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Bei Reifenwechsel Radbolzen einfetten !?!?


Gast am 07 Apr 2004 21:41:39

Hallo,

ich hätte gerne Eure Meinung zu folgendem Thema:
Beim Wechsel von Winter- auf Sommerreifen stellte ich fest, dass meine Radbolzen sehr schwer zu lösen waren. Bis fast zum letzten Gewindegang musste ich mit Schlüssel arbeiten. Ich habe von Kollegen unterschiedliche Meinungen gehört, von "etwas einfetten" bis "auf keinen Fall einfetten oder bist du Lebensmüde".
Wie ist Eure Meinung, oder besser gefragt: wie ist es richtig?

Udo
(Habe die Radbolzen erst mal nicht gefettet)

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Gast am 07 Apr 2004 21:54:33

Udo,
freundliche Gegenfrage: sollen wir die Bremsen auch einfetten? :twisted:

europeo am 07 Apr 2004 22:16:03

"auf keinen Fall einfetten oder bist du Lebensmüde" ist die richtige Antwort!

europeo

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Gast am 07 Apr 2004 22:22:07

europeo,
da kann ich Dir nur zustimmen. :)

Da hast Du sehr sauber geantwortet. :)

Mickie am 07 Apr 2004 22:29:54

nienicht fetten, kann tötlich sein :eek:

Besser drehen bis der Arzt kommt.

Oloeschi am 07 Apr 2004 23:33:43

Es gibt speziell dafür eine Kupferpaste.Mußt mal beim Reifenhändler danach fragen.Vielleicht gibt er dir etwas,für ein paar Extras in die Kaffeekasse.Hatte bei meinem damaligen PKW das selbe Problem.Die Felgen waren so festgebacken.Danach nicht mehr.Es wird nur hauchdünn aufgetragen.

Gast am 07 Apr 2004 23:44:37

hallo udo,
ich stimme olaf zu, die kupferpaste ist super und speziell für sich erwärmende teile wie z.b. bremssättel konzipiert. die läuft auch nicht weg wenn das ganze mal richtig heiss wird... wir haben schon zu meiner mechanikerzeit jeweils die radnaben und radbolzen mit eingeschmiert, damit die alufelgen nicht mit der radnabe zusammenbacken. frag doch mal in einem kfz - betrieb nach, vielleicht geben die dir einen sprühdosendeckel voll ab... reicht dann ewig!

grüsse, dani

Jagstcamp-Widdern am 08 Apr 2004 08:13:43

hallo,

wenn man keine kupferpaste findet, kann man genausogut graphitpaste nehmen.

bunte eier wünscht
hartmut :D

Lucky am 08 Apr 2004 08:14:08

Hallo Udo,

es gibt eine sogenannte " Anti-Seize-Paste" z.B. bei Trost, Stahlgruber, usw.

Das ist das Beste das ich kenne, benutze ich seit 15 Jahren - noch nie Probleme!!! Wird wie Kupferpaste dünn aufgetragen - fertig. :) Braucht man auch nie wiederholen - hält ewig, und die Radbolzen lassen sich gut lösen.

Viele

Jürgen

Gast am 08 Apr 2004 10:12:05

Hallo,

danke für die vielen Tips, der Trend geht also zum "leichten einfetten"
mit Kupferpaste, Graphitpaste oder ähnliches.

Udo

Pijpop am 08 Apr 2004 14:37:37

Nichts geht über Kupferpaste - Radbolzen, aber auch die Felgeninnenseite
dort wo sie an der Radnabe aufliegt. Ab und zu kann man beobachten wie
festgerostete Felgen per Hammer gelöst werden müssen.

Für alle bei denen das Reserverad unten am Wagen befestigt ist: Kupferpaste auf die Gewindebolzen und Ihr kriegt die Schrauben auch auf
wenn Ihr das Reserverad brauchen solltet.

Pijpop

dl3ro am 08 Apr 2004 16:56:18

hallo,
und wo bleibt die drahtbürste??
na ich denke wenn die bolzen so schwer raus gingen ...alle... dann gingen sie auch schwer rein vorher??! kupferpaste und graphit ok . Aber das gewinde gängig machen, denke ich ist wichtig.
Und wie ist es mit nachziehen nach 100 km??? Und ab und zu auch mal so eine kontrolle ??? schadet bestimmt nichts. Dann überholt einem auch nicht das eigene rad!!!
mfg hans

Jambo45 am 08 Apr 2004 20:29:07

Hallo Hans,
genau richtig was du sagst. Bei all den schlauen Ratschlägen solte man vielleicht mal die Gründe für das nicht Fetten und das Saubermachen erläutern. Mir wurde das so erklärt:

also: Radbolzen und -muttern nehmen Dreck und Wasser auf und rosten.
Folge: Gewinde ist schwergängig. Einerseits muss man mehr ackern beim Schrauben, andererseits muss auch der Drehmomentschlüssel beim Nachziehen die höhere Kraft zusätzlich überwinden und löst zu früh aus, wenn die Schraube in Wirklichkeit noch nicht fest genug angezogen ist.
Genau das ist auch der Grund, warum man immer nach 50 - 100 km nochmal nachziehen muss. Es sei denn, man hat die Reifen professionell montieren lassen, die Schlagschrauber vibrieren so stark, dass da kein Spiel mehr ist.

Fettet man die Bolzen, stimmt zwar das Drehmoment, aber der Reibungsbeiwert ist bei geschmiertem Gewinde zu klein, die Schraube kann sich im Fahrbetrieb lösen und dann fliegt das Rad ab.
Ich weiß jetzt aber nicht, wieso das mit Kupferpaste und Graphit nicht passiert.

Richtig ist auf jeden FAll: Drahtbürste raus und damit das Gewinde gründlich sauber schrubben. Das Gewinde dreht ausreichend leicht und hält bei vorgegebenem Drehmoment auf jeden Fall fest.

A Propos Kupferpaste: am nützlichsten ist die bei der Auspuffmontage. Schmiert man Verbindungsteile und Schellen vom neuen Auspuff damit ein, kriegt man sie auch noch nach Jahren, nämlich beim nächsten Wechsel, ganz leicht wieder los.



Jambo

Christian Schifferle am 13 Apr 2004 17:39:30

Also ich trage seit vielen Jahren bei jedem Radwechsel auf all meinen Fahrzeugen Kupferpaste auf die Gewinde der Radschrauben auf und bei mir hat sich noch keine Schraube gelöst. Im Gegenteil, das Anziehdrehmoment kann viel genauer eingehalten werden wenn die Bolzen gefettet sind.
Ganz ohne Schmiere läufst du Gefahr, dass sich Mutter und Schraube gegenseitig festfressen. Dann hast du definitiv ein grösseres Problem.

Christian

peterhubertus am 01 Sep 2004 14:29:44

Christian Schifferle hat geschrieben:Also ich trage seit vielen Jahren bei jedem Radwechsel auf all meinen Fahrzeugen Kupferpaste auf die Gewinde der Radschrauben auf und bei mir hat sich noch keine Schraube gelöst. Im Gegenteil, das Anziehdrehmoment kann viel genauer eingehalten werden wenn die Bolzen gefettet sind.
Ganz ohne Schmiere läufst du Gefahr, dass sich Mutter und Schraube gegenseitig festfressen. Dann hast du definitiv ein grösseres Problem.

Christian


Dann muesste aber auch ein Anziehmoment bei Benutzung von Kupferpaste angegeben sein. Das ist m.W. aber nicht der Fall, oder?

Und noch 'ne Bemerkung zu einem Beitrag etwas weiter oben: Dass man bei Anziehen durch Schlagschrauber in der Reifenwerkstatt nicht nach 100km nachziehen muss, ist m.M. nach ein Geruecht. Im Allgemeinen gibt's da doch immer einen Hinweis, nach 100km nochmal vorbeizuschauen zum Nachziehen. Und sei es nur, um sich als Werkstatt abzusichern.

Und zu guter Letzt: Mit Kupferpaste (hauchduenn genuegt, ist KEIN Fett !!), habe ich immer nur gute Erfahrungen gemacht. Kommt bei mir ueberall drauf, wo Hitze und/oder Schmutz einwirken.

Gut Kupfer, Peter

obiwan am 14 Sep 2004 01:31:26

Hi Leute
T´SCHULDIGUNG DASS ICH MICH DA EINMISCHE ABER DAS MIT DER GEGAHR DES EINFETTENS DER rADBOLZEN KANN ICH SO NICHT STEHEN LASSEN:
WENN DIE RÄDER MIT DEM NÖTIGEN dREHMOMENT ANGEZOGEN SIND KÖNNEN DIE EINGEFETTET SEIN WIE DIE WOLLEN LÖSEN WERDEN DIE SICH GANZ GEWISS NICHT(ICH MONTIERE SEIT 22j REIFEN)
wARUM MAN KEIN fETT AUF DIE bOLZEN MACHEN SOLL IST GANZ EINFACH
dIE rÄDER WERDEN BEIM bETRIEB RECHT WARM PASSSTRASSE RUNTERFAHREN ANHALTEN HAND DRANNHALTEN ;BRANDBLASE Autsch!
dABEI VERBRENNT DAS FETT UND WIRD ZU EINER KOHLEÄHNLICHEN SUBSTANZ DIE SELBST DAS BESTE lOCTIDE IN DEN sCHATTEN STELLT:
aLSO WIR HATTEN DA SCHON EINIGE DIE WIR ERST NACH EINSATZ VON SCHWEREM GERÄT HERUNTERBEKAMEN

nur mal so am Rande

an alle Busfahrer

Jambo45 am 19 Sep 2004 17:58:25

Hi Obiwan,

danke für diese Erleuchtung! da ist man jahrelang felsenfest von etwas überzeugt, was vor Jahrenden als Wahrheit aufgetischt bekam, verkauft das auch noch im tiefsten Brustton der Überzeugung als Lebensweisheit und muss plötzlich einsehen, dass das alles Murks war.
Dein Hinweis erklärt, warum Graphit und CU-Paste funktionieren, nicht aber normales Fett; da war ich ja von selbst schon stutzig geworden.

Fazit der Diskussion: Gewinde gründlich säubern (Drahtbürste), gern mit etwas hitzebeständigem Schmiermittel als Korrosionsschutz behandeln (CU-Paste u.ä.), dann sorgfältig mit richtigem Drehmoment anziehen und nach 50 - 100 km noch mal nachfassen.

Richtig so??



Jambo

smardy am 19 Sep 2004 22:09:26

ein Hauch Sprühöl auf dem Gewinde ist auch geeignet.

Gast am 14 Nov 2004 11:51:40

Da ich sowieso einen Winterreifen auf eine gebrauchte Felge umbauen lassen musste, habe ich mich nach einer Werkstatt umgeschaut. Die Fiat-Vertragswerkstatt an meinem Wohnort Darmstadt kannte ich schon -- und mein Eindruck war, dass das Schnarchnasen sind.

Ich bin jetzt in Gross-Gerau fündig geworden:

Autohaus Melchior
Dornheimer Str. 17-19
64521 Groß-Gerau
--> Link
Tel: 06152/18030

Der Laden hat einen überwiegend guten Eindruck gemacht, der Ausführende (Herr Niederäcker) war sehr engagiert (auch wenn die mit meinem kleinen Auftrag wohl noch nicht mal die Heizungskosten der Werkstatt für den Tag finanzieren konnten).

Naja, den Luftdruck hätten sie besser einstellen können -- aber bei der Werkstatt werde ich wieder landen. Abgesehen davon, dass ich am liebsten jede Werkstatt vermeiden möchte. ;)

-Frank

PS. Wäre eine Rubrik wie "Werkstatttips" nicht sinnvoll?

Waldi am 14 Nov 2004 12:04:49

Tag zusammen
Ich war vergangene Woche beim Reifenhändler die Reifen am Wagen
meines Sohnes wechseln zu lassen,die Alufelgen waren waren wie
festgebacken an den Bremsscheiben es kam auch der Vorschlaghammer
zum einsatz,anschließen wurde alles mit CU Paste bestrichen und gut
ist.Cu Paste verwende ich auch beim Auspuffwechsel wie schon erwähnt.
Waldi

carlosb am 15 Nov 2004 23:44:50

Hallo,

Cu-Paste hin oder her mit wie viel Drehmoment müssen die Bolzen beim Duc 18
bei 215/75-16 Reifen denn angezogen werden
Mit freundlichen n
carlosb

Nasenbär am 16 Nov 2004 00:06:18

carlosb hat geschrieben:Hallo,

Cu-Paste hin oder her mit wie viel Drehmoment müssen die Bolzen beim Duc 18
bei 215/75-16 Reifen denn angezogen werden
Mit freundlichen n
carlosb


Hallo
Das Anzugsdrehmoment bei Stahlfelgen ist 160 bis 180 NM.(Quelle: Jetzt helfe ich mir selbst, Ducato) Radmuttern dürfen nicht gefettet werden, weil der Konus einen bestimmten Reibwert haben muss. Ohne diesen können sich die Radmuttern lösen. Die Gewinde müssen sich ganz leicht andrehen lassen, also entrosten, da sonst das Anzugsdrehmoment verfälscht wird. Auch Öl/ Fett verfälschen das Ergebnis. Ob Kupferpaste eingearbeitet mit der Drahtbürste was ausmacht, weiss ich nicht. Ich mache seit zig Jahren nichts drauf.
Die Praxis bei den Reifenmonteuren, die Räder mit Schlagschrauber viel zu fest zuziehen und dann mit dem Dremo nachzuziehen beobachte ich immer wieder. ( Knackt sofort und dann noch ein Stück :roll: )

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