CampFadi am 08 Okt 2025 20:10:46 Hallo, Ich will mir einen neuen Wechselrichter zulegen habe dazu eine frage an die Elektriker unter Euch. Der Wechsekrichter stellt schon ein TN Netz mit Fi und Sicherung zu Verfügung. Dazu müssen natürlich die Phasen und Nullleiter richtig angeschlossen werden. Leider Hat nicht jeder Campingplatz einen CEE Anschluss wo Phase und Nullleiter genau definiert sind. Beim TN-Netz wird ja der Nullleiter auch auf die Erdung geschalten. Muss ich beim Landstrom Anschluss an eine normale Steckdose vorab prüfen wo der Nulleiter ist? der Hersteller gibt darauf nur die Antwort: Zu dem Anschluss vom Landstrom. Ein CampingPlatz muss laut Vorschrift ein CEE Stecker haben. Da dort die Phasen vordefiniert sind. Alles andere wäre nicht zulässig.
Landstrom.jpg Genau wie In den Bild will ich das aufbauen. Handbuch dazu --> LinkDer ADAC sagt: Gerade kleinere Campingplätze in südeuropäischen Ländern wie Italien und Spanien besitzen häufig nur die normalen Schuko-Anschlüsse für 2 Pins. Wer häufig auf kleineren Campingplätzen, vor allem in Südeuropa unterwegs ist, sollte dennoch einen CEE-Adapter für Schuko-Anschlüsse
Danke für eure Hilfe
Marsu123 am 09 Okt 2025 06:32:09 CampFadi hat geschrieben: Muss ich beim Landstrom Anschluss an eine normale Steckdose vorab prüfen wo der Nulleiter ist?
Moin, nein musst du nicht. Wenn ich es richtig verstanden habe (bin kein Elektriker): Bei vertauschtem Nulleiter / Fase, löst der Fi lediglich minimal später aus. Wäre es wirklich so dramatisch ob Nulleiter rechts oder links in der Steckdose sind, hätte Deutschland längst eine Verordnung durchgedrückt das alle Haussteckdosen gegen verpolungssichere ausgetauscht werden müssen. Hat die Regierung aber nicht gemacht. Diese Verpolungssicheren Steckdosen habe ich bisher nur ab und an in Frankreich gesehen : 230Volt Verpolungssicher.jpg Grüße Ralf.
CampFadi am 09 Okt 2025 12:21:04 Hallo Ralf, Marsu123 hat geschrieben:Bei vertauschtem Nulleiter / Fase, löst der Fi lediglich minimal später aus. Wäre es wirklich so dramatisch ob Nulleiter rechts oder links in der Steckdose sind, hätte Deutschland längst eine Verordnung durchgedrückt das alle Haussteckdosen gegen verpolungssichere ausgetauscht werden müssen. Grüße Ralf.
Es Geht da um ein "TN" Netz wo eigentlich der Nullleiter und Erdung an einen Punkt zusamengeschlossen sind. TN-netz.jpg Wenn in diesen Netz der Nulleiter vertauscht wird ist der Stromtot vorprogramiert. Daher meine Frage: Wenn Wechselrichter mit Landstrom Anschluss (hat TN Netz mit FI und Sicherung am Ausgang) am Landstromeingang Phase und Nulleiter vertauscht sind negative Auswirkungen? Oder kann der Wechselrichter das erkennen und entsprechend reagieren. Oder muss ich einen selbst Test machen um es herauszufinden. vom Hersteller kommt leider nur: Kein CEE -> ist nicht erlaubt Tatsache ist aber ich hatte heuer schon 3 Campingplätze wo nur Normale Steckdosen sind
Marsu123 am 09 Okt 2025 12:31:01 CampFadi hat geschrieben: Es Geht da um ein "TN" Netz wo eigentlich der Nullleiter und Erdung an einen Punkt zusamengeschlossen sind.
Wenn in diesen Netz der Nulleiter vertauscht wird ist der Stromtot vorprogramiert.
Tatsache ist aber ich hatte heuer schon 3 Campingplätze wo nur Normale Steckdosen sind
Und da lagen überall Stromtote Leute herum ? Oder wie stelle ich mir das vor ? Ob da nu eine PEN Erdung ist oder eine Separate spielt auch nicht wirklich eine Rolle.... Mach dir keinen Kopp, das ist OK. Klappt ja auch mit Eurosteckern, die können nicht Verpolungssicher sein ;-) Eurostecker.jpg Grüße Ralf.
Marsu123 am 09 Okt 2025 12:59:34 CampFadi hat geschrieben: Es Geht da um ein "TN" Netz wo eigentlich der Nullleiter und Erdung an einen Punkt zusamengeschlossen sind.
Das ist dem FI- Schutzschalter egal (er löst im schlechtestem Fall minimal später aus, das tötet aber Niemanden). Der FI ist ein Personenschutz, der löst sofort aus wenn der Strom nicht so fließt wie es vorgesehen ist. Die Sicherungen sind Leitungsschutz, die lösen aus wenn die Amperzahl zu hoch geht ,das kann etwas dauern, da kann es übel werden wenn kein Fi eingebaut wurde. Einen Fi-Schutzschlter hast du aber verbaut. Also noch mal : alles gut. Grüße Ralf.
fschuen am 09 Okt 2025 13:55:34 CampFadi hat geschrieben:Der Wechsekrichter stellt schon ein TN Netz mit Fi und Sicherung zu Verfügung.
Kein WR stellt ein "TN-Netz" zur Verfügung, das ist immer isoliert (IT). Man kann das höchstens entsprechend umbauen, wenn man einen Anlagenerder hat. Geht also im heimischen Keller, aber nicht im Womo. Die Polung am Womo ist egal, dafür ist ein LS im N vorgeschrieben. Der FI ist eh symmetrisch. Solltest du selber was verbastelt haben, weil auf YouTube bekanntermassen ein paar Aussenseiter die seit 50 Jahren verbotene klassische Nullung empfehlen, dann sei versichert, dass das auf keinen Fall funktioniert. Je nach Polung haut es entweder den Landstrom-RCD raus oder du legst dir Saft auf die Karosse. Gruss Manfred
TrigonSP am 09 Okt 2025 21:22:47 fschuen hat geschrieben: Kein WR stellt ein "TN-Netz" zur Verfügung, das ist immer isoliert (IT). Man kann das höchstens entsprechend umbauen, wenn man einen Anlagenerder hat. Geht also im heimischen Keller, aber nicht im Womo.
Die Polung am Womo ist egal, dafür ist ein LS im N vorgeschrieben. Der FI ist eh symmetrisch.
Gruss Manfred
Ob der WR wirklich kein TN Netz bereitstellen kann ist abhängig von seiner internen Verschaltung, siehe Bild im Eingangspost, der Landstromanschluß bringt den Betriebserder bzw. als PE den Anlagenerder mit und wenn der im WR durchgeschleift wird, dann hat er (vielleicht) doch ein TN Netz, also ganz ausschließen würde ich das nicht. Die Polung bei , wenn es die bei Wechselspannung AC überhaupt eine gibt, ist völlig egal, weil es gibt erstmal keine, denn die Polarität wechselt 50 mal in der Sekunde gegenüber dem wie wir es kennen gleichbleibenden Polarität bei Gleichstrom DC. Und dann frage ich mich was Du beim FI mit symmetrisch meinst, Der Fehlerstromschutzschalter mißt über eine Spule den Strom der über L läuft und den Strom der über N läuft, ist die Summe Null, ist alles in Ordnung, ist die Differenz größer 30mA, dann löst er aus. Meinst Du das mit symmetrisch? Das was Du geschrieben hast mit der klassischen Nullung, da bin ich voll bei Dir und mit den omminösen YTlern ich glaube wir meinen zumindest den einen, da will ich lieber nichts weiter darüber sagen. Gruß Uwe
CampFadi am 10 Okt 2025 13:47:10 fschuen hat geschrieben:Kein WR stellt ein "TN-Netz" zur Verfügung, das ist immer isoliert (IT). Man kann das höchstens entsprechend umbauen, wenn man einen Anlagenerder hat. Geht also im heimischen Keller, aber nicht im Womo.
Die ECTIVE PRO-Serien schon Personenschutz im TN-Netz Wechselrichter der ECTIVE PRO-Serien stellen ein sogenanntes TN-Netz bereit. Dabei handelt es sich um ein „geerdetes System“ — der Sternpunkt des Systems ist per Betriebserder direkt geerdet und alle Körper der einzelnen Verbraucher sind mit dem Betriebserder (PE) verbunden.
Zitat aus Handbuch S14 Personenschutz.jpg daher kommt meine Frage. Wenn auf einen Campingplatz der ohne CEE Steckdosen ausgestattet ist L mit N vertauscht wird dann müste eigentlich sofort der FI vom Campingplatz fallen da ja dann L auf PE anliegt vorausgesetzt PE (Erde) ist auch richtig am Campingplatz angeschlossen. (die Anlagen ohne CEE sind so alt das man sich auf nichts verlassen kann :roll: ) und ob die Campingnachbarn das lustig finden ist eine andere Sache.
fschuen am 10 Okt 2025 14:58:12 Wenn das ernsthaft so im Handbuch steht, würde ich das zeitnah entsorgen. Einen Sternpunkt gibt es nur im Drehstromnetz, und einen Erder wirst du im Womo nicht finden. Folglich würde ich mal messen, wie es verschaltet ist. Wenn es als Ersatzstromgenerator gedacht ist und eine Erdung braucht, ist es für das Womo nicht geeignet.
Gruss Manfred
TrigonSP am 10 Okt 2025 15:06:18 Nein, er fliegt nicht, warum sollte er das tun. Der Außenleiter hat doch quasi auch eine Verbindung zum PE. Ein FI-Schutzschalter überwacht kontinuierlich den elektrischen Stromfluss in einem Stromkreis. Normalerweise fließt der Strom in einem geschlossenen Kreislauf vom Außenleiter (Phase) durch ein elektrisches Gerät und zurück über den Neutralleiter. Der FI-Schalter verwendet einen Summenstromwandler, um den ein- und ausgehenden Strom zu messen. Durch den Summenstromwandler führen je nach Polzahl zwei, drei oder vier Primärwicklungen. Sie sind konstruktiv so geführt, dass sich ihre Induktionswirkungen im fehlerfreien Zustand gegenseitig aufheben. Es wird kein magnetischer Fluss im Wandlerkern erzeugt und somit in der Sekundärwicklung auch keine Spannung induziert. Fließt nun ein Fehlerstrom über einen solchen unerwünschten Strompfad zurück zur Stromquelle, dann ist die Summe aller Ströme durch den Summenstromwandler nicht mehr null. Daraus resultiert ein magnetischer Fluss im Wandlerkern und induziert eine Spannung in der Sekundärwicklung. Der Sekundärstrom löst über den Haltemagnet-Auslöser ein Schaltschloss aus und schaltet den Stromkreis allpolig ab.
TrigonSP am 10 Okt 2025 15:13:46 fschuen hat geschrieben:Wenn das ernsthaft so im Handbuch steht, würde ich das zeitnah entsorgen. Einen Sternpunkt gibt es nur im Drehstromnetz, und einen Erder wirst du im Womo nicht finden. Folglich würde ich mal messen, wie es verschaltet ist. Wenn es als Ersatzstromgenerator gedacht ist und eine Erdung braucht, ist es für das Womo nicht geeignet.
Gruss Manfred
Schaue Dir mal S.12 und Seite 13 im Manual genau an. Der Link ist im Eröffnungsbeitrag. Der WR hat einen Landstromanschluß und diesen möchte der TE nutzen, warum weiß ich aber auch nicht. Gruß Uwe
BossHogg am 10 Okt 2025 15:46:55 Servus, der Sternpunkt kann auch der zentrale Verbindungspunkt an der Quelle sein. Der TE möchte wahrscheinlich die integrierte NVS nutzen. Hierzu muß er aber vor Zuschalten sicherstellen, daß der WR nicht verpolt ist.
Hannus am 10 Okt 2025 19:55:12 Im Wohnmobil kommen L, N, und PE vom Landanschluß getrennt an. Da es im Womo selber keine Verbindung zwischen den drei Leitern gibt, bzw. geben sollte, ist es vollkommen egal, ob L und N vertauscht sind. Dem FI ist es auch egal, wie rum der Strom ihn durchfließt. L und N vom Landstrom werden durch die Netzvorrangschaltung kpl. getrennt. Es ist also auch egal, welcher Anschluß vom Wechselrichter mit PE verbunden und damit zum PEN wird. Diese Verbindung darf es natürlich nur einmal geben. Egal ob im Wechselrichter oder dahinter. Man kann also auch hier keinen Stecker falsch rum reinstecken, der FI dahinter funktioniert immer. Wer`s nicht glaubt, einfach mal aufzeichnen.
bert am 10 Okt 2025 20:09:09 Marsu123 hat geschrieben:Das ist dem FI- Schutzschalter egal (er löst im schlechtestem Fall minimal später aus, das tötet aber Niemanden). Grüße Ralf.
Warum sollte der FI-Schalter später auslösen wenn L und N vertauscht sind? Dem Summenstromwandler ist das egal. Auch im schlechtesten Fall ist das nicht so.
CampFadi am 10 Okt 2025 22:19:30 Hallo, BossHogg hat geschrieben:Servus, der Sternpunkt kann auch der zentrale Verbindungspunkt an der Quelle sein. Der TE möchte wahrscheinlich die integrierte NVS nutzen. Hierzu muß er aber vor Zuschalten sicherstellen, daß der WR nicht verpolt ist.
Genau das ist der Punkt den ich meine. Ich werde befor ich den Landstrom anstecke prüfen wo die Phase liegt (Sicherheithalber) Und auch mal im Trockenlauf testen wie sich das wirklich auswirkt. Hannus hat geschrieben:L und N vom Landstrom werden durch die Netzvorrangschaltung kpl. getrennt. Es ist also auch egal, welcher Anschluß vom Wechselrichter mit PE verbunden und damit zum PEN wird. Diese Verbindung darf es natürlich nur einmal geben. Egal ob im Wechselrichter oder dahinter.
Ich hoffe das dass wirklich so ist. (durch die Netzvorrangschaltung kpl. getrennt)
fschuen am 11 Okt 2025 09:56:53 Hannus hat geschrieben:Es ist also auch egal, welcher Anschluß vom Wechselrichter mit PE verbunden und damit zum PEN wird. Diese Verbindung darf es natürlich nur einmal geben.
Im IT-Netz bleibt der erste Fehler folgenlos - das heisst aber nicht, dass es ihn geben darf. Ein IT-Netz mit Isolationsfehler ist gefährlich, daher muss er gefunden und behoben werden. Es darf also eine solche Verbindung nicht einmal geben, sondern genau keinmal. Das gilt erst recht, wenn man den Isolationsfehler hinter die NVS basteln will, weil die im WR eingebaut ist. Wer`s nicht glaubt, einfach mal aufzeichnen.
Genau. Gruss Manfred
Hannus am 11 Okt 2025 15:46:10 Es darf also eine solche Verbindung nicht einmal geben, sondern genau keinmal.
Solange du das IT Netzt des Wechselrichters behalten willst, hast du natürlich recht. Die FI verkaufende Industrie hat aber durchgesetzt, das sich auch hinter einem WR, ein TN Netz mit einem FI befinden muß. Und dafür braucht es diese (einmalige) Verbindung. Über Sinn und Unsinn dieser Empfehlung wurde schon genug gestritten. Mir ging es nur darum, das bei einer richtigen Installation es absolut keine Rolle spielt, wie rum ein Stecker gesteckt werden muß.
fschuen am 11 Okt 2025 16:15:09 Das ist schlichtweg falsch. Ein isolierter Generator - also ohne Erdung - macht immer ein IT-Netz, das ist keine Frage des Wollens. Es gibt keine Vorschriften für einen RCD hinter Wechselrichtern. Am Landstromeingang ist einer vorgeschrieben durch die 721. Und es gibt zahlreiche Vorschriften, erwa zum Berührungsschutz und einem potentialfreien Potentialausgleich, die diese Brückengeschichte aus schlecht informierten Bastlerkreisen verletzt. Ein Blick auf die Profis hilft da weiter, auf Baustellen, Schiffen usw gibt es auch Netze.
Gruss Manfred
BossHogg am 12 Okt 2025 06:42:49 Servus, der WR hat je nach Hersteller und dessen vorgesehener Verwendungsart mehrere mögliche Beschaltungsarten. Da aber eine Ausführung für den Hersteller wirtschaftlicher in der Produktion ist, dazu noch die meisten Anwendungsfälle durch die Art der Installation meist extern festgelegt werden, ist die isolierte Version am flexiblsten integrierbar. Die genaue Installation erfolgt nach Ländervorschrift was dazu führen kann, daß die Leiter in der Reihenfolge festgelegt werden (s. Schweizer Steckee, franz. Stecker) und der aktive Leiter benannt und eindeutig ist (L). Natürlich gibt es in den Ländervorschriften Angaben zum Personenschutz, eine gefährliche Berührungsspannung darf nicht entstehen und es sollen keine Brände entstehen. Schutzsysteme auf Basis der Auslösung einer Sicherung sind nicht ausreichend da Isolationsfehler schleichend entstehen, und nur bei gröberen Fehlern sofort größere Ströme fließen die zum Abschalten der Sicherung führen. Das Problem dabei ist, daß bei Übergangswiderständen u. U. nicht die zur sofortigen Sicherungsauslösung nötigen Stromstärken erreicht werden, gerade bei mobilen Installationen könnten sich Leitungen unbemerkt lösen oder Innenleiter durch Litzenbrüche Widerstände aufbauen, zusätzlich durch Widerstände in den Zuleitungen oder Versorgungspunkte unbekannten Zustands. Deswegen wurde u. A. die Vorschrift erstellt, daß alle Stromkreise mittels FI gegen Berührungsspannungen durch Defekte oder Fehler zusätzlich abzusichern sind. Das gilt für alle Stromquellen. Mobil ist hier der WR bekannt, dieser wird sekundärseitig entspr. beschalten. Bei kritischen Anwendungsfällen werden Maßnahmen zur Schutztrennung verwendet, bspw. Behälterbau mit Trenntrafos.
Leider gibt es hier im Forum selbsternannte Fachleute die die Hintergründe des Einsatzes von Fi sowie deren Grenzen nicht verstehen können oder wollen und gefährliches Halbwissen posten!
BossHogg am 12 Okt 2025 06:56:42 fschuen ist ein gutes Beispiel. Angenommen deine Badbeleuchtung 12V hat einen Masseschluß. Soweit kein Problem.
Allerdings hat man eine Verbindung im Ladegerät gegen PE und/oder jemand hat bei isoliertem Ladegerät den Batterie Minus auf PE "geerdet". Damit ist der erste Fehler vorhanden ohne es zu merken! Jetzt steht fschuen nach dem Duschen im nassen Bad und fönt die Haare mit dem WR als Quelle (nehmen wir an, das Gerät war schön billig, hat daher keine richtige galvanische Trennung). Jetzt fehlt nur der Kontakt mit irgendeinem Metallteil das mit dem Aufbau verbunden ist und ausreichend niederohmig ist, nachdem der defekte Fön einen Fehlerstrom von 200mA produziert und dem WR kein FI nachgeschaltet ist.
Hannus am 12 Okt 2025 08:58:14 In jedem Wohnmobil liegen PE und der Minusanschluß der 12V Verteilung immer gemeinsam auf Masse. Das passiert nicht mal aus Versehen. Nenne mir mal einen Wechselrichter, der per se keine galvanische Trennung zwischen 12V und 230V hat. Natürlich ohne nachträglich eingebaute Brücken. Deine Beispiele sind schon sehr an den Haaren herbeigezogen und wenig realistisch.
fschuen am 12 Okt 2025 10:29:09 Ach BH, dass ist ja überraschend richtig, was du schreibst. KI? Aber dann stosse ich auf BossHogg hat geschrieben:Deswegen wurde u. A. die Vorschrift erstellt, daß alle Stromkreise mittels FI gegen Berührungsspannungen durch Defekte oder Fehler zusätzlich abzusichern sind.
Wenn das so ist, dann nenn doch mal die Vorschrift. Wird es nicht geben, da professionell erstellte Inselnetze nicht so arbeiten, und ausserdem Schutzmassnahmen verlangt werden und keine Geräte. Aber nehmen wir mal an, es wäre so: dann rüstet man jede Steckdose mit RCD aus und fertig. Supersicher, funktioniert in jedem Netz, auch IT. Ist ja nix verkehrt am RCD, aber wenn man mehrere Geräte am selben RCD betreibt, hat man vergleichbare (geringe) Risiken wie bei mehreren Geräten im IT-Netz. Daher auch gelegentliches Stirnrunzeln über Mehrfachsteckdosen, die aber trotzdem noch voll erlaubt sind. Es ist allein das Brücken eines 230 V-Leiters gegen den Potentialausgleich, welches auch das Netz mit den 12 V-Netzen verbindet, was vorschriftenwidrig, gefährlich, aber auch vor allem so vollkommen sinnfrei ist, das es schon fast lustig ist. Aber eben nur fast, kann nämlich auch Unbeteiligte treffen. Einen Billig-RCD gekauft, und Zweifel, ob er funktioniert? Er hat dazu eine Prüftaste. Ist regelmässig zu prüfen. Gilt auch Markengeräte. Gruss Manfred
BossHogg am 12 Okt 2025 16:35:30 Servus, At Hannus Natürlich kommt es im worst case Fall zum Ausfall der Halbbrücke (Halbleiter durchlegiert, oder unterbrochen). Dann ist der Billig FI nutzlos weil er den auftretenden Gleichfehlerstrom nicht sicher detektieren kann!
At fschuen Genau das! Anstatt x FI in die Steckdosen zu stecken, verbaut man einen oder mehrere dort wo er notwendig ist, am WR Ausgang oder den Steckdosen des WR. Ist die Installation richtig beschalten, ist damit das Problem im Griff!
P.S. Die Auslegung der Elektroanlage muß auf den worst case Fall ausgelegt sein. Der wird dann sicher abgefangen. Die vorher auftretenden Zustände sind damit auch einkalkuliert und es passiert außer einer Abschaltung nicht viel. So soll es auch sein.
BossHogg am 12 Okt 2025 16:41:48 At Hannus, Jeder trafolose WR hat keine sichere Trennung, teils läuft ein Zweig der Gleichstromversorgung sozusagen als Potential mit (Spannung messbar zwischen beiden Leitern und Mittelkontakt) Das Problem entwickelt sich im Störungsfall!
TrigonSP am 12 Okt 2025 16:58:03 Bevor der Thread, der ja eigentlich wirklich interessant ist irgendwie in andere Richtungen geht, wäre es doch super beim Thema zu bleiben. Es geht ja um die Pro Serie von Ective und da wird behauptet, das die gegenüber ihren normalen Serie, ein TN Netz bereit stellt. Das Manual wurde ja schon im ersten Beitrag auch nachfolgend mit Bildern gezeigt. fschuen hat geschrieben: Kein WR stellt ein "TN-Netz" zur Verfügung, das ist immer isoliert (IT).
Gruss Manfred
und dann steht diese Behauptung dagegen. In dem Manual wird auch noch auf ein extra --> Link auf Seite 14 verwiesen, wo es genau um diese Thematik ja geht und auch die entsprechenden Normen. Wenn, dann wäre das doch die richtige Diskussionsgrundlage ob das jetzt Blödsinn ist oder nicht. Mir stellt sich jetzt eher die Frage, wo schließe ich welchen PE wo an. An G (zwischen 10 und 11 oder an 12 (Schutzerde) steht das näher in der Installationsanweisung ? Screenshot 2025-10-12 165143.jpg Gruß Uwe
bert am 12 Okt 2025 18:41:05 Denke die sind miteinander verbunden. Sicherheit bringt ein Multimeter.
Hannus am 12 Okt 2025 18:52:23 Da die beiden 230V Anschlußkabel ja auf jeden Fall Schutzleiter haben, kommen die natürlich an "G". Die Gehäusemasse kannst du mit der Fahrzeugmasse verbinden.
At BossHoog Ich kenne keinen trafolosen Wechselrichter, oder wie sollten aus 12V 230V werden. Daß du nur WR mit 50Hz Trafos kennst, bedeutet ja nicht, das die anderen trafolos sind.
Rockerbox am 12 Okt 2025 19:26:10 Hannus hat geschrieben:Ich kenne keinen trafolosen Wechselrichter, oder wie sollten aus 12V 230V werden. Daß du nur WR mit 50Hz Trafos kennst, bedeutet ja nicht, das die anderen trafolos sind.
Nur weil du keine trafolosen Wechselrichter kennst bedeutet das nicht, dass es keine gibt. Im Gegenteil, die meisten herkömmlichen Wechselrichter sind trafolos, zur Spannungswandlung braucht man nicht zwingend einen Trafo. Wechselrichter mit Trafo sind schwer(er) und teuer(rer) als trafolose.
TrigonSP am 12 Okt 2025 19:34:59 Ach, das ist doch einfach mit der H-Brückenschaltung siehe hier --> Link ist bei heutigen WR täglich Brot und ist egal ob 12, 24, 48 oder 600V DC ankommen. Hast halt keine galvanische Trennung, sollte aber auch nicht das Problem sein. Hannus, Dein Vorschlag mit "Da die beiden 230V Anschlußkabel ja auf jeden Fall Schutzleiter haben, kommen die natürlich an "G". Die Gehäusemasse kannst du mit der Fahrzeugmasse verbinden." könnte sogar plausibel klingen. Hier mal ein Blick in so einen Trafolosen Off Grid WR mit 1500 W von einem 48V Batterie System IMG_20251011_100438.jpg Gruß Uwe
fschuen am 12 Okt 2025 21:43:52 Danke für das Bild. Ein WR kann nicht irgendein Netz zur Verfügung stellen, da dies nicht nur von der internen, sondern auch von der externen Beschaltung abhängt. Für ein TN-Netz muss der "N" mit dem Anlagenerder verbunden werden. Und zwar separat vom PE, der auch am Anlagenerder hängt. Am PA oder PE darf nie was hängen. Das bisschen Kabel macht im Prinzip den Unterschied zur klassischen Nullung, die einfach zu viele Todesfälle verursacht hat.
Nun hast du keinen Anlagenerder im Womo, und damit ist eine fachgerechte Installation nicht wirklich möglich. Um aber die Kirche im Dorf zu lassen, kann man das Risiko auch differenzierter betrachten. Bei sauberer Installation, also grün-gelbes, ausreichend dickes Kabel vom WR-Erdungspol an die Sammelschiene, ist das zwar nicht so sicher wie eine einfache Schutztrennung, unter anderem wegen der Verbindung mit 12 V. Und ausserdem unnötig kompliziert, merkst du ja selbst. Die Haupt-Kritikpunkte an üblichen stümperhaften Brückenbasteleien greifen hier aber nicht: der PA/PE wird in Ruhe gelassen, es gibt keine Schukoverbindungen in der Installation, und der RCD ist im Gehäuse drin. Damit ist zumindest Fehlbedienung ausgeschlossen.
Also schön die Festanschlüsse benutzen, sauber installieren, und hinterher alles durchmessen. Ach so, zur Eingangsfrage: die "Polung" ist egal. Wenn die Phase beim Landstrom auf der falschen Seite ist, dann ist sie es auch auf den Steckdosen im Womo, und wechselt beim Umschalten auf den WR. Völlig wurscht, gibt bei Schuko eh keine Norm, wo die Phase ist.
Gruss Manfred
BossHogg am 13 Okt 2025 05:40:13 Hannus hat geschrieben: ..... At BossHoog Ich kenne keinen trafolosen Wechselrichter, oder wie sollten aus 12V 230V werden. Daß du nur WR mit 50Hz Trafos kennst, bedeutet ja nicht, das die anderen trafolos sind.
Ein Trafowechselrichter hat dieselbe Grundschaltung wie ein trafoloser WR, als letzte Stufe wird das erzeugte Sinussignal aber über den Trafo galvanisch getrennt, siehe Victron Multiplus.
BossHogg am 13 Okt 2025 05:47:09 Servus, At TrigonSP Der WR wird 230V seitigüber 10,11,12 angeschlossen. Wo ist der Niederspannungseingang?
Hannus am 13 Okt 2025 09:00:01 Ok, es gibt natürlich für PV Anlagen trafolose Wechselrichter. Aber da gelten auch andere Sicherheitskriterien. Ich bezog mich eigendlich nur auf die Wechselrichter, die hier in den Wohnmobilen verbaut werden und die haben immer einen Trenntrafo. Egal ob der jetzt mit 50Hz oder 20KHz läuft. Hier mal der eines Waeco2012. Ist natürlich nicht so`n Monster wie der 50Hz Trafo von Victron. Waeco Trafo.jpg
CampFadi am 13 Okt 2025 13:00:57 Hallo BossHogg hat geschrieben:Servus, At TrigonSP Der WR wird 230V seitigüber 10,11,12 angeschlossen. Wo ist der Niederspannungseingang?
der Landstrom anschluss ist 11+G der fürs WoMo ist 10+G der Niederspannungs Anschluss ist auf der anderen Seite 13+ u. 14- anschluss.jpg ich habe jetzt mal gemessen wenn die Sicherung 9 ein ist dann ist eine Verbindung von N10 zu N11 und L10 zu L11. der Test ist ohne angeschlossene Battarie die bekomme ich erst. Ohne 12V ist keine Verbindung zwischen N und G das heißt dass, wenn die Bat leer ist wird das Netz vom Campingplatz duchgeschliffen. (kein Problem wenn L und N vertauscht sind) 10G, 11G sind permanent zu 12 verbunden. mal abwarten bis ich die Bat habe da müsste dann im Wechselrichterbetrieb N10 zu G10/12 verbunden sein. (TN Netz) solange kein Landstrom anliegt an 11GLN.
bert am 13 Okt 2025 16:56:15 Dann hat sich mein obiger Verdacht bestätigt mit der Verbindung zwischen Klemme G und 12. Alles andere würde auch keinen Sinn machen.
TrigonSP am 13 Okt 2025 17:52:12 Dann müßte bei Steckdose 2 der PE Anschluß auch eine Verbindung haben zu G und 12
CampFadi am 13 Okt 2025 18:02:48 TrigonSP hat geschrieben:Dann müßte bei Steckdose 2 der PE Anschluß auch eine Verbindung haben zu G und 12
Ja ist so
TrigonSP am 13 Okt 2025 18:36:22 fschuen hat geschrieben:...
Nun hast du keinen Anlagenerder im Womo, und damit ist eine fachgerechte Installation nicht wirklich möglich. Um aber die Kirche im Dorf zu lassen, ....
Gruss Manfred
Genau. So sehe ich das auch. Und trotzdem funktioniert es. Gruß Uwe
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