Hallo Zusammen,
sind wieder da. Hier nun der Reisebericht:
Womotour Kroatien und Italien
Fahrt
Gesamtfahrstrecke ohne Fähre 4.735 km
Anfahrt über Österreich und Karawankentunnel durch Slowenien
Mittwoch 19.05.04
Nach fast 20stündiger Fahrt (incl. 3 Stunden Schlafpause) und großer Pause in Österreich sind wir gegen Abend in Opatja angekommen. Der Campingplatz „Medjeva“ im Ortsteil Icici ist eine einzige Baustelle. Die Sanitäranlagen sind zum Teil noch im Bau. Unverschämt ist auch der Preis für eine Nacht. Dort nimmt man 20% Aufschlag pro Person und kommt somit noch über den angegebenen Preis für die Hauptsaison.
Auch der Ort ist eine einzige Baustelle. Die Küstenstraße ist komplett aufgerissen worden und die Fahrt mit dem Womo eine echte Qual für dieses.
Donnerstag 20.05.04
So früh wie möglich machen wir uns wieder auf den Weg. Es geht die Küstenstraße Richtung Splitt hinunter. Wir haben und entschlossen, die Insel Krk zu erkunden. Wir fahren runter bis Punat. Dort gibt es 2 CP.
Wir entscheiden uns für Camping Skrila und bleiben 2 Tage dort, weil es uns super gefällt. 2 schöne Strände ( einer Textil einer ?) mit Sandstrand und im Ort ist auch abends noch was los. Allerdings ist der Weg mit dem Fahrrad dorthin sehr anstrengend. Vor allem für unseren
Junior. Aber es macht schlank und erhöht den Durst auf Pivo(Bier).
Samstag 22.05.04
Auf dem Rückweg von der Insel besichtigen wir die Tropfsteinhöhle von Sila. Unser Sohn hat so lange gebettelt, bis wir nachgegeben haben. Die Höhle ist nur sehr klein. Ca 110Meter lang. Aber wir haben danach unsere Ruhe.
Wir fahren weiter Richtung Süden. In Povile machen wir für eine Nacht Halt. Der CP ist noch geschlossen, aber wir können kostenlos auf einer Wiese vor dem Platz direkt am Meer stehen bleiben. Natürlich gibt es in diesem Fall keine Ver- und Entsorgung und auch keinen geöffneten Sanitärbereich. Macht aber nichts, für diesen Fall wurde ja die Außendusche erfunden.
Das Wasser in den winzigen Badebuchten ist saukalt. Kalte unterirdische Bäche oder Quellen fließen direkt ins Meer. Man kann im Meerwasser die Schlieren sehen, welche das kalte Süßwasser bildet.
Sonntag 23.05.04
Es geht immer weiter nach Süden. Jablanac heißt unser Ziel. Von hier geht die Fähre zur Sonneinsel Rab. Wir fahren nach Rab Stadt und sehen uns die alte venezianische Stadt an. In der Stadt kann man super Eis essen. An jeder Ecke steht ein Verkaufsstand mit den exotischsten Sorten, die man sich vorstellen kann. Wir fahren nach Lopar und bleiben 3 Tage auf dem CP San Marino. Der CP ist riesig, aber noch nicht komplett geöffnet. Die Kinderspielplätze und einige andere Einrichtungen (Sportbereich und Disco) sind noch geschlossen. Die Badebucht hat einen ganz flach abfallenden Sandstrand ohne Wellen, so das man auch Nichtschwimmerkinder ohne Probleme unbeaufsichtigt baden lassen kann.
Mittwoch 27.05.04.
Wir müssen heute mal ein paar Kilometer fressen und fahren bis Zadar. Die meisten CP sind noch geschlossen. Nach langem suchen finden wir eine im Ortsteil Zaton. Der CP heißt „Touristhotel“ und nur das Atmen ist hier noch kostenlos. Wir zahlen fast 35 € für eine Nacht.
Donnerstag 28.05.04
Es geht wieder auf eine Insel. Nach Murter. Dort nach Murterstadt auf den CP Slanica. Ein kleiner Platz mit 2 Badebuchten. Richtig nett, nur die Zufahrt ist grausig. Ich habe Angst, mein Womo könnte in den Schlaglöchern versinken. Der kleine Fischerort ist sehenswert und verfügt über einen gut sortierten und günstigen Supermarkt. Ideal zum Ergänzen der Vorräte. Auch Essen kann man im Hafen vorzüglich. In der Gastoinica „Jadran“ sind die Portionen groß und die Preise niedrig. Hier habe ich den besten Tintenfischgulasch auf der gesamten Tour gegessen. Der Tintenfisch habe mir vorher in noch lebendem Zustand ausgesucht. Nur zu empfehlen.
Freitag 29.05.04
Wir müssen sehen, das wir näher an Dubrovnik herankommen, denn am 01.06. geht unsere Fähre. Wir fahren durch bis Ploce. Dafür brauchen wir 5 Stunden (für 250km). Auf der Küstenstraße geht es nur langsam vorwärts. Wir erwischen die Fähre um 14.15 nach Peljesac und fahren in den Ort Orebic auf den CP „Antony Boy“. Der Platz liegt direkt am Meer mit Blick auf die Insel Korkula. Der Platz ist zwar nicht so günstig, wie die anderen, bietet aber alles, was man so braucht. Der Chef kocht abends auf Bestellung kroatische Hausmannskost für kleines Geld und der selbstabgefüllte Rote ist vorzüglich. Der Platz wird von Isabelle, einer Exstuttgarterin geführt, welche aus allen möglichen Kräutern Schnaps aufsetzt. Es lohnt sich davon zu kosten. Aber nicht soviel, sonst gibt es einen fürchterlichen Kater.
Wir bleiben 2 Tage und fahren am
Montag 31.05.04
Weiter Richtung Dubrovnik. Durch den Umweg über die Halbinsel Peljesac brauchen wir nicht durch Bosnien. Der CP, welchen wir kurz vor Dubrovnik anfahren, ist eine Katastrophe und wird hier besser nicht erwähnt. Die Sanitäranlage ist zwar in Ordnung, aber das war’s auch schon.
Dienstag 01.06.04
Wir parken in Dubrovnik im Hafen und machen uns auf den Weg, die Altstadt zu besichtigen. Vom Hafen aus ist es ein ordentlicher Fußmarsch über stickige Hauptstraßen. Aber eine Besichtigung und ein Rundgang über die alte Stadtmauer sind schon lohnenswert.
Dann beginnt die lange Wartezeit auf die Verladung, welche erst um 21 Uhr beginnt. Um 23.00 legt die Fähre im Regen ab.
Mittwoch 02.06.04
Wir kommen morgens um 8:00 Uhr in Bari an. Wir wollen noch ein wenig weiter in den Süden und fahren Richtung Brindisi. Da wir die Nacht auf der Fähre kaum geschlafen haben, beschließen wir, auf einen Stellplatz in Torre Canne (halber Weg zwischen Bari und Brindisi) zu bleiben. Der Platz heißt „ Lido Fiuome Picollo“ und ist für italienische Verhältnisse mit 10 € sehr günstig und liegt an einem kilometerlangen Sandstrand. Ein Paradies für Kinder. Der Koch baut Pizzen, so groß wie Ducatoräder zu gutem Preis. Wir wollen bis Sonntag bleiben und dann wieder Richtung Norden fahren. Außerdem brauche ich Zeit, um ein Elektrikproblem zu lösen oder einzukreisen.
Leider beginnt es am 2. Tag heftig zu regnen. Man kommt nirgends trocken hin. Aber man kann bei so einem Sonnenurlaub mal 2 Tage Regen verschmerzen.
Sonntag 06.06.04
Wir haben beschlossen, in die Toskana zu fahren. Das Wetter in Apulien war 2 Tage grauenhaft und der Stellplatz steht im Schlamm. Das Stromproblem ist nicht gelöst, aber eingekreist und notdürftig überbrückt. Wir fahren über Rom bis in die Nähe von Piombino (800Km). Der Ort heißt Torre Mozze und der Stellplatz ist gratis. Daher ist er besonders am Wochenende sehr voll. Gegen Abend sind wir dann aber alleine dort. Es gibt keine Ver- und Entsorgung. Bei dem Ort handelt es sich um einen reinen Badeort der Italiener. Es ist kein Supermarkt oder Restaurant in Sicht. Die Strandbar ist höllenteuer und schließt um 19:00 Uhr.
Montag 07.06.04
Es geht ein Stück weiter in den Norden nach Cecina Mare. Wir kennen den Ort aus früheren Jahren und finden einen Stellplatz mit Ver und Entsorgung für 8€. Der Ort selber hat sich zum Rummelplatz entwickelt. Es ist voll und teuer dort. Ein 0,5er Bier kostet „nur“ 3,50 Teuronen. Essen gehen ist fast nicht bezahlbar, dafür sind die Portionen sehr klein.
Wir beschließen am nächsten Morgen weiter zu fahren, obwohl wir ursprünglich 2 Tage bleiben wollten.
Dienstag 08.06.04
Wir haben einen Stellplatz vor Livorno entdeckt, welcher 15€ kostet, aber außer Ver- und Entsorgung nur kalte Duschen bietet. Das reicht uns aber, da wir nach Pisa weitermöchten. Der Platz heißt „Il Fortunillo“ und liegt zwischen Castiglioncella und Querciancella. Der Stand ist ok, aber man kommt nur mit Badeschuhen ins Wasser. Die Steine dort im Wasser sind so spitz und scharfkantig, das man sich sonst die Füße zerschneidet. Zum nächsten Ort ist es 3 Kilometer. Nicht mal ne Kaffeebude ist sonst noch in der Nähe.
Mittwoch 09.06.04
Auf geht’s. Wir haben unserem Sohn versprochen, ihm den „krummen Turm“ zu zeigen. Daher fahren wir nach Pisa. Dort gibt es einen CP nur 800mtr von der alten Stadtmauer entfernt mit Blick auf den Turm. Der Platz „Torre Pendente“ bietet alles was man sich wünschen kann, ist aber mit 30€ sauteuer. Selbst für den Pool benötigt man eine Badehaube. Wer fährt schon mit so einem „Ballast“ in Urlaub. Daher kaufen wir auch noch eine, damit unser Sohn in den Pool kann. Für je 10 Minuten leiht er sie uns, damit auch wir uns abkühlen können. Ansonsten ist er quasi den ganzen Tag im Wasser.
Im Ort hat sich seit unserem letzten Besuch ( 7 Jahre her) einiges getan. Es gibt kein Gerüst mehr um den Turm und er ist für stolze 15€ pro Person wieder besteigbar. Irgendwo müssen die Restaurierungskosten ja herkommen.
Donnerstag 10.06.04
Nach nochmaliger Poolnutzung ( den Preis muss man auskosten) machen wir uns gegen Mittag auf den Weg an den Gardasee. Dort wollen wir unseren Urlaub ausklingen lassen. In Riva del Garda gibt es einen Stellplatz direkt am Ortseingang mit Ver- und Entsorgung an einem Sportplatz. Es fallen Parkkosten von 12€ pro 24 Std an. Der Ort ist sehr nobel und teuer. Noch nie habe ich in einem kleinen Ort mehr italienische Sportwagen ( die mit dem Pferd) gesehen als hier. Im See kann man super baden und nach 3 Wochen Salzwasser tut ein süßes Gewässer mal sehr gut.
Samstag 11.06.04
Auf geht’s nach Hause. Noch ca. 1000km vor der Brust. Leider fängt es am Brenner an zu regnen und hört erst vor Nürnberg wieder auf. Leider nur, um bei Frankfurt wieder anzufangen. So geht es im strömenden Regen bis nach Hause.
Gut wieder angekommen. Der alte Eimer hat gehalten und nur das Stromproblem ist als Tribut zu zahlen. Aber den Fehler kann ich wahrscheinlich mit Eurer Hilfe (siehe Basisfahrzeuge) schnell lösen.

