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Indien & Nepal: Eine Mammutreise vom Ganges bis zum Hima 1, 2


Kai P. am 28 Okt 2008 22:18:12

Toller Bericht und eindrucksvolle Bilder!
Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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JEFF und GITTE am 29 Okt 2008 20:56:49

Namaste liebe Mitreisende

Tag 11:
Die Königsstadt Patan / Swayambunath

Hurra, Gitte hat sich gut erholt, sieht relaxed aus und ist wieder mit von der Partie.
Ist schon komisch, wenn einem der „Zwilling“ für einen Tag abgeht.

Nun-ja, sie ist wieder dabei und ehrlich, soviel hat sie gestern ja nicht verpasst.

Wir rollen, rollen durch Kathmandu zur Königsstadt Patan und wwwwwooooohhhh …

Dies ist Nepal, … die ist eine fremde Welt, … dies ist wieder so etwas Ganges, … dies ist wieder etwas Unbekanntes, genau das, was wir suchen, warum wir diese Reise angetreten haben.

Am Eingang zur Hindu-Königsstadt empfangen uns erstmal unzählige Affen.
Diesmal sind sie freundlich und schmeißen nicht mit Nüssen.
Im Gegenteil, sie stellen sich dar wie eine Claudia Schiffer auf dem Catwalk.
Na-ja, der Vergleich hinkt etwas, Affenwalk wäre besser.
Das soll aber keine Rede gegen unsere Claudia sein, sie ist ein tolles Mädchen.

Die Atmosphäre ist einzigartig, fremdartig und macht neugierig auf mehr.

Gleich am Eingang erleben wir die Verbrennung von Verstorbenen und können und dürfen auch der Zeremonie beiwohnen, sie fotografieren.
In Indien war das doch eher sehr eingeschränkt möglich.

Die Opfergaben für die Toten in Form von Geld und Reis und Früchten werden den Toten schnell wieder genommen.
Das Geld nehmen vor der Verbrennung die Angehörigen von der Leiche, Früchte und Reis teilen sich die Affen.

Die Trauernden, legen jedenfalls ihre Gaben nieder und umgehen den / die Tote einmal und falten die Hände unterhalb des Kinns, verbeugen sich und ziehen weiter.

Dann werden mittels eines Kännchens wohl Öle und Fette auf den Leichnam geschüttet.
Die Fackel jedenfalls, sorgt für eine sehr schnelle und große Flamme.
Der Kremator legt Holz hinzu und sorgt für eine gleichmäßige und vor allem vollständige Verbrennung.

Bestürzt müssen wir zuschauen, wie ein Vater seine kleine Tochter zu einer Verbrennungssstelle bringt.

Hier, vor diesen heiligen Stätten finden sich auch viele Bettler und vor allem, die schaurigsten Anblicke von allem, auch Leprakranke.

Irgendwie haben wir doch so etwas wie ein schlechtes Gewissen.
Suchen wir die Kultur dieser so fremden Welt zu erkunden, oder hat das Ganze auch etwas voyeurhaftiges?
Zwiespältig sind wir in dieser Frage.

Den Leprakranken spenden wir Geld. Aber beruhigen wir damit nur unser Gewissen im Umgang mit dieser Armut hier?
Wir kommen nicht aus diesen Gedanken los, können uns davon nicht befreien und schränken automatisch unsere Neugier etwas ein.

Den halben Tag verbringen wir hier um anschliessend einen Hindutempel zu besuchen.
Und dieser Tempel ist gleichzeitig so wein „wwwwwwoooooohhhh-Erlebnis“

Wir sind, nachdem wir den heiligen Berg, zu dieser heiligen Stätte bestiegen haben, gefangen. Gefangen von diesem Treiben dort und gefangen von dem Umgang der Hindus mit ihrem Glauben.

Der Affentempel ist höchst interessant und wenn wir das mal so banal ausdrücken dürfen, im Schafstempel riecht es doch sehr unangenehm.

So vergeht der Tag wie im Flug und wir denken, wir lassen die folgenden Fotos für sich sprechen, sie beschreiben mehr als Worte in der Lage zu erklären sind.

Namaste liebe Mitreisende

JEFF und GITTE am 29 Okt 2008 21:02:41

Fotos

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JEFF und GITTE am 29 Okt 2008 21:10:11

Fotos

JEFF und GITTE am 29 Okt 2008 21:20:20

Fotos

JEFF und GITTE am 29 Okt 2008 21:33:34

VORANKÜNDIGUNG

Ram-Ram-Sa,

wir wollen Euch mal etwas neugierig machen.
Morgen brechen wir nach Chitwan auf.

Vor uns liegen wunderschöne Tage im Dschungel.

Höhepunkte sind:
1. Elefantensafari
2. Schwimmen mit den Dickhäutern und Krokodilen
3. Unser Hochzeitstag (30 Jahre)
4. In der Savanne unterhalb der Gletscher des Himalaya.
5. Unser Feuerlauf

Mensch, nun bin ich bald aber froh, wenn wir mit der Schreiberei durch sind.

Es grüssen Euch, Jeff und Gitte

P.S. Vielleicht spendiert uns Dirk ja noch ein paar Gigabits für die Fotos

Gogolo am 29 Okt 2008 23:17:15

Lieber Jeff,

Hervorragender Bericht und toll Bilder. Gratulation zu dieser schönen Reise.

Da ich aber auch gerade von Tibet zurückgekommen bin (Bericht mit bildern folgt ebenfalls) - eine kleine Korretur zu einem Foto von Dir, das du als "Symbol für die vier Himmelsrichtungen" beschrieben hast. Bei diesem Gegenstand handelt es sich um einen sogenannten Vajra.

Gemäß der buddhistischen Lehre stellt der Vajra die unzerbrechlichen Qualitäten von Diamanten, die unzerstörbare Kraft eines Donnerkeils und die untrennbare Klarheit des Raums dar. Er symbolisiert ferner die Undurchdringbarkeit, Unaufbrechbarkeit, Unteilbarkeit, Unzerstörbarkeit usw. der Erleuchtung, des Buddhazustandes als Vajra-Geist.

Als Hauptsymbol der Erleuchtung repräsentiert er die Weisheiten der fünf Buddhafamilien, sowie die Weisheiten dieser fünf Familien. Der 9-speichige Vajra symbolisiert die fünf Buddhas der fünf buddhistischen Glaubens-Richtungen. Auch symbolisiert er die neun Fahrzeuge (Yanas) oder Wege, wobei jeweils das Zentrum und die acht Richtungen gezählt werden.



Nix für ungut und Habe die Ehre


Gogolo

Schnappy04 am 30 Okt 2008 09:35:40

super.

das camp sieht ja richtig klasse aus und ist irgendwie ein krasser gegensatz zu den anderen bildern, die doch sehr von armut sprächen.

das bild von der fahrt (mit den bussen drauf) ist ja urig. alleine so eine fahrt damit, muß ja schon ein abenteuer sein.

lg tina

JEFF und GITTE am 30 Okt 2008 09:35:54

Hallo Gogolo,

danke für Deine Ausführungen, die sehr interessant sind.
Leider habe ich das so nicht verstanden, bei der Beschreibung
geschlafen, oder das Deutsch unseres Reiseleiters hat mal wieder nicht ausgereicht.

Danke für den Beitrag und ein Namaste, Jeff

JEFF und GITTE am 30 Okt 2008 09:50:25

Hare Chrisna Leute,

zur Eröffnung des heutigen Tagebuches möchte ich mal etwas über die Gruppe schreiben.
Im Bus hat man ja viel Zeit nachzudenken.
Wir schrieben ja schon, wir sind 18 Leute.
Alle sind total pünktlich, was wirklich viel Nerverei beim Reisen nimmt.
Und ausser der einen Dame, bei der jeder Tag mit einem Problem beginnt, sind wir eine echt harmonische Reisegesellschaft.

Langsam lerne ich auch etwas bayrisch von unseren bayrischen Leutchen, verweigere mich aber strikt beim sächseln!

Für 95% der Gruppe ist Indien und Nepal die erste Erfahrung mit solchen fremdartigen Ländern.
Man kann so die Meinungen abends beim Dinner, oder an der Bar heraushören.
Viele würden diese Reise nicht noch einmal tätigen.
Sie finden die Armut, den Dreck und das Leid zu sehr als bedrückend.
Das wollen sie nicht noch einmal erleben.

Andere wiederum und dazu zählen wir uns auch, begreifen die Reise als unendlich kostbare und wertvolle Erfahrung, die uns auch wieder etwas mehr Dankbarkeit lehrt.

So sind die Menschen eben doch sehr verschieden und nehmen völlig voneinander getrennte Erfahrungen mit nach Hause.

So, das nur mal so am Rande, denn wir schreiben ja wohl sehr positiv über unsere Reise.
Ein Teil der Gruppe könnte dies so nie nachvollziehen.
Aber, … wir berichten ja auch über unsere Erlebnisse, so wie wir sie sehen, fühlen, erleben und bewerten.

Fest steht jedoch, das sensible Charakter, eine solche Reise vielleicht besser nicht unternehmen sollten.

Typisch Deutsch? Seit Anbeginn der Reise, auch bei Buswechsel, nehmen alle immer wieder den gleichen Platz ein.
Wir sind froh darüber, denn wir sitzen in der ersten Reihe.

Tag 12:
Von Kathmandu nach Chitwan (National-Park) 180 km Busfahrt

Die nette Dame am Telefon ruft einmal mehr viel zu früh an.
6 Uhr „Ring-Ring-your Wake-up-call!“

Um 7:00 Uhr sitzen wir im Bus.
Vor uns liegt eine überaus holprige Strecke.
Am Nachmittag wollen wir unser Buschcamp im Chitwan National-Park beziehen.
Die Ankündigungen für die nächsten zwei Tage lesen sich fantastisch und wir freuen uns darauf.

Die Fahrt ist nicht nur anstrengend sie bietet auch einmal mehr einen großen Einblick in das Leben der kleinen Städte, die an der Route liegen.
So haben wir viel Zeit, 5 Stunden genau, noch mehr Eindrücke aufzunehmen.
Unzählige Fotos werden geschossen.

Gegen 15 Uhr erreichen wir unser Basecamp im dichten Dschungel von Chitwan.
Unsere Hütte trägt die Nummer 10.
Eine Glückszahl für uns, denn der zehnte Monat ist der Oktober, der Monat unseres Versprechens.
Im Oktober, ergo im 10. Monat ist unsere Tochter geboren.

Schnell erobern wir die kleine Hütte.

Den Komfort der Luxusherbergen lassen wir allerdings hinter uns.
Harte Kissen, schon etwas üble Matrazen und sehr bescheidene Sanitäranlagen.

Ach was soll es, desinfizieren wir uns heute Abend mit etwas Zuckerrohrschnaps und die Welt leuchtet wieder, wie der unvergessliche, rote Mond über dem Ganges.

Wir jedenfalls sind glücklich unter dem Dach des Dschungels, der Geräusche rundherum und den vielen exotischen Pflanzen, die, die Bäume großblättrig erobern versuchen und die auf uns hernieder tropfen, die Wasser aus den unterirdischen Speichern.

Leider haben wir einen Nachbarn, besser Nachbarin in Nr. 12, in Hörweite von uns.
Und was hören wir, als wir auf der Terrasse unseren Rum schlürfen?

Gittte und ich wiederholen es wie aus einem Munde: „Ich habe mich heute wieder so geärgert!“
Wir müssen grinsen, die Dame bekommt es mit und zieht sich frustriert zurück.
Wir lachen laut und die Affen in den Bäumen scheinen sich hierüber mit uns zu amüsieren.

Was für ein fantastischer Abend ist dies!
Was haben wir in unserem Leben nur an Gutem getan, so was erleben zu dürfen?
Wir atmen tief durch und geniessen es in vollen Zügen.

Jetzt dürfte die Welt für einige Tage stehen bleiben, in diesem einen Moment verharren. Uns eine Auszeit bescheren.
Eine Auszeit von dieser Welt.

Was für ein Abend ist das heute nur und es ist für uns ist es zudem ein heiliger Abend, der Abend vor unserem 30sten Hochzeitstag.

Elektrisches Licht haben wir nicht im Camp.
Die bescheidene Hütte leuchten wir mit Kerzen und Öllichtern so gut es geht aus.
Aber das macht das Alles nur noch viel romantischer.

Am späten Nachmittag waren wir noch auf dem Rücken der Elefanten durch den Dschungel gestreift.
Hatten den Dschungel bald hinter uns gelassen und sind in die Savanne eingetaucht.

Von Ferne konnten wir die Gletscher des Himalaya im Sonnenuntergang sehen.
Nashörner kreuzten unseren Weg.
Und der Babyelefant war irgendwie immer um uns herum.

Durch den Fluss haben uns die Elefanten getragen, als die Sonne am anderen Ende der Welt im Dunst versank.
Irgendwo verschwand, wo auch immer.
Mögen den Menschen denen die diese Sonne nun aufgeht einen guten und glücklichen Tag erleben.

Mal ehrlich, was braucht der Mensch eigentlich um glücklich zu sein?
Ich schaute oft das dunkle von der Sonne gegerbte Gesicht des Mahout, wenn er mit seinem Elefanten redete, ihn dirigierte, liebkoste und auch anleitete.
Ist er ein glücklicher Mensch?
Er lebt in einer kleinen Hütte bei den Tieren, kein TV, keine Aktien, kein Auto, kein MP3-Player, keine Schulden, kein Vermögen, nur den alltäglichen Reis, die Sonne, seinen geliebten Elefanten und den Fluss.
Hat er Sehnsüchte? Träumt er von einem besseren Leben?

Denke ich zurück an Deutschland zweifele ich schon fast daran, dass es uns wirklich gut geht, obwohl wir alles haben.
Unsere Systeme brechen brachial zusammen, Milliarden werden zur Rettung der Banken bereitgestellt und hier, hier im Busch, 20 lächerliche Rupien reichen zum Überleben eines einzigen Tages.
Trillionen Dollar wurden vernichtet, lösten sich vermeintlich im Nichts auf, oder sie liegen mal wieder auf den Konten der Falschen, deren Streben es ist immer noch mehr anzuhäufen.
Interessiert ihn wohl Wirtschaft?
Kann er das überhaupt begreifen?
Ist es überhaupt wichtig alles zu begreifen?
Ist nicht sowieso weniger viel mehr?

Atmet er nicht die gleiche Luft, wärmt ihn nicht die gleiche Sonne, leuchtet nicht der gleiche Mond seinen abendlichen Weg aus?
Sind wir wirklich glücklicher?
Glücklicher mit alledem was wir angehäuft haben und was so schnell vergehen kann.
Kann er uns morgen ähnlich sein in unserer Welt, oder eher wir ihm, in seiner?
Was hat er zu verlieren?
Was haben wir wirklich zu verlieren?
Sind wir uns ähnlich, oder unendlich fremd?
Werden wir das je erfahren?

Mir graut es schon den Briefkasten zu öffnen, wenn wir wieder daheim sind.
Briefe?
Schreibt er welche, kann er überhaupt schreiben und lesen, oder reicht der Gedanke an Jene, denen er etwas mitteilen möchte, wenn er nachts hoch in den Sternenhimmel schaut?

Ach lassen wir das, ich werde ja schon fast melancholisch.
Ist wohl schon der Buschkoller der mich einholt, oder ein Sonnestich vielleicht!

Der Abend ist jedenfalls einzigartig schön.
38 Grad, aber sehr trocken, und wir sitzen auf der Terrasse der kleinen Hütte, irgendwo im Dschungel, ganz gleich wo, es ist einfach nur traumhaft.
Lassen wir uns doch einfach fallen und vergessen die uns bekannte Welt, lassen wir uns doch einfach von dieser hier aufsaugen, vereinnahmen und leiten.

Nur eine Sorge nehme ich heute mit ins Bett der kleinen Hütte.
Den Campmanager bat ich, für den morgigen Tag eine Flasche Champus zu besorgen. Egal was sie auch kosten mag.
Ein, so glaube ich jetzt, eher aussichtloses Unterfangen.

Werden wir morgen Abend im Dschungel unter tausenden von Sterne anstoßen können?

Hare Chrisna, wir werden es erleben, oder auch nicht und ein aufrichtiges Namaste Freunde, die ihr uns begleitet.

Jeff & Gitte

JEFF und GITTE am 30 Okt 2008 09:59:51

Fotos

Schnappy04 am 30 Okt 2008 10:18:38

wahnsinn die bilder und deine melankolie (sonnenstich) ist absolut nachvollziehbar.

der sinn des lebens liegt nicht im mamon.

lg tina

JEFF und GITTE am 30 Okt 2008 11:03:56

Tag 13: Im Chitwan-National-Park

Guten Morgen,

unsere letzten Tage unserer Reise sind angebrochen.
Heute können wir in Chitwan noch ausruhen.
Eine Einbaumtour ist alles was auf dem Programm steht.
Das passt auch ganz gut, denn heute wollen wir in Ruhe unseren 30.sten Hochzeitstag begehen.

Die Einbaumtour ist sehr interessant.
Wir können zu unserer Linken den Dschungel sehen, rechts liegt die Savanne.
Wir können Menschen beobachten, die hier in kleinen Hütten am Fluß leben.

Leistenkrokodile machen es sich auf den Sandbänken gemütlich, Wasserbüffel kreuzen unseren Weg.

Und über allem, der Blick auf Teile des Himalaya-Gebirges.

Dem Campmanager gelingt es doch glatt eine Flasche Champus kommen zu lassen.
150 km musste ein Angestellter dafür fahren.
Mensch, hätten wir das gewusst, hätten wir doch darauf verzichtet.
Wir kommen uns irgendwie Prollo-mäßig vor.

Die Küche, welch eine Überraschung, präsentiert uns am Abend eine Torte zum Jahrestag.
Sie ist so groß, dass wir sie sowieso nicht alleine vertilgen können und laden die Gruppe, die Mahouts und andere Angestellte zum gemeinsamen Essen ein.

Den Abend verbringen wir alleine vor unserer Hütte und denken all die vielen Jahre zurück.

Ein schöner und sehr ungewöhnlicher Hochzeitstag ist das.
Daran werden wir uns immer erinnern.

Tag 14: Chitwan nach Pokhara (Bus: 160 km)

Wieder brechen wir früh morgens auf.
Heute Nachmittag, nach langer und beschwerlicher Piste, werden wir in Pokhara sein.
Wir werden unterwegs unzählige nepalesische Dörfer durchfahren um schliesslich am Fuße des Annapurna-Massivs Quartier beziehen.

Das Hotel ist erstklassig, eher ein gelungene Synphonie von kleinen Reihenhäusern in einem Palmengarten mit Pool.

Am Nachmittag streifen wir noch durch die Gassen Pokharas und schippern mit dem Kahn über dem Phewa-See, um den Sonnenuntergang über dem Annapurna beobachten zu können.

Den Abend verbringen wir in aller Ruhe im Hotel.

Tag 15: … und kein Programm

Gut so, wir haben heute kein Programm, können ausschlafen und ausruhen.
Am Nachmittag machen Gitte und ich uns auf die Lakeside zu erkunden.
Hier sind die kleinen Bazare, Geschäfte und Restaurant.

Wir machen es uns auf einer Dachterrasse gemütlich und geniessen ein kühles Mount-Everest-Bier.

Ich lasse mir noch ein T-Shirt sticken: „Save Tibet“ steht darauf und auch die interessante Fahne Tibets ziert es.

Ein ruhiger Tag geht zu Ende.

Tag 15: Um 4 Uhr früh zum Annapurna

Um 4 Uhr in der früh aufzustehen ist bestimmt nicht unsere Sache.
Aber den Sonnenaufgang unterhalb des 7500 Meter hohen Annapurna 1 und 2-Gebirges zu sehen, lassen wir uns nicht entgehen.

Wir besteigen also einen 2000er, oder korrekter, den Bus, der uns auf diesen Gipfel bringt.
Die letzten 700 Meter müssen wir jedoch selbst besteigen.

Noch ist es fast dunkel.
Die Täler unter uns liegen im Nebel und sind eher zu erahnen, als zu sehen.

Der Annapurna schaut bedrohlich auf uns herab.
Seine dunklen und massiven Wände haben etwas ehrfurchteinflössendes.

Überall, auf diesen heiligen Berg, wippen die bunten Gebetsfähnchen in der leichten Brise.

„Wäre das nicht der ideale Stellplatz für unser Reisemobil?“, sage ich zu Gitte und muss grinsen.

Langsam wird es Glutrot am Horizont hinter uns.
Die ersten Sonnenstrahlen treffen auf die Gebirgsspitzen und färben sie blutrot ein.

Meter für Meter leuchtet die Sonne die schroffen Felsen aus und bald bietet sich uns ein fantastischer Anblick.

Die mächtigsten Teile des Annapurnas erstrahlen im hellen Morgenlicht und haben ihre Bedrohlichkeit verloren.

2 Stunden verbringen wir mit diesem Anblick.
Das frühe Aufstehen hat sich mehr als gelohnt.

Tag 16: Rückflug von Pokhara nach Kathmandu, nach Neu-Delhi, nach Wien

Heute müssen wir Abschied nehmen, Abschied von einer fantastischen und traumhaften Reise, die uns immer unvergessen bleiben wird.

Ein Flugmarathon liegt vor uns.
In 30 Stunden werden wir hoffentlich wieder gut zuhause angekommen sein.

Der erste Flug führt uns von Pokhara nach Kathmandu, wo wir noch 2 Stunden durch die Gassen von Thamal laufen werden.

Dann checken wir erneut ein.
Kathmandu nach Neu-Delhi.
Hier haben wir 4 Zimmer für die 18 Leute, um uns für die weitere Reise erfrischen zu können.

Um 1 Uhr morgens starten wir mit Austrian-Airlines nach Wien und können gut schlafen.
Von den acht Stunden bekommen wir nur wenig mit.

In Wien steigen wir um nach Düsseldorf und von dort noch mal 2 Stunden mit dem Auto zum Edersee.

Gegen 13 Uhr holen wir unsere beiden Katzen bei der Schwester von Gitte ab.
Theo, unser Neuzugangkater, wartet schon am Haus auf uns.
Eine Nachbarin hat sich rührend um ihn gekümmert.
Er hat bestimmt 2 Kilo zugenommen und veranstaltet einen wahren Freudentanz, als er uns wieder sieht.

Hier endet unsere Mammutreise und wir hoffen sie hat Euch ein wenig gefallen.

Wer Details zum Veranstalter möchte, darf uns gerne eine PM zukommen lassen.

Die ganze Reise war nicht sehr billig, aber sie war jeden Euro wert.
Die Erinnerung an diese unvergesslichen Tage werden wir wie ein Geheimnis in uns hüten.
Und schon planen wir den nächsten Trip nach Indien.
Diesmal auf eigene Faust.

Südindien soll es sein.
Immer der Küste entlang.
Von Kalkutta bis nach Bombay.
Goa wollen wir besuchen und natürlich, den unvergesslichen Ganges.

Namaste und hier enden wir unser Tagebuch,

Jeff & Gitte

Copyright für Texte und Fotos verbleiben bei Jeff & Gitte K.

JEFF und GITTE am 30 Okt 2008 11:11:53

Fotos

Lancelot am 30 Okt 2008 11:13:23

Sehr schöne Reise ... sehr schöner Bericht mit tollen Fotos.

Vielen Dank fürs "mitnehmen" :daumen2:

Schnappy04 am 30 Okt 2008 11:17:27

danke für den tollen bericht und die vielen wirklich beeidruckenden fotos.

lg tina

JEFF und GITTE am 30 Okt 2008 11:18:28

Fotos

Gast am 30 Okt 2008 11:21:10

Schöööön :)

Danke für den tollen Bericht und über eure Gefühle.

Hätte mein Kater mir beim Lesen ans Bein gepin... hätte ich wohl gedacht ich sitze gerade auf einem Elephanten und überquere den (nassen) Ganges :D

Einfach traumhaft Eure Reise und schön, dass ich mitreisen durfte.
Wirklich einmalig und eindrucksvoll

Lg
Sandra

PS: Wegen diesem Bericht habe ich mir gestern endlich mal ein Buch über die verschiedenen Weltregionen gekauft - was ich schon lange vorhatte.
Danke!

JEFF und GITTE am 30 Okt 2008 11:24:49

Fotos

eva b. am 30 Okt 2008 13:24:27

Einfach umwerfend, der Bericht und die Fotos.
Hat mir einen Riesenspass gemacht mitzureisen.
DANKESCHÖN :gut:

Beduin am 30 Okt 2008 13:25:39

Danke schön, haste fein gemacht :)

Anne42 am 30 Okt 2008 14:27:02

eine unglaublich tolle, interessante Reise. Danke! :daumen2:

achimHH am 30 Okt 2008 15:39:49

Danke !
war schön u. sehr interessant zu lesen
und sicher eine Super Reise !

weltcamper am 30 Okt 2008 19:47:39

Geiler Bericht, super Fotos, Danke :respekt:

Man spürt wie Euch die Reise in den Bann gezogen hat.

Nervig wär für mich die Gruppe gewesen.
Wenn Ihr alleine fahrt wird´s noch ein bißchen anders.
Aber Reiseleiter und andere Leute zum Ausstausch trifft man immer wenn man sie will.

Eigentlich müsstet Ihr Euch jetzt mal Gedanken über Eure Signatur machen :D

Andreas

gladys am 30 Okt 2008 20:43:51

Boah einfach geil
Danke
Gladys

Katrin PS 177 am 30 Okt 2008 20:51:14

Toller Bericht, tolle Fotos.
Wünsche Euch nachträglich noch alle Liebe und Gute zum Hochzeitstag.

Montesumas Rache hat uns in Greven auch ereilt. Da brauchten wir nicht ganz so weit zu reisen ;D

LG von Katrin und Anhang

Paule2 am 30 Okt 2008 21:21:20

Hallo JEFF und GITTE,

eine herrliche Reise, ein herrlicher Reisebericht mit herrlichen Fotos!

Vielen Dank, dass Ihr uns mitgenommen habt!

MfG Paule2

Gast am 31 Okt 2008 01:06:02

Hallo ihr Beiden !

Danke für den schönen Bericht mit den tollen Fotos !

Sehr interessant, das alles mal aus erster Hand von zu sehen und lesen.

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