rtiker am 04 Apr 2026 16:28:15 Mit dem neuen Wehrdienstgesetz müssen sich grundsätzlich alle Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren Auslandsaufenthalte von mehr als drei Monaten von der Bundeswehr genehmigen lassen. Diese Änderung des Wehrpflichtgesetzes (WPflG) , die mehrere Millionen Männer in Deutschland betrifft, ist am 1. Januar relativ unbemerkt in Kraft getreten und wurde öffentlich kaum diskutiert.
Mich betrifft das GsD nicht (Gnade der frühen Geburt :mrgreen:)
Diejenigen die davon betroffen sind finden entsprechende Informationen im Netz oder fragen beim Kreiswehrersatzamt nach
ulimm am 04 Apr 2026 16:42:09 Oder sie üben zivilen Ungehorsam und ignorieren den Schei**
Russel am 04 Apr 2026 16:48:18 Die sollen mal alle unter 45 kontrollieren…..
hampshire am 04 Apr 2026 17:01:18 rtiker hat geschrieben:Mit dem neuen Wehrdienstgesetz müssen sich grundsätzlich alle Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren Auslandsaufenthalte von mehr als drei Monaten von der Bundeswehr genehmigen lassen.
Das klingt etwas verkürzt und verursacht mehr Aufregung als nötig. Es geht hier aus meiner Sicht um einen Formalakt. Generell ist keine Genehmigungserteilung vonnöten bevor man reist. Nur wenn jemand zur Wehrpflicht bereits eingezogen ist, braucht diese Person eine Genehmigung. Die Verordnung ähnelt dem, was wir in den 70igern und 80igern schon mal hatten. Es ist ein Werkzeug der Wehrüberwachung, bei der es darum geht zu ermitteln, wer wann und wo verfügbar ist. Es ermöglicht datenschutzkonforme Informationskoordination zwischen Meldeamt und Bundeswehr. Letztlich geht es auch um eine Antwortpflicht. Wenn jemand nicht antworten muss, dann kann auch niemand "aktiviert" werden. Meine Haltung dazu ist: Hier wurde eine Grundlage wieder eingesetzt, die eine früher für nicht mehr notwendig erachtete Mobilisierung im Ernstfall gewährleisten zu können. Einerseits ist das beunruhigend, da es zeigt, wie viel ernster die politische Lage einzuschätzen ist, andererseits ist es ein Zeichen dafür, dass der Vorwurf, dass nicht passiere, in Detail ungerechtfertigter ist, als er pauschal erst einmal erscheint. Praktisch: Ich bin mal gespannt, wie viele Männer in der Altersgruppe dieses Gesetz überhaupt kennen. Meine Söhne sicher nicht - und ich werde denen das auch nicht unter die Nase reiben, da mir diese Regelung nicht behagt. rtiker hat geschrieben:Diese Änderung des Wehrpflichtgesetzes (WPflG) , die mehrere Millionen Männer in Deutschland betrifft, ist am 1. Januar relativ unbemerkt in Kraft getreten und wurde öffentlich kaum diskutiert.
Das ist eben so, wenn sich Menschen für Politik nicht mehr ernsthaft interessieren und es ihnen zu anstrengend ist, sich mit komplexer Thematik auseinander zu setzen. Das Gesetz wurde 2024 noch unter der "Ampel"-Koalition beschlossen und ging im selben Jahr durch den Bundesrat. Es war ein "Superwahljahr" In dieser Zeit waren Nachrichten gefragt, die die Uneinigkeit der Koalitionspartner in den Fokus stellen. Was an Umsetzung funktionierte störte da die Jagd auf das Regierungsende. Dazu kommt, dass mittlerweile algorithmusgesteuerte kurze Videos in sozialen Medien meinungsbildend sind und nicht mehr wie 10 und mehr Jahre zuvor die Parteien und Presse. In dieser kulturellen Veränderung ist vergleichsweise anstrengend geworden, sich mit Information aus erster Hand zu informieren.
ulimm am 04 Apr 2026 17:25:35 hampshire hat geschrieben:. Einerseits ist das beunruhigend, da es zeigt, wie viel ernster die politische Lage einzuschätzen ist,
Nunja, vielleicht eher wie unsere Regierigen und die sog. Geheimdienste uns die die Lage verkaufen wollen. Die machen genau dasselbe wie Influencer, nur koordinierter und mit mehr Druck (und das gilt für alle Parteien). Stichwort Kriegsertüchtigung. Aber wie war das mit den sich selbst erfüllenden Prophezeiungen? Wenns kommt dann heftig.
binsofrei am 04 Apr 2026 17:50:01 rtiker hat geschrieben:fragen beim Kreiswehrersatzamt nach
Ich glaube, das heißt jetzt Karriere Center...
Trouw am 04 Apr 2026 17:58:48 hampshire hat geschrieben:waren Nachrichten gefragt, die die Uneinigkeit der Koalitionspartner in den Fokus stellen. Was an Umsetzung funktionierte störte da die Jagd auf das Regierungsende.
Genau so ist es auch heute noch. Es beginnt damit, dass die Medien eine Diskussion unter Koalitionspartner Streit nennen. Damit muss man sich dann nicht mehr mit der Sache an sich beschäftigen, sondern reduziert das Ganze auf Streit. Wobei ich den Verdacht habe, dass die Journalisten die Komplexibilität der politischen Arbeit auch nicht mehr verstehen. Aber von Streit verstehen sie was, dafür muss man nicht intelligent sein. Das ist das, was viele Menschen draußen verstehen und läßt sich somit auch besser verkaufen. Übrigens ist die BILD immer noch die auflagenstärkste Zeitschrift in Deutschland. Tja. und politische Erfolge stören die Auflage, weil man sich darüber halt nicht aufregen kann. Und dann gibt es noch die, die diese allgemeine Geisteshaltung gerne aufgreifen und bedienen und das fernab von jedem belastbaren Lösungsvorschlag.
Idurz am 04 Apr 2026 18:36:09 Es beginnt damit, dass die Medien eine Diskussion unter Koalitionspartner Streit nennen. Damit muss man sich dann nicht mehr mit der Sache an sich beschäftigen, sondern reduziert das Ganze auf Streit. Wobei ich den Verdacht habe, dass die Journalisten die Komplexibilität der politischen Arbeit auch nicht mehr verstehen.
"Koalitionsstreit" als Aufhänger für die Lacher der leichtgewichtigen Moderatoren auf dem Sofa - speziell beim ARD-(WDR) Morgenmagazin... Zum Thema: In den Siebziger-/Achtzigern musste ich mir als Soldat noch die Fahrt auf der Transitstrecke durch die "neuen Bundesländer" genehmigen lassen.
ulimm am 04 Apr 2026 18:49:46 Damals waren es noch keine "neuen Bundesländer", und hat mich auch da als Soldat schon nicht interessiert. Wenn ich am Wochenende nach Berlin fuhr war es spontan mit Kumpels, da war keine Zeit eine Erlaubnis einzuholen. so what
hampshire am 04 Apr 2026 19:18:33 ulimm hat geschrieben:Nunja, vielleicht eher wie unsere Regierigen und die sog. Geheimdienste uns die die Lage verkaufen wollen. Die machen genau dasselbe wie Influencer, nur koordinierter und mit mehr Druck (und das gilt für alle Parteien).
Das beschreibt ziemlich gut den Kern einer Vertrauenskrise in die Akteure. Es gibt unter in der Summe transparenten Regeln veröffentliche Information aus erster Hand. Die ist leider oft etwas mühsam zu finden. Die Orientierung an Selbstveröffentlichern, die gut Algorithmen spielen können eine Lösung sein könnte, ist für mich keine Alternative. Die öffentlichen Akteure unterliegen in einer Demokratie immerhin noch etwas strengeren Regeln. Die Vertrauenskrise lässt auch mich nicht kalt. Daher engagiere ich mich selbst wieder stärker im demokratischen Prozess, statt alles für mich regeln zu lassen und nur ab und an wählen zu gehen. Es ist sicher nicht der einzige Weg einen Umgang zu finden.
Ahorne7500 am 04 Apr 2026 19:44:24 Hallo,
Das alles, worüber wir (ich auch!) uns aufregen oder streiten, sind nun mal die (wichtigen!) Nachteile der Demokratie.
Jeder(!!!) möchte, das Alles so läuft, wie er/sie selbst meint. Dadurch gibt es Streit und Diskussion über viele Themen. Oft wird es auch übertrieben.
Frage wäre es euch lieber, bei uns in D würde jemand - einfach so - über irgendetwas endgültig bestimmen? Etwas wird plötzlich bestimmt, von einer einzelnen oder einer Hand voll Personen. Ohne Diskussion Geschwindigkeitsbegrenzung auf AB, Kfz-Steuer, Treibstoffsteuer, Bürgergeld, Krankenkassenbeiträge, (Erlaubte) Homosexualität, UNeingeschränktes Internet für Alle, Pressefreiheit, Demonstrationsfreiheit, Meinungsfreiheit ... Quasi wie bei Putix oder Xrban oder inzwischen in AmiLand.
Würdet ihr das toll finden?
Das ist der Preis der Demokratie, das ist aber auch UNSERE FREIHEIT.
Denkt einfach mal drüber nach.
Ich will keine politische Diskusion, die ist hier nicht erlaubt !!!
Mir geht es nur um einen Denkanstoss. .
Russel am 04 Apr 2026 19:54:23 Ahorne7500 hat geschrieben:Frage wäre es euch lieber, bei uns in D würde jemand - einfach so - über irgendetwas endgültig bestimmen? Etwas wird plötzlich bestimmt, von einer einzelnen oder einer Hand voll Personen. Ohne Diskussion .
Bei der Diätenerhöhung wurde ich nicht gefragt…
MilesandMore am 04 Apr 2026 20:04:06 War doch schon immer so. Deswegen sind ja so viele nicht mehr vom Zigaretten holen zurück gekommen. :mrgreen:
BOWO am 04 Apr 2026 20:18:43 Die klassischen Kreiswehrersatzämter wurden 2012 aufgelöst. Im Zuge einer neuen Wehrpflicht ab 2026/2027 werden Personalstrukturdaten nun primär durch das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr verarbeitet. Es ist erschreckend wie wir immer mehr in eine DDR 2.o schliddern. Erst die Internetzensur, dann der § 188StGB "Majestätsbeleidigung" wieder eingeführt da die Politiker nicht mit dem normalen Recht (Beleidigung, Verleumdung) zufrieden waren. Jetzt Ausreiseüberwachungen. Wann kriegen wir wieder Grenzzäune und Mauern um "Republikflucht" zu unterbinden. Es ist zum :cry: Kein Wunder wenn die nur noch mit einer Brandmauer sich an der Macht halten.
deacheapa am 04 Apr 2026 21:33:03 BOWO hat geschrieben:Es ist erschreckend wie wir immer mehr in eine DDR 2.0 schliddern.
Schau Dir die medial gesteuerten Lemminge an, die wollen das so. :mrgreen: In Sachen Wehrdienst/Wehrpflicht, ist schon bezeichnend das gerade die die sich selber drückten, inzwischen meist dafür plädieren. :mrgreen:
RaGu am 04 Apr 2026 21:53:53 BOWO hat geschrieben:...wie wir immer mehr in eine DDR 2.o schliddern. Erst die Internetzensur, dann der § 188StGB "Majestätsbeleidigung" ..... Jetzt Ausreiseüberwachungen. Wann kriegen wir wieder Grenzzäune und Mauern um "Republikflucht" zu unterbinden. Es ist .... Kein Wunder wenn die nur noch mit einer Brandmauer sich an der Macht halten.
Ein m.E. typische "Blauzi Geschwätz" mit ausschlieslich Halbwahrheiten, rein zur Stimmungsmache. Fakten: 1. § 188 StGB schützt Kommunalpolitiker vor Hetze, nicht vor Kritik. Wer das nicht unterscheiden kann, will meistens beleidigen, nicht diskutieren. 2. Ausreiseüberwachungen" Wir haben Schengen. Wenn kontrolliert wird, dann meist, um illegale Migration oder Kriminalität zu stoppen, oft sogar auf Druck der Parteien, die du hier verteidigst. 3. Brandmauer: Eine Brandmauer schützt ein Haus vor dem Übergreifen eines Feuers. In der Demokratie ist sie der Selbstschutz gegen Kräfte, die das System von innen aushöhlen wollen. Der Vergleich Deutschlands mit der DDR ist historisch falsch und verharmlost eine echte Diktatur. In unserem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat gibt es freie Wahlen, unabhängige Gerichte, eine freie Presse und das Recht, die Regierung offen zu kritisieren. Dass jemand öffentlich "DDR 2.0“ behaupten kann, ohne Repression zu fürchten, zeigt bereits, dass dieser Vergleich nicht trägt. Vielleicht weniger Telegram-Kanäle lesen und mehr die echte Freiheit auf der Straße genießen.
vx2200 am 05 Apr 2026 09:06:59 Danke RAGU!
Leider sind unsere Blauzis faktenresistent.
PilsPaul am 05 Apr 2026 09:43:29 Fakten: 1. § 188 StGB schützt Kommunalpolitiker vor Hetze, nicht vor Kritik. Wer das nicht unterscheiden kann, will meistens beleidigen, nicht diskutieren.
2. Ausreiseüberwachungen" Wir haben Schengen. Wenn kontrolliert wird, dann meist, um illegale Migration oder Kriminalität zu stoppen, oft sogar auf Druck der Parteien, die du hier verteidigst.
3. Brandmauer: Eine Brandmauer schützt ein Haus vor dem Übergreifen eines Feuers. In der Demokratie ist sie der Selbstschutz gegen Kräfte, die das System von innen aushöhlen wollen.
Der Vergleich Deutschlands mit der DDR ist historisch falsch und verharmlost eine echte Diktatur. In unserem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat gibt es freie Wahlen, unabhängige Gerichte, eine freie Presse und das Recht, die Regierung offen zu kritisieren. Dass jemand öffentlich "DDR 2.0“ behaupten kann, ohne Repression zu fürchten, zeigt bereits, dass dieser Vergleich nicht trägt.
Vielleicht weniger Telegram-Kanäle lesen und mehr die echte Freiheit auf der Straße genießen.[/quote]
Von mir ein Danke dafür!!!
BikeAir am 05 Apr 2026 10:03:14 rtiker hat geschrieben:Mit dem neuen Wehrdienstgesetz müssen sich grundsätzlich alle Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren Auslandsaufenthalte von mehr als drei Monaten von der Bundeswehr genehmigen lassen. Diese Änderung des Wehrpflichtgesetzes ..., ist am 1. Januar relativ unbemerkt in Kraft getreten und wurde öffentlich kaum diskutiert.
Die Regelung gab es früher schon zu Zeiten des "Kalten Krieges", oder in Krisenzeiten hat aber damals auch niemand gewußt und auch niemanden interessiert. Nun gilt es dauerhaft, weiß aber auch kaum jemand und interessiert auch weiterhin niemanden - wen interessiert es also, ob und wann in China ein Sack Reis umfällt :lol: Grüße
Administrator am 05 Apr 2026 10:09:37
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