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Billighunde aus Osteuropa


Gast am 21 Dez 2007 07:29:14

Guten Morgen,

scheint ja ein besonders lukratives Geschäft zu sein, aber da ja angeblich 95 % der Deutschen immer noch
"Schnäppchenjäger" sein sollen, ist diese Mentalität ja nicht verwunderlich.
Ich hoffe, dass unter uns Wohnmobilisten niemand zu finden ist, der solche
Geschäftspraktiken unterstützt!
Der Artikel stammt zwar aus Österreich, ist aber auch für Deutschland wichtig!


Siggi

BILLIGHUNDE :abgelehnt:

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Beduin am 21 Dez 2007 07:39:50

Poah ey, da kommt mir am frühen morgen schon das K*****

Die armen Tiere.
Auch bei Deutschen und Holländischen Züchtern gibt es welche die die Hündinnen nur als "Zuchtmaschinen" missbrauchen. Haben wir in der Retrieverhilfe immer mal wieder welche davon.
Auch geben sich mache Züchter die sogar in den Vereinen sind nicht wirklich Mühe und oft kommen dann Halter die wirklich dachten das beste getan zu haben und Berichten von einjährigen die schon unter Hüftdisplasie leiden :cry:

FrankM am 21 Dez 2007 08:52:25

Hallo,

wenn keiner so ein Hündchen kaufen würde wäre der Markt nicht vorhanden.

Hmmm, ich habe vor 10 Jahren für meinen reinrassigen Schäferhund 800,- DM bezahlt. Von einem Hobbyzüchter, incl.Tätowierung und den üblichen Impfungen sowie Kontakt und Betreuung nach dem Kauf. Ja, sogar ein Rückgaberecht gab er uns.

Heute soll ein Retriever 1500,- - 2000,- kosten? Stimmt das? (Bin da nicht so informiert)

Dann braucht man sich nicht wundern wenn "Billighunde" gekauft werden,oder?

Meine Schwester hat vor vier Jahren einen Labradorwelpen gekauft. Von einem deutschen Züchter, für 600,-€. Auch aus Hobbyzucht. Andere Züchter wollten das Doppelte oder sogar mehr.
Also auch in Deutschland wird mit den Tieren Geschäft gemacht, wenn auch nicht so rücksichtslos wie in dem Bericht geschildert.



Frankie

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oldnick am 21 Dez 2007 09:38:29

Hallo liebe Hundefreunde,

ich selbst habe einen Eurasier (diese Rasse, da er vom Wesen her am besten zu mir passte) von einem VDH-anerkannten Verein gekauft.
Habe sicherlich mehr bezahlt, als wenn ich ihn vom Hobbyzüchter geholt hätte.
Aber für jede Rasse gibt es den sogenannten "Rassestandard" und ich habe die Befürchtung, dass diese Hobbyzüchter geschweige denn diese Zuchtfabriken auf irgendwelche Rassestandards Rücksicht nehmen.
Und später kommt dann die Einsicht "wäre ich doch mal zum -vernüftigem- Züchter gegangen. Dann hätte ich diese Probleme nicht". Kranke Tiere, verhaltensgestört usw.
Ich möchte jetzt aber nicht "alle" Hobbyzüchter deswegen verurteilen.
Ich möchte nur einen Anstoß dazu geben, sich den Züchter genau anzusehen.

Schöne
Theo

jonathan am 21 Dez 2007 09:45:39

Ich kann mich Frankie hier nur anschliessen: Wenn die "namhaften, edlen, stets nur die Gesundheit der Hunde und ihrer Nachkommen im Auge habenden" Züchter mal langsam wieder auf den Teppich kommen würden, wäre das Problem der "Zuchfabriken" nicht so groß!!! Und gerade das Paradebeispiel "Golden Retriever": Dieser Hund ist doch zu Modehund Nr 1 geworden-und dies wird von beiden Seiten schamlos ausgenutzt ! Unser erster Goldie kam aus Dänemark(umgerechnet DM 500), da 1980 diese Hunderasse in Deutschland so gut wie unbekannt war und die drei, vier Züchter Wartelistenfür mehrere Würfe führten! Unser zweiter Goldie kam 1995 aus Deutschland( DM 1.800), war aber trotz untadeliger Abstammung und diverser HD-und hastenichtgesehen-Bescheinigungen nicht mehr so kerngesund wie unser erster Goldie! (laufend Hautprobleme, Gelenkprobleme, Krebs) Nun werden wir so in rd. 7 Wochen eine rassereine "Großer Münsterländer"-Hündin im dann zarten Alter von dann 9 Wochen bekommen-von einem Züchter aus der Region, dem Platz vor Preis geht, will heißen: Er selbst behält eine Hündin, die anderen Hunde gehen gegen Erstattung der Tierarzt- und Aufzuchtkosten sowie eines kleinen freiwilligen Obolus für seine Mühe an die Interessenten, die er(der Züchter) sich vor der Belegung der Hündin ausgesucht hat. Er möchte an dem Wurf keinen Gewinn machen(ausser dem zusätzlichen Hund für ihn selbst)
Es geht also!

Werner

oldnick am 21 Dez 2007 10:27:22

Als Nachtrag noch meinem Bericht:
genau wie Sigitim verurteile ich diese Zufabriken, aber noch mehr diese sogenannten "Schnäppchenjäger" denen es nur darum geht einen Hund zu haben (vielleicht auch noch als Weihnachtsgeschenk unterm Christbaubaum für ihre Kinder).
Diese (uninformierten) Menschen machen sich überhaupt keine Gedanken darüber, ob sie den Hunden das bitten können, wass er von seiner Rasse her überhaupt benötigt.
Handelt es sich um Hütehunde, die fast den ganzen Tag Beschäftigung brauchen? Handelt es sich um nordische Hunde (Huskys o.ä.) die viele Stunden powern müssen?
Ich glaube eher nicht!!!
Und das macht mich im Sinne der Hunde sehr, sehr traurig!!! :cry:

Theo

oldnick am 21 Dez 2007 10:28:34

Sorry Siggitim, habe ein "g" in Nick vergessen.
Liefere es hiermit nach :)

oldnick am 21 Dez 2007 10:31:06

Und es sollte natürlich Zuchtfabriken heißen :?

eva b. am 21 Dez 2007 11:38:57

Solche Dinge passieren auch vor der eigenen Haustür :(
Vor ein paar Wochen war ich mit einer Nachbarin unterwegs, die unbedingt sofort einen Zwergpudelwelpen für wenig Geld haben wollte. Beim Besuch eines "sogenannten" Züchters war ich nur noch entsetzt. Die Zuchthündinnen (mehrere) lebten im Stall und meine Bitte, eimal einen Blick in die Welpenstube werfen zu dürfen, wurde vom "Züchter" rigoros abgelehnt. Uns wurden die Hunde in einem dreckigen Vorraum präsentiert. Die Mutterhündinnen waren ängstlich, wirkten ungepflegt und haben keinerlei Kontakt zu uns Menschen gesucht. Die Welpen hatten tränende Augen und machten auch sonst keinen sehr vitalen Eindruck. Zum Glück konnte ich die Nachbarin überreden, dort keinen Hund zu kaufen.
Auch dieser Vermehrer wird sein Auskommen haben, weil die Käufer sich oft keinerlei Gedanken um die Herkunft der Hunde machen. Alle Welpen sind ja so süss - wer kann da schon widerstehen?
Wir haben übrigens nach langem Suchen doch noch einen Pudel gefunden - aus einer Hausaufzucht, wo uns ein munteres Pudelrudel freudig begrüßte.

Gast am 21 Dez 2007 11:47:28

Eva,
hast Du drüber nachgedacht, evtl. irgendwelche Behörden oder sowas dort mal hinzuschicken? Ich weiß nicht, vielleicht würde ich da "bloß mal so" irgendwo anrufen ...
Gar nicht lang her, haben sie bei uns auf der Autobahn einen Transporter mit ichweißgarnichtwievielen Welpen aus Osteuropa aufgehalten und ausgeräumt. Ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Die Tiere sind alle im Umkreis untergekommen, ein paar waren kurz vor dem Ableben.
Seufz.
Leider fahren wir viel zu oft auf der Autobahn auch hinter "Schlachttiertransportern" ohne zu ahnen, welche Tiertragödien sich da drin abspielen - und das noch von der EU gefördert ...

Heraline am 21 Dez 2007 11:51:59

Kann mich oldnick nur anschließen! Auch ich sehe die "Hobbyzüchter" mit sehr kritischen Augen und ich habe liebend gern 1.800.-€ für meine Nova bezahlt und würde dies jederzeit wieder tun! Mein "lebloses" Womo war teurer! :wink:

Und gerade was bei den Eurasiern an Zuchtvorschriften/Gesundheitscheck´s, usw. vorgegeben wird, ist mehr als vorbildlich! Da können sich noch viele andere Zuchtverbände eine große Scheibe abschneiden. Aber sowas kostet nunmal Geld! Und ich kenne zwar viele eingetragene Züchter, aber keiner der damit wirklich Geld verdient oder gar reich wird!

Wenn ich einen Hund kaufe, dann muss mir klar sein, dass mir niemand, auch kein eingetragener Züchter, eine lebenslange Gesundheitsgarantie ausstellen kann, denn ich kaufe ein Lebewesen! Aber für mich kommen nur 2 "Anschaffungsmöglichkeiten" in Frage:

Entweder Tierschutzhund oder von einem eingetragenen Züchter, der die vom Verband vorgegebenen Auflagen zu erfüllen hat, inkl. der Gesundheitsuntersuchungen!

Connie

mw756 am 21 Dez 2007 11:55:46

Ich habe mich entschieden, nachdem ich drei Chow-Chow bei einem Nahmhaften Züchter gekauft habe weit in den 4 Stelligen Betrag ausgegeben. In einem Tierheim zu schauen, möchte jeden nur ermuntern, das Hündchen hat mir schon soviel zurück geben. Ein Traum

Gast am 21 Dez 2007 12:07:52

Ja, und es macht einen glücklich, einem geschundenen Tier ein Zuhause zu geben.
Auch zu Weihnachten.
Und auch ohne Weihnachten!!

eva b. am 21 Dez 2007 12:13:59

Hallo Isa,
das würde mit Sicherheit nichts bringen. Die Behörden würden vermutlich keine Beanstandungen finden, denn es gibt kein Gesetz, das die Haltung von Hunden im Stall verbietet, wenn dieser nur eine entsprechende Grundfläche aufweist.
Uns hat der "Züchter" gesagt, dass die Hunde im Garten Auslauf hätten. Ich hab mir diesen Garten mal angeschaut - so sauber und ordentlich, dort hat bestimmt noch kein Hund sein Bein gehoben :? Es gibt auch eine verschlossene Tür vom Stall zum Garten, die bei einem Behördenbesuch vermutlich schnell geöffnet werden kann. Hinzu kommt, dass die Hündinnen zwar verwahrlost aussahen, jedoch in einem guten Ernährungszustand waren. Da gibt so viele Fälle um die sich die Amtstierärzte kümmern müssten. Fangen wir bei Nachbars Hund im schönen Zwinger an, der den ganzen Tag stereotype Bewegungsmuster zeigt. Seine Unterbringung genügt allen gesetzlichen Auflagen :(

Gast am 21 Dez 2007 12:25:33

Ja, hast Recht, Eva. War bloß mal so ein Gedanke.
Schöne Weihnachtstage - mit Deinen glücklicheren Hunden!!!

oldnick am 21 Dez 2007 12:42:03

@ lira, ich kann dir eigentlich nur recht geben!
Aber ist es nicht so, dass sehr viele Menschen sich einen Hund anschaffen, und dann nachher überfordert sind, bzw. sich mit den Bedürfnissen des Hundes nicht zurecht finden können?
Es fängt schon damit an, dass der Hund seinen Auslauf, und dass zu recht, fordert. Vielen wird das erst bewußt, wenn sie bei strömenden Regen, bei Sturm, Kälte, Hagel usw. draußen mit ihrem Vierbeiner laufen.
Warum sind denn so viele Hunde im Tierheim?
Es gibt einen Spruch, den sich jeder vor Augen halten sollte, bevor er sich einen Hund anschafft:

Du bist Zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast!

Aber es gibt auch diesen Spruch:

Es gibt nur ein Tier auf Erden, dass dich mehr liebt wie sich selbst: Der Hund!
(an alle die mit einem glücklichen Hund glücklich sind)

Auf diesem Wege möchte ich allen Hundeliebhabern und natürlich auch allen anderen Forummitgliedern Frohe Weihnachten wünschen!

Schöne
Theo[/b]

RG Regalbau am 21 Dez 2007 13:46:42

Hallo,
wir haben unsere Süße ( Dackel/ Spitz Mix) von Pro Animale.
Wir haben 250 € gespendet (Aufwandsentschädigung) und haben eine geimpfte, gechippte und kastrierte Hündin bekommen.
Sie ist so dankbar und treu.Nun 2 Jahre bei uns.Sie zeigt uns jeden Tag, wie dankbar sie uns ist, das wir sie bei uns aufgenommen haben.
Und deshalb an alle die sich einen Hund anschaffen wollen und nicht das große Geld investieren können, wendet Euch an eine der bekannten Tierschutzorganisationen.
Lasst es mit den Billighunden. Weil wie schon geschrieben:
Der Markt regelt sich durch Angebot und Nachfrage.

Frohes Fest.

Schotti am 21 Dez 2007 15:17:36

na dann will ich meinen Senf auch mal dazu geben.
Ich kann nur jeden warnen aus Mitleid so ein süßes Hundebaby zu kaufen wo nicht im Kreise einer Familie das Licht der Welt erblickte. Leider spreche ich da aus eigener Erfahrung.
Wir waren in Ungarn und wollten unbedingt einen Kuvas haben. Also Zeitschriften gekauft und diverse Züchter angerufen, entweder waren die Welpen noch nicht so weit, daß sie abgegeben werden konnten oder sie waren schon bei neuen Familien untergebracht. Doch wie der Zufall es wollte fanden wir einen Welpen der allerdings schon 3 Monate alt war. Naja ist doch egal dachten wir, also hin und angeschaut. Uns erwartete ein zehnjähriges Mädchen mit der Nachbarin, die uns erzählte das beide Eltern im Krankenhaus sind und das Mädchen mit den zwei Elterntieren und dem Welpen alleine zu Hause ist. ausserdem wäre es das Geld sehr knapp und der Welpe die einzige Einnahmequelle. Tja so standen wir da und erfuhren das der Wurf aus 13 Welpen bestand die bei Minus 20 Grad im Freien geboren waren. 6 der Welpen wurden nach der Geburt von der Mutter gefressen und 6 sind bei den tiefen Temperaturen erfroren. Die einzige die überlebte war unsere Elise mit drei Monaten angebunden an einen Baum da sie nicht mit den Elterntieren im Minizwinger sein konnte aus Angst, damit die Elterntiere sie auch noch fressen weil die auch schon seit Tagen nichts zum fressen hatten. Elise spielte mit einem Stein mehr gab es für sie nicht. Die Nachbarin holte einen Stock und zeigte uns indem sie den Welpen damit traktierte wie wachsam und Agressiv die kleine schon ist. Spätestens da hätten wir uns verabschieden sollen was wir aber leider nicht taten sondern ungefragt den geforderten Preis zahlten unsere Elise von dem Baum losbanden uns uns aus dem Staube machten. Sie tat uns ja so leid. Nur mußten wir leider feststellen, das das verhalten der Hündin sich nicht besserte trotz alller erziehungsversuche. Nur so als Beispiel, wenn sie unter dem Tisch lag und einen Knochen nagte und irgendjemand berührte sie nur mit dem Fuß fuhr sie herum und biß sofort zu es gab kein Knurren oder warnen. Sie wollte irgendwie keinen Familienanschluß lieber irgendwo alleine sein so wie sie es von klein auf gewöhnt war. Auch hatten wir die größten Probleme sie Stubenrein zu bekommen. Da sie vormittags drei Stunden alleine sein mußte sah es in der Wohnung aus wie in einem Hundeklo, meisten war direkt vor die Eingangstüre gek.... somit schob man erst mal die Sch...... mit der Türe über den Teppich. Was das Fass für meine Frau aber zu überlaufen brachte war, eines schönen Tages hatte Elise nichts anderes zu tun wie einen zehn Kilosack Hundefutter und einen zehn Kilosack Holzkohle in der Küche auf dem Teppich zu zerlegen. Als meine Frau heimkahm kläfte der Hund in der Küche meine Frau stand vor der Küchentür und brachte sie nicht auf, da die Holzkohle wie Keile wirkten und die Türe nicht mehr aufging. Nachdem wir sie endlich befreit hatten war der weiße Hund schwarz von der Kohle und an baden war garnicht zu denken denn dazu hatte Elise keine Lust, und wer schonmal versucht hat einen 65 Kilo Hund der sich mit den Zähnen wehrt in die Badewanne zu kriegen weiß wovon ich rede. Aber zum Glück für alle beteiligten nahm es noch ein gutes Ende. Wir fanden für Elise ein neues Zuhause wo sie das bekahm wo sie schon immer wollte ein neues Herrchen mit großem eingezäuntem Garten und einer Hundehütte wo sie Tag und Nacht alleine sein und ihre Runden durch den Garten drehen konnte.
Puh war jetzt wohl ein bissch viel Sorry

Eileen am 21 Dez 2007 18:32:22

Beim anerkannten Zuechter mit Papieren, Auszeichnungen und Pipapo zu kaufen ist auch nicht immer das gelbe vom Ei, dann auch dort liegt oft viel im Argen.

Im Gegensatz zu dem, was uns viele Rasseverbaende glauben machen moechten, sind die wenigsten Hunderassen weder gesund, noch sonderlich alt.

Bis vor ca. 100 Jahren gab es noch gar keine "Rassen", sondern meist nur reine Zweckhunde, die je nach Zweck selektiert gezuechtet wurden. Dabei kam es weniger auf das Aussehen, als auf die Faehigkeiten/Eigenschaften an.

Rassehunde sind immer auch "Modehunde" ...da sie einer bestimmten "Mode" entsprechen muessen ...Groesse, Fellfarbe, Erscheinungsbild, etc ...all das wird im Rassestandard festgelegt. Um dann moeglichst nahe am Standard zu sein, wird dann sehr eng und mit nur wenigen (meist preisgekroenten) Elterntieren gezuechtet. "Linienzucht" nennt man sowas ...normale Menschen wuerden "Inzucht" sagen. Der traurige Endeffekt ist der, dass der Genpool der meisten Rassen inzwischen so flach ist, dass da wirklich nur noch Schrott dabei rauskommt.

Trauriges Beispiel: der arme deutsche Schaeferhund, dem aus Modegruenden diese furchtbare abfallende Rueckenlinie angezuechtet wurde. Schaeferhunde ohne Hueftgelenksprobleme sind jetzt eine absolute Seltenheit geworden ...selbst bei Exemplaren mit geradem Ruecken.

Der Berner Sennhund ist ein anderes Beispiel. Seit der in Mode kam, wurde er immer groesser und schwerer gezuechtet, mit dem Endresultat dass die meisten Exemplare spaetestens nach 6 bis 8 Jahren mit Herzfehlern tot umfallen.

Die Liste ist lang, fast alle Rassen sind betroffen, die wenigsten Rassestandards / Zuchtvorschriften legen besonderen Wert auf die Gesundheit der Tiere und die allermeisten Tests und Vorsorgeuntersuchungen die zur Zucht notwendig sind, sind meist nur ein Herumdoktern an den Symptomen anstatt einer wirksamen Verhinderung von Krankheiten.

Viele Zuechter verlieren sich auch recht schnell im Wettbewerbsdenken (und nur der "schoenste" Hund gewinnt einen Preis, nicht der gesuendeste) und mit preisgekroenten Welpen laesst sich dann auch richtig Geld verdienen

Solange die Kunden drauf bestehen, das einheitliche "Produkt" Rassehund zu kaufen, solange wird es den Tieren immer schlechter gehen.

Wir haben auch den Fehler gemacht, und aus lauter "haben wollen" beim Zuechter gekauft ..tja die Huendin ist lieb, nett, schaut gut aus ...aber geistig ist sie nicht auf der Hoehe und im Verhalten ziemlich "anders".

Unsere zwei Wald- und Wiesenmixe (von anderen Leuten weggeworfen) sind gesund, fit und hellwach.

Hier in Irland herrschen katstrophale Zustaende (letztes Jahr wurden offiziell 15.000 Hunde getoetet, inoffiziell wahrscheinlich das dreifache), da brauch' ich wirklich keinen kranken Zuechterhund mehr.

FrankM am 21 Dez 2007 19:23:12

Hi,

möchte nochmal nachschieben das wir hier offenbar unterschiedliche Auffassung vom Begriff "Hobbyzüchter" haben.

Für mich ist das ein Mensch der aus Passion sich mit Hunden beschäftigt, diese auch züchtet und bei dem die Tiere an erster Stelle stehen.
Der Züchter von dem wir unseren Zorro haben ist ein Hundeverrückter. Er lebt für seine Hunde und möchte nur dieses Spaß/Hobby/Lebensinhalt-Gemisch bezahlt wissen. Gewinn interessiert ihn nicht.
Genauso ist die Züchterin des Labbis meiner Schwester.

Was für Züchter gibt es denn sonst noch? Professionelle?

Thema Tierheim: Absolute Empfehlung, aber wir waren durch schlechte Erfahrung gescheut und wollten einen Schäferhund mit besonderen Merkmalen: HD-freie Vorfahren und nicht aus der Schönheitslinie sondern mit geradem Rücken aus der Leistungslinie. Im Nachhinein war das auch richtig.

Also nochmal, das mit den abfälligen Aussagen hier über "Hobbyzüchter" kann ich nicht verstehen.



Frankie

Gast am 21 Dez 2007 19:48:44

Naja, das mit den Hobbyzüchtern ist halt wirklich so eine Sache. Es gibt da sicher ganz ambitionierte, aber auch welche, die einen Wurf ganz gerne vermarkten und zu Geld machen. Ist ja nicht verwerflich, aber obs der "Sache Hund" zweckdienlich ist, sei dahingestellt.
Wir hatten mal einen aus einer "Hobbyzüchtung", der war vor uns schon bei einem anderen Herrle, das ihn nur geschlagen hatte und wurde dort wieder vom Hobbyzüchter abgeholt, dann haben wir ihn mit 5 Mon. aufgenommen. Es war ein schweres Stück Arbeit, ihn "normal" werden zu lassen, aber ganz "normal" war er dann doch nicht. Er starb recht früh an einer Magendrehung, leider. Unser voriger Hund war auch von einer Hobbyzüchterin, die liebte ihre Hündin und auch die Kleinen, die zweimal kamen und wollte sich einen der Jungen zurückbehalten. Es war aber eine ältere sehbehinderte Dame und die wurde mit dem Boxerrüderle nicht fertig, auch diesen nahmen wir mit 5 Monaten auf. Er war überaus lebhaft und lustig, ist mit über 11 Jahren heuer am 7.10. gestorben. Eine tolle Lebenserwartung bei den überzüchteten Boxern!!
Und jetzt haben wir einen reinrassigen Galgo Espanol aus Spanien. Die gleiche Sorte, wie sie auch in Irland (hallo Eileen!!) aus "Sport"- und "Spaß"-Zwecken (Jagd und Rennen) gezüchtet werden. Wenn sie nichts (mehr) diesbezüglich taugen, werden sie gequält, mißhandelt, weggeworfen, wenn sie Glück haben, kommen sie in eine Tötungsstation, wo sie dann vielleicht von Tierschützern befreit werden und zu so Leuten wie unsereins kommen - und dann in ihrem Himmelbett liegen und dies sichtlich genießen.
Ich weiß auch nicht, was die sämtlichen Religionen sich dabei denken, zu verbreiten, der Mensch stünde über der gesamten Schöpfung. Und dann gibt es dies alles und noch viel, viel mehr ...

Heraline am 21 Dez 2007 20:50:37

FrankM hat geschrieben:Was für Züchter gibt es denn sonst noch? Professionelle?


Frankie


Es gibt für mich die Zuordnung: Züchter, Hobbyzüchter und Vermehrer.

Züchter sind Leute die innerhalb eines Zuchtverbandes züchten und die vorgegebenen Anforderung (angefangen beim richtigen Umfeld, Ausstellen der Zuchthunde auf Ausstellungen, bis hin zu den erforderlichen Gesundheitscheck´s) erfüllen. Ob diese alle 10 Jahre 1x einen Wurf haben oder mehrmals im Jahr, spielt dabei keine Rolle. Ich persönlich würde nur bei einem VDH-angeschlossenen Züchter kaufen (obwohl ich absolut kein VDH-Fan bin!!!). Dissidenzvereine sind mir sehr suspekt!

Hobbyzüchter sind Leute die ausserhalb eines Zuchtverbandes züchten. Es liegt leider nahe, dass dort nicht immer auf alles geachtet wird und es fehlt auch die Möglichkeit der Überprüfung z.B. durch Zuchtwart, usw.! Es fehlt z.B. bei der Auswahl der richtigen Verpaarung die Auswahl, die man innerhalb eines Verbandes hat, dann die Vorgaben zu den Gesundheitsuntersuchungen, usw. Wenn ich schon völlig hundeverrückt bin und eine Rasse züchten möchte, warum dann nicht innerhalb eines Verbandes wenn ich nichts zu verbergen habe?

Und dann noch die Vermehrer! Denen ist einfach schlichtweg alles egal! Da wird nicht auf Rasseeigenschaften, Haltungsbedingungen, Gesundheit oder sonstwas wert gelegt.

Connie

Gast am 21 Dez 2007 22:01:53

Hallo,

da bin ja echt froh, dass "unsere" Womogemeinde diesem Treiben dieser
fiesen "Züchter, Vermehrer usw." sehr kritisch gegenübersteht und allesamt diese
Machenschaften verurteilt.
Das Echo hat mich eigentlich nicht überrascht, da ich ja in vielen Posts
gelesen habe, wie liebevoll und fürsorglich die Wohnmobilist/innen mit
ihren Tieren umgehen :)
Hoffentlich werden diesen "Märkte" sehr schnell verboten, denn sonst
werden unsere Tierheime bald noch mehr zu tun bekommen!

In diesem Sinne, schöne Feiertage und ich wünsche, dass die Tiere nur in Familien
aufgenommen werden, die sich der Verantwortung bewusst sind und
die Hunde, Katzen usw. auch wirklich artgerecht halten.

Viele
Siggi

Eileen am 22 Dez 2007 02:37:13

Heraline hat geschrieben: Wenn ich schon völlig hundeverrückt bin und eine Rasse züchten möchte, warum dann nicht innerhalb eines Verbandes wenn ich nichts zu verbergen habe?


Es soll ja auch schon Zuechter gegeben haben, die aus Verbaenden ausgeschieden sind, GERADE WEIL ihnen die Gesundheit ihrer Hunde am Herzen lag :D (und ihnen bezueglich des Rassestandards eventuell ein Licht aufgegangen ist)

FrankM am 22 Dez 2007 08:48:51

Hobbyzüchter sind Leute die ausserhalb eines Zuchtverbandes züchten

Züchter sind Leute die innerhalb eines Zuchtverbandes züchten


...dann habe ich doch bei einem "Züchter" und nicht bei einem "Hobbyzüchter" gekauft :wink: , aber es ist trotzdem sein Hobby :D

Deutsche Sprache,schwere Sprache



Frankie

Beduin am 22 Dez 2007 10:41:24

Nicht nur in Osteuropa, auch in Amerika.................

Sensible Gemüter --> Link bitte nicht :!: anklicken.

Mich hat der Artikel sehr belastet und ich versteh die Regierung nicht und das Mädel mitsamt den Tieren tun mir unendlich leid :cry:

Gast am 22 Dez 2007 11:19:13

Da hauts dir wirklich den Schalter raus :( :( :(

Attila am 22 Dez 2007 18:38:57

@ ina
.... da gefriert mir das Blut in den Adern...... bin nicht in der Lage den Artikel zu Ende zu lesen........

Gerd-R am 23 Dez 2007 07:18:31

Beduin hat geschrieben:Mich hat der Artikel sehr belastet und ich versteh die Regierung nicht und das Mädel mitsamt den Tieren tun mir unendlich leid


Mir geht es ebenso - was da zu lesen ist, ist wirklich ganz furchtbar. Was sind das nur für Menschen, die so etwas verantworten ?

Gerd

jonathan am 23 Dez 2007 09:42:30

Gerd-R hat geschrieben:Was sind das nur für Menschen, die so etwas verantworten ?

Gerd


Vermutlich in den meisten Fällen auch nur solche, die es gem. ihrer Aufgabenstellung tun müssen-ob gern oder ungern, sei hier dahingestellt! Ich denke, im Laufe der Jahre verroht man automatisch bei solcher Arbeit-oder lässt es sofort sein. Aber vielleicht sind bei diesen Menschen im Hintergrund auch Existenzängste vorhanden(wenn sie es nicht tun)??
Auch ich hasse als Tierfreund diese Vorgehensweisen, versuche aber, auch die andere Seite zu sehen. Denn das in weiten Bereichen unseres Globus-auch hier in Europa- die unkontrollierte Vermehrung zu problematischer Überpopulation sorgt, ist doch bekannt und führt leider zu solchen schlimmen Dingen. Aber auch die Zucht (Asien) zum Zwecke der Fell- und Fleischgewinnung wäre ein Thema für diesen Thread..... Ist wohl noch grausamer-aber lassen wir das mal.

Werner

snoopy-k am 27 Dez 2007 23:17:57

Auch die Osteuropäer müssen ja von irgendwas Leben und bedienen einen willigen Markt. Auch in Deutschland sind einige Züchter Massenabfertigungshallen.
Mir persönlich ist es einfach zu teuer, ein Monatsgehalt beim Züchter für einen Welpen zu Löhnen. Meine Hunde sind und waren allesamt vom Tierheim.

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