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Zusammenschluß von 3 Wohnraumbatterien


flightagent am 02 Mär 2009 21:03:17

Hallo zusammen!

Nach reichlichem Durchstöbern des Forums habe ich leider noch nicht alle meine Fragen beantworten können.

Vielleicht könnt Ihr mir hierbei helfen?!

Ich möchte 3 x Exide G80 Gelbatterien in mein Womo installieren und frage mich folgendes:

- Sollten die 3 Batterien direkt nebeneinander stehen oder geht es auch, wenn eine davon ca. 1 Meter von den anderen entfernt steht? (Platzprobleme!)

- Was für einen Kabelquerschnitt benötige ich für den Zusammenschluß?

- Muß ich jede Batterie einzeln absichern, wenn ja, mit welcher Sicherungsstärke?

- Was ist bisher vielleicht noch nicht so ausführlich beschrieben worden und muß unbedingt beachtet werden?

- Einen 350W Sinuswechselrichter möchte ich auch noch installieren. Hierbei dürfte es aber egal sein, ob ich den an eine oder 3 parallelgeschaltete Batterien anschließe, oder?

1000 Dank schonmal vorab!

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locker am 02 Mär 2009 21:48:58

flightagent hat geschrieben:Ich möchte 3 x Exide G80 Gelbatterien in mein Womo installieren und frage mich folgendes:

- Sollten die 3 Batterien direkt nebeneinander stehen oder geht es auch, wenn eine davon ca. 1 Meter von den anderen entfernt steht? (Platzprobleme!)

- Was für einen Kabelquerschnitt benötige ich für den Zusammenschluß?

- Muß ich jede Batterie einzeln absichern, wenn ja, mit welcher Sicherungsstärke?

- Was ist bisher vielleicht noch nicht so ausführlich beschrieben worden und muß unbedingt beachtet werden?

- Einen 350W Sinuswechselrichter möchte ich auch noch installieren. Hierbei dürfte es aber egal sein, ob ich den an eine oder 3 parallelgeschaltete Batterien anschließe, oder?



hallo flightagent,

-bei 80 AH würde ich mindestens 16 mm2 vorschlagen, 25 mm2 wären optimal. Dann spielt es auch keine Rolle, wenn die eine Batterie 1 m entfernt stehen muss.
- getrennte Absicherung mit je einer 50 Ampere Sicherung ist absolute Pflicht, sonst Brandgefahr im Falle eines Plattenschlusses.
- sämtliche Verbraucher dürfen nur am Punkt der Zusammenschaltung angeschlossen werden, sonst gibt es eine ungleiche Ent- und Beladung.
Das gilt auch für den Sinuswandler.

, Walter

flightagent am 02 Mär 2009 23:18:15

Vielen Dank Walter,

Du hast mir mit Deinen Tips mal wieder sehr geholfen... :)

Bei der Sache mit dem Sinuswandler habe ich mich etwas umständlich ausgedrückt. Anschluß nur am Punkt der Zusammenschaltung ist klar. :wink:

Gibt´s sonst noch was Wichtiges zu beachten?

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pilote600 am 03 Mär 2009 08:45:08

Hallo,
den Satz mit dem Anschluß der Verbraucher am zusammenschluß verstehe ich nicht ganz.
Eine Parallelschaltung bedeute ja alle Pluspole und alle Minuspole werdne je miteinander verbunden. Wieso ist es nun ein unterschied ob ich Verbraucher a an den Polklemmen der Batterie 1 und Verbraucher B an den Klemmen der Batterie 3 anschließe? OK, bei Reihnenschaltung macht das schon einen Unterschied, habe ja nach jeder Batterie eine andere Spannung, aber bei einer parallelen Schaltung????? Bitte erklärt mir dass, ich mag net dumm sterben!

charly49 am 03 Mär 2009 09:51:57

Hallo flightagent,
zu Überlegen wäre ob die Verbindungskabel auch bei einem Querschnitt von 25qmm nicht alle gleiche Länge haben sollten. Es fließen ja nicht unerhebliche Ströme zu den Verbrauchern.
Ich würde die 3 Battarien mit gleich langen Kabeln zu einem Sternpunkt verschalten und dort die Verbraucher anschließen.

locker am 03 Mär 2009 11:20:11

Hallo nochmals,

ja genau, als sternförmige Zusammenschaltung habe ich es mir vorgestellt. Das gilt natürlich auch für die Minuspole.

Warum darf man an die Einzelbatterien nicht direkt Verbraucher anschließen?
Dann wäre doch die jeweilige Einzelsicherung umgangen.

Die Wichtigkeit der Einzelsicherungen kann man nicht oft genug predigen:
Bei ungesicherter Parallelschaltung fließen im Falle eines Plattenschlusses viele hundert Ampere Kurzschlußstrom.
Die Verbindungsleitungen werden extrem heiss und setzen benachbarte brennbare Teile in Brand.
Es kann sogar zur Explosion der defekten Batterie kommen.

Bei Einzelsicherung brennt die betreffende Sicherung durch und es kann keinerlei Schaden passieren.
Diese Sicherungen samt Halter sollten hochwertige Hochstromtypen sein, wie man sie bei Auto-HiFi Ausrüstern bekommt.
Anschließend noch eine kleine Skizze, die wohl mehr sagt, als meine vielen Worte. ;-)

, Walter

pilote600 am 03 Mär 2009 11:24:29

Sorry ich doof...

solange ich nach !!! der Sicherung abgreife ist es doch egal ob vor oder nach dem zusammenschluß, oder!!!!!!

locker am 03 Mär 2009 11:55:05

Hallo Ralph,

dumm sterben muss nur der, der nicht frägt.

In deiner ersten Frage wolltest du aber noch direkt an einer Batterie anschließen???

Wenn du hinter der Sicherung anschließt, ist es eigentlich egal an welchem Punkt.
Wenn die Leitungen ordentlich dimensioniert sind, ist der Widerstand ohnehin im niedrigen Milliohm Bereich.
Damit führt praktisch jeder Punkt dieses Dreiecks dieselbe Spannung, von einigen wenigen Millivolt Differenz abgesehen.

Wenn man mich aber fragt, wie es korrekt verkabelt werden soll, werde ich trotzdem das technische Optimum empfehlen
insbesondere, weil es auch nicht mehr kostet.

, Walter

pilote600 am 03 Mär 2009 12:08:46

Hallo Walter, du hast recht,

- ich bin davon ausgegeangen das es selbstverständlich ist nach der BAtterie eine Sicherung zu instalieren, und deswegen meine falsche formolierung.
- je nach Gegebenheit kann es ja sein das man einen Verbraucher in der nähe einer Batterie verbaut, aber der Sternpunkt weiter weg ist. da kann es doch dann sinnvoll sein diesen direkt an diese Batterie (nach der Sicherung) anzuschließen. (z.B. großer WR)

canyon59 am 03 Mär 2009 12:38:18

moin

wie könnte dieser "Sternpunkt" in der Praxis aussehen,
eine Klemme für drei oder vier 16qmm Leitungen, Gehäuse gut isolierend ?

Gibt es solch ein Bauteil ?

canyon

locker am 03 Mär 2009 13:02:10

Hallo,

da ich Nachrichtentechniker bin, habe ich von den Komponenten der Elektroinstallation auch nur wenig Fachkenntnisse. Eben das, was man sich als Bastler
und Häuslbauer im Laufe der Jahre aneignet.

Bei meinem alten Wohnmobil hatte ich es mit einer Feuchtraumdose gelöst. Darin habe ich mittig eine 8 mm Schraube durch den Boden geschraubt.
Alle Leitungen, Batterien, Verbraucher, Ladegerät habe ich mit Quetsch-Ringösen bestückt und alle an der 8 mm Schraube mit Beilagscheiben,
Sicherungsring und Mutter befestigt.
Die Ringösen habe ich vorsichtshalber nach dem Quetschvorgang noch zusätzlich verlötet.
Ob das fachgerecht war, weiss ich leider nicht, aber es hat viele Jahre ohne Probleme funktioniert.

Vielleicht kann ein Elektro Installationsprofi hier eine bessere und fachmännischere Möglichkeit posten?

, Walter

Alpencamper am 03 Mär 2009 14:42:03

So etwas sollte auch gehen ?!?!

--> Link

Dann ist man wieder nah an der Batterie.

Gast am 03 Mär 2009 20:39:14

Hallo,

was bisher gesagt wurde, stimmt soweit...... in der Theorie und für Großanlagen
die Praxis ist da komplizierter, aber für die im Womo üblichen Verhältnisse gnädiger

zur Kabellänge
bei 3 gleichlangen Kabeln sind die Widerstände gleich, und damit teilt sich auch der Strom gleichmäßig auf die 3 Batterien auf.
habe ich 2 Batterien mit 0,5m und eine 1m Kabellänge, so teilt sich der Strom so auf daß die Batterie bei 1m 25% und die beiden anderen je 37,5% liefern
soweit stimmts noch, aber jetzt kommt der Innenwiderstand der Batterien ins Spiel:
Eine gesunde und vollgeladene Batterie von 12V und 100Ah hat einen Innenwiderstand von rund 0,7 mOhm, und damit genausoviel wie 1m Kabel mit 25mm2.
Aber der Innenwiderstand einer Batterie hängt starkt ab von Alter, Ladezustand, Temperatur... und steigt dann schon mal um den Faktor 5.
Damit sind die Kabelwiderstände zwischen 0,5 und 1m dann vernachlässigbar.
Praktische Konsequenz: die beste Batterie in die Mitte, da wo das Kabel Richtung Womo geht, rechts 0,5m die andere, die schwächste (älteste) ans längere Ende. Alle 4-6 Wochen 24h mit Ausgleichsladung ans Netz hängen bringt alle wieder auf gleiches Niveau.

zur Absicherung
3 Sicherungen direkt am Batteriepol sind gut und tragen zur Beruhigung bei. Soweit gut.
Es reicht aber auch eine Sicherung (50A für 600W) im Abgang zum Womo.
einzige Voraussetzung: kurzschlußsichere Verlegung bis zur Sicherung, also keine Scheuerkanten, keine lockeren Anschlüsse, keine leitenden Trümmer die auf die Pole herabfallen können...
In einer vollen Batterie ist eine erhebliche Menge (4 Mio Wattsekunden) an Energie gespeichert, wenn die in wenigen Sekunden umgesetzt werden und die Nachbar-Batterien noch nachschieben fetzt das heftig.
Um diesen Effekt zu erreichen muß ich entweder ein massives Stück Kupfer direkt über die Pole halten oder ganz schnell einen Nagel längs durch die Batterie klopfen. (mir ist bisher nicht bekannt daß sich eine Batterie aus freien Stücken aufgelöst hätte, für Nachweise wäre ich dankbar).
Nicht ausschließen kann man dagegen den inneren Kurzschluß einer Zelle, und der ist nicht abzusichern weil er im Inneren der Batterie stattfindet. Das läuft jedoch recht harmlos ab, die Spannung der betroffenen Batterie sinkt um 2V und zieht die Nachbarn mit runter. Passiert mit zunehmendem Alter der Batterie durch herausbröselnde Masse der Platten und ist Autofahrern beim ersten Frost bestens bekannt
Konsequenz: defekte Batterie lokalisieren und austauschen

grüße klaus


Exide sagt übrigens zur zur Projektierung von großen Netzersatzanlagen mit verschlossenen Gel-Batterien (weit jenseits des Womo-Horizonts):

"Die meisten Batteriehersteller, Standards und Richtlinien empfehlen
maximal 4 parallelgeschaltete Stränge. Mehr als 4 Stränge sind aber
durchaus möglich, ohne die Lebensdauer zu reduzieren.
Bedingungen und Merkmale für 2 bis 10 Stränge parallel:
• Die Kabelverbinder für die positiven und negativen Pole jedes Stranges
müssen die gleiche Länge haben.
• Jeder Strang, mindestens aber jeweils zwei Stränge haben eine
Sicherung.
• Die Stränge müssen die gleiche Zellenanzahl und Temperatur haben.
Parallelschaltung von Strängen unterschiedlicher Kapazität oder
unterschiedlichen Alters ist möglich. Sowohl während der Entladung als
auch während der Wiederaufladung teilt sich der Strom entsprechend der
Kapazität bzw. des Alters auf.
Unter diesen Voraussetzungen ist eine Parallelschaltung von bis zu 10
Strängen möglich. Die Entladedaten beziehen sich auf die Endpole eines
jeden Stranges.
Auch der Bleibatterietyp kann variieren solange die erforderliche
Ladespannung (V/Zelle) pro Strang erfüllt ist.
Zuerst jeden Strang einzeln vormontieren. Vergewissern, daß die Stränge
gleichen Ladezustand, also ähnliche Ruhespannungen haben. Dann erst
die Stränge parallel schalten."

B. A. Cole, R. J. Schmitt, J. Szymborski (GNB Technologies):
“Operational Characteristics of VRLA Batteries Configured in Parallel
Strings”, proceedings INTELEC 1998 gibt weitere Informationen.

gespeert am 04 Mär 2009 11:15:37

Um das "Runterziehen" von guten durch defekte batterien zu verhindern, kann man in der Plusleitung vor die Sicherung (also in Batterienähe) eine gute Schottky-Diode setzen (max. Strom muß mit der Sicherung übereinstimmen) und einen Batteriebalancer einbauen. Dieser lädt alle Batterien gleichmäßig auf bzw. wenn nötig um. Das Ladegerät klemmt man je nach Ausführung entweder auf den Balancer oder direkt auf die Batteriebank.
Alle Ladegeräte bzw. Lima-regler müssen allerdings dann direkt auf die Batterie geschalten werden bzw. die Arbeitsleitung ins Womo evtl. mit einem Stabilisator (wg. Überspannung) versehen werden.
Meist halten die Geräte eine leicht erhöhte Spannung aus bzw. können dies intern abfangen.

Der Vorteil der Dioden besteht darin, daß eine defekte Batterie nicht die komplette Bank leerzieht, außerdem kann man gefahrlos mitten im laufenden Betrieb die Batterien wechseln bzw. für Prüfungen vom Netz nehmen.

flightagent am 04 Mär 2009 20:49:52

Euch allen vielen herzlichen Dank für Eure Unterstützung sowie die nützlichen Tipps und Informationen!!

:wink:

ha-gu am 05 Apr 2009 16:22:36

Hallo,

ich greife das Thema mal wieder auf, weil ich gerade vor derselben Problematik stehe.

Ich habe die vorhandene Batterie (92 AH) unter dem Beifahrersitz und möchte 2 neue (je 88 AH) in die Sitztruhe direkt dahinter einbauen (ca. 40 cm "Luftlinie"). Die Kabel, die jetzt an der alten Batterie ankommen, sind ziemlich dünn, ich schätze mal 6², max. 10². Nach der Skizze von Walter wäre das ziemlich kompliziert, ich müßte je ein neues Kabel von den Polen der alten zu jeder der neuen Batterien legen (abgesichert natürlich). Kabel mit 35² hab ich schon bestellt.
Kann ich auch von + der alten über die Sicherung zum + der 1. neuen (ca. 70 cm Kabel) und weiter zum + der 2. neuen Batterie (ca. 20 cm) gehen, Minus dto.?

Danke für eure Antworten!

Harald

ha-gu am 07 Apr 2009 08:52:40

Thema noch mal nach oben, kann mir keiner mit ner Antwort weiterhelfen?

Muß die Batterien jetzt anschließen, damits Ostern fertig ist ......

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