Rene75 am 18 Mär 2025 18:32:35 Hallo,
ich hatte bei mir auf dem Kastenwagen (Adria Twin) vom Hersteller ein 120W Solarpanel installiert. Dieses war mit 2.5mm Kabel angeschlossen. Ich will dieses Panel (welches auch total doof platziert war) durch 4x Solarmodul 120 Watt Back-Contact SPR-100 von Offgridtec ersetzen. Die Module sollen Reihe geschaltet werden und an einen Victron Smart Solar 150/60 angeschlossen werden.
Meine Frage reicht das Kabel oder sollte man ein neues ziehen und wenn wieviel qmm?
Vielen Dank im voraus Rene
jara04 am 18 Mär 2025 18:54:46 Hallo.
Also ich finde für dein vorhaben 2.5m2 grenzwertig. Ich würde da mind 4m2, wenn nicht sogar 6m2 verlegen. Gruss Markus.
neyoo am 18 Mär 2025 19:17:38 Rene75 hat geschrieben:Hallo,
Die Module sollen Reihe geschaltet werden und an einen Victron Smart Solar 150/60 angeschlossen werden.
Meine Frage reicht das Kabel oder sollte man ein neues ziehen und wenn wieviel qmm?
Vielen Dank im voraus Rene
Wenn du alle Module in Reihe schaltet, dann hast du vielleicht 6 - 8 A may- Darüber lacht dein 2,5 mm² Das ist völlig ausreichend. Meine Empfehlung wären 2 in Reihe / diese 2 dann parallel. Auch da kann dasn 2,5 mm² drin bleiben. Ab 20 A Strom würde ich dann auf 4 mm² wechseln. viele grüße neyoo
Grandeur am 18 Mär 2025 19:27:19 . Victron Smart Solar 150/60
Wieviel Module willst zu den 480Wp vom Dach dazuschalten? ;D Also mehr als 36A wirst Du nicht aus dem Laderegler bekommen. Vom Dach würde ich 6mm runterlegen bis zum Laderegler. Kostet etwas mehr, aber Du hast etwas weniger Spannungsabfall. Gruß Grandeur
Rene75 am 18 Mär 2025 21:52:58 jara04 hat geschrieben:Hallo.
Also ich finde für dein vorhaben 2.5m2 grenzwertig. Ich würde da mind 4m2, wenn nicht sogar 6m2 verlegen. Gruss Markus.
Ist das Bauchgefühl oder kannst du mir kurz erklären wie man auf die Werte kommt. Kabellänge sind ca. 5m einfache Entfernung! VG Rene
Rene75 am 18 Mär 2025 21:55:44 Wenn du alle Module in Reihe schaltet, dann hast du vielleicht 6 - 8 A may- Darüber lacht dein 2,5 mm² Das ist völlig ausreichend. Meine Empfehlung wären 2 in Reihe / diese 2 dann parallel. Auch da kann dasn 2,5 mm² drin bleiben. Ab 20 A Strom würde ich dann auf 4 mm² wechseln.
Warum nicht alle in Reihe? Sollte doch im Enddefekt annähernd aufs gleiche rauskommen - oder?
Rene75 am 18 Mär 2025 22:03:41 Wieviel Module willst zu den 480Wp vom Dach dazuschalten? ;D Also mehr als 36A wirst Du nicht aus dem Laderegler bekommen. Vom Dach würde ich 6mm runterlegen bis zum Laderegler. Kostet etwas mehr, aber Du hast etwas weniger Spannungsabfall. Gruß Grandeur
Ich will 4x120W (insgesamt) anschließen. Warum würdest 6mm nehmen - wenn ich alles in Reihe schalte habe ich doch ca. 10A bei ca. 80V. Das sollte doch problemlos über sie 2.5mm gehen oder habe ich da einen Denkfehler? VG Rene
UweHD am 18 Mär 2025 22:38:51 Rene75 hat geschrieben: ...Warum nicht alle in Reihe? Sollte doch im Enddefekt annähernd aufs gleiche rauskommen - oder?
Wieviel Leerlaufspannung haben deine Module? Wenn das die heute üblichen knapp 50V sind, dann hast du bei 4 Modulen in Reihe schon 200V DC. Kann dein Solarregler das? Ansonsten: Wenn du deine Module in Reihe schaltest, dann kann der Querschnitt der Kabel trotz höherer Solarleistung gleich bleiben. Der Strom bleibt gleich, nur die Spannung steigt mit jedem Modul. Wenn man von 50V pro 120Wp Modul ausgeht, dann hat man einen Spitzenstrom von gerade mal rund 2,5A. Da ist eine 2,5qmm Leitung durchaus ausreichen bei 5m Länge: --> LinkEdit: Ich sehe gerade, deine Module haben 20V und gut 6A max --> LinkDa wäre ein 4qmm Querschnitt in der Tat besser, weil verlustfreier
bert am 18 Mär 2025 22:43:45 Funktionieren wird es auch mit 2.5² Verkabelung. Ich würde trotzdem ein 6² Solarkabel verwenden. Es ist UV beständig und doppelt isoliert. So kurze Reste gibt es bei den Elektrikern und Solateuren um gutes Geld. Bei den paar Metern wird man nicht unbedingt ärmer.
neyoo am 18 Mär 2025 23:46:34 Rene75 hat geschrieben:...
Warum nicht alle in Reihe? Sollte doch im Enddefekt annähernd aufs gleiche rauskommen - oder?
Rein rechnerisch ist das richtig. Wenn du sichstellen kannst, daß die Panel niemals Schatten durch Bäume oder Dachluke bekommen, dann ist Reihenschaltung gut. Bei Reihenschaltung reicht die Teilverschattung aus, daß nicht mehr viel Leustung erzeugt wird. Bei parallel kan ein Panel im Schatten sein, dann bekommst du noch von 3 Panel volle Leistung und von dem einen verschatteten noch ein wenig. Bei 4 Panel parallel kann es aber mit den Steckern knapp werden, die vertragen je nach dem zwischen 20 und 30 A. Dann bringt dann auch das 6 mm² Kabel nichts, wenn die Stecker schmoren ;) viele grüße neyoo
BossHogg am 19 Mär 2025 10:41:21 Servus, --> LinkDiese Art Modul solltest Du ins Auge fassen und parallel verschalten. Guck auch mal bei Solara und anderen weiteren Herstellern falls die Größe wegen der Dachfläche wichtig ist. Plus 6² Leitung zum Regler Das 120er ist ein sogenanntes 12V Modul.
leverkusen3 am 19 Mär 2025 11:57:37 neyoo hat geschrieben:Bei Reihenschaltung reicht die Teilverschattung aus, daß nicht mehr viel Leustung erzeugt wird. Bei parallel kan ein Panel im Schatten sein, dann bekommst du noch von 3 Panel volle Leistung und von dem einen verschatteten noch ein wenig. Bei 4 Panel parallel kann es aber mit den Steckern knapp werden, die vertragen je nach dem zwischen 20 und 30 A.
Hallo Ist das Hörensagen, oder sprichst du aus eigener Erfahrung? Wenn du solche schlechten Erfahrungen gemacht hast, mit welchen Panelen war das? Bei mir sind 4x 120 w Panele in Reihe geschaltet. Wird eines beschattet, verliere ich 1/4 der Leistung. Damit das so, und nicht wie von dir beschrieben funktioniert, haben die Panele heute alle Schutzdioden integriert. Bei 6A maximalem Strom und Reihenschaltung sind 2,5qmm völlig ausreichend. 90% der Zeit bleibt ist der Strom sowieso geringer und fällt mit der Alterung der Module noch weiter ab. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt den Querschnitt, der am Modul verbaut ist. Auch das sind nie mehr als 4 qmm. mfg Thomas
BossHogg am 19 Mär 2025 12:39:56 Servus, es kommt auch drauf an wie die Stränge im Modul verschalten sind und wie der Schatten fällt und sich mehr oder weniger auswirkt. Gerade bei Dachaufbauten.
leverkusen3 am 19 Mär 2025 16:31:25 BossHogg hat geschrieben:Servus, es kommt auch drauf an wie die Stränge im Modul verschalten sind und wie der Schatten fällt und sich mehr oder weniger auswirkt.
Hallo Von welchen Modulen in der Klasse um 120W redest du, die aus mehr als einem Strang Zellen aufgebaut sind? Solche Exoten sind mir noch nie begegnet, wenn es die denn überhaupt gibt. Mit freundlichen Grüßen Thomas
BossHogg am 19 Mär 2025 17:44:18 Servus, Manche Dioden werden so verschalten daß die Längsseite "bevorzugt" ist, andere Hersteller sind da anders. D.h. Verschattungen in Längsrichtung des Moduls oder Quer haben unterschiedliche Auswirkung in Sachen Leistungseinbruch.
cinzano01 am 19 Mär 2025 17:46:41 Ohne Daten zu den Modulen ist es unmöglich zu antworten.
Welcher Nennstrom? Max. zulässige Spannung dürfte kaum das Problem sein. Wieviele Strings im Modul? Wenn mehr als 1 String, Bypassdiode im Modul verbaut?
Im Außenbereich nimmt man UV-beständiges Solarkabel. Das gibt es i.d.R. ab 4mm² aufwärts. Ab der Dachdurchführung reicht normales H07-VK. Zum Querschnitt kommen wir erst, wenn feststeht, welche Werte die Module haben und wie die Aufteilung erfolg.
cinzano01 am 19 Mär 2025 17:50:53 leverkusen3 hat geschrieben:Von welchen Modulen in der Klasse um 120W redest du, die aus mehr als einem Strang Zellen aufgebaut sind?
Solche Exoten sind mir noch nie begegnet, wenn es die denn überhaupt gibt.
Viele Module in der 100 Wp Klasse sind aus 2 Strings aufgebaut und haben daher 1 Bypassdiode verbaut. Nur als ein Beispiel unter vielen: --> Link
dietmardd am 19 Mär 2025 22:05:13 Für die Dimensionierung der Kabel gibt es den Kabelkonfigurator: --> LinkEingangsgrößen sind Stromstärke und Länge des Kabels. Es ist sinnvoll, 15 % bei der Stromstärke aufzuschlagen, denn unter optimalen Bedingungen bringen Solarmodule bis zu 15 % mehe Leistung, z.B. Hochgebirge im Hochsommer. Das Ergebnis sollte aber kritisch weiter verarbeitet werden, denn der errechnete Kabelquerschnitt existiert in der Regel nicht, denn die Kabelquerschnitte sind genormt. Zunächst rundet man auf den nächst höheren genormten Kabelquerschnitt auf. Ergebnis: Das so dimensionierte Kabel hält den maximal möglichen Strom aus, aber das Kabel wird dabei recht warm. Wenn solche Kabel im engen Raum verlegt werden, erwärmen sie sich stärker als frei verlegte Kabel, bei denen die Abwärme gut abgestrahlt werden kann. Diese Verlustenergie ist bei Solaranlagen schlecht, denn diese verringert die Nutzleistung und senkt die Spannung am Solarregler. Bei mäßigen Lichtbedingungen kann das dazu führen, dass am Solarregler nicht mehr die erforderliche Mindestspannung anliegt. Um die Verluste zu minimieren, sollte man unbedingt einen Kabelquerschnitt wählen, der noch eine oder zwei Stufen größer ist. Wie man beim Kabelkonfigurator sieht, kommt es auch auf die Länge der Kabel an und das kann je nach Womo unterschiedlich sein. Eine konkrete Empfehlung anderer kann da schnell mal daneben liegen.
siusebem am 20 Mär 2025 13:01:36 Ich habe eine 12V Steckdose in die Garage verlegt mit 2,5 mm² etwa 5m einfache Entfernung. Beim Versuch einen E-Bike Akku darüber zu laden, wurde das Kabel an der Steckdose ziemlich heiß. Deshalb hatte ich dann zu diesem Zweck eine extra Steckdose mit 50cm Kabel 6mm² dicht an der Batterie gesetzt. Das Ladegerät zog dabei 8Ah. Also würde ich meinen, dass 2,5mm² etwas eng sind. Der Kabelrechner, der hier verlinkt ist, sagt ja auch bei 5m und 8A, 5,83mm².
rkopka am 20 Mär 2025 13:31:21 dietmardd hat geschrieben:Diese Verlustenergie ist bei Solaranlagen schlecht, denn diese verringert die Nutzleistung und senkt die Spannung am Solarregler. Bei mäßigen Lichtbedingungen kann das dazu führen, dass am Solarregler nicht mehr die erforderliche Mindestspannung anliegt.
Bei mäßigem Licht sind die Ströme ebenso mäßig und der Querschnitt macht sich viel weniger bemerkbar. D.h. wenn ich bei voller Sonne etwas mehr an den Leitungen verliere, werde ich das in Summe kaum bemerken. Bei MPPT ist die Mindestspannung kaum relevant, da die Panelspannung ohne Last sehr schnell am Nennwert ist. Dann fängt der Regler sein Belastungsspiel an. Wenn die Spannung dann dochmal zu niedrig wird, sind die Ströme vorher schon minimal genauso wie der Ertrag. Und es ist generell nur wichtig, wenn man länger ohne andere Lademöglichkeit bei miesem Wetter frei steht. Dann hat man vielleicht 10min mehr LED Licht am Abend. Für den "Normalcamper" gilt eher, daß die Batterie durchs Fahren oder die Sonne schon bis Mittag voll ist. RK
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