Kurztripp ins Südtirol.
Donnerstag 11.09 . ab Richtung Westen -plante vorerst einen Aufenthalt in ?ten , da wir überraschend eben einen Tg früher weg kamen. Fuhr dann doch weiter in die Gegend um Brixen . Das Dorf St. Andrä oberhalb von Brixen an der Plosestraße war letztlich das Tagesziel um dann am nächsten Tag die von @Lira empfohlene Schatzerhütte zu besuchen bzw. zu erwandern.
St. Andrä war nicht so das Gelbe vom Ei , man hatte echt Mühe einen halbwegs ebenen Parkplatz zu bekommenes ist halt alles etwas steil. Am Parkplatz des „ersten Hauses am Platz“ fanden wir nach dementsprechender Vernatsch Konsumation einen geduldeten passenden ÜN Platz.
Am Morgen gings dann die Plosestraße im milden Schein des Vormittags hinauf zur Brixner-Skihütte. Die Wanderung war zuerst etwas waldig, doch danach kamen sie heraus, die klassischen Almgebiete mit den dazupassenden Dolomitengiganten z.B. den Peitlerkofel und die Aferer Geiseln - wunderschön . Zur Schatzer Hütte kann ich nur sagen urgemütlich ,so gschmackige Schlitzkrapfen und so einen milden und süffigen Edelvernatsch habe ich noch nirgends genossen. Den verträgt man auch problemlos vor dem Mittagessen. Hier erreichte uns auch der Anruf unseres Sohnes der sich ganz aufgeregt erkundigte wo wir den seien, den er hatte schon vom gewaltigen Bergsturz im ?tener Fischkeintal erfahren , hier auf der Schratzerhütte wußte man noch nichts davon .
(Da haben unser Kiemen noch mals Glück gehabt ,denn die riesige Staubwollke des sich atomatisierenden Gesteins, hätte uns am geplanten Stellplatz im Fischleintal mit Sicherheit erwischt. )
Weiter ging es in Richtung Passo Erben, doch vorher abgebogen ins Villnößtal auf schmaler doch schöner Straße nach St. Magdalena. Der Blick auf die eigentliche Geiser-Gruppe der sich dann auftut ist gewaltig und für den Lenker schon etwas gefahrensträchtig da man trotz der schmalen Straße immer wieder zwangsläufig nach links schauen muß.
Über Klausen, hinauf in Richtung Kastelruth - Seis am Schlern – zum Tagesziel Völs.
Der untere Pkpl. war ja immer ein offizieller WOMO Platz , diesmal irritierten die neuen jedoch offen Höhenbeschränkungen ein wenig. Trotzdem blieben wir hier übernachtungsweise stehen und hatten eine ruhige Nacht .
Bin am Nachmittag mit dem Rad noch interessehalber zum CP Seiser Alm n. St. Konstantin gefahren und habe mal vorgefühlt ob noch etwas frei wäre- ein Plätzchen ganz unten im Schatten , die Anlage war total überfüllt, die standen schon heroben an den Wiesen. Möglicherweise war die am WE in Kastelruth gerade ablaufende Fan-Pary der dort ansäßigen Spatzen ein Grund.
Am nächsten Morgen war der Plan - Seiseralm –Wanderung zur Mahlknechthütte.Ich las in einem Prospekt die befristet Auffahrtsregelung sei nur in den Sommermonaten gültig, also erst so gegen 9h15 hinaufgefahren, die Fahrverbotstafel an der Kontrollstelle mit irgendwechen Zusatztexte igniorierend (haben wohl vergessen abzumachen) erwartungsvoll nach oben geströmt , auffallend wenig Verkehr?? - oben Bilderbuchwetter die Wanderschuhe haben schon vibriert .
Als ich auf den deutlich verkleinerten Parkplatz einfahren wollte und die geforderten 10.-€ gerne bezahlt hätte,fragte mich der Kassier um die Plankette ?? habe keine , nein bin nicht am Schalter unten stehen geblieben dachte brauch ich nicht um diese Jahreszeit. Er meinte ich könnte hier schon bleiben er hätte kein Problem mir das 10.-€ Ticket für 9h-bis 23h (absolut keine Ün-Möglichkeit !!) zu verkaufen doch ich müßte mit ziemlicher Sicherheit rechnen das mich ein Förster oder Sonstiges kontrolliert und ich dann 100.- € Umweltbeitrag leisten darf. Schweren Herzens traten wir den Rückzug ins Tal an da ich mich nicht mit irgendwelchen Schildmützenträgern anlegen wollte und hatte noch Glück das mich an der Kontrollstelle keiner aufhielt wie es der Parkplatzwächter für möglich hielt. Es stand zwar an der Auffahrtsspur
inzwischen schon ein grünes Männchen mit Stoppkelle heraußen ,es war aber zum Glück mit seinem Schuhwerk beschäftigt und ich huschte geschmeidig vorbei.
Trotzdem muß ich objektiverweise sagen diese Regelung ist die Richtige nicht nur um der neuen Seilbahn die Auslastung zu gewähren sonden um die Seiseralm vor der totalen automotiven Überflutung zu bewahren, was sich vorher hier im Sommer abgespielt hatte war ja wirklich schon ein Umweltskandal erster Güte.
Rückfahrt nach Völs daraufhin Wanderung nach Umes in Richtung Schloß Pösels, auf der Straße ist nicht so klass , beim Rückweg entdeckten wir Leute die durch Wiesenwege wandelten und das war dann das Ideale am Weg 6 von Umes nach Völs bedeutend schöner als auf der Straße. Als wir gegen Mittag auf den Parkplatz zurückkamen hantierten 2 Arbeiter an den oberen Höhensperren ich fragte einen ob er den unteren Parkplatz auch zumachen werde , sagte er erst ab 17h . Heißt das das der Platz nicht mehr uneingeschränkt nutzbar ist?
Wir fuhren sowieso weiter über Schloß Pösels - Triers in Richtung Karrerpass ,alles bei Bilderbuchwetter selbstverständlich.
Gegen Abend hatte ich die Idee man sollte sich das Alpenglühen am Rosengarten aus einem dementsprechenden Panorama bzw. Entfernung endlich einmal geben . Also hinauf zum Passo di Lavaze ,zuerst weit hinunter vom Karrepass nach Welschenofen dann durch unendliche Wälder wieder immer gleichmäßig steil bergauf , hatte mir wieder einmal vorgestellt wenn dir hier z.B. ein Kühlerschlauch platzt - dann bist du im A. ... kein Handyempfang , keine Autos , Einöde pur. Endlich oben, ein schöner Platz mit einigen Womos und Blick zum Rosengarten sowie Schlern in 1808m Sh , getrübt allerdings durch schon wieder zu hohen Bäume im Vordergrund, trotzdem das Alpenglühen war da allerdings etwas schaumgebremst und verdammt kurz.
Wenn wir nur nach Deutschenofen gefahren wären hätte es alpenglühmäßig auch gerreicht ,von dort ist die Sicht zum Rosengarten ebenfalls gegeben,wahrscheinlich sogar besser. (laut Panoramakarte)
Dort hatte ich allerdings keine Info über einen passenden Stellplatz.
Nächster Morgen Nebel bis hinauf der sich aber bald lichtete , hinunter nach Cavalese in Richtung Auer nach Kaltern . Der obere (Bus) Parkplatz am See der auch zur Hälfte von WOMS überfrequentiert wurde , war am Sonntag gebührenpflichtig (10.-) und komischerweise deutlich weniger belegt.
Radfahrt durchs Frühlingstal hinauf und hinab bis Terlan. Letztlich Essen direkt am See- Lido , mit einem spektakulären Service und perfekten Qualität .
Um 15h45 Abfahrt und nach 4 h30 problemlos zu Hause angelangt.
grüße
schulze

