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luftfederung
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Traktionsprobleme EURA INTEGRA


SUN-LINER am 18 Jun 2008 18:59:52

Hallo zusammen, ich habe ein Problem!
In der Rubrik "Fahrzeugtechnik" habe ich jetzt wohl alle möglichen Suchbegriffe eingegeben, werde aber nicht fündig. Vielleicht mache ich ja auch "ein Faß auf", das schon leer ist. ALSO: Wir fahren einen Integra 680 HB mit Tandemachse auf Fiat Ducato. Der Überhang ist recht kurz, so dass ich ausreichend Höhe für einen Rollerträger habe. Allerdings habe ich erhebliche Probleme am Berg, insbesondere bei Lenkungseinschlag und auf lockerem Untergrund. Selbst eine feuchte Wiese bewirkt, dass ich mich vorne "einbuddle". Ich muss erwähnen, dass an der Vorderachse fast nichts mehr an den Ducato erinnert, sondern der Hersteller seiner Fantasie wohl freien Lauf liess. Guter Fahrkomfort bei relativ weiten Federwegen und Stoßdämpfern, aber ein Reifenwechsel mit dem beigelegten Ducato-Wagenheber ist nicht zu bewerkstelligen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit seinem Fahrzeug, wer kann weiterhelfen.
aus dem Süden der Republik

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Gast am 18 Jun 2008 20:32:42

Hallo,

ich gehe davon aus, dass es sich um ein konstruktiv bedingtes Problem handelt. Frontantrieb, hintere Doppelachse und noch ein Rollerträger sind alles andere als optimal für eine gute Traktion. Wobei - wie Du schreibst - die weiche Abstimmung mit langen Federwegen an der Vorderachse eigentlich gut für die Traktion ist. Ich fürchte, grundlegend wird sich da nichts ändern lassen. Evtl. kann man ein bissl mit der Gewichtsverteilung spielen (Beladung) und den Roller vor dem Rangieren runter nehmen.
Ich würde mal die Achlasten im beladenen Zustand messen - vielleicht siehst Du dann klarer.

Fredl

Gast am 18 Jun 2008 20:48:06

Ich fahre Eura 770 HB mit 2,60m Überhang, auch Doppelachser. Habe im Vergleich zu früheren Fahrzeugen (Frankia auch auf Doppelachse) gute Traktion. Führe das darauf zurück, dass beim Eura Wassertank hinter Fahrersitz und Abwassertank zwischen den Aachsen eingebaut wurde. Habe also recht hohe Vorderachslast. Ausserdem fahre ich nicht mehr diesen blöden Michelin Camp-Reifen, sondern den von der Traktion besseren Conti Vanco.

Wenn Man einer Roller hinten ans Heck hängen will, hebt sich natürlich auch die Vorderachse aus den Federn, die Achslast vorne sinkt. Man müßte also versuchen, einen Gewichtsausgleich in Richtung Vorderachse zu schaffen.

Laß doch mal die Achslasten auswiegen. Dann sehen wir weiter.

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SUN-LINER am 06 Jul 2008 14:56:16

Hallo Fredl und rantanplan,
Achslasten sind verwogen:
Vorne 1760 kg, zugelassen 1850
1 hinten 1660 kg, zugelassen 1500
2 hinten 1660 kg, zugelassen 1500
Gesamtgewicht fast reisefertig 4960 kg, zugelassen 4500 kg. Ich habe also echt ein Problem. Im Moment werden die Vorderachsfedern getauscht, so dass eine Auflastung auf 5000 kg möglich ist. Das Traktionsproblem ist damit leider nicht behoben! :( Hat jemand Erfahrung mit Luftfederungen hinten und sind Aufwand/Kosten das überhaupt wert?
"Schmeck den Süden"
Sun-Liner

achimHH am 06 Jul 2008 16:13:20

SUN-LINER hat geschrieben:Vorne 1760 kg, zugelassen 1850
1 hinten 1660 kg, zugelassen 1500
2 hinten 1660 kg, zugelassen 1500
Gesamtgewicht fast reisefertig 4960 kg, zugelassen 4500 kg. Ich habe also echt ein Problem. Im Moment werden die Vorderachsfedern getauscht, so dass eine Auflastung auf 5000 kg möglich ist. Das Traktionsproblem ist damit leider nicht behoben! :( Hat jemand Erfahrung mit Luftfederungen hinten und sind Aufwand/Kosten das überhaupt wert?
"Schmeck den Süden"
Sun-Liner


Hallo Sun-Liner.
Warum du die Vorderachsfedern tauschen lässt, verstehe ich zwar nicht,
aber damit willst Du wohl die Auflastung auf 5000kg erreichen.

Nun, selbst wenn Du eine Luftfederung hinten einbauen lässt,
wird sich Dein Transaktionsproblem nicht lösen !
Die Luftfederung, hat viele vorteile, aber keinesfalls schafft sie es das
Gewicht von hinten nach vorn zu verlagern.

Denn die Antriebsachse, ist nun mal die Vorderachse, und bei einem
Gewicht von 5 t. oder sogar noch mehr, ist die ganze Sache schon sehr heikel.
Eventuell hilft es, wenn Du wenn die Auflastung auf 5.000 kg erfolgt ist,
die Vorderachse durch Umräumen oder gar Umbauarbeiten mehr bzw.
bis an die zulässige Grenze zu belasten.
Auch kann ein anderes Reifenfabrikat eventuell helfen.

Auf jedenfall musst Du etwas an dem Gewicht welches auf
den Hinterachsen liegt machen.
Ausladen , umbauen, eventuell wenn möglich auflasten.
Denn so wie es jetzt ist, kannst Du in etlichen Ländern echte
Probleme bekommen.
Wenn Du Pech hast und die Ordnungskräfte Dich erwischen,
lassen sie Dich bei einer Überladung von 160 kg ( über 10% ) pro Hinterachse, so nicht weiterfahren.

franz_99 am 06 Jul 2008 16:13:41

das versteh ich jetzt nicht, warum werden die vorderen Federn getauscht?
Die hinteren sind doch überlastet. Die Beladung muß geändert werden. Hinten abspecken!

Gast am 06 Jul 2008 20:29:24

SUN-LINER hat geschrieben:Vorne 1760 kg, zugelassen 1850
1 hinten 1660 kg, zugelassen 1500
2 hinten 1660 kg, zugelassen 1500
Gesamtgewicht fast reisefertig 4960 kg, zugelassen 4500 kg.

Hallo,

Das hört sich alles nicht besonders gut an. Leider ist es heute üblich, beim Thema Achslasten und Gesamtgewicht von seiten der Hersteller zu lügen, dass sich die Balken biegen. Beschwert sich dann wirklich mal jemand, wird eine Auflastung angeboten - die Dir übrigens nicht helfen wird, weil sie die Hinterachslast nicht verringert.
Aus meiner Sicht ist es überhaupt ein Unding, Wohnmobile mit 5 to Gewicht und hinterer Doppelachse auf Basis eines Fronttrieblers zu bauen! Da gehört grundsätzlich ein Hecktriebler her. Leider hilft Dir das auch nicht weiter - ich weiss.

Ich kenne die Gesamtsituation nicht aber wenn Du die Möglichkeit hast, gib das Fahrzeug zurück (Beim Neufahrzeug also Wandlung). Grund: Nichteinhaltung der versprochenen Eigenschaften. Auch eine Nachbesserung irgendwelcher Art wird das Problem nicht lösen.
Wenn Du unbedingt ein grosses Fahrzeug brauchst, bist Du wahrscheinlich mit einem guten, gebrauchten Hecktriebler deutlich besser bedient.
Just my 2cents ....

Fredl

Bergbewohner1 am 06 Jul 2008 21:00:31

Es ist auch nicht zu verstehen, warum man solche Fahrzeuge kauft, wenn es schon Hersteller gibt, die so einen Blödsinn bauen und verkaufen.
Diese Prinzip des Antriebs entspricht jeglichen physikalischen Gesetzen.
Auch wenn Dirs nicht echt hift, Finger weg von dieser Art des Antiebes.

pegor am 06 Jul 2008 21:05:28

Ich habe auch ein Problem mit Überladung und Traktion. GG 3500 mit Luftfederung hinten und langem Überhang. Eine weitere Auflastung ( ist dann das Maximale ) auf 3750 ist nur mit dem Austausch der vorderen Feder möglich. ( Laut Goldschmidt ).Hilft mir aber nicht viel da ich auch einen Rollerträger anbauen will und die Traktion damit nicht besser wird. Ducato 244 / 15 - TEC 6750

achimHH am 06 Jul 2008 22:14:49

pegor hat geschrieben:Ich habe auch ein Problem mit Überladung und Traktion. GG 3500 mit Luftfederung hinten und langem Überhang. Eine weitere Auflastung ( ist dann das Maximale ) auf 3750 ist nur mit dem Austausch der vorderen Feder möglich. ( Laut Goldschmidt ).Hilft mir aber nicht viel da ich auch einen Rollerträger anbauen will und die Traktion damit nicht besser wird. Ducato 244 / 15 - TEC 6750


:eek:

der Rollerträger allein, ist ja nicht das Problem.
sondern der Roller, oder was Du damit transportieren willst.

wie sieht es denn mit Deinen Achsgewichten aus?

eventuell ist ja ein Anhänger eine viel bessere möglichkeit.

spiti01 am 15 Jul 2008 15:10:15

SUN-LINER hat geschrieben:Hallo zusammen, ich habe ein Problem!
In der Rubrik "Fahrzeugtechnik" habe ich jetzt wohl alle möglichen Suchbegriffe eingegeben, werde aber nicht fündig. Vielleicht mache ich ja auch "ein Faß auf", das schon leer ist. ALSO: Wir fahren einen Integra 680 HB mit Tandemachse auf Fiat Ducato. Der Überhang ist recht kurz, so dass ich ausreichend Höhe für einen Rollerträger habe. Allerdings habe ich erhebliche Probleme am Berg, insbesondere bei Lenkungseinschlag und auf lockerem Untergrund. Selbst eine feuchte Wiese bewirkt, dass ich mich vorne "einbuddle". Ich muss erwähnen, dass an der Vorderachse fast nichts mehr an den Ducato erinnert, sondern der Hersteller seiner Fantasie wohl freien Lauf liess. Guter Fahrkomfort bei relativ weiten Federwegen und Stoßdämpfern, aber ein Reifenwechsel mit dem beigelegten Ducato-Wagenheber ist nicht zu bewerkstelligen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit seinem Fahrzeug, wer kann weiterhelfen.
aus dem Süden der Republik


@ SUN-LINER
Die grundsätzlich vorhandenen Traktionsprobleme bei Fronttrieblern mit langem Hecküberhang werden in Deinem Fall noch durch zwei Punkte weiter verschlimmert:

1. Am Berg wandert der Fahrzeug-Schwerpunkt weiter nach hinten, wodurch die Antriebsachse vorn entlastet wird = zusätzlicher Traktionsverlust.

2. Bei eingeschlagener Lenkung "würgt" der Doppelachser die ungelenkten Hinterräder um's Eck. Schau mal, wie das aussieht, wenn so ein Doppelachser auf festem Untergrund mit maximalem Lenkeinschlag rangiert - das zieht beinahe den Reifen von der Felge.
Diese Kräfte muß ebenfalls der Antrieb über die - bergan zusätzlich entlasteten - Vorderachse aufbringen.

Leider ist es eine Tatsache, dass ein frontgetriebener Doppelachser bezüglich Traktion das schlechteste aller möglichen Konsepte und nicht mehr als ein fauler Kompromis ist.
Ich kenne (leider!) einige Leute, die bei der Fahrzeugwahl nicht zuhören wollten und trotzdem den Dreiachser gekauft haben - und später wahrlich nicht glücklich wurden mit ihrer Entscheidung. Gründe dagegen gibt es viele - siehe oben, 50% höhere Kosten für Winterräder, häufigere Radlagerschäden, ausgeschlagene Lagerbuchsen an verbogenen HA-Lenkern usw. usw., bis hin zu deutlich höherem Verschleiß am Triebkopf, der vom Konstrukteur schließlich für max. 3,8 to zul.ges.Gew. ausgelegt wurde - und nicht für 5,0 to.

Sorry und .....spiti

Bergbewohner1 am 15 Jul 2008 19:32:05

Hallo spiti, das war mal eine klare Aussage :daumen2:

Gerd Peter am 15 Jul 2008 19:53:39

Hallo Sun - Liner,
Du hast Recht, mit der Traktion bei einem Tademachser ist das so eine Sache. :(
Jedoch hat auch ein Zweiachser mit Frontantrieb so seine Probleme .
Aber Radlagerschäden und ausgeschlagene Lagerbuchsen an irgendwelchen verbogenen Hinterachslenkern? Und wieso erhöhter Verschleiß am Triebkopf? Hast Du diese Erfahrungen selber gemacht?
Ich habe keine von Dir hier aufgeführten Schäden an meinem Womo in 9 Jahren und 100.000 km gemacht! :)
Ich würde immer wieder ein Tandemfahrzeug kaufen. Nur hat Hymer leider diese Fahrgestelle aus dem Programm genommen :(

Viele Gerd Peter

spiti01 am 04 Aug 2008 15:29:16

.....und das nicht ohne Grund!

ecki07 am 04 Aug 2008 18:48:10

Hallo Spiti01,
kann als Techniker Deine Ausführungen nur voll und ganz unterstreichen.
Habe während meines Studiums schon sehr früh gelernt, dass eine geschleppte Achse immer nur eine Notsösung sein kann.
Jürgen

spiti01 am 08 Aug 2008 14:59:09

Hi Jürgen,

schön, dass die Techniker dem Techniker zustimmen, auch wenn die :auslach: Laien zweifeln...... :lah:

Grüßli....spiti

D.L.S. am 08 Aug 2008 15:56:56

Hallo,
ich fahre auch einen Duc 244 Tandemachser und habe bis heute noch keine Traktionsprobleme festgestellt. Selbst mit Quadt in der Garage.
Gescheite Reifen drauf und gut ist.
Auch das beinah abziehen der Reifen bei vollem Lenkeinschlag kann ich nicht bestätigen. Wenn ich von der Tour komme muß das Mobil von einer 4 Meter breiten Straße in eine 2,50 m breite Einfahrt rangiert werden. Es gibt keine runter gesprungenen Reifen oder Rangierspuren . Son Quatsch.
Ausgeschlagene Radlager sind mir auch noch nicht vorgekommen weder am jetzigen Mobil (55000) noch an dem vorgänger Tandem den ich mit über 200000 Km
verkauft habe.
Verbogene Hinterachslenker wo sollen die denn sitzen????
D.L.S.

bert am 08 Aug 2008 16:46:36

Es ist halt trotzdem für diese Größe von Fahrzeug und mit Bühne hinten drauf das falsche Antriebssystem.
Meistens sind die bei den mobilen Grillwagen und bei den Verkaufsfahrzeugen verbaut, da mag es nicht schlecht sein, aber bei einem Womo?
Ein Bekannter hatte auch so ein Ding, erhöhten Verschleiß stellte er nicht fest,
die Traktionsprobleme hatte er aber auch.
Bin einmal damit gefahren, fuhr sich auf der Straße besser als mein normaler Ducato.
Mit einem solchen Beladungsgewicht kommt man halt noch schneller an
die Grenzen der "Fahrbarkeit".

Bert

Gast am 08 Aug 2008 17:59:46

Theorie und Praxis liegen offensichtlich oftmals weit auseinander. Genauso, wie nach der Theorie von Atomtechnikern die Grube Asse erst in 1 Mio Jahren absaufen dürfte, aber schon abgesoffen ist, dürfte umgekehrt eine Tandemachse keine gute Traktion auf der Vorderachse bieten. Trotzdem habe ich mit meinem frontgetriebenen Fahrzeug und Tandemachse eine recht ordentliche Traktion, was ich im letzten Kroatienurlaub wieder feststellte. Ich mußte um eine scharfe Rechtskurve fahren auf einem recht eng geschnittenen Campingplatz. Der Weg war recht steil. Ich schätze mal 5 bis 7 % Steigung. In der Kurve und das erste Stück danach war Schotter. Troztdem zog der Fronttriebler den voll beladenen Ducato um die Kurve und mit leicht durchdrehenden Rädern die Steigung hinauf. Ob das mein Karmann auf LT besser geschafft hätte, wage ich mal zu bezweifeln.

Bei unserem Camperfreund, der den Eingangsfred geschrieben hat, dürfte ein grundlegenderes Problem vorliegen, dass nämlich die Hinterachslasten einfach viel zu hoch sind und das Fahrzeug insgesamt überfordern. Das mag weder ein Hecktriebler noch ein Fronttriebler. Beim einen scheitert dann die Traktion, beim anderen nimmt die Schaukelneigung und Windempfindlichkeit deutlich zu und der Bremsweg verlängert sich ins Unendliche. Da kann sich dann jeder aussuchen, was ihm lieber ist.

Würde unser CF keinen Tandemachser mit Frontantrieb fahren, hätte er vielleicht eine bessere Traktion. Mit einem Hecktriebler würde er dafür zum Spielball des Windes und Spurrillen und hätte eine Schaukelkiste, dass den Kids im Wohnraum während der Fahrt schlecht würde; oder so ähnlich. Beim Karmann mussten dann nämlich schon mit Fahrradträgern am Heck die verstärkten Stabis rein, sonst hätten sich die Kids geweigert, mitzufahren. Zuvor hatten wir nämlich auch schon einen Tandemachser und da waren die verwöhnt von den ruhigen Fahreigenschaften auf den langen Strecken.

Ich kann nur sagen: Die Tandemachse ist nach frontgetriebenen Zweiachsducatos und heckgetrieben zweiachs Hecktrieblern die mit Abstand ausgewogenste Lösung in dieser Gewichtsklasse. Mein Popometer läßt mich da nicht im Stich.

ecki07 am 10 Aug 2008 17:29:13

Hallo Rantanplan,
Deinen vorletzten Satz verstehe ich nicht.
Könntest Du mich bitte aufklären ?
Jürgen

Gast am 10 Aug 2008 18:46:40

ecki07 hat geschrieben:Hallo Rantanplan,
Deinen vorletzten Satz verstehe ich nicht.
Könntest Du mich bitte aufklären ?
Jürgen



Ich habe Knaus Traveller (3 Stück, 685 HFG, 708 Sun und 708 Traveller) und Knaus Trvelliner (640) mit jeweils zwei Achsen, eine vorne und eine hinten, jeweils Fiat Ducato mit Frontantrieb, dazwischen drei Karmänner, zweimal Missouri auf LT und einmal Colorado auf T4, T4 mit Frontnatireb und LT mit Heckantrieb, zwei Frankia A 800 mit drei Achsen auf Fiat Ducato mit Frontantrieb und jetzt Eura 770 mit drei Achsen auf Fiat Ducato gefahren. Nur die 3-Achser überzeugten mich bisher, was das Fahrverhalten insgesamt anging, besonders auf den langen Strecken über Autobahnen und Landstraßen. Sowohl die Zweiachser Ducatos als auch die Zweiachser auf LT (baugleich mit Sprinter) fuhren viel unruhiger, liefen vermehrt Spurrillen nach, waren wesentlich windempfindlicher und schaukelten vor allem deutlich mehr als alle drei Dreichaser, die ich bisher gefahren habe. Einen signifikanten Vorteil des Heckantriebs konnte ich nicht feststellen. Vielmehr waren die Unterschiede hinsichtlich der jeweiligen Beladung und der Balance der Fahrzeuge zu spüren. Auch wirken sich die Unterschiede der Reifen spürbar aus.

Das beste Fahrverhalten überhaupt hat der momentane Eura auf Drei-Achs-Chassis. Ich führe dies auf die sehr ausgewogene Balance zwischen Vorder- und Hinterachse zurück, was bei dem Dreiachser Frankia A 800 so nicht der Fall war. Der Eura nimmt mehr Gewicht zwischen Vorder- und Hinterachsen. Der Frankia hatte ein größeres Gewicht auf der Hinterachse, was die Vorderachse entlastete. Den geringsten Grip hatte der Knaus, 7,20 m mit 4,0 To Gesamtgewicht und langem Überhang mit Heckgarage. Klar, dass bei einer solchen -häufig verwendeten- Konstruktion des Aufbaues vorne auf der Antriebsachse nicht mehr viel ankommt.

Während ich die Knäuse und den einen Missouri mit stärkeren Stabis bzw. Luftbälgen nachrüsten mußte, damit das Fahrverhalten erträglicher war, war dies bei keinem Dreichser erforderlich, obwohl die gleichen Personen und das gleiche Gepäck transportiert wurden. Hätte ich festgestellt, dass der Heckantrieb so toll sei, wäre ich bestimmt nicht zum Tandemachser zurück gewechselt!? Dann hätte ich meinen Karmann Missouri auch weiterfahren können oder hätte mir einen heckgetriebenen 8-Meter-Dampfer, z.B. Frankia 8000 auf Sprinterbasis kaufen können. Preislich wäre das Wurscht gewesen.


Jetzt klar, was ich meinte?

Gerd Peter am 10 Aug 2008 19:21:57

Hallo Ratanplan,
Glückwunsch zur "Engelsgeduld" bei diesem Thema :!:
Ich befürchte jedoch, Du wirst bei die beiden Techniker nicht überzeugen.

Gerd Peter

Eileen am 11 Aug 2008 00:21:49

Ist doch logo, dass sich ein Tandemachser mit zusaetzlich verbreiterter Spur und tiefem Hilfsrahmen hinten auf einer geraden Autobahn komfortabler und ruhiger faehrt als alles andere ...hat allerdings mit dem grundsaetzlichen Traktionsproblem nichts zu tun.

Traktion wird erst dann ein Thema wenn's bergauf geht oder eng wird, und so richtig, wenn beides zusammenkommt. Wenn die vordere Antriebsachse eh' schon relativ wenig Gewicht traegt und dann bergauf auch noch entlastet wird, dann ist es halt irgendwann vorbei ...ist auch logo.

Nur dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat, das scheint nicht ganz klar zu sein :D

Grundsaetzlich halte ich die allermeisten Womo-Fahrgestelle fuer einen Kompromiss ...im schlimmsten Fall wird's dann eben ein schlechter Kompromiss.

Selbst ein hinterrad-getriebenes Womo stoesst an seine Grenzen, wenn der Hersteller am Radstand spart und die kuerzeste Version waehlt und dann das meiste Gewicht wie ein grosses Pendel 2 oder gar drei Meter hinter der Achse haengt. Das gibt zwar eine wunderpraechtige Traktion aber ein absolut bescheidenes Fahrverhalten. Macht man das bei einem Frontriebler, so hat man beides ...schwammiges Fahrverhalten und keine Traktion.

Alles ueber 3-3.5 Tonnen gehoert auf ein ausreichend steifes LKW-Fahrgestell (und nicht auf einen Kleintransporter) mit Hinterradantrieb, Zwillingsreifen und einem vernuenftigen Radstand ohne allzugrosse Ueberhaenge. Da gibt's dann keine Traktionsprobleme und geradeaus faehrt die Kiste auch. Allerdings kommt es hier dann gerne zu Komforteinbussen wegen des steifen Rahmens und der primitiven Federung (im Serienzustand)

Man kann halt nicht alles haben ...sollte sich aber zumindest beim Kauf bewusst sein worauf es einem ankommt und sich danach entscheiden.

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