...am letzten Samstag zum Thema "Bund fördert Diesel-Rußfilter mit je 330 Euro"
Ein Leser aus dem pfälzischen Carlsberg schreibt dazu:
"In Berlin scheint nicht bekannt zu sein, das Dieselfahrzeuge auf dem Markt sind, für die niemand Rußfilter herstellt. Dazu gehört mein Mazda-Kleinbus. Seit 10 Jahren versuche ich vergeblich vom Hersteller einen Filter zu bekommen. Anfangs hieß es, in zwei Jahren käme er. Auf meine erneute Rückfrage wird nur argumentiert, es gäbe zu wenig Bedarf, die Herstellung lohne sich nicht. Auch spezielle Rußfilterhersteller konnten nicht weiterhelfen. Warum muss sich für einen Hersteller sowas immer „lohnen“? Immerhin geht es um den Umweltschutz. Für uns Endverbraucher „lohnt“ es sich auch nicht, die Heizung auf den neuestens Stand zu bringen und trotzdem werden wir per Gesetz dazu verpflichtet. Statt unsinnig Steuergelder für die Nachrüstung auszugeben, sollten Fahrzeughersteller dazu verpflichtet werden, für alle ihre Kraftfahrzeuge Filter zu liefern, unabhängig davon, ob sich das rechnet. Sinnvoller wäre es, Fördergelder in Betriebe zu geben, die umweltfreundliche Nischenprodukte herstellen. Das schafft neue Arbeitsplätze und ist besser angelegt als z.B. weiter Kurzarbeit für Betriebe zu bezahlen, die langfristig nicht am Leben erhalten werden können. Von Arbeitnehmern wird ständig Flexibilität gefordert, wie flexibel sind eigentlich unsere Unternehmen?"
(Quelle: "Die Rheinpfalz" vom 8.8.09)

