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Batteriekapazität - neuer Batteriecomputer - Erfahrungen


vadda am 04 Mär 2009 11:00:03

Hallo zusammen,
habe mit im Dezember einen Batteriecomputer von Mobile Technology eingebaut und dann etwas mit meiner gut 1 Jahr alten 170 A AGM-Batterie "gespielt".
Habe stundenweise eine Halogenleuchte eingeschaltet sowie den Receiver und den TFT, insgesamt 6 A; hier die Ergebnisse:

Datum--Uhrzeit---Batt. A---Diff. A-----V------Dauer
01.12.---13:45-----170-------------------------------
----------19:00-----153--------17--------------3:15
02.12.---15:20-----152---------1------12,6--------
----------18:25-----134--------18------12,4---3:05
03.12.---16:45-----131---------3------12,3--------
----------18:45-----119--------12------12,0---2:00
04.12.---15:10-----117---------2------12,2--------
----------18:30------96--------21------11,9----3:20
05.12.---13:45------94---------2------12,0--------
----------18:15------48--------46------11,5----4:30
06.12.---07:00------46---------2------11,7---laden...

Auffallend, dass an den ersten 4 Tagen in den zusammen knapp 12 Std. Betrieb wohl nur die A addiert wurden bis dann am 5. Tag die "Lernfähigkeit" des Computers einsetzte. Obwohl weiterhin nur 6 A verbraucht und während des Betriebes auch angezeigt wurden, hat die Restkapazität der Batterie lt. Comp. um 10 A/h (4,5 Std. - 46 A)abgenommen.
Sicherlich muß ich nun die Gesamtkapazität von 170 A reduzieren (man sagt ja 5% pro Jahr), wobei ja auch die im Dezember niedrige Außentemperatur zum größeren Spannungsabfall beigetragen haben kann.
So viel zu meiner "Spielerei" als Kaufmann. Vielleicht kann ja ein E-Techniker mehr damit anfangen.

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Gast am 05 Mär 2009 14:55:03

tach vadda,

ich betrachte das nicht als "Spielerei", sondern als ernsthafte Aueinandersetzung mit einer komplexeren Technik die dazu beiträgt die Grenzen und Möglichkeiten auszuloten.
Ich hab seit einem Jahr auch einen Batteriecomputer von MT, und habe mittlerweile gelernt dem Ding nicht grenzenlos zu vertrauen, denn wie meine 200W-Solaranlage letzte Woche an einem Tag zwischen 7:40 und 17:40 83 Ah reinladen konnte bleibt mir ein Rätsel, denn das wäre Nennleistung im Winter.

Mein Eindruck ist, daß Entladungen relativ zuverlässig registriert werden, bei Ladevorgängen die Logik stark übertreibt, und ich werde das mal mit MT zu klären versuchen.

Allgemein sind Kapazitätsmessungen bei Gleichstrom schon komplexere Berechnungen, wie da Messung von Strom und Zeit, Integral des Stroms über die Zeit, Unterschied zwischen Laden/Entladen, Unwägbarkeiten wie temperatur und Alterung...

Interessant wäre mal das Verhalten beim Laden zu bestimmen:
Anfangskapazität
Ladestrom beobachten x Zeit
Endkapazität
Vergleich Berechnung zu Anzeige

grüße klaus

torcman am 05 Mär 2009 19:09:26

Hallo vada

da ich selbst Batterie Computer baue, kann ich vielleicht hier helfen. Jeder Hersteller benutzt ein bisschen unterschiedliche Algorythmen, speziell was die Restkapazitaetanzeige betrifft.

Das kommt daher, dass die Akkus die wir benutzen die angegebene Kapazitaet von zB 95Ah nur unter bestimmter Temperatur und Entladestrom von C20 (20Stunden) besitzen. Das sind ca 5A. Entlaedst Du den Akku mit nur 2A wird er 100Ah liefern, bei 20A wird er nur ca 75Ah (wenn neu) und 60Ah (alt liefern).

Du hast dem Computer eine, wie man sieht, falsche Zahl von 170Ah eingetippt. Solange die Spannung des Akkus oberhalb eines Wertes war (je nach Algorythm ist es ein fixer oder ein variabler Wert) akkumulierte der Computer den Entladestrom runter, zog ihm von Deinem Startwert von 170Ah und zeigte Dir den Restwert.

Nach 4 Tagen kam er total durcheinander, da er schon sehr niedrige Spannung des Akkus sah, aber angeblich (Du hast den Startwert eingetippt) im Akku sollte noch 96Ah drin sein. Um sich nicht zu blamieren, mit einer Anzeige zB 50Ah Restkapazitaet aber der Akku leer! hat er nach einer bestimmten "Spannung zu Kapazitaet" Kennlinie feststellen muessen, seine Anzeige ist viel zu hoch und deshalb hat er immer mehr Ah abgezogen als es nur aus der Akumulation des Stromes berechnet hat. Er hat versucht die Ah zu Null zu bringen ungefaehr zu gleichen Zeit wie die Spannung in Keller geht.

Gute Computer merken sich das natuerlich und bei naechsten Mal, wird er schon wissen, dass Dein Akku nur noch zB 130Ah hat.

Jetzt,

wie kann man so einen Computer besser lernen lassen. Klar, keiner wird den Akku zu Null entladen um den Computer das Wissen in einem KOMPLETTEN Ladevorgarng beizubringen.

Bessere Computer sind da schon mit einem Teilstuck des Ladevorgangs zufrieden. Diese beobachten wie schnell die Spannung beim Ladestrom xx Ampere steigt, wann sie von U1 auf U2 auf 13.8V geht und errechnen die Kapazitaet des Akkus.

Diesen Wert verfeinern sie dann noch weiter bei der Entladung, durch Beobachtung der Spannung bei Entnahme von xx Ah.

Fazit:

1. Die erste Eingabe der Kapazitaet in so einen Computer soll je nach Alter des Akkus zwischen 70-90% der Akkuafschrift passieren.

2. Gibt dem Computer die Chance moeglich lange Teilstucke des Ladenvorgangs (Akku fast leer bis voll) und danach des Entladevorgangs zu beobachten.

3. Er wird Dir mit einer super genauen Restkapazitaetanzeige danken.

tm

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vadda am 06 Mär 2009 08:21:30

Hallo Klaus, hallo tm,
wenn wir die Franken und die Schwaben nicht hätten...
Vielen Dank für Eure Hinweise. Ich werde in den nächsten Tagen meinen Batteriecomputer noch einmal "anlernen", wollte ich eh schon machen, da ich nach dem Test im Dezember diesen noch einmal stromlos machen mußte und die "Lehrzeit" damit hinfällig war.
Hatte im Dez. den Test bei angezeigten 46Ah Restkapazität abgebrochen, weiter hatte ich mich nicht getraut. Werde nun nicht nur das Entladen, sonern auch das Laden dokumentieren. Ist ja schon eine interessante Geschichte, noch mal besten Dank

torcman am 06 Mär 2009 10:28:54

ok vadda

vergiss also nicht:

der Betterie Computer, nachdem er den Akku vermessen hat, zeigt eine Restkapazitaet bei 20h-Entladestrom.

- ziehst Du 5A ueber eine Stunde werden 5Ah abegezogen
- ziehst Du 10A ueber eine Stunde werden 10,5Ah* abegezogen
- ziehst Du 20A ueber eine Stunde werden 22Ah* abegezogen

* die Zahlen sind nur als Beispiel hier, die haengen mit der Peukert-Konstante jedes einzelnen Akkus zusammen

tm

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