Tipsel am 30 Dez 2004 20:03:59 Hallo zusammen,
da wir jetzt einen Wechselrichter und eine zusätzliche Batterie gekauft haben, hat Peter mal unser Ladegerät rausgekramt und in der Bedienungsanleitung steht: Beim Laden die Verschlußstopfen aufmachen :eek:
Betrifft dies nur die alten Batterien, weil die Gebrauchsanleitung halt auch schon alt ist?
Die neuen sind doch wartungsfrei und die Verschlußstopfen fest drauf (nur mit Schraubenzieher zu öffnen)
Gast am 30 Dez 2004 23:27:22 Ladegerät rausgekramt?
Verschlußstopfen?
Habt ihr nicht so ein Ladegerät im Wohnmobil?
Entweder haben wir Verständnisschwierigkeiten oder da muß was grundsätzliches geklärt werden.
Tipsel am 30 Dez 2004 23:36:43 Verständigungsprobleme :D Also ich versuchs nochmal: im Womo haben wir selbstverständlich eine 80 AH Aufbaubatterie und eine Starterbatterie. Beide sind Blei-Gel-Batterien. Daran ändert sich nix.
Die heute neu gekaufte zusätzliche Säure-Batterie kann da nicht mit drangehängt werden zum laden, deshalb das Ladegerät ausm Keller.
Diese neue Batterie nehmen wir nur zusätzlich für lange Winterabende zum fernsehen mit. Dazu wird sie zuhause aufgeladen und mit Wechselrichter die 220 V-Glotze betrieben. Winter vorbei, Batterie in den Keller 8)
Unser Ladegerät zuhause ist schon ein paar Jährchen alt, deshalb sind wir über die Gebrauchsanleitung gestolpert, die da sagt, dass die Verschlußkappen ab sollen beim Laden. Wir denken aber, dass dies nur die alten Batterien betrifft, die seinerzeit auch nachgefüllt wurden und deshalb diese Kappen leicht abgingen. Die heutigen Batt. sind ja wartungsfrei und die Kappen festgeschraubt.
Roman am 31 Dez 2004 01:24:44 Hallo Christel,
ich bin zwar nicht der Batterie-Experte vor dem Herrn, aber ich denke, daß auch moderne Säure-Batterien beim Ladevorgang "ausgasen" und daher die Verschlußstopfen geöffnet werden sollten.
Ein gutes neues Jahr wünscht
Roman 8)
berni01 am 31 Dez 2004 08:17:53 Diese modernen Batterien haben meist einen Schlauch an der Seite und man brauch deshalb die Verschlußstopfen nicht öffnen.
@ Tipsel
Lange Winterabende? Ohne Nachladen? Ich schätze mehr als zwei Abende könnt ihr nicht in die Röhre klotzen, denn dann ist die Batterie alle.
Tipsel am 31 Dez 2004 12:04:22 Wir habens schon getestet und 5 Stunden am Stück geguckt und der Strom war noch nicht all :D
Die Wochenenden haben bei uns nur Freitag- und Samstagabend, und wir gucken doch nur, wenn wir mal Leerlauf haben oder so 8) :eek:
Kein Lüftungsschläuchelchen da :x
berni01 am 31 Dez 2004 12:10:22 Kein Lüftungsschläuchelchen???
Wenn "wartungsfrei" draufsteht, würde ich mir keine Gedanken machen. Das Laden mittels Ladegerät ist ja eigentlich nix anderes wie das Laden im Fahrzeug, oder??? Und ständig vor dem Losfahren die Stöpsel runterschrauben fände ich persönlich etwas umständlich. :D:D:D
mikel am 31 Dez 2004 12:32:08 Hallo Christel.
Das ist ne heiße Kiste die Du da vor hast. Bitte denke immer daran, das Batterien Gafahrengut sind, die nach Ladung auch explodieren können. Ganz wichtig ist die Qualität des Laderätes, und stell die Batterie bitte nicht einfach in den Wohnraum, wir wollen doch nochmal was zusammen trinken :D
Habe mal was aus dem Netz für Dich kopiert:
Zitat:
Bleiakkus sind empfindlich gegenüber Tiefentladung. Bereits eine einmalige Tiefentladung kann den Akku unbrauchbar machen, selbst wenn man ihn sofort wieder auflädt. Das Laden selbst ist sehr einfach: Man versorgt ihn mit Strom und beendet den Ladevorgang knapp unterhalb der Gasungsspannung von ca. 2,4 V pro Zelle (stark temperaturabhängig). Das ist diejenige Spannung, ab der der Akku kaum mehr weiter geladen wird, sondern hauptsächlich das Wasser des Elektrolyts in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespaltet wird. Dieses Gasgemisch explodiert beim geringsten Funken heftig, weshalb man nur im Freien oder gut durchlüfteten Räumen laden darf. Billige Ladegeräte besitzen nicht nur keine automatische Abschaltung bei Erreichen der Gasungsspannung, sondern lassen einen Akku immer gasen. Das Überladen richtet zwar bei Akkus, bei denen man Zugang zu den einzelnen Zellen hat, keinen allzu großen Schaden an, jedoch geht Wasser verloren. Hat man den Akku überladen, muß man daher den alten Flüssigkeitspegel durch Nachfüllen von destilliertem Wasser wiederherstellen. Keinesfalls dürfen Sie hierfür im Handel erhältliche Batteriesäure nehmen; diese ist ausschließlich zum Befüllen von sogenannten "trocken vorgeladenen" Bleiakkus (d.h. Akkus, die aus versandtechnischen Gründen ohne Säure ausgeliefert werden) gedacht. Da beim Überladen nur Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespaltet wurde, die Säure aber unbeeinflußt blieb und daher auch nicht verbraucht oder chemisch aufgespaltet wurde, muß lediglich destilliertes Wasser nachgefüllt werden.
Sofern es sich bei Ihrem Auto-Akku nicht um einen "wartungsfreien" Typ handelt, haben Sie meistens durch Entfernen von 6 Schraubstöpseln oder einer Kunststoffleiste Zugang zum Elektrolyten und können im Bedarfsfall problemlos destilliertes Wasser nachfüllen. Sie sollten alle 1 bis 2 Monate überprüfen, ob der Flüssigkeitsstand noch ausreichend hoch ist. Bei durchsichtigen Akkus ist der Sollfüllstand meistens durch eine Markierung auf der Seite des Akkus gekennzeichnet. Falls eine solche fehlt, sollte der Flüssigkeitsstand ca. 1 cm über der Oberkante der Platten liegen. Wenn er niedriger ist, sollten Sie im Interesse einer langen Lebensdauer destilliertes bzw. demineralisiertes Wasser nach.
Mit Hilfe eines im Volksmund Batteriesäureheber genannten Aräometers, das Sie für wenig Geld im Fachhandel erwerben können, können Sie zudem die Dichte des Elektrolyten messen. Daran können Sie bei einem neuen Bleiakku direkt ablesen, ob der Akku ganz geladen (1,28 kg/l), ganz leer (1,12 kg/l) oder zu einem bestimmten Prozentsatz geladen ist. Diese Werte sind nur gültig, wenn der Soll-Flüssigkeitsstand eingehalten wird (ggf. destilliertes Wasser nachfüllen) und der Akku neu ist. Bei einem Bleiakku, der schon einige Zeit in Gebrauch war, wird man trotz Volladung die angegebenen 1,28 kg/l nicht mehr erreichen. Dies ist völlig normal, denn mit zunehmender Alterung sulfatiert ein immer größer werdender Flächenanteil der Bleiplatten und steht nicht mehr für die Energiespeicherung zur Verfügung. Durch die Sulfatbildung wird ein Teil der Batteriesäure an den Platten gebunden, so daß die Säuredichte mit zunehmender Sulfatierung abnimmt. Bei einem vollgeladenen Akku ist daher die Säuredichte ein Indikator für sein Leistungsvermögen. Durch nachträgliches Erhöhen der Säuredichte wie beispielsweise durch Zugabe von konzentrierter Schwefelsäure kann man den Akku übrigens keineswegs regenerieren, denn die verminderte Säuredichte ist nur ein Symptom und keineswegs die Ursache für die abnehmende Kapazität. Bei Zugabe von Säure würde die Leitfähigkeit des Elektrolyten abnehmen, so daß der Maximalstrom abnimmt und das Auto bei Kälte möglicherweise nicht mehr anspringt.
Seien Sie beim Überprüfen der Säuredichte bitte sehr vorsichtig und tragen Sie neben alter Kleidung unbedingt eine Schutzbrille. Denn bereits ein kleiner Spritzer Schwefelsäure brennt Löcher in die Kleidung bzw. die Haut und kann schlimmstenfalls Erblindung zur Folge haben, falls er in die Augen gerät. Spülen Sie betroffene Stellen im Falle des Falles sofort mit viel Wasser ab. Ist Säure in die Augen gekommen, müssen Sie sie sofort mit viel Wasser ausspülen und unbedingt direkt nach dem Ausspülen einen Augenarzt aufsuchen. Falls Sie diesen nicht schnellstmöglichst aus eigener Kraft aufsuchen können, verständigen Sie sofort den Rettungsdienst, denn Ihr Augenlicht steht auf dem Spiel. Aufgrund dieser Gefahren sollten Sie die Dichte der Akkusäure nur dann bestimmen, wenn es unbedingt notwendig ist. Spülen Sie den Aräometer nach Gebrauch unter reichlich fließendem Wasser ab und spülen Sie auch das Innere gut aus, damit der Aufbewahrungsort nicht infolge von Säureresten Schaden nimmt.
Sollten Sie Ihren Akku z.B. durch vergessenes Ausschalten der Beleuchtung stark entladen oder sogar tiefentladen haben, dürfen Sie ihn keinesfalls mit einem Schnelladegerät aufladen. Denn durch den hohen Ladestrom würde er endgültig Schaden nehmen. Auch wenn es lange dauert, sollten Sie ihn lediglich mit einem geringen Strom aufladen. Das mag er auch im Normalbetrieb am liebsten. Als Faustregel sollte der Strom ein Zehntel der Akkukapazität nicht überschreiten, darf allerdings gerne geringer sein. Bei einem Akku mit einer Kapazität von beispielsweise 60 Ah sollte der Ladestrom daher 6 A oder weniger betragen. Falls Sie für alle Fälle gewappnet sein wollen und daher an die Anschaffung eines Ladegeräts denken, sollten Sie aus den genannten Gründen leistungsstarke Geräte im Regal stehen lassen und lieber eines mit geringem Strom aber automatischer Abschaltung ("elektronische Laderegelung") kaufen.
Tipsel am 31 Dez 2004 12:34:16 Haben wir uns ja auch gedacht.
Wartungsfrei steht nicht extra drauf, wurde uns aber gesagt.
Ganz winzig geschrieben haben wir jetzt gefunden: wenn Säurestand zu niedrig, ggf. mit dest. Wasser auffüllen.
Ich will halt nicht, dass uns das Teil um die Ohren fliegt.
mikel am 31 Dez 2004 12:43:27 WICHTIG!
Wenn das Teil wartungsfrei ist, besitzt die Batterie eine Öffnung, an dem das Gasgemisch entweichen kann, falls die Batterie gast. Dies bedeutet, daß das hochexplosive Gemisch ungehindert ins freie kommt, das finde ich auch nicht ungefährlich. Ich würde die Batterien irgendwo geschützt einbauen, dafür gibt es bei Berger extra Batteriekisten. Bitte handel nicht voreilig, wenn Du mal so eine explodierte Batterie gesehen hast weißt Du was ich meine.
Wartungsfrei bedeutet nicht ungefährlich!
@Cruiser - sag doch mal bitte was dazu!
Nasenbär am 31 Dez 2004 12:53:39 Hallo
Was mir mit einem Bleiakku passiert ist, habe ich in einem anderen Beitrag geschrieben. --> Link Das entstehende Knallgas ist nicht zu unterschätzen :!:
HaraldF am 31 Dez 2004 13:22:02 Nu mal halblang ! :D Normale Bleiakkus kann man gefahrlos mit geschlossenen Stöpseln laden, solange der Ladestrom 10A nicht überschreitet. Gefahr besteht lediglich bei älteren Bleiakkus beim "Schnell-Laden" mit Ladeströmen über 15A oder mit Überspannung.
Worauf man in jedem Fall achten sollte sind saubere Pole und auf Durchgängigkeit der kleinen "Atmungslöcher" der Stöpsel. Dies sichert man am Besten mit einer Nähnadel (kurz prüfen bzw freistechen).
Destilliertes Wasser sollte man , wenn überhaupt, in jedem Fall erst NACH Laden der Batterie nachfüllen ( sonst saut der Kram über und Batteriesäure ist höllisch aggressiv ) ! Wenn beim Ladegerät (max. 10A) die Ladestromanzeige gegen null geht , ist der Widerstand der Bleiplatten so gross, dass kein Strom mehr fliesst, also die Batterie voll ist. Ein "Überladen" mit gefährlicher "Gasung" oder gar "Explosion der Batterie" ist bei normalem bzw. Ladestrom bis 10A daher unmöglich.
Bleiakkus sind allerdings empfindlich bei falscher Entladung , wie auch gegenüber Tiefentladung. Die meisten Verbraucher , wie Wechselrichter, Kühlschränke , Truma-Heizungen etc , sind mit entsprechenden Schutzeinrichtungen versehen und schalten bei einer Batteriespannung von 11 Volt oder spätestens bei 10V ab, was eine Tiefentladung verhindert. Es gibt bei Conrad noch ein Vorschaltgerät, was das Tiefentladen generell verhindert. Bleiakkus würde ich aus Sicherheitsgründen auch immer getrennt vom Wohnraum unterbringen, weil bei Unfällen die Batteriesäure üble Folgen haben kann.
Allerdings sind Bleiakkus zur Stromabgabe von hohen Strömen kurzer Dauer konzipiert , also nicht unbedingt für den Wohnraum geeignet. Da empfiehlt sich eher ein wartungsfreier Gelakku. Die können Ströme über lange Zeiträume ohne Spannungsverlust abgeben. Solche Akkus erfordern dann allerdings ein besonderes Ladegerät. Die entsprechenden Akkus und Ladegeräte finden sich übrigens bei Bootsausrüstern erheblich billiger als im Camping- und Womo-Handel.
Ausserdem schwören wir seit 5 Jahren auf unsere Solar-Power auf dem Dach !
Harald
Nasenbär am 31 Dez 2004 13:31:19 Hallo Harald
Weiter oben ist ja die Rede von einem älteren Ladegerät. Bei defekten am Gerät kann es zur Überladung mit den gefährlichen Folgen kommen.
Ansonsten habe ich, bis auf Ladungen mit dem Schnelllader, auch noch nie die Stöpsel rausgemacht. :)
Tipsel am 31 Dez 2004 14:02:28 Danke für die Infos.
Unser Ladegerät ist zwar älter, aber nagelneu, also Defekt schließ ich mal aus. Ladegerät ist recht schwach, ich glaub 4 oder 6A, also laden wir einfach mal mit geschlossenen Stöpseln und warten, was passiert :D
@Harald: Solar hätt ich zwar auch gern, aber die Kosten stehen in keinem Verhältnis zu unserer Nutzung (mal 2 Stunden vor der Glotze ab und zu im Winter und im Sommer nur wenn Schumi fährt)
Gast am 31 Dez 2004 14:40:07 Nu mal halblang ! grin.gif Normale Bleiakkus kann man gefahrlos mit geschlossenen Stöpseln laden, solange der Ladestrom 10A nicht überschreitet. Gefahr besteht lediglich bei älteren Bleiakkus beim "Schnell-Laden" mit Ladeströmen über 15A oder mit Überspannung.
STOP Was für ein Unsinn :!: :!: :!:
Beim Laden einer Batterie wird Knallgas freigesetzt.
Knallgas ist ein Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisch. Es ist in Konzentrationen zwischen 4 und 76 Vol% in Luft explosionsfähig. Knallgas benötigt nur eine ganz geringe Zündenergie. Schon ein Funke beim An- oder Abklemmen der Ladekabel reicht aus, um das Gemisch durchzuzünden. Batterien bitte nur im Freien, oder GUT belüfteten Räumen laden.
Tipsel am 31 Dez 2004 14:52:29 Hi Cruiser,
jetzt weiß ich gar nix mehr :eek: Wasn nu richtig?
Stöpsel auf und auf die Terrasse beim Laden?
Anklemmen, Ladegerät einschalten - später Ladegerät aus und abklemmen.
Gast am 31 Dez 2004 15:07:55 Tipsel hat geschrieben:Hi Cruiser,
jetzt weiß ich gar nix mehr :eek: Wasn nu richtig?
Stöpsel auf und auf die Terrasse beim Laden?
Anklemmen, Ladegerät einschalten - später Ladegerät aus und abklemmen.
Stöpsel auf jeden Fall entfernen, sonst kann es zum Überdruck in der Batterie kommen. Die Folge wäre ein Bersten der Batterie. Im günstigsten Fall reißt die Batterie nur. Die Folge wäre ein Auslaufen der Batteriesäure. Und die ist hochgradig ätzend!
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