WoRo1 hat geschrieben:Gibt es dort in nennenswertem Umfang Fahrradwege? Sind zwischen Camping- bzw. Stellplätzen und den Städten die Entfernungen meist so groß und die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel so schlecht, dass die Mitnahmen von Fahrräder sinnvoll ist?
Salut Wolfgang,
das ist ein bisschen wie in Frankreich: es gibt eine Menge verkehrsarmer Nebenstraßen, auf denen man gut fahren kann, ohne dass es Fahrradwege benötigte. Das gilt zumindest für die mir bekannten ländlichen Gebiete (westlicher Teil Südpolens, Masuren, weiteres Umland von Warschau).
In Ballungsgebieten sieht das anders aus. Ohne gute Ortskenntnis tut man sich da schwer. Ich würde Mailand und Genua, Marseille und Lyon, Frankfurt und Wien eher nicht mit dem Rad erkunden - Warschau, Krakau, Gdańsk und Wrocław auch nicht. Das ist auch nicht nötig, weil der ÖPNV jeweils gut organisiert (und in Polen auch recht preiswert) ist.
Ich kenne nur einige Campingplätze in Südpolen. Die Entfernung zur nächsten Einkaufsmöglichkeit ist sehr unterschiedlich, zwischen ein paar Metern und mehreren Kilometern. Kleine Bäckerläden, Obst- und Gemüsegeschäfte und Lebensmittelgeschäfte (die entgegen dem Anschein oft erstaunlich gut sortiert sind) gibt es allerdings sehr viele. Nahezu französisches Lebensgefühl kommt in Krakau beim CP Krakowianka auf: da gibt es gleich nebenan einen großen Carrefour und zudem eine Straßenbahnendhaltestelle, von der aus man gemütlich in die Stadt fahren kann. Man braucht sich nicht einmal um die Fahrtrichtung Gedanken zu machen.
Wenn du einen PDA hast, empfehle ich die Installation des Programms Metro.
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Das enthält Informationen zu derzeit etwa 400 Nahverkehrsnetzen weltweit, auch zu einigen polnischen Städten. Sehr nützlich und außerdem gratis.
Gute Reise.