein, die Kunststoffflächen aufeinander zu blank reiben, also einfach von Hand einige Male drehen. Vorher habe ich in den Deckel (nicht in den Schließzylinder) warmes Wasser laufen lassen, um evtl. Staub rauszuspülen beim Drehen.
Wie so oft beim
Wohnmobil ist das eine extrem schlechte Konstruktion. Es könnte eigentlich egal sein, Risiko ist aber, dass einem der Deckel geklaut wird, oder Widersacher Unfug in den Tank kippen, und wenn es nur Kinderstreiche sind... Finde ich nicht unrealistisch.
Mich wundert, dass dieses Thema hier nicht schon weitaus häufiger aufkam, gerade mal 3 ähnliche Threads in 20 Jahren... Könnte mir vorstellen, dass die wenigsten prüfen, ob ihr Tankdeckel verschließbar ist, sondern nur froh sind, wenn man ihn überhaupt aufbekommt. :)