Jetzt ist es schneller passiert, als ich befürchtet habe!
Ich habe mein EuraMobil erst kürzlich mit einer Laufleistung von 134.000 erworben. Der Gesamteindruck war gut und der Preis, den ich aushandeln konnte, war relativ niedrig. So hatte ich im Hinterkopf bereits gedacht, dass selbst eine mögliche Reparatur noch im Budget wäre, bevor es im nächsten Jahr so richtig auf große Tour gehen sollte.
Daher auch zunächst kleiner Wochenendspritztouren...
Am Freitag ging es dann los von Lübeck an den Niederrhein. Auf der Autobahn fing es dann plötzlich an, laut zu klopfen. Es hörte sich zunächst so an, als ob es im vorderen Bereich der Querlenker ausgeschlagen sei. Der Strassenbelag war zu der Zeit auch extrem uneben.
Der Wagen fuhr aber weiterhin gut in der Spur und die Vibration in der Lenkung war kaum spürbar. Ich spürte aber die Schläge unter den Füssen.
Ich habe dann eine Pause eingelegt und alles kontrolliert - aber nix verdächtiges gefunden. Nach der Pause war auch ersteinmal wieder Ruhe. Kurz vor dem Verlassen der Autobahn war das Geräusch wieder da - und diesmal heftiger und lauter als zuvor. Ein Klopfen, das geschwindigkeitsabhängig zu und abnahm und schließlich das ganze WoMo erschütterte. Wieder angehalten und vorne alles kontrolliert und nix gefunden.
Ichg bin dann ganz langsam über die leere Landstraße noch 20 km gefahren, bis ich bei den Schwiegereltern war.
Am nächsten morgen konnte ich dann mit Hilfe eines befreundeten FIAT KFZlers (Spezialist für WoMos) auf Fehlersuche gehen. Der sagte gleich bei der Probefahrt, dass er selbst eine Fahrt zur nächsten Werkstatt nicht mehr machen würde. In einer Kurve hat sich das Fahrzeug dann auch noch ein Stück spürbar seitlich versetzt!?
Also, zunächst Vorderachse, Antrieb etc. gecheckt - alles i.O. Dann meinte er, dass er schon öfter erlebt habe, dass Schäden an der Hinterachse sich so anfühlen, als ob sie von vorne kommen - und tatsächlich!
Hinten links fiel mir das Rad fast entgegen, als es vom Gewicht entlastet wurde. Das Lager hatte sich total verabschiedet. Wir mussten jetzt erst einmal die nötigen Ersatzteile ordern und das nicht zu sparsam. Wir haben einen Kit incl. Nabe und Lager und auch die Bremstrommeln bestellt. Er kann das bei FIAT organisieren. Augustin wäre bei den Bremsen zwar günstiger, aber insgesamt auch nicht sehr viel. Das wird ein teurer Spaß, auch wenn mein Schwiegervater (war früher bei MAN) und sein Freund die Reparatur wohl auf der Wiese machen können. Auf 700Euro wird sich das für beide Seiten belaufen, wenn ich konsequent alle Verschleißteile wechsel.
Ich musste jetzt erst einmal mit der Bahn zurück und hole den hoffentlich wieder fahrbereiten Eura am nächste Wochenende ab (ADAC zahlt hoffentlich die Reisekosten).
Was mich wundert: Es gab keine Vorzeichen. Der Schaden hat sich eigentlich rasend schnell entwickelt!? Fragwürdig ist natürlich, dass er gerade einmal 1500 Kilometer nach Übernahme des WoMos auftaucht. Die TÜV-Prüfung hatte kurz zuvor aber auch keine Beanstandung gebracht. Daher kann ich dem Vorbesitzer kaum einen Vorwurf machen.
So'n Schiet. Aber das musste ich mal berichten...
Vielleicht hat es den einen oder anderen auch schon getroffen!? Auf jeden Fall - überprüft die hinteren Lager, wenn ihr eine ähnliche Laufleistung habt. Anscheinend sorgt das hohe Gewicht auf der Hinterachse immer noch für stabilen Lauf auch bei angeschlagenen Lagern!?

