maxgr am 20 Sep 2025 08:26:50 Hallo zusammen,
Ich habe in meinem Fahrzeug eine 840Ah LiFePo4 verbaut mit JK-BMS. Mein Victron Smart Shunt zeigt mir komischer Weise immer andere Restkapazitäten des Akkus an als das BMS. So zB gestern Abend, da zeigte der Shunt eine Restkapazität von 72% an. Morgens war die Kapazität noch 68% und mein Victron Solarregler 150/100 hatte über den Tag 5,6 kw geladen. So fiel mir das ganze erst auf. Also schaute ich im BMS nach, und da lag die Kapazität bei 92%. Ok, dachte ich, dann ändere ich das einfach händisch im Smart Shunt und stellte dort die Kapazität auch auf 92%. Jetzt heute morgen zeigt mir das BMS 87% , während der Shunt mir 78% anzeigt. Es ist alles nach Victron Vorgabe verkabelt. Hat einer ne Idee was da los ist?
Nette Grüße Max
BikeAir am 20 Sep 2025 09:13:18 Ich kenne das Problem - mein Victron zeigt mir auch immer andere Werte als das BMS meines Zusatzakkus. Die Erfahrung von vielen zeigt aber, das der Victron mit Meßshunt deutlich genauer anzeigt als jedes BMS eines Akkus. Viel wichtiger als die Zahl des SoC ist die Spannung im System. Mein System zeigt gerade 13,2V (unter 4A Teillast) der Victron zeigt 71% SoC, das JBD BMS 79% Nach Tabelle entsprechen die 72% genau der anliegenden Spannung. Ich schaue mittlerweile nur noch auf den Victron und es stimmt eigentlich immer. Grüße SoC Tabelle.png
leverkusen3 am 20 Sep 2025 09:28:34 Hallo Max
Die Ursache liegt in der unterschiedlichen Meßgenauigkeit und in dem unterschiedlichen Berechnungsalgorithmus begründet.
Dabei ist die Berechnung im JK BMS ungenauer, weil 1. Kleine Ströme bei der Berechnung unterschlagen werden und 2. Der Strom über den Spannungsabfall an den Mosfets gemessen wird. Dieser Widerstand ändert sich stark mit der Temperatur.
Der Victron Smartshunt oder dein BMV 7.. ist allerdings auch nicht perfekt. Du hast aber Einfluss auf die Anzeigegenauigkeit, über die Einstellung des Ladewirkungsgrades. (Peukert Index) Bei mir ist der auf 1,05 eingestellt.
Trotzdem würde ich der Anzeige des Shunts mehr Glauben schenken, weil der eine viel geringere Temperaturabhängigkeit hat und deshalb eine geringere Genauigkeits Abhängigkeit vom gemessenen Strom hat. Beim Messen über die Transistoren des JK steigt der Messfehler mit dem gemessenen Strom unlinear und deshalb schlecht kalkulierbar.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas
maxgr am 20 Sep 2025 10:23:31 Ahsoo, wieder was gelernt. Dann bin ich ja beruhigt. Die Tabelle gibt auch genau das wieder, was ich gerade im Moment auf dem Shunt sehe, 13,30V und 80%. Danke euch für die Aufklärung:-)
Nette Grüße, Max
BossHogg am 20 Sep 2025 10:51:08 Servus, At leverkusen3 kannst auf 1,04 als guten Startwert gehen. Je nach Spannungslage, Temperaturen und Belastung werden auch bis zu 1,02 aufgerufen.
mn4 am 20 Sep 2025 12:18:04 leverkusen3 hat geschrieben:... Du hast aber Einfluss auf die Anzeigegenauigkeit, über die Einstellung des Ladewirkungsgrades. (Peukert Index) Bei mir ist der auf 1,05 eingestellt. …
Hallo, das verwirrt mich nun etwas. Dass der Ladewirkungsgrad kleiner Eins ist ist klar. Nur der Herr Peuckert ist mir bisher immer nur im Zusammenhang mit der Entladung untergekommen. Wobei 1,0x ja für beide Prozesse im Bereich ist (Li). Redet ihr jetzt vom Laden oder Entladen? Grüße Uwe
leverkusen3 am 20 Sep 2025 15:24:18 mn4 hat geschrieben:Nur der Herr Peuckert ist mir bisher immer nur im Zusammenhang mit der Entladung untergekommen. Wobei 1,0x ja für beide Prozesse im Bereich ist (Li). Redet ihr jetzt vom Laden oder Entladen?
Grüße Uwe
Hallo Uwe Beim Entladen gibt es keinen Index oder Wirkungsgrad. Da kannst du nur messen, was an Strom geflossen ist. Beim Laden wird mehr Leistung benötigt, um eine bestimmte Ladespannung der Batterie zu erhalten, als wieder entnommen werden kann. Das Verhältnis von geladener zu entnommener Leistung wird durch den Index dargestellt. Allerdings interessiert das nur am Rande. Uns interessiert der aktuelle Ladezustand unserer Batterie in %, und der möglichst genau. Mit freundlichen Grüßen Thomas
thomker am 20 Sep 2025 16:19:07 Der Herr Peukert tritt nur beim Entladen auf die Bühne. D.h. je schneller Entladen wird, umso weniger Kapazität kann entnommen werden. Bei Bleibatterien liegt der so bei 1,25. Bei Li nicht. Ich hab nach mehreren Versuchen 1,0 eingestellt mit Winstonzellen. Ladewirkungsgrad auf 98%. Damit passt es bei mir fast genau. Bei mehreren Teilladungen und -Entladungen zeigt der schon mal noch 99% an bei eigentlich schon voll und synchronisiert dann auf 100...
Gruß Thomas
mn4 am 20 Sep 2025 16:55:00 Danke, also so wie schon immer. Grüße Uwe
BossHogg am 21 Sep 2025 09:50:03 Servus, Mann kann den shunt für die Strommessung verwenden und die Spannung des BMS für die Berechnung im Victron nutzen.
BikeAir am 21 Sep 2025 09:54:44 BossHogg hat geschrieben:Servus, Mann kann den shunt für die Strommessung verwenden und die Spannung des BMS für die Berechnung im Victron nutzen.
dashalb zeigt das BMS den SoC aber immer noch falsch an, oder? Grüße
BossHogg am 21 Sep 2025 10:55:33 Servus, Je nach Größe des blinden Flecks, ja.
Linse71 am 26 Sep 2025 15:58:06 Hallo, ich habe die Erfahrung gemacht , das im BMS teilweise Verbraucher die 0,8 Ampere ziehen garnicht angezeigt werden. Ein Shunt ist immer genauer. Gruß Frank
Stocki333 am 26 Sep 2025 17:03:40 maxgr hat geschrieben:Ahsoo, wieder was gelernt. Dann bin ich ja beruhigt. Die Tabelle gibt auch genau das wieder, was ich gerade im Moment auf dem Shunt sehe, 13,30V und 80%. Danke euch für die Aufklärung:-)
Wenn du dir den Shot genauer anschaust. dann kommst du drauf, das das nicht ganz zusammen passt. Oder anders ausgedrückt, mit 13,3 und 80 % liegst du falsch. Franz
MilesandMore am 26 Sep 2025 17:16:04 Linse71 hat geschrieben:Hallo, ich habe die Erfahrung gemacht , das im BMS teilweise Verbraucher die 0,8 Ampere ziehen garnicht angezeigt werden. Ein Shunt ist immer genauer. Gruß Frank
Das kann ich weder für Supervolt noch für meine Büttner bestätigen. Beide Batterien zeigen Ströme bis runter auf 100mA an. Gemessen mit Hallsensor als Gesamtstrom und mit dem BMS der Supervolt als Teilstrom der Batterie. Bernd
pwglobe am 26 Sep 2025 20:45:19 Hallo, wie Voran schon geschrieben sind die angezeigten Werte vom Victron Shunt sehr genau, allerdings hat auch der Shunt eine Ungenauigkeit bei kleinen Strömen. Um das zu kompensieren benötigt man einen Shunt mit Hallsensor. Die Frage ist ob man es wirklich so genau braucht? Wer es dennoch sehr genau will, wird hier fündig. --> LinkSehr kompetente Beratung.
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