Am Dienstag 22.07. 21:30 starten wir von Gütersloh NRW in Richtung Frankreich.
Selten bin ich so zügig über die Autobahn gekommen, kein Stau nicht mal vor Baustellen. Unser erstes Ziel ist Heimersheim, wir wollen bei TSL übernachten um am Morgen noch ein paar Kleinigkeiten zu kaufen.
Am Morgen artete das ganze fast zu einem kleinen Womo Treffen aus. Auf dem Hof stand ein Womo dessen Besatzung uns wohl bekannt war und kurze Zeit später kam noch ein Womo auf den Hof gefahren dessen Besatzung wir auch aus einem Forum kennen.
Natürlich hätten wir noch reichlich Gesprächsstoff gehabt aber die Pflicht ruft. Frankreich !
Weiter ging es Richtung Luxemburg zum Tanken. Diesel getankt für 1,19 € da kommt noch etwas Freude auf. Bei 250 l lohnt das schon !
Da wir Ostern schon hier Unterwegs waren und in Metz doch so einige Sehenswürdigkeiten sind wollten wir diesmal einen kleine Stopp einlegen, auch um uns ein wenig die Füße zu vertreten.
Aber es kam anders. Kurz vor erreichen eines Parkplatzes, schepperte etwas am Womo, erst dachte ich der Roller, ein kurzer Blick in den Rückfahrmonitor zeigte der ist noch da. Aber da sah ich schon dass ein Auspufftopf unter dem Wagen hervor kam. Auweia. Die paar Meter bis auf den Parkplatz schafften wir noch. Na gut die losen Teile wurden beseitigt und so waren wir wenigstens wieder Fahrbereit. Zwar ziemlich Laut aber das ist ja nicht das Schlimmste sondern die Abgase die ins Auto ziehen machen eine Weiterfahrt so nicht möglich.
Kurz um, einen Anruf nach Heusweiler von Metz so ungefähr 70 km entfernt und ein Forumsmitglied kümmerte sich um eine Werkstatt.
Leider konnten die mir mit einem Auspufftopf auch nicht helfen. Aber ein Anruf in Hamburg bei einem Lieferanten für US Teile brachte als Ergebnis am nächsten Tag bis 10:00 Uhr soll der Auspuff da sein mit den dazugehörigen Kleinteilen.
So eine Infrastruktur gibt es eben nur in D. Das klappte hervorragend und am nächsten Tag um 12:00 Uhr waren wir wieder unterwegs.
Da ja nun ein Tag nicht verloren, aber anders sich gestaltet hatte wie geplant, wollten wir bis zum ersten Ziel in Frankreich St. Croix de Verdon.
Darüber hatten wir schon sehr viel gelesen und wollten uns überzeugen und Hautnah erleben.
Die Kilometer ziehen sich wie Kaugummi 857 km am Stück sind nee Menge. Wir kamen zwar ohne Staus voran aber es wurde doch 24:00 Uhr bis wir am Ziel waren. Wobei die letzten 120 km ohne AB und bei schlechten und engen Straßen die schlimmsten waren.
Da wir nicht stören wollten haben wir
Hier auf dem Platz vor dem Market die
Kurze Nacht verbracht
Morgens um 7:00 Uhr waren wir schon wieder auf den Beinen um zu sehen wo wir gelandet sind. Der erste Eindruck war Klasse.
Na so gegen 8:00 Uhr sind wir dann runter gefahren auf dem Stellplatz der knacke voll war und es schien noch alles zu schlafen. Nur der Platzwart glänzte mit Anwesenheit. Wir konnten nur in der Einfahrt stehen bleiben und erstmal Frühstücken. Die Aussicht wenn man in der ersten Reihe steht ist super. Aber auch nur in der ersten Reihe. Alle anderen Plätze waren eigentlich nur etwas für eine Nacht, und in der ersten Reihe können leider nur etwa 10 Mobile stehen. Als nächstes ist in der Hauptsaison der Platz bis 16:00 Uhr prope voll. Also muss man schon früh anreisen oder lieber gleich in den Lavendelfeldern übernachten.
Nach dem Frühstück wurde auch ein Platz frei sodass wir erstmal einparkten. Ruckzug den Roller runter und los ging’s auf Erkundungsfahrt.
Der Georges de Verdon sollte mit dem Roller umrundet werden. Unterwegs wurde noch eine Landkarte der Gegend erstanden, damit wir überhaupt wussten wo man lang fahren konnte. So ausgerüstet kamen so an die 100 km zusammen die immer wieder von Stopps unterbrochen wurden an denen wir ein Ohhhhh und ein Ahhhhhhhh ausstießen. Die Landschaft ist einfach Atemberaubend. Der Vorteil des Rollers kam hier voll zum Tragen da man an jeder noch so kleinen Bucht auch anhalten konnte um wieder na ihr wisst schon oh u. Ah. Die Boote sahen von hier oben aus wie Spielzeuge und gaben der ganzen Sache noch eine besondere Note.
So von Oben haben wir ja die Sache nun erkundet also war klar das in den nächsten Tagen auch die Bootstour folgen sollte.
Aber zunächst brauchte ich dringend eine Tankstelle sonst ist schieben angesagt, aber auch das schafften wir noch rechtzeitig. Da wir noch Lust auf ein Eisbecher haben wurde in Moustiers Ste. Marie angehalten und erst mal eine Besichtigung der Stadt vorgenommen. Mich zog es mehr zum Eis aber meine Frau wollte erst noch weiter Ohs u. Ahs loswerden.
Moustiers Ste. Marie ist auch ein Stellplatz mit Entsorgung und Wasser. Aber leider zu weit weg vom See.
Endlich gab’s die Ersehnte schön angerichtete Erfrischung!
Danach haben wir gleich nebenan im Laden eines Schlachters etwas fürs Abendbrot erstanden. Sauteuer 5 kleine Schaschlikspieße und 2 Töpfchen Salat für sage und schreibe 28,00 € Na egal iss ja URLAUB!
So nun ging’s in flotter Fahrt zum Womo. Unterwegs haben wir noch ein kleines Sträußchen Lavendel für die Vase gepflückt.
Am Womo das übliche, Tisch aufstellen Grill an, Fleisch drauf und Bier auf. Das ließ sich gut an, aber als alles so auf dem Tisch stand musste meine Holde noch am Tisch schieben da ein wenig Sonnenlicht ihr auf den Zahn ging. Das Ergebnis war der gesamte Salat knallte auf den Boden und so gab es nur ein eingeschränktes Festmahl. Bilder nee dazu war ich nicht mehr in der Lage. Was lernen wir daraus, man muss doch in allen Situationen viel Souveräner werden.
Aber auch diese Klippe haben wir bei einem Spaziergang genommen.
Zur Not hätten wir ja auch noch am Stellplatz in diesem Lokal etwas Essen können. Ist sehr gut Besucht und muss wohl auch gut sein. Wird beim Nächsten mal in Angriff genommen
Allerdings hat auch der kleine Ort einige Gastlichkeiten zu bieten die alle vom Stellplatz zu Fuß erreichbar sind.
Am nächsten Morgen sind wir mit dem Womo runter zum Strand gefahren, dort kann man eine unbefestigte Straße entlang fahren, an denen einige Abstellmöglichkeiten fürs Womo gibt, so dass während des Badetages der ein oder andere Erfrischungstrunk zubereitet werden kann. Oder andere Bedürfnisse erledigt werden können.
Der Nachteil besteht nur darin, du musst am Abend diese Plätze leider verlassen und so nach 20:00 Uhr bekommst du auf dem St.Pl. leider keinen mehr.
Also sind wir zum Eingang der Schlucht gefahren wo es mehrere Parkplätze gibt die auch ein Übernachten möglich machen.
Am Sonntag sind wir dann um 9:00 Uhr als erste bei einem Bootsverleiher gewesen wo wir für 25,-€ ein Paddelboot bis 13:00 Uhr geliehen haben.
Das reicht von der Zeit her um die mit dem Boot fahrbare Strecke zu schaffen. Allerdings musst du schon ordentlich zulangen und nicht zu viele Pausen einlegen. Aber es lohnt sich allemal da du hier wieder einen ganz anderen Eindruck gewinnst.
Da es schon Sonntag war und wir ja an der Küste in der Nähe von Sete erwartet wurden sollte es nun in diese Richtung gehen, wobei uns der Abschied doch recht schwer viel. Da das Wasser und das ganze drum herum uns sehr gut noch für ein paar Tage Gefallen hätte.
Aber bevor es an die 288 km bis nach Sete gehen sollte wollten wir noch den anderen St.Pl. ansehen. Von unsern Standpunkt waren es nur 10 km also nichts wie hin.
Les Salles sur Verdon heißt der Ort. Beschildert ist der CP. Und man muss durch den Ort fahren. Der Platz als solches ist sehr staubig und wie nicht anders zu erwarten war, auch voll. Aber bis zum Wasser sind es nur ein paar Meter. Hier ist ein schöner Badestrand und durch die Nähe zum CP. ein Bootsverleih und andere Hütten zum versorgen mit allerlei Dingen, um gut über den Tag zu kommen. Im Ort selber sind genug Möglichkeiten um sich die Abende recht kurzweilig werden zu lassen.
Aber nun geht’s Los, über Aix en Provence, Nimes, Montpellier nach Sete. Es brauchte schon einige Zeit ehe wir den Stellplatz gefunden hatten. Rüdiger nebst Familie erwartete uns schon und wir hatten auch noch Glück genau vor seinem Womo war ein Platz frei und so konnten wir zusammen stehen. Rüdigers Familie besteht aus seiner Frau 2 netten Kindern und 3 Hunden. Also eine Groß-Familie !
Der Stellplatz war zur Wasserseite OK aber an der anderen Seite donnern die PKWs und auch nicht wenige LKWs an dir vorbei da wird dir schwindelig. Das schlimme daran auch in der Nacht wird der Verkehr kaum weniger. Grausam !
2 Nächte haben wir hier ausgehalten aber dann ging es nicht mehr. Also auf und weiter. Unser Ziel war der Stellplatz in Narbonne-Plage.
Eine kleine Lücke fanden wir noch um erstmal abzuschalten und um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Naja die schönen Plätze am Rand waren alle vergeben und so mussten wir mit dem was noch frei war vorlieb nehmen. Aber am folgenden Morgen wurde einer der besagten Randplätze frei und wir konnten unseren Platz tauschen. So konnte man es aushalten.
So sah es hinter unserem Platz aus. Der schöne breite Strand, viel Platz und blauer Himmel.
Kurz bevor wir in den Urlaub gestartet sind habe ich noch den Forumsaufkleber angebracht. Eine Entscheidung die sich als sehr gut erweisen sollte. Dadurch wurden wir von einem Paar angesprochen das ebenfalls im Forum vertreten ist. Schon nach wenigen Minuten stellte sich die Gegenseitige Sympathie heraus und wir verabredeten uns für den Abend. Bei Wein und anderen leckeren Getränken verging der Abend sehr schnell und war auf jeden Fall zu kurz.
Immer wieder konnte man bei den Erzählungen erstaunliche Parallelen feststellen, vom Fahren und den Korekturen der Frauen wenn neben der Tätigkeit des Lenkens auch noch die Bedienung des Navis erfolgte. Also genau wie in den meisten Womos.
Aber wir wollten ja noch ein paar Tage bleiben. Abgekürzt heißen unsere neuen Bekannten BAB was im Klartext heißt: Britta, Arndt und Benedikt. Diese 3 haben auf jeden Fall für erhöhten Urlaubsspaß gesorgt. Dafür sagen wir an dieser Stelle noch mal Ausdrücklich DANKE! Für die schönen Tage mit Euch!
Aber leider vergingen die Tage wie im Fluge und da wir noch nach Carcassonne wollten um die Riesige Burganlage zu besichtigen, mussten wir unsere Zelte hier abbrechen.
Genau Massentourismus ist hier angesagt, aber was soll’s ein paar Stunden ist das schon zu Ertragen.
Nach 5 Stunden hatten wir genug vom Trubel und Sehnsucht nach Wasser und Ruhe. Was mir besonders aufgefallen war, in der Burganlage waren die Restaurants fast alle mit sehr schönen Innenhöfen mit viel grün und alten Bäumen ausgestattet. Oasen wo Essen und Trinken zum Genuss werden.
Über Narbonne, Beziers gigs nach Clemont I`´Herault liegt an der N9 Richtung Millau.
Der See du Salagou erwartete uns. Ein herrliches Revier zum Baden und Surfen da nicht sehr tief und dadurch auch entsprechend warm. Stellmöglichkeiten gibt es um den ganzen See herum.Wir haben uns an der Surfbasis niedergelassen wo auch kurz vorher BAB sich eingefunden haben. Das Wiedersehen könnt ihr euch ja wohl vorstellen. Pure Freude. Neben BAB stand noch ein Womo aus LIP mit denen man auch sehr nett plaudern konnte und somit eine kleine Runde entstand.
Beim gemeinschaftlichen Erdbeertorte essen!
Inzwischen ist schon Mittwoch und wir wollen aufbrechen um noch ein paar Tage an der Mosel zu verbringen und uns ans Deutsche Wetter anzupassen
Wir sind mal wieder in einem Rutsch bis Deutschland gefahren, aber da mir das Fahren nicht viel ausmacht und meine Frau die eine und andere Ruhephase auf dem Sofa genommen hat sind wir um Mitternacht in Trier gelandet.
Nach einem Frühstück mit frischen Brötchen sind wir an der Mosel entlang um uns einen schönen Stellplatz für die nächsten Tage zu suchen. Fündig sind wir in Piesport geworden, ein schön angelegter kleiner Platz auf dem man sich wohl fühlen kann. Gastronomie ist nur wenige Meter an der Mosel entlang genug vorhanden.
Hier nun haben wir noch mal die Seele baumeln lassen bevor wir wieder in das Arbeitsleben eintauchen müssen.
Ein Urlaub mit viel Freude und sehr angenehmen Begleitern. Herz was willst du mehr?

