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Gourmetrundfahrt 3. Teil Bordeaux-La Rochelle


Kater58 am 01 Feb 2005 20:47:37

Tja, ich weiß nicht was mich getrieben hat. Normalerweise meide ich doch Städte wie der Teufel das Weihwasser. (Paris macht da eine Ausnahme-aber Paris ist ja auch in Frankreich eine Ausnahme)
Und das ich mir ausgerechnet nach dem beschaulichen, so herrlich mittelalterlichen Bergerac nun Bordeaux angetan habe werde ich wohl nie ganz verstehen.
Die Anfahrt war ganz leicht und am Ufer der Garonne ist reichlich Parkraum- auch zum übernachten. Die Fassaden der Häuser wirken alle sauber zur Garonne hin.
Doch blickt man dahinter ist alles Schmutz! Die Wände rußig und schwarz und nur die Vorzeigehotels bieten einigermaßen das was man von einer solchen Großstadt erwartet.
Ich spare mir Beschreibungen. Ich habe, außer dem "Place de Quinconces" vielleicht, nichts sehenswertes an Bordeaux gefunden.
Möglich das andere das anders empfunden haben.
Ich mag Bordeaux nicht!

Um dem ganzen Tag noch die Krone aufzusetzen hegte ich den Wunsch an diesem Abend am Atlantik zu stehen.
Auch Essig! Ich durchquerte die gesamte Gironde und streifte das Medoc ohne auch nur eine einzige Traube geschweige denn den Atlantik gesehen zu haben.
Ich schob an diesem Abend so richtig einen dicken Hals.
Als es dämmerte waren wir vielleicht noch 2 km vom Meer weg. Wir fanden einen einsamen Womo-Platz mitten im Wald, der wohl in der Saison auch noch Geld kostet. Immerhin gab es eine Entsorgung dort und wir konnten unsere Frischwasservorräte auffrischen.
Und das Abendmahl bestand aus Muscheln! Das und der Wein ließen den Tag noch einigermaßen versöhnlich ausklingen.
Das Dorf, in dessen Nähe wir übernachteten hieß Bombannes und lag in der westlichen Gironde.

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Kater58 am 01 Feb 2005 21:22:40

27.09.2004
Wir fuhren durch die Gironde zurück und über die Bordeaux-Rocade in Richtung Norden und über Royan endlich an den Atlantik.
Unterwegs fahren wir durch die edelsten Lagen des Bordeaux- soweit das Auge schaut: Trauben Trauben Trauben...und obwohl schon Ende September war von Lese noch nichts zu sehen...
Zunächst war es noch nicht das offene Meer an dem wir entlang fuhren sondern die durch die Vereinigung von Dordogne und Garonne entstandene Gironde.
Die Gironde wirkt eher wie eine Meeresbucht denn wie ein Flußarm, zumal die Auswirkungen von Ebbe und Flut schon zu beobachten sind.
Überrschend stießen wir unterwegs auf eine alte Festungsanlage von Vauban, die die Zufahrt zur Gironde kontrolliert. Wir lesen, daß auch Napoleon die Festung nutzte. Danach wurde zumindest ein Teil davon abgetragen und zum Häuserbau verwendet.
Dieser Vauban war uns bereits im März in Belgien begenet. Ich muß doch mal intensive Quellenforschung betreiben. Der Mann scheint interessant gewesen zu sein, aber nicht genug um in der Schule schon mal was von ihm gehört zu haben. Er war wohl Feldherr(?) und Baumeister Ludwigs des XIV. und hat in dieser Eigenschaft vor allem an Festungsanlagen werkeln lassen.
Nach Royan waren wir dann endlich am offenen Atlantik. Jetzt suchten wir uns einen Übernachtungsplatz um auch mal wieder etwas früher zu stehen. Vielleich lässt sich ja noch was malen?
Wir fanden eine Bucht und einen einsamen Parkplatz mit Sandstrand- nur das Meer war grad abwesend- es war Ebbe und es begann doch schon wieder zu dämmern.
Wir standen etwa einen Kilometer nördlich von La Palmyre, einem kleinen Urlaubsfleckchen, der einen großen Womo-Parkplatz und im Ort auch einen Entsorgung bietet.
Den Womo Parkplatz mieden wir und stellten uns lieber in die Bucht.
Ganz in der Nähe ein alter Bunker, der an den Westwall gemahnte.
Ein junges Pärchen leistete uns bald Gesellschaft und baute ein Zelt unter den Bäumen in unsrer Nähe auf. Im Dunkel gesellte sich ein weiters Womo zu uns. Es war Vollmond und entsprechend hell über der Bucht.
Ein milder Abend, der es zuließ lange draußen zu sitzen und die Seele baumeln zu lassen. Darüber habe ich ganz vergessen, was wir an diesem Abend aßen. War wohl ohne Belang....irgendwas mit Nudeln und Soße denk ich...der Bordeaux schmeckte herrlich in der Abendluft....

eva b. am 03 Feb 2005 09:51:37

Hallo,
wart Ihr auch in La Rochelle? Da waren wir vor vielen Jahren mal und sind deshalb gespannt, wie es heute aussieht. Auch über Stelllatztips würden wir uns freuen :!:

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Kater58 am 03 Feb 2005 15:04:13

eva b. hat geschrieben:Hallo,
wart Ihr auch in La Rochelle? Da waren wir vor vielen Jahren mal und sind deshalb gespannt, wie es heute aussieht. Auch über Stelllatztips würden wir uns freuen :!:


Ja, wir waren auch in La Rochelle. Dazu komme ich gleich als nächstes.

Im Anhang mal ein kleiner Überblick über die bisher zurückgelegte Strecke...

eva b. am 08 Feb 2005 10:01:19

Nur so zur Erinnerung. Hier fehlt noch der restliche Bericht. Kann ich da noch hoffen?

A5481 am 08 Feb 2005 14:12:44

Hi Kater58,

wenn du dich des öfteren in Frankreich rumtreibst (und nicht nur da)
wird dir der Name Vauban noch öfter begegnen.
Um genau zu sein begegnet der dir bei fast jedem wehrhaften Gebäude :D

Der Mann muß 200 Jahre alt geworden sein bei dem was der alles gebaut hat!! :gruebel:

Grüssle

Lutz

Kater58 am 08 Feb 2005 18:54:05

eva b. hat geschrieben:Nur so zur Erinnerung. Hier fehlt noch der restliche Bericht. Kann ich da noch hoffen?


Stimmt! Es fehlt noch einiges. Hab gerade mal ne kurze "Auszeit" genommen. Nein! Nicht wegen Fastnacht! Das tangiert mich nur sehr peripher...
Habe sozusagen mal eine schöpferische Pause gemacht.

Kater58 am 08 Feb 2005 18:56:31

A5481 hat geschrieben:Hi Kater58,

wenn du dich des öfteren in Frankreich rumtreibst (und nicht nur da)
wird dir der Name Vauban noch öfter begegnen.
Um genau zu sein begegnet der dir bei fast jedem wehrhaften Gebäude :D

Der Mann muß 200 Jahre alt geworden sein bei dem was der alles gebaut hat!! :gruebel:

Grüssle

Lutz


Stimmt! Wir hatten ja schon in Belgien im Maastal bei jeder Zitadelle das Vergnügen. Und nun bei Bordeaux wieder. Der war auf jeden Fall sehr rührig!

Kater58 am 08 Feb 2005 19:18:07

28.09.2004
Am Morgen am Strand, am Abend auf dem Land.
In der kleinen durch eine Düne zum Atlantik abgegrenzten Bucht war am Morgen erst mal Ebbe! Also fast kein Wasser mehr, denn die Bucht ist ganz flach. Meinen Strandspaziergang ließ ich mir aber dennoch nicht vermiesen. Ich sah den Möwen zu, die eifrig nach Krebsen suchten und bewunderte die flinken Strandläufer, die auf den gerade abgetrockneten Schlickflächen allerlei Meeresfrüchte sammelten.
Auch ich fand einen kleinen Taschenkrebs, den ich beobachtete, wie er versuchte sich Deckung gegen die Möwen zu suchen.
In der Ferne hörte man das Rauschen des Atlantik.
Wir fuhren den Kilometer zurück nach La Palmyre um noch zu entsorgen und dann auf direktem Wege nach La Rochelle. Auf dem Weg sahen wir Austernbänke die zu den größten Vorkommen Frankreichs zählen und immer wieder herrliche Eindrücke vom nahen Atlantik.
La Rochelle empfing uns erst einmal mit Parkplatzsuche. Den ersten Schilder nachzufahren erwies sich als überflüssig. Wir wären viel zu weit draussen gewesen. Einfach der Beschilderung zum Hafen folgen war die richtige Devise!
Wir fanden unseren Parkplatz am "Vieux Port". Das ist erwähnenswert, weil La Rochelle 4 Häfen hat!
Es war der ideale Ort unseren Rundgang zu starten. Hier steht ein Leuchtturm, ein Rest der Stadtmauer und drei weitere Türme: der "Tour Lanterne", der "Kettenturm" und der St. Nikolausturm, die die Hafeneinfahrt säumen. Im "Bassin Chalutiers" liegt die "Gunilla" ein Dreimaster unter schwedischer Flagge, der schon etwas hermacht, so rein optisch. Der Yachthafen kann sich sehenlassen.
Das Flair der Hafenstadt ist maritim. Überall um den Hafen herum finden sich Restaurants, Bistros, Eisdielen....

Kater58 am 08 Feb 2005 19:26:03

Nach einem Kurzbesuch im Office de Tourisme, wo ich auf französisch eine Frage stellte und überrascht eine deutsche Antwort erhielt, s tzen wir unsren Bummel fort. Eine der beiden Mitarbeiterinnen ist aus Deutschland und erklärt uns kurz den Stadtplan und die interessantesten Sehenswürdigkeiten.
La Rochelle hat eine interssante und sehr wechselvolle Geschichte. Engländer, Hugenotten, Girondisten, Bonapartisten, Deutsche.....
Wir bummelten noch ein wenig durch die arkadenüberdachten Fußgänderwege der Altstadt und geniessen die Athmosphäre und dann zurück zum Hafen.

Kater58 am 08 Feb 2005 20:30:36

Der Atlantik war unser Wendepunkt. Von nun an waren wir auf der Heimfahrt! :(
Mit dem Wissen vieles noch nicht gesehen zu haben und mit dem nach jeder Übernachtung gleichen Gefühl, etwas am Übernachtungsort zurückgelassen zu haben machten wir uns auf den Weg. Wir werden wiederkommen. Und länger bleiben und uns mehr ansehen! Vielleicht auf einer Route von La Rochelle bis St. Nazaire und in die Bretgane?
Noch hatten wir Urlaub und konnten geniessen!
Wir verliessen den Atlantik in Richtung Niort. Ziel war ein kleiner Fleck im Poitu: Thurageau. Keine Sehenswürdigkeiten, keine Kathedrale, kein bekannter Ort, kein Begriff auf der franbzösischen Landkarte.
Ein paar Kilometer nördlich von Poitiers gelegen, hatten wir uns diesen Übernachtungsplatz aus unsrerem France-Passion-Führer ausgesucht.
Und das Kriterium hieß "Fromage de Chevre".
Es lag in unserer Richtung und bot frischen Ziegenkäse! Mit der Absicht uns dort mit dem schmackhaften, aromatischen Käse zu versorgen fuhren wir also aufs Land.
Wir fanden einen Bauernhof vor, auf dem rege Bauarbeiten im Hof vonstatten gingen. Und wie überrascht waren wir bei den Parkplätzen, die uns gezeigt wurden ein Entsorgungsschild zu sehen!
Wir wurden freundlich begrüßt und dann für den Abend in Ruhe gelassen als wir bedeuteten, doch etwas müde zu sein.
Die Besitzer, offensichtlich die Söhne des Bauern, brannten darauf uns die Ziegen zu zeigen. Und natürlich wollten wir uns das ganze auch ansehen. Und Ziegenkäse kaufen. deshalb waren wir schließlich hierher gefahren. Aber das konnte bis zum nächsten Morgen warten.

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