seppli am 11 Jul 2004 13:59:03 Hallo Leute
Ich bin neu in diesem Forum und sage mal ein herzliches Hallo.
Vor ein paar Tagen habe ich ein Wohnmobil mit einem etwas heftigen Wasserschaden im Heck geerbt. Nun stellt sich die Frage reparieren oder nicht. Ich habe mit Interesse eure Berichte zu diesem Thema im Forum gelesen und traue mir auch zu diesen Schaden selber zu reparieren. Leider habe ich keinen Bericht gesehen der ein solches Ausmass beschreibt.
Schadensbericht:
- Rückwand im unteren Bereich komplett durchgefault. Die
Stauraumklappe hängt nur noch an der Aussenhaut. Linke Ecke durchgefault. Im oberen Bereich und Uebergang zum Dach scheint ok zu sein.
- Hintere Ecke der linken Seitenwand komplett durchgefault. Innen und Aussen weich. Innen ist die Duschkabine.
- Hintere Ecke der rechten Seitenwand im unteren Bereich auch stark mitgenommen.
- Der Boden ist im hinteren Bereich sehrwahrscheinlich auch durch.
- Die Ecken des in der Mitte abgestuften Daches zeigen auf beiden Seiten ebenfalls einen Wassereintritt.
- Im Bereich der Dachkamine tropft das Wasser schon fast durch.
Das Fahrzeug, übrigens ein Elnagh Clipper 570LX Jg. 89, wurde vor einem Monat in diesem Zustand vorgeführt !! Das Basisfahrzeug ist ein Ducato 280 2Liter Benziner mit nur 80000km auf dem Buckel. Es hat keinen Rost und scheint in Ordnung zu sein.
Kann man so etwas in Eigenregie reparieren ohne das die ganze Kiste auseinanderfällt ? Wo kann man das Material dazu bekommen?
Vielen Dank im Voraus
Andreas
Tipsel am 11 Jul 2004 14:06:13 Hallo Andreas,
herzlich willkommen hier im Forum.
Sieht bös nach Arbeit aus, denn verkaufen wird wohl schwierig werden. Ich hoffe, dass sich trotz Urlaubszeit und schwacher Besetzung hier bald die Bastler melden.
[Admin] am 11 Jul 2004 14:37:53 Willkommen im Forum.
Grundsätzlich kann man alles machen, die Frage ist: Lohnt es sich?
Was willst Du damit machen? Verkaufen oder selber fahren?
Die Feuchtigkeitsschäden würden mich vielleicht garnicht mal so abschrecken - unangenehmer empfinde ich eher den Benzinmotor.
seppli am 11 Jul 2004 14:52:04 Hallo Dirk,
ich möchte das Teil selber fahren.
Benziner?! wieso die rauchen doch auch schön heftig :D , ok bei weniger Leistung.
Andreas
Gast am 11 Jul 2004 15:28:36 Was würde denn so ein Fahrzeug in normalem gebrauchsfertigem Zustand Wert sein?
Dann den Abzug wegen des Benziners, dann den Abzug wegen des --sorry-- Totalschadens am Aufbau.
Also, ich würde es lassen und den Wagen in Einzelteilen über E-Bay entsorgen.
dm
[Admin] am 11 Jul 2004 16:53:40 naja, man kann´s nicht so pauschalisieren.
Wenn man das Auto selbst fährt, kann man auch Kompromisse machen (optisch) - wenns nix gekostet hat - und man steckt 2-3000 Euro rein, hat man günstig ein Womo, bei dem man auch weiß, was gemacht ist, was geht und ev. was noch nicht geht.
Ansonsten doch eBay - obwohl ich sagen muß, da wird´s auch wieder am Motor hängen.............
@Seppli - hat nix mit Rauch zu tun, eher mit Verbrauch
Ein Benziner ist zum Reisen eigentlich zu kostenintensiv.
Gast am 11 Jul 2004 18:14:27 @ Dirk: In Einzelteilen, wird mehr bringen!
Er beschreibt ja nun heftigste Schäden am Aufbau.
Bei einem recht neuen Fahrzeug mit Diesel -- gut.
dm
seppli am 11 Jul 2004 18:41:53 Natürlich ist der Motor nicht gerade der Brüller. Aber für ein gemütliches durch die Landen cruisen reicht er meines Erachtens allemal aus, auch der Verbrauch wird sich dabei in Grenzen halten.
Meine Grundidee wäre eigentlich das WoMo wieder so hin zu bekommen dass wir noch ein paar Jahre damit reisen können.
Die Optik von Aussen ist in meinen Augen überhaupt nicht wichtig. Mir schwebt da eigentlich mehr vor den ganzen Innenausbau gleichzeitig mit der Reparatur der Wasserschäden zu verändern. Alle Möbel und Einrichtungsgegenstände möchte ich selber bauen.
Wie kann ich den Aufbau selber reparieren, damit er wieder dicht ist ?
Im Moment hat mich das Teil noch nichts gekostet, desshalb bin ich der Meinung es könnte sich vieleicht doch lohnen.
[Admin] am 11 Jul 2004 18:57:59 man müßte es mal anschaun.
Seppli, wo steckst Du in der Schweiz? Vielleicht hast Du Glück und unser schweizerischer Nässeschadensspezi "Dani" wohnt in Deiner Nähe........der könnte sicher eine Aussage machen.
--> Link
[Admin] am 11 Jul 2004 19:09:18
BatkeB am 11 Jul 2004 19:22:35 Hi,
Ich weiß nicht warum alle so schlecht über den Benziner reden.
Habe auch einen 2 Liter Benziner und brauche 13 bis 14 Liter.
Mit dem Diesel meines Vaters, (Bj gleich) waren es 12 bis 13 Liter bei gleicher fahrweiße.
Mein eindruck aber der Benziner ist wesentlich leiser und beim Überholen ist er auch etwas spritziger, ausserden ist es ja ein WoMo und kein Rennwagen.
Wenn ich dann noch die Spritpreise im Aussland vergleiche ist der unterschied zum Diesel auch geringer als bei uns.
Um den Preisunterschied von 2- 3000 €bei der Anschaffung, an Sprit zu verschwenden muss ich schon eine weile fahren.
Bernd
seppli am 11 Jul 2004 20:56:55 Natürlich ist der Motor nicht gerade der Brüller. Aber für ein gemütliches durch die Landen cruisen reicht er meines Erachtens allemal aus, auch der Verbrauch wird sich dabei in Grenzen halten.
Meine Grundidee wäre eigentlich das WoMo wieder so hin zu bekommen dass wir noch ein paar Jahre damit reisen können.
Die Optik von Aussen ist in meinen Augen überhaupt nicht wichtig. Mir schwebt da eigentlich mehr vor den ganzen Innenausbau gleichzeitig mit der Reparatur der Wasserschäden zu verändern. Alle Möbel und Einrichtungsgegenstände möchte ich selber bauen.
Wie kann ich den Aufbau selber reparieren, damit er wieder dicht ist ?
Im Moment hat mich das Teil noch nichts gekostet, desshalb bin ich der Meinung es könnte sich vieleicht doch lohnen.
Jambo45 am 11 Jul 2004 21:06:33 Hi Seppli,
zunächst mal auch von mir herzlich willkommen.
Hast dir ja gleich nen richtigen Kracher vorgenommen! Aber wenn du den Mut hast, auch die Möbel und alles selbst zu bauen, warum soll dann eine Aufbaureparatur nicht gelingen? Bloß nicht bange machen lassen!
Pauschal kann ich natrülich nichts hilfreiches raten, fangen wir also mal mit dem Grundsätzlichen an: woraus ist der Aufbau?
Wenn meine Vermutung richtig ist und das Ding wie viele ältere Aufbauten aus Holzlatten zusammengeschossen wurde, musst du natürlich im befallenen Bereich komplett die tragende Lattenkonstruktion, Isolierung und Innenverkleidung ersetzen. Also Möbel rausbauen in dem Bereich, Innenverkleidung ab, dann kann man den Schaden genauer beurteilen. Auch was von der Außenhaut noch brauchbar ist. Außen müssen persee alle Leisten runter, die sind i.d.R. geschraubt mit Dichtungsmasse drunter. Schrauben sind meistens durch einen Gummikeder verdeckt. Da muss es ja auch irgendwo reinkommen, das Wasser.
Nimm für die Latten gutes, hartes Holz (Kiefer z.B.) und/oder Aluprofil. , als Verbindung Verschrauben mit zusätzlich Sicaflex dazwischen. Ist das Lattengerüst renoviert, würde ich es komplett mehrfach lackieren, dann gammelt's nicht so schnell. As Isolierung Roofmate, kann man mit leicht aufschäumendem Montagekleber dicht einsetzen.
Die Außenhaut wird gewöhnlich mit Kontaktkleber (Pattex) angeklebt, Innenverkleidung dto und zus. verschraubt. Oder hat da wer ne bessere Idee?
Danach Möbel rein, Außenkanten neu eindichten und verschrauben und - fertig. :D
Bei deinem Schadensbericht ist das allerdings fast ein Neubau.
Na ja, wenn die Karre geschenkt / geerbt ist, warum nicht??
Jambo
Gast am 11 Jul 2004 22:50:47 Klar kann er restaurieren. Und ich bin der letzte, der ihm Hilfe verweigert.
Er halst sich halt ne ganze Menge Arbeit auf.
@Seppli:
Also ich hab für einen Neubau nur mit neuen Teilen ca. 9 Monate gebraucht.
Dabei hab ich nichtmal an der Kabine was machen müssen.
Und oft war ich in der Zeit nicht außerhalb von Keller und Auto zu finden.
Aber, mach Fotos, stell sie ein, dann können wir besser helfen.
dm
seppli am 12 Jul 2004 10:55:04 Hallo Leute
vielen Dank erstmal für eure schnelle Hilfe.
Ich habe mich nun entschieden was ich machen werde.
Das Ding neu aufzubauen ist wohl wirklich eine Frage von sehr viel Zeit und noch mehr Geld. Ich werde es sein lassen und doch den Weg über Ebay wählen, mal sehen was das Teil bringt. Werde es komplett anbieten.
dokabastler am 12 Jul 2004 16:26:28 Hi seppli,
ich hab erst heute die Geschichte gelesen.
Ich hab eine (recht gute, ziemlich alte) Kabine auf eine andere Basis gesetzt, innen umgebaut, dabei einen echt kleinen Feuchteschaden repariert etc., ungefähr kann ich abschätzen was da los wäre auf Deiner Baustelle.
Wenn ich bei meinem Projekt die Stunden nicht rechne hab ich trotzdem +/- so viel investiert wie ein vernünftiger Gebrauchter mit gleicher Ausstattung gekostet hätte..ich vermute trotz der geschenkten basis würde die Bilanz bei Dir (auch wegen des wertmindernden benziners) nicht viel besser ausschauen...das ganze teilezeugs läppert sich mit der zeit...
Aber den halben Aufbau abreißen - oder noch mehr, Deine Analyse war vielleicht nur die Spitze des Eisberges...., ein neues Gerüst bauen, das noch stabil, dann Alu sauber außen drauf, dämmen, innen neu, nix vergessen und so, daß es dem Dauergewackel standhält und sich mit dem Rest verträgt etc.- klingt einfach, ist aber eine Sauarbeit.......
Ich weiß nicht, ob ich das hinbekäme.....bzw. ob ich mir das antäte -
wenn Du fertig bist hast Du dennoch eine 15 jahre alte Kiste......
Insofern ist es wahrscheinlich der richtige Weg das Ding auszubeinen -
und die Einzelteile zu verkaufen. unterm Strich gibt das bei 0 Investition einen guten gewinn...das Startkapital für einen gebrauchten ohne Schaden (immerhin weißt Du ja jetzt, wie die bei der Besichtigung gleich Nässeschäden auf die Spur gehst).
fragt sich nur, was Du mit der basis machst, da die ja ein Loch in der Rückwand hat, ist die schlecht an den mann/Frau zu bringen....
dokabastler
[Admin] am 12 Jul 2004 17:30:18 nunja, ich würd´s wenn, dann komplett verkaufen - es gibt viele Wagemutige auf eBay.
Ansonsten gäbe es noch die Alternative, einen Wohnwagen zu kaufen und da drauf zu setzen. (siehe z.b. --> Link)
Jambo45 am 12 Jul 2004 18:25:38 Hi Dirk,
das stelle ich mir auch nicht wesentlich einfacher vor. Und diese aufgesattelten Wohnwagen sind meistens richtig fett hässlich (ok, Ausnahmen gibts).
@ Seppli,
wenn du wirklich nicht das Arbeitstier mit soliden Fähigkeiten und Werkzeugen bist (Halle braucht man auch bei Operationen am offenen Womo), dann solltest du's wirklich lieber lassen.
Aber wie gesagt: geht nicht gibts nicht.
Jambo
seppli am 19 Jul 2004 16:12:19 Erstens kommt es manchmal anders, und zweitens als man denkt.
Es ist wirklich war, wir haben eine Werkstatt gefunden, die unser Modder-Mobil neu aufbauen will und kann.
Sie bauen das Dach, die Wände und den Boden neu auf und packen danach alle Möbel wieder rein. Dafür haben wir einen Pauschal-Preis von ca. 4000 Euros offeriert bekommen :? .
Nach reichlichem hin und her überlegen haben wir uns nochmal umentschlossen und lassen das Teil doch reparieren.
Den Benzin-Motor findet mein neuer Fachmann übrigens gar nicht schlecht, er meint dass es dafür genügend Occ-Ersatzteile zu vernüftigen Preisen gibt im Gegensatz zu den Dieseln und dass sich der Verbrauch auch in Grenzen halten wird.
Obwohl ich das Teil jetzt nicht selber aufbaue, werden wir in Zukunft sicher noch viel damit zu tun haben, um es nach der Reparatur in Schuss zu halten :wink: .
Jambo45 am 19 Jul 2004 17:36:28 Hi seppli,
hört sich gut an so weit. Achte darauf, dass nicht nur der Aufbau, sondern auch das angrenzende Fahrgestell / Führerhaus eine entsprechende Renovierung erfährt. Was nützt dir ein neuer Aufbau, wenn das Chassis weggammelt.
Ansonsten viel Glück mit dem neuen Mobil
Jambo
Gast am 19 Jul 2004 18:38:28 4000 € hört sich fair an.
Viel Glück -- und viel Spaß!
dm
Gast am 20 Jul 2004 07:18:44 Hallo,
bei dem Preis lohnt es sich immer, reparieren zu lassen.
Gibt es anschließend irgendwelche Garantie auf Dichtigkeit?
Wenn Du die Möglichkeit hast, den Leuten bei der Arbeit zuzusehen :D , dann tu es so oft wie möglich. Es bringt Dich bei späteren Problemen weit nach vorne.
Jürgen
|
|