landmesser am 05 Mär 2026 00:08:53
Moin allerseits,
ein paar Anmerkungen von mir und auch neue Überlegungen:
- Nicht die Not ist groß, sondern die Gelegenheit. Italien ist ein genauso reiches Land wie Deutschland. Assisi ist zur Zeit massiv von Pilgern besucht, der Leichnam wird zum ersten Mal seit 800 Jahren ausgestellt. Sonst wäre ich da auch nicht hingefahren.
- Einfach weiterfahren geht nicht. Wenn wirklich etwas war, wäre das nach deutschem Recht zumindest Fahrerflucht. Straftat mit Strafe und Führerscheinentzug. Dürfte in allen Ländern ähnlich sein.
- Also, nur weiterfahren, bis man Öffentlichkeit herstellen kann. Viele Leute, die zugucken. Autobahntankstelle, da ist Dauervideoüberwachung. Bei mir vor einem großen Kaufhaus mit vielen Leuten.
- Und dann Türen zu und abwarten und dokumentieren. Verbrecher scheuen Öffentlichkeit. Wenn wirklich etwas war, kann er die Polizei rufen - da bist du in Sicherheit. Nicht als erster aussteigen, schon gar nicht als Alleinfahrer.
- Photos und Anzeigen: Das sind Profis. Der ist die ganze Zeit auf der Autobahn hinter mir geblieben. Ich habe ein Bild von einem weissen Auto, wo das Gesicht des Fahrers hinter der Sonnenblende ist. Selbst keinen Schaden. Selbst in Deutschland ohne Sprachprobleme wäre eine Anzeige witzlos. Im Ausland auf einem Revier zu sitzen und auf einen Übersetzer warten, nein Danke. Habe ich in Deutschland in Notfällen selbst gemacht, den Übersetzer. Nein danke. Mir ist bewusst, wie dumm sowas laufen kann.
- Was ich in Deutschland (England, Frankreich) sicher machen würde: 112 wählen. Langsam fahren und auf die Polizei warten. In Italien sind meine Sprachkenntnisse nicht gut genug.
Damit genug zu dem Thema. Jeder ist gewarnt. Um mehr gings nicht.
Viele Grüße und möget ihr von sowas verschont bleiben
pace et bene
landmesser