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Reisebericht


Gast am 23 Jul 2008 18:06:25

Hallo Zusammen,

hier kommt nun der erste Teil des Reisebereichtes unserer Reise über Wien durch Ungarn und Kroatien.
Den 2.Teil bekomme ich hoffentlich morgen fertig. Die dazugehörigen Bilder findet ihr in meiner Galerie.

Reisebericht

Samstag 28.06.08

Gegen 4:00 Uhr starten wir mit dem „alten Eimer“ Richtung Wien zum EM-Finale.
Staufrei kommen wir nach 980 Km am Camping Wien-West an und wollen dort einchecken, da wir den Platz von früheren Besuchen ( Mit dem Motorrad) bereits kennen.
Dort werden uns allerdings satte 45€ pro Nacht angesagt, da ja schließlich EM ist.
Wir haben dann dankend abgelehnt und kurz den Stellplatzführer umgegraben.
Nach einem kurzen Telefonat hatten wir einen Stellplatz beim Weingut Schilling in Wien-Strebersdorf. Das ist ein Außenbezirk, der jedoch sehr gut durch die Straßenbahn mit der City verbunden ist.
Der Stellplatz kostet ohne alles (Ver-und Entsorgung) €5,00, bei Verzehr im Weingut ist er gratis. Das Essen dort ist vorzüglich und ebenso wie der Wein nur zu empfehlen.

Sonntag 29.06.08

Schon früh um 9:00 geht es in die Innenstadt nach Wien Richtung Fanmeile.
Den ganzen Tag ist in Wien eine Superstimmung. Diese ändert sich auch nach dem Ergebnis nicht. Man feiert dann halt mit den zahlreichen Spaniern.
Fazit: Ein tolles Erlebnis mit falschem (aber gerechten) Ergebnis.

Montag 30.06.08

Nachdem wir erstmal gründlich ausgeschlafen und dann gefrühstückt haben, sollte es um 12.00 Uhr Richtung Balaton gehen.
Aber, erste Kreuzung, meine Frau bremst, aber der Wagen nicht. Bremsen geht nur noch mit äußerster Kraft. Ich habe den Bremskraftverstärker im Verdacht und im Schritttempo fahren wir zur nächsten Werkstatt (ATU). Keine Chance auf Hilfe, da unser Auto zu hoch ist und wir nicht in die Halle kommen. Den Weg aus der Halle zum Auto hat der Meister leider nicht für machbar gehalten.

Auf der Rückfahrt per Straßenbahn am Vortag, habe ich zufällig ein „Peugeotschild“ gesehen. Ganz in der Nähe. Dort fahren wir jetzt hin.
Nett gefragt, ob uns mal „eben“ jemand helfen könnte, stand nach 5 Minuten fest, dass die Vakuumpumpe sich verabschiedet hat. Der Werkstattinhaber hat ein paar Minuten hin und her telefoniert und uns Kaffee trinken geschickt. Als wir um 15:00 wieder in der Werkstatt vorbeischauen, ist die neue Pumpe bereits eingebaut. Wir sind jetzt um 190€ ärmer, aber der „alte Eimer“ bremst wieder.

Wir fahren über Land bis zur Burg Sümeg und kommen dort gegen 17:30 an. Es ist nicht mehr viel Betrieb und wir beschließen, uns die Burg noch heute anzusehen. Der Eintrittspreis ist vergleichsweise niedrig.
Von dort oben hat man eine tolle Aussicht über das Umland und auch die Burg selber ist empfehlenswert. Zum Teil sehr gut erhalten oder restauriert. Gegen 20:30 sind wir wieder am Fuß der Burg angelangt und trinken dort an einem Imbiss noch ein paar Gläser Wein. Der ist günstiger, als das Mineralwasser für unseren Sohn. Nach netten Nachfragen, erlaubt man uns, auf dem Parkplatz des Imbisses zu übernachten. Das tun wir dann auch beizeiten.
Dienstag 01.07.08

Die Nacht verlief ruhig. Auch die regelmäßig patroulierende Polizei hat sich nicht an unserer freien Übernachtung gestört. Gegen 8:00 erwachte die Imbiss und Souveniermeile am Fuße der Burg wieder zum Leben, und als wir aus dem Auto kamen, konnten wir schon den Geruch von Omelett und Kaffee wahrnehmen.
Also gab es zum Frühstück Omelette mit Pilzen und Schinken.

Frisch gestärkt ging es nun an den Plattensee nach Balatonspezzed. Dort haben wir uns für 2 Tage auf dem Campingplatz „Venus“ einen Stellplatz ohne Strom (brauchen wir nicht) gebucht, um mal die Beine baumeln zu lassen. Der Platz ist klein und sehr sauber, und es gab sogar eine Kinderanimation. Der Platz hat einen eigenen Strand. Zum Ortskern sind es 1500Meter zum Einkaufen gehen wir aber lieber in die andere Richtung nach Zanka. Der Weg ist ungefähr gleich, aber man kann neben der Hauptraße auf einer kleinen Paralellstraße gehen. Das ist mit Kind entspannter.
Geblieben sind wir hier bis zum 04.07.08, da das Wetter zu warm war, um außer Baden etwas anderes zu unternehmen und zugleich kein zusäztlicher Strandeintritt gezahlt werden muss. Die 190€ sollen wieder rein.

Freitag 04.07.08

Wir fahren nach Füred. Dort kennen wir einen Gasthof am Ortsrand, von dem wir glauben, das man uns wieder erkennt und wir dort übernachten können.
So ist es. Nach einer herzlichen Begrüßumg stellen wir unser Auto auf dem Parkplatz ab und gehen erstmal wieder – na was wohl- baden.
Der Eintritt ins Schwimmbad ist mit 1770 Forint verhältnismäßgi teuer, jedoch sind Getränke und Speisen im Schwimmbad wesentlich günstiger als woanders.
Abends wurde dann im Gasthof richtig zugelangt und dann auf dem Parkplatz sehr ruhig übernachtet.

Samstag 05.07.08

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es weiter nach Almadi. Dort ist Samstags immer Markt mit angeschlossenem Trödelmarkt.
Wir stellen unser Auto auf der Haupstraße 50 Meter von der Polizeiwache auf den Standstreifen und bummeln über den Markt. Nach einem gemütlichen Tag dort beschließen wir, unser Auto so stehen zu lassen wie es ist und schlafen dort unbehelligt von der Polizei und anderen Zeitgenossen.

Sonntag 06.07.08

Nun soll es nach Budapest gehen. Wir ver und entsorgen auf dem Campingplatz „Jacht“ in Almadi gegen einen kleinen Obulus und fahren zu einem Campingplatz am Ortsrand von Buda. Der Campingplatz ist nicht sonderlich zu empfehlen. Glücklicherwiese haben wir direkt nach dem Parken vor dem Platz ( und dessen Besichtigung) in einem nahen Gasthaus etwas gegessen und zur Kenntnis genommen, das dieser einen abschließbaren Parkplatz hat. Nach 2 Espresso mit dem Inhaber war klar, hier können wir 2 Nächst stehen. Wir verleben zwei wunderschöne Tage (und Nächte) in einer der schönsten Städte, die ich bisher kennenlernen durfte.

Dienstag 08.07.08

Gegen Mittag geht es zurück an den Balaton. Wir wollen zur Halbinsel Tihany. Im Ort selber ist das Parken für Womos verboten. Die wenigen Plätze, wo es gestattet ist, sind von der Parkgebühr preislich total überzogen. Wir sehen nicht ein, das wir die Parkgebühr für einen Reisebus zahlen sollen und suchen uns einen Platz außerhalb des Ortes am Fuße des Berges. Dort stehen wir direkt am See für umgerechtet 5€
pro Nacht incl. Frischwasser und Toilette.
Der Fußweg zum Ort dauert jetzt zwar 45 Minuten, aber wir sind ja nicht fußkrank.
Da wir erst baden waren, sind wir erst gegen 19:30 oben im Ort und es ist entgegen unseren früheren Motorraderfahrungen erstaunlich, aber angenehm leer.
Die Aussicht von dort oben über den Balaton ist ein Gedicht und auch der Ort selber ist sehr sehenswert.

Mittwoch 09.07.08

Eigentlich hatten wir geplant, von hier aus mit der Fähre auf die Südseite überzusetzen, um uns die Touristenhochburg „Sioufok“ anzusehen und dann am Südufer Richtung Westen zu fahren.
Da das Fährticket für eine Strecke jedoch teurer war, als ein Tagesausflug per Schiff auf die Südseite, haben wir unser Auto stehen lassen.
Den Ausflug haben wir per Schiff gemacht. Die Fahrt war bei dem heißen Wetter wunderbar. Der Ort Sioufok hat einiges zu bieten. Wunderschön angelegte Parks, ganz flache Strände (für Kleinstkinder geeignet), viele Einkaufsmöglichkeiten.
Für unseren Geschmack war es jedoch ( wie befürchtet) zu „kirmesmäßig“ und überfüllt. Nach einem 4stündigen Aufenthalt ging es wieder mit dem Boot zurück nach Tihany, wo wir dann noch einen ruhigen Abend und eine ruhige Nacht verbracht haben.



Morgen geht es dann weiter.


hartifisch

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hast29 am 23 Jul 2008 18:31:01

Hallo harifisch,

toll dein Bericht. Mir kommen Erinnerungen vom Balaton wieder in Erinnerung.
Bin gespannt auf deine Fortsetzung.

Gast am 23 Jul 2008 18:37:58

Hallo Hartifisch


mach blos schnell weiter - auch wir sind Ungarnfans und wie Du vielleicht gelesen hast (der perfekte Campingplatz) schon kurz vor der Übersiedlung.

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Gast am 24 Jul 2008 18:02:58

Hallo,

hier der versprochene 2te Teil. Die Bilder dazu wieder im Album:

Donnerstag 10.07.08

Der Wetterbereicht meldet bedeckten Himmel und etwas niedrigere Temperaturen.
Wir beschließen uns Tapolca anzusehen. Laut Reiseführer handelt es sich um einen viel versprechenden Ort für eine Tagesfahrt. Angeblich ruhig und mit nur wenig Tourismus.
Tatsächlich war der Ort „rappelvoll“. Die Besichtigung des berühmten Höhlensees wird sofort von der Aktivitätenliste gestrichen, nachdem wir die Warteschlange auf mindestens 2 Stunden eingeschätzt haben. Stattdessen sind wir dann in den Park mit den beiden Mühlenseen gelaufen und haben uns dort umgeschaut. Ein toller Park mit 2 glasklaren Teichen, in denen sich tausende (nicht übertrieben) von Goldfischen tummeln. Ein wirklich herrliches Plätzchen zum Verweilen. Essen und Trinken kann man dort natürlich auch.
Gegen Nachmittag fahren wir wieder Richtung See und landen in Badascony. Der Ort ähnelt einer großen Kirmes, da dort sehr viele Fahrgastschiffe vom Südufer ankommen.
Gegen Abend wird es aber merklich ruhiger. Wir stehen auf einem Parkplatz am Schwimmbad und als wir nach dem Baden zurückkommen, haben wir ein Falschparkticket am Auto. Wir haben aber brav ein Parkticket gezogen, und das ist auch noch gültig. Nach mehreren Rundgängen über den Platz finden wir dann ein kleines Hinweisschild „reserviert für Reisebusse“. Toll gelaufen.
Aus Protest beschließen wir, jetzt auch die ganze Nacht dort stehen zu bleiben.
Abends sitzen wir auf der Wiese vor unserem Womo und halten Kriegsrat.
Was stellen wir die nächsten Tage an? Auf die Südseite will keiner, da muss man erst 17 Km laufen, bis das Wasser kniehoch ist. Die Nordseite haben wir (auch mit dem Motorrad) schon abgegrast. Fürs Hinterland ist es viel zu heiß.
Wir merken alle, das uns etwas fehlt.

Rätsel: „Nordsee, Südsee, Ostsee, Plattensee“. Was passt hier nicht rein?
Richtig: Ein Meer ist ein Meer (egal wie es heißt) und ein See halt ein See.
Uns fehlt das Salz auf der Haut und klares Wasser zum Schnorcheln.

Kurzerhand wird beschlossen: Wir fahren nach Kroatien ans Meer auf unseren favorisierten Campingplatz Politin auf Krk.

Freitag 11.07.08

Morgens um 6:00 rollt der „alte Eimer“ auf der Landstraße Richtung Kroatien. Die Strecke bis zur Grenze war fahrtechnisch eine Katastrophe. Diese 100 km waren die schlechteste Landstraße, die ich je in Ungarn gefahren bin. Bis zur Grenze brauchte ich fast 3 Stunden. Kurz vor der Grenze haben wir dann noch mal beim Lidl haltgemacht, um Getränkevorräte zu bunkern, die in Kroatien erfahrungsgemäß teurer sind. Dies sind Mineralwasser, Limo und Dosenbier. Außerdem wollten wir überschüssige Forint loswerden. In Kroatien ging es dann auf die Autobahn über Zagreb Richtung Rijeka.
Gegen 14:00 bei richtig heißem Wetter sind wir auf Politin angekommen und haben uns ein schönes Plätzchen mit Halbschatten gesucht. Da wir keinen Stromanschluss wollten, haben wir nur den „Zelttarif“ (wie übrigens in Ungarn auch) bezahlt.
Wir haben nur das Auto geparkt, den Kühlschrank auf Gas angeworfen und sind dann erstmal ab in die Adria.
„Das war es, was ein wenig gefehlt hat>>> Salzgeruch und klares Wasser zum Schnorcheln“
Als es gegen Abend kühler wurde, haben wir uns dann häuslich eingerichtet und waren im platzeigenen Restaurant ausgiebig und günstig speisen.
Geblieben sind wir auf dem Platz bis zum 17.07.08.
Bilder vom Platz gibt es nur wenige, da es sich um einen ?-Platz handelt. Dort ist es mit dem fotografieren etwas schwierig. Fotos kann man nur früh morgens, oder spät abends machen.

Donnerstag 17.07.08

Morgens um 6:00 werde ich von einem heftigen Donner geweckt. Der Himmel sieht aus, wie kurz vor dem Weltuntergang. Ich wecke die gesamte Familie, damit wir noch trocken alles zusammenpacken können. Nichts ist so unangenehm, wie Stühle, Tisch und andere Dinge nass in den Dachkoffer oder im Womo verstauen zu müssen.
Um 7:00 sind wir fertig und kurz darauf gießt es wie aus Eimern.
Uns kam das fast wie ein „Rausschmiss“ vor und da wir bereits am Vortag abends ausgecheckt hatten, starteten wir erstmal ohne Frühstück.
Vor der Brücke zum Festland gibt es einen großen Parkplatz mit Blick auf die Vorgelagerte Insel „Sv Marco“. Dort haben wir Rast gemacht und bei wieder besserem Wetter und toller Aussicht , ausgiebig gefrühstückt.
Dann ging es weiter Richtung Triest. Bis kurz vor Rupa über die Autobahn und dann über die Bundesstraße durch Slowenien nach Triest. Die Strecke war für uns neu, aber sehr gut zu befahren und gut ausgeschildert. Die 35€ Maut kann man sich auf dieser Strecke sehr wohl sparen.
Da die Verkehrslage es sehr gut zuließ, sind wir an diesem Tag noch bis zum Gardasee gefahren. Der Stellplatz in Riva del Garda, sollte unsere letzte Übernachtung in diesem Urlaub sein. Die Stellplatzgebühr ist zwar angehoben worden auf 1,00€ je Stunde(früher 0,50€), aber noch immer günstiger als die Gebühren der anderen Parkplätze im Ort und außerdem mit Ver und Entsorgung.
Wir machen abends noch einen Spaziergang durch den Ort und zum See (unser Sohn auch rein) und gehen nach einer guten und günstigen Pizza frühe schlafen.

Freitag 18.07.08

Heute geht es nach hause. Wir fahren gegen 10:00 bei gutem Wetter und günstigen Verkehrsverhältnissen staufrei bis Frankfurt. Von hier aus bis nach hause ging dann der Scheibenwischer nicht mehr aus.
Das Schmuddelwetter hatte uns wieder, aber zumindest war bis zuhause schon mal der gröbste Dreck und Staub vom Auto runter.
Kurz vor Mitternacht kamen wir in Hilden wieder wohlbehalten an.

Streckeninfo: Gesamtstrecke 3875 km mit einem Durchschnittsverbrauch von sensationellen 10,9 Litern. Diese Verbrauchswerte hat unser „alter Eimer“ bisher noch nie erreicht. Vielleicht lag es an dem verhältnismäßig großen Landstraßenanteil.


Jürgen

hast29 am 24 Jul 2008 18:18:29

Hallo,

*lach,lach*

Ja, diese Bedenken mit dem Balaton hatte ich schon vorher.
Uns hätte zwar nicht nur das Wetter dahin gezogen, aber den Balaton kennen wir. Eigentlich wollten wir mehr ins Hinterland, aber bei den Temperaturen...

Jetzt sind wir mutig, wir fahren an die Nordsee.

Dein Bericht ist schön und zeigt wieder einmal mehr wie felxibel wir Camper sind...

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