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motorradtraeger
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Rhein-Moselreise


schulze am 01 Okt 2007 21:31:31

hallo.
kurz ein paar Eindrücke über die jüngst durchgeführte Rhein_Moselreise .
Also, Abfahrt am Donnerstag 13.09. von Kärnten nach Lienz durchs Pustertal, wie immer unendlich zäh bis zur SS12
Darauf erstmal bis Brixen –Kaffetrinken , diesmal ohne Strafmandat für „Falschparken“
(Stoßstange stand ca. 0,8m in ein einen leeren Busparpkplatz € 36.- knüll und weg)

Innsbruck- Telfs-Fernpass–Füssen auf einen meine Lieblingsplätze – CP Brunnen . Belegung aufgelockert
sehr gemütlich. Nächsten Tag Radtour rund um den Forgensee ca. 45km . Wegfahrt bei schönem Wetter ergo Markise gar nicht beachtet –ausgefahren. Am unteren Seeende aufkommen von starken Wind in Richtung Füssen sah man eine weiße Gewitterwand in R. CP wandern . Da viel es mir wie Schuppen von den Ohren - die Markise ist ja draußen und nicht mal gesichert . Da ich 15km weg war , gab ich mich meinem Schicksal hin und hatte das Ding quasi abgeschrieben . Wir radelten hektisch bei starken Gegenwind dem „Orkan“ entgegen ,der sich nach meinem dafürhalten genau überm CP Brunnen austoben mußte im Bewußtsein eine zerfledderte nach hinten gebogene Markise vorzufinden , kleiner Hoffnungsschimmer die Kurbel war draußen –evt. ein freundlicher Nachbar.?.. Beim CP angekommen banger Blick in Ri WM, das Ding war unversehrt und ausgekurbelt. Großes Rätsel, der Nachbar erklärte hier war nichts , kein Wind kein Regen , ein Wunder !!

Samstag ging es nach ein paar Irrfahrten im Umfeld der A7 auf dieser gegen Norden ,bei Ellwangen Abfahrt
nach Crailsheim über die A6 in Ri Heilbronn dem Neckar entgegen dem wir bei Gundelsheim erreichten.
Das Neckatal hatte ich mir abwechslungsreicher vorgestellt ,einzig die großen Frachtkähne die ich als Laie für diesen kleinen Fluß als viel zu groß empfand waren interessant. ÜN im kleinen Städtchen Eberbach am CP direkt
am Wasser ,leider kam ich erst zu spät darauf das sich am CP ein ausgezeichnetes griechisches Restaurant
befand und wir dummerweise in der recht netten Altstadt einkehrten wo wir kulinarisch eher nicht ganz so ganz happy waren.
Am Sonntagfrüh bei wunderbaren klaren Wetter in Richtung Heidelberg kurzer Trip über die Brücke ins Zentrum,sehr schön .

Weiter nach Worms unbedingt den Dom anschauen doch große Entäuschung , man hat ihn einfach mit einem 08/15 Bau aus den 70ziger regelrecht frontseitig zugebaut , ein schwerer Fehler. Daraufhin weg aus der Stadt. Über Alzy nach Bingen am Rhein . Die liebe Frau wollte unbedingt diesen 4eckigen Turm erklimmen war gut so- schöne Aussicht auf den Rhein und hinüber nach Rüdersheim .
Hier bekam man erstmals eine Übersicht über die Ausmaße des Rheins und des Tales , schon sehr beeindruckend .
Auf B9 in Richtung Bacharach ein erstes higligth in Sachen Winzerstädtchen . schmuck und einladend .

Dem Rhein entlang in Richtung Koblenz bei St.Goar auf die andere Seite keine Lorelei gesehen , sie ist wahrscheinlich gerade beim Lifting ? Gegen Abend Eintreffen in Koblenz , Navi führt mich zuverlässig
durch den Rückreiseverkehr und einer gesperrten Innenstadt zum CP am Deutschen Eck ,bekomme noch einen Fensterplatz am Ufer und habe den vorbeiziehenden Schiffern mit meinem Fernglas bis in den „Magen „ geguckt. Einer hatte seinen ganzen Führerstand komplett mit Grünpflanzen umstellt so das man ihm erst nach
genaueren „spionieren“ im Blätterwald ausmachen konnte. Sah irgendwie ungewöhnlich aus.

Am nächsten Morgen kurze Radtour in die Innenstadt von Koblenz und beim Abfahren noch einen Sprung auf die Festung Ehrenbreitstein, eine riesige Anlage mit einer tollen Aussicht auf Rhein und Mosel. Sehr nett oben zu sitzen und ein Bier zu trinken.

Gegen Mittag auf zur Mosel. Landschaftlich wunderschön, die links und rechts aufsteigenden Weinhänge in teilweise extremer Steillage sind beachtlich. Leider hatte ich mir aus Zeitmangel nur die bekanntesten Orte als Haltepunkte auserkoren was nachträglich wieder ein Fehler war, die wirklichen Schmankerln haben wir „übersehen“. Erster Stop in Chochem obwohl Montag - Menschen und Womo- Massen die schon heftig waren , wie muß es hier erst an schönen Wochenenden
zugehen das wage ich mir gar nicht auszumalen. Die Stadt hatte auf uns einfach einen zu sehr kommerzialisierten Eindruck gemacht so das eine baldige Weiterfahrt angesagt war.

In Beilstein war es etwas ruhiger wir starteten erstmals eine Zwiebelkuchen und Riesling- Vergleichsaktion durch
alle (3)Gaststätten . Da meiner lieben Frau der Parkplatz neben der Straße nicht zusagte ,mußte ich
trotz leichter Testfolgen mit gemischten Gefühl ein paar km ins nächste Dörfchen fahren,wo es natürlich wieder einen Stellplatz gab , die gibt es hier wirklich an jeder Ecke - ideal Zustand wo wir um günstige 4.-€ fast ruhig am Moselufer standen.Als es um 4h zu regnen begann, startete der Nachbar sein WOMO um sicherheitshalber von der festen Wiese auf den noch festeren Schotterweg zu manövrieren. War wohl ein besonders vorsichtiger Typ.

Es hatte morgens ziemlich abgekühlt aber kein Regen als wir nach Traben –Trarbach kamen. Hier ähnlich wie in Cochem kein absolutes Aha –Erlebnis. Weiter nach Berenkastel –Kues hier kam wieder Freude auf , ein Ort wie aus einem Disney-Film , sehr homogen und trotz der Menschenmassen einnehmend.
Bei einem Andenkenladen mit zusätzlichen 2 Friseustühlen aus dem 60er Jahren im Hintergrund lies ich mir die Haare scheren der Meister erzählte -am vergangenen Wochenende waren es ca. 200000 Besucher die das Städtchen überrannten , da mußten aber an die „weinseelige Gemütlichkeit“ sicher Abstriche gemacht worden seien.

Am Nachmittag noch ein Stück weiter bis ich in Küsserath auf den äußerst großzügigen SP
fuhr um zu übernachten . Der Platz ist riesengroß und gepflegt , geht man aber durch den Tunnel in den Ort
kommt man sich eher östlich vor . Am nächsten Morgen 8h30 an der Platzstraße lautes Gerede und Geschimpfe , 3 ältere Herren hatten sich beim warten auf den Bäcker zusammengerottet und taten ihren Ärger über die Lebensumstände und die Politik lautstark kund und beklagten ihr schweres Los als Rentner in Deutschland dahinvegetieren zu müssen. („ich habe die Schnautze so gestrichen voll“.usw..)
Nachdem sie ihre Brötchen bekamen verschwanden 2 davon in jeweils einen großen Flair der dritte in einen zwillingsbereiften Concorde. Bedauernswerte ,ausgebeutete deutsche Rentner eben, mein Mitgefühl war auf ihrer Seite.

Am frühen Vormittag rollten wir bereits in Trier ein, ich wollte -mußte hier tanken da bereits auf Reserve , die ganze Luxenburgerstraße keine Tanke , (gottseidank) also rollte ich weiter bis Wasserbillig in L , großes Wundern - Diesel in D € 1. 250 – 1,31 in L € 0,958 das hat was - 20.- € erspart für 15 Min. zittern, das der Unterschied so kraß sei hätte ich nicht gedacht.
Zurück nach Trier und sich gleich auf alle Pflichtschauplätze geworfen. Am beeindruckendsten natürlich das Porta Nigra welches man nicht versäumen sollte innen zu begehen und die Konstantin-Basilika eine jetzige evang. Kirchenhalle von gigantischen Dimensionen . Der Marktplatz in Trier ein buntes lebendiges Gequirlt, sehr stimmig.

Gegen 15 h genug Kultur – ich dachte die Rückfahrt zum Bodensee über das Saartal zu beginnen ,war aber ein Flop öd und langwierig bis Merzig , man war wohl etwas durch das Moseltal verwöhnt. Da wir gerade am Rollen waren fuhr ich gleich weiter bis Baden-Baden auf einen SP. Am Morgen mit dem Auto in die Stadt wollte kurz besichtigen aber keine Chance irgendwo in Zentrumsnähe zu parken, die haben Womos perfekt ausgesperrt passen offensichtlich nicht ins Image - habe nur Parkgaragen gesehen.
Auch egal , weiter im LKW –Gestöber nach Landau i.d. Pfalz hier war es ähnlich, sind aber mit den Rädern ins Zentrum gefahren um das Münster zu sehen, hat sich gelohnt sehr schöne Aussenfassade .
Durch den Schwarzwald über Titisee ging es dann nach Meersburg das wir trotz mehrmaligen vorhergegangenen Besuchen neu endeckten. Weiter nach Hard am Bodensee zu lieben Freunden und Verwandten , nach 2 tägigen Aufenthalt am Sonntag über Innsbruck und Kitzbühel und Felbertauern nach Kärnten zurück.

Es war wieder mal eine schöne und interessante Reise ins Nachbarland ,wohlwissend sehr viel sehenswertes an der Strecke versäumt zu haben.

Wundersamerweise ohne einen einzigen Stau obwohl sich im Radio die Staumeldungen überschlugen trotz teilweisen irrem Verkehrsaufkommen ging es immer zügig voran.

grüße
schulze

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Eddy am 01 Okt 2007 22:52:53

Hallo,

schöner Reisebericht.

Nett und unterhaltsam geschrieben.

Beim nächstenmal schaut ihr halt in die kleineren Dörfer und entdeckt viel Neues.


aus Kiel


Eddy

Maggie am 02 Okt 2007 09:01:02

Whow, so eine weite Reise für so kurze Zeit - und eine wahrhaft reichlich große Ausbeute an Eindrücken für eine so kurze Zeit.

Und wirklich kurzweilig geschrieben. Mach nur weiter so. Kannst auch gerne Berichte über deine Ausflüge im Heimatland einstellen, wenn sie genau so unterhaltsam sind.

LG
Maggie

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maximilian am 02 Okt 2007 09:57:11

Toller Bericht. Witzig finde ich, dass Du viele Stationen beschreibst, die wir selber kennengelernt haben. In ?ten und Lienz haben wir häufig Winterurlaub gemacht. Die Radrunde am Forggensee bin ich vielfach gefahren , einfach traumhaft. Allerdings bin ich von Hopfen gestartet, in Brunnen habe ich in einem Lokal lecker gespeist. Von Worms war ich ebenso enttäuscht. Wo habt Ihr in Bingen gestanden ? Die Mosel habe ich auch gerade erlebt. In Bernkastel-Kues war ich am vergangenen Donnerstag, allerdings bei strömendem Regen, wir konnten gar nicht aussteigen. Gut finde ich dort allerdings die Parkmöglichkeiten für WoMos. Trier ist einfach eine schöne Stadt, dort ist immer was los.

klink_bks am 02 Okt 2007 11:46:38

:D Hallo liebe Forenteilnehmer ! :D
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Ich selbst wohne an der Mittelmosel, genau gesagt in Bernkastel-Kues und kann die Reisebeschreibung von schulze nur bestaetigen. Hier im Bereich der Mittelmosel ist es gerade jetzt in dieser Jahreszeit sehr schoen (beginnende Weinlese), allerdings auch insbesondere an den Wochenenden sehr voll.
Trotzdem unbedingt eine Reise wert !

:D aus Bernkastel-Kues an der schoenen Mosel :D

schulze am 02 Okt 2007 19:39:41

Hallo, danke für die aufmunternden Rückmeldungen.
@eddy, das steht an erster Stelle , bis auf wenige Ausnahmen sind die als die großen Muß-Orte nicht (mehr) meine Favoriten , aber beim ersten Abtasten einer neuen Gegend ist man halt auf sogenannte Top-Destinationen fixiert, zumal wenn man 1. wenig Zeit hat und 2.
es mit der Vorbereitung doch nur letztlich oberflächlich (" global")
handhabt.

@zimtzicke, das könnte ich doch mal versuchen,nur muß ich mich vorher mit dem Einblenden von Bildern anfreunden. Hier in A mache ich Großteils nur kleinere 3-5Tage Rad- oder Wanderreisen in die nähere Umgebung - Hauptsächlich- Westkärnten; Süd- und Osttirol bis Gardasee; Südsteiermark; Salzkammergut ;Croatien(Porec) und Oberitalien.

@maximilian , in Bingen haben wir nicht übernachtet sondern sind nur "hineingeschneit" zuerst am unteren Rheinufer durch eine Baustelle
gehoppelt, dann versucht einen Pklpl. am Wasser zu bekommen dabei muß ich offensichtlich die Abfahrt zum Pkpl. übersehen haben und stand dann vor 3 straßenmittigen Pollern. Daraufhin konnte ich meine Rückfahrpraxis auf ca. 400m Länge und beidseitig schrägparkenden Autos incls. Gegenverkehr vervollkommenen . Geparkt habe ich dann knapp unterhalb des Turms auf einem Amtsparkplatz .
Zur Umgebung Füssen habe ich mir vorgenommen hier auch mal im Winter
vorbeizuschauen, die LL-Möglichkeiten stelle ich mir traumhaft vor .
Nach (zu später) Durchsicht des Schwangau-Prospektes kam ich zur Erkenntnis das es hier noch unendlich viel Endteckenswertes gibt.
Ungut,das es in Bernkastel so geregnet hat ,hoffentlich bist du Du doch noch ins Städtchen gekommen wäre wirklich schade wenn nicht.
Die Park und-Übernachtungsmöglickeiten im gesamte Moselbereich habe ich noch nirgend so perfekt erlebt, wirklich wie schon oft beschrieben ein WOMO-Schlaraffenland.

@klink_bks,
zum letzten Satz ,da stimme ich Dir auch vollinhaltlich zu und beneide Dich ein wenig um Deine schöne Umgebung.

grüße
schulze

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