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Mit dem Aufkommen des Satelliten-TV stieg Kathrein auf zum Weltmarktführer für Antennen- und Satellitentechnik. Dann kamen immer mehr Konkurrenten aus dem Ausland in der SAT-und Antennentechnik auf dem Markt und man hat irgendwann den Anschluss verloren und nicht rechtzeitig auf WLan-Technik und Multimedia gesetzt. Der Absatz der SAT-Antennen fällt und jetzt hat auch die letzte Firma der Gruppe Insolvenzantrag gestellt. Ob es in Zukunft noch Service und Ersatzteile für die Kathrein Sat-Anlagen geben wird ist fraglich. Man sucht noch nach einen Investor, findet aber bisher keinen. Das sollte jeder wissen der jetzt beabsichtigt noch dort eine Antenne zu kaufen. Es ist traurig zu sehen, wie ehemalige familiengeführte Marktführer in der Versenkung verschwinden, weil sie an der Technologie festhielten, in der sie führten und ein Blindes Auge dafür hatten, dass der Markt technologisch eine andere Richtung einschlägt und Stück für Stück Anwendungsbereiche verloren gehen. Ich kenne das von einer familiengeführten Samtweberei. Theater- und Kinovorhänge, Auskleidung von Brillenetuis, Streifen an Filmdosen - das Material wurde substituiert (Kunstfaser, Beflockung...) oder gar virtualisiert (Kinovorhang). Dann änderte sich auch noch die Mode und Samt war "out". Der "Junior" wollte rechtzeitig "Wolle" parallel aufbauen, der "Senior" war zu stolz und hielt zu lange die Zügel in der Hand statt zu übergeben. Es ist nichts übrig außer ein Unternehmensgebäude, welches heute anders genutzt wird und einige nostalgische Geschichten über die "goldenen Zeiten". Ich hoffe, dass für die Kathrein Mitarbeiter eine bessere Lösung gefunden werden kann. ... da gibt es schon lange nicht mehr viele Mitarbeiter, die es trifft. Es war nur noch eine Holding da. Die meisten Mitarbeiter wurden schon Mitte des vergangenen Jahrzehnts entlassen. Traurig zu sehen. Wen solche Themen interessieren, dem kann ich den Podcast der WirtschaftsWoche "WiWo History: Marken und Mythen" sehr empfehlen. Die haben halt zu spät mitbekommen, dass die Welt sich weiterdreht. Selbst viele Ruheständler (früher die klasische Womo-Zielgruppe) können inzwischen mit günstigeren Alternativen umgehen (Streamingdienste, TV via Internet) und brauchen nicht mehr tausende von Euro für veraltete, empfindliche Technik ausgeben, die nicht funktioniert, wenn ein Baum im Weg steht. Bei jüngeren Leuten ist TV eh eher unbeliebt, erst recht unterwegs. Es schraubt sich ja auch kaum noch jemand ne Sat-Schüssel aufs Haus. Auch ein Trend, der lange absehbar war. Schlecht für die Mitarbeiter, wenn das Management in der Steinzeit verharrt. bis denn, Uwe ach seit ihr alle schlau...Kathrein hat schon mehr wie nur Sat-Schüsseln gebaut... auch Mobilfunktechnik...Datenübertragungen... Das man allein mit Sat-Schüsseln Hergestellt in Deutschland !!! nicht mehr am Markt in der Größe überleben kann war schon lange klar. Jede Asiatische Konkurenz konnte die Dinger für die hälfte Herstellen wie wenn du sowas in Deutschland machst. Bei der Mobilfunkübertragungstechnik ist es das gleiche... Der einzige Fehler den Kathrein gemacht hat...sie hätten schon vor Jahren den Standort Deutschland aufgeben müssen...oder zumindest die Produktion in Ländern verlagern müssen wo man aufgrund der geringeren Kosten Weltmarktfähige Preise anbieten kann. Dann würde es zwar die Firma noch geben...aber die Arbeitsplätze wären auch weg. Mal sehen wo die Reise mit der Firma hingeht....vielleicht werden dort bald fürs Miltär Störsender gebaut....ist ja zur Zeit gefragt. Und da ist das auch egal was das kostet. Dem ist nichts hinzuzufügen. Der gute Markenname wird verhökert, irgendein Billig-Noname aus einem Billiglohnland wird die Namensrechte erwerben und minderwertige Produkte mit dem Kathrein auf den deutschen Markt bringen, das läuft ähnlich wie bei Grundig usw. Die Arbeitsplätze ist Deutschland sind leider weg.
Dies wiederum stimmt nicht mal im Ansatz. War längere Zeit weltweit in dieser Branche tätig. Kathrain Mobilfunkantennen waren unter diesem Namen weltweit ein Brand. Must have. Das Beste, was sich die Provider leisten konnten. Weltweit. Es gab Nokia, Ericsson, Kathrain und die Amis hatten ihren eigenen Gerümpel, den ansonsten niemand wollte. Der junge Kathrain hat vor 5, 10 Jahren eine voll funktionstüchtige, 4000 Mitarbeiter umfassende Firma an Ericsson verscherbelt. Und die besteht weiterhin. Immer noch erfolgreich. Und Ericsson hat sich Kathrain vermutlich gepostet, um gegen die extrem innovativen Huawei nicht Marktanteile zu verlieren. Ericsson konnte sich so die Kathrain Provider sichern. Also voll aufs falsche Pferd gesetzt oder sich halt die Taschen gefüllt. das war alles bevor die Taiwanesen Koreaner und Festland Chinäsen eigene Firmen gegründet haben (also lange her) ...und jetzt technologisch und preislich weit weit vorne liegen... von dem was früher mal war kannst du dir nix mehr kaufen...
das war 2019...aber nicht um sich die Taschen zu füllen wie du schreibst...sondern um schon damals die drohende Insolenz abzuwenden wurde das Tafelsilber verkauft. (Um sich die "Taschen zu füllen" muss du schon das anders anstellen...das weiß man wenn man selber Unternehmer ist.)
Nein, wars nicht. Ich habe erstmals 2006 für die Huawei Antennen ausrüsten lassen. Also Systemtechnik, das Herz, Huawei, Antennen Kathrain oder Nokia. Verkauft wurde Kathrain aber erst 2019.
Wieso verkauft man dann als Unternehmer eine voll funktionsfähige Firma mit 4000 Mitarbeiter, um 150 Mitarbeiter für die Sattelitenschüsseln retten zu wollen? Da frag ich mich als Unternehmer schon.
Um seine Schulden zu bezahlen ! (Das müsstest du als Unternehmer doch wissen...oder bist du der Habeck)...der Verkauf der Satschüssel Sparte hätte da bei weiten nicht gereicht. |
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