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Trenndiode oder was?


Flywolf am 02 Mär 2005 20:40:35

Folgendes „nette“ Erlebnis hatte ich gestern. Ab und zu fahre ich auch mit dem Van zur Arbeit, so auch gestern. Nach fast 30 km Fahrt stehe ich in Düren an einer Ampelanlage, als es plötzlich einen fürchterlichen Knall gibt und ich eine Erschütterung spüre. Erster Gedanke, irgend ein Idiot ist dir hinten reingefahren, doch nein. Ein Kontrollblick im Innenraum und über die Außenspiegel läßt nichts Ungewöhnliches erkennen. Ich erreiche meine Dienststelle, kontrolliere dort auf dem Parkplatz den Van noch einmal rundherum, nichts. Nach Dienstschluss mache ich mich auf den Heimweg, als während der Fahrt mitten in Düren der Motor ausgeht. Startversuche bringen nichts, der Motor springt nicht wieder an. Auslesen des Fehlercodes bringt nichts, ich habe die Tabelle nicht dabei. Also DUSC, die nahegelegene, super Werkstatt angerufen, ADAC angerufen zum Abtransport, beste Ehefrau von allen angerufen, warten. Da man je etwas neugierig ist, hab ja Zeit, mache ich die Mororhaube auf und sehe sofort, dass die Flachsicherung im Ladestromkreis der Bordbatterie geschmolzen ist. Mir schwant Übles. Ich öffne den Batteriekasten unter dem hinteren Einstieg und stehe vor diesem Bild.


Nun hatte ich auch die Erklärung für den Knall am Morgen, die Batterie war explodiert. Zwei Abdeckbretter haben ein Chaos im Innenraum verhindert. Ich entferne einen noch kokelnden Anschluss und schau unter der Motorhaube nach der Trenndiode. Ein leicht glühendes Auge schaut mich an, vom daranhängenden Kabel ist nicht mehr viel übrig. Nachdem ich alles „Überflüssige“ entfernt habe, mache ich wieder einen Startversuch, er springt an. Also ADAC abgesagt und schnell in die Werkstatt. Angekommen begrüßt mich Olaf mit den Worten, „Du hier stinkts irgendwie“. Motorhaube auf und ein kleines Feuerchen auf der Trenndiode wärmt mein Herz. Schnell Batteriekabel ab und das Feuer ausgeblasen und der Van ist erst mal gerettet. Hier die Trenndiode.


Schluss der Geschichte:
Nachdem alle Kabel zur hinteren Batterie isoliert wurden und die restlichen Kabel so verbunden wurden, dass die vordere Batterie wieder geladen wurde, Zünd- und Anlasserstrom wieder da waren, konnte ich am späten Abend wieder heim fahren. Ende der Geschichte, jetzt kommt meine Frage:
Als ich abends wieder einigermaßen klar war, hab ich mir natürlich Gedanken über den Wiederaufbau des Systems gemacht und im Net nach Informationen gesucht. Ein Trennrelais, wie in vielen anderen Fahrzeugen, kommt aufgrund der Verkabelungsart nicht in Frage. Es muss wieder etwas ähnliches sein wie die bisherige Trenndiode. Diese sehr informative Seite fand ich im Net.
--> Link
Natürlich wollen die ihr Produkt verkaufen. Was würden die Elektroexperten mir empfehlen? Meine Kenntnisse reichen nicht aus, den Wahrheitsgehalt der gemachten Aussagen zu überprüfen. Bisher hatte ich einen sogenannten verlustfreien Diodentrennverteiler von Ardelt Elektronik mit 2 x 90 Ampere eingebaut. Übrigens die Zerstörung der Trenndiode ist wohl eindeutig eine Folgeerscheinung der Batterieexplosion, nicht umgekehrt.
Bin gespannt, was ihr mir raten werdet.

Wolf

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[Admin] am 02 Mär 2005 20:43:46

au weia! :eek:


Ein Kontrollblick im Innenraum und über die Außenspiegel läßt nichts Ungewöhnliches erkennen.


hätte da nicht ein rotes Lämpchen im Amaturenbrett leuchten sollen?

Flywolf am 02 Mär 2005 21:27:04

Nein, der Wohnraumstromkreis hat keine Kontrollleuchten am Armaturenbrett. Als der Fehler dann auf die Diode durchgeschlagen hat, hats nur die Zündspulenversorgung abgetrennt. Anlasser und Co liefen weiter.
Wolf

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suelzlaber am 03 Mär 2005 10:05:44

Hallo Flywolf

also ich habe mir mal deine Beschreibung durchgelesen und die Bilder angeschaut und versuche mal eine Ferndiagnose.
Also Dioden (Halbleiter) gehen nur bei folgenden Ursachen kaputt:

1.Produktionsfehler
2.Überstrom (Wie bei dir)
3.Spannungsspitzen (es reichen Spitzen von einigen Millisekunden)

Du hast geschrieben dass die Batterie explodiert ist. Kann es sein dass du einen fetten Kurzschluß hast oder hattest ?
Nicht dass irgendwo ein loses Kabel rumschaukelt und ab und zu an die Karosserie schlägt oder so ? Dann geht deine neue Elektronik auch gleich hoch.
Überprüfe mal die Verkabelung auf lose Klemmstellen, Kabelbruch und so weiter.

Ein Laden mit viel zu hohem Strom scheidet meiner Meinung nach aus sonst wäre die andere Batterie auch kaputt.Überladene Batterien sehen auch nicht so aus wie deine.

Zu dem MicroCharge Trenn Mos-FET: Das funktioniert wohl so und ist plausibel aber was kostet denn so ein Teil ? Einen Überstromschutz hat das Ding nicht sondern muß nach dem maximalen Generatorstrom ausgelegt werden. Da verstehe ich den Sinn nicht. Eine Womo-Batterie muß doch nicht mit maximalen Strom geladen werden. Bei ganz leerer Batterie fließt kurzzeitig der größte Ladestrom nach dem du die Elektronik auslegen mußt. Die Womo-Batterie kannst du auch mit relativ
kleinem Strom (Strombegrenzung wie zum Beispiel beim 220V-Ladegerät welches du an Bord hast) laden . Aber das ist wohl Ansichtssache

Horst

fuzzy am 03 Mär 2005 18:08:58

wenn ich die beiden Bilder so sehe, tippe ich wie mein vorredner auch eher auf einen oberfetten Kurzschluß.

so eine gebängte Batt. und Diode hab ich noch nie gesehen und schon einges hinter mir, was Batterien angeht !

tippe da auch auf sowas wie dickes kabel baumelt irgenwo rum :eek:

suelzlaber am 03 Mär 2005 18:31:18

ich hatte das mal gesehen bei einer batterie die keine abdeckung am pluspol hatte und nicht festgeschraubt war. Die ist dann in jeder Kurve mit dem Pluspol an die Motorhaube gerutscht und ist abgebrannt aber nicht so wie diese hier

Flywolf am 03 Mär 2005 18:35:56

Ursache des Ganzen war ein Kurzschluss, der die Batterie aufgeschmolzen hat und dann die Gase im Innern zur Explosion brachte. Die abgefackelte Diode ist ein Folgeschaden. Mit der Trenndiode war ich bisher eigentlich zufrieden. Ich wollte nur wissen, ob sich die Mehrausgabe irgendwie lohnt.
Preise:
# Modell 12/40 - Preis: 99,- Euro
12V und 40A Nennstrom, für kleinere Installationen.
Max. Generatorstrom 55A, max. empfohlene Batteriekapazität 66Ah.
# Modell 12/80 - Preis: 129,- Euro
12V und 80A Nennstrom. Geeignet für den mittleren Strombedarf.
Max. Generatorstrom 95A, max. empfohlene Batteriekapazität 150Ah
# Modell 12/120 - Preis: 159,- Euro
12V und 120A Nennstrom. Der fette Brummer für große Systeme.
Max. Generatorstrom 150A, max. empfohlene Batteriekapazität bis 400Ah

Was mich auch etwas irritiert hat in der Beschreibung, man weist darauf hin, das Verlustleistungen bei den Dioden schon daran zu erkennen sind, dass sie auf Kühlkörpern montiert sind. Das eigene Produkt hat aber auch einen Kühlkörper. Also kann es doch mit der Verlustfreiheit nicht so weit her sein?
Wolf

suelzlaber am 03 Mär 2005 18:40:59

Ganz Verlustfrei ist es sicherlich nicht. Die elektronischen Bauteile im Hochleistungsbereich brauchen halt eine bestimmte Oberfläche um die Temperatur überhaupt abführen zu können die entsteht. Und weniger Verlustleistung als normale Dioden haben sie schon.

Was kostet denn so ein Teil wenn man mal fragen darf ?

Flywolf am 03 Mär 2005 18:45:28

Meinst du jetzt die Trenndiode, denn die anderen Preise stehen oben.
Für die Diode habe ich ca. 60 -70 Euro gezahlt. Hab mich noch nicht nach den aktuellen Preisen umgesehen.
Wolf

[Admin] am 03 Mär 2005 19:03:14

wenn die Batterie schon etwas älter war, hat höchstwahrscheinlich die Batterie selbst den Kurzschluß verursacht. Absinkender Bleischlamm erreicht irgendwann die Platten und verbindet diese dann elektrisch leitend.

Flywolf am 03 Mär 2005 21:11:55

Ne Dirk, die Batterie ist keine zwei Jahre alt. Du kannst auf dem Bild rechts, wo das isolierte Kabelende liegt, die halbrund Einschmelzung erkennen, die durch äußere Hitzeeinwirkung entstanden ist. Als die Batterie dann offen war, hat der Gasinhalt gezündet.
Wolf

suelzlaber am 03 Mär 2005 21:46:14

Dirk hat geschrieben:wenn die Batterie schon etwas älter war, hat höchstwahrscheinlich die Batterie selbst den Kurzschluß verursacht. Absinkender Bleischlamm erreicht irgendwann die Platten und verbindet diese dann elektrisch leitend.


Hallo Dirk,
das passiert doch aber nicht schlagartig

suelzlaber am 03 Mär 2005 21:48:52

Flywolf hat geschrieben:Ne Dirk, die Batterie ist keine zwei Jahre alt. Du kannst auf dem Bild rechts, wo das isolierte Kabelende liegt, die halbrund Einschmelzung erkennen, die durch äußere Hitzeeinwirkung entstanden ist. Als die Batterie dann offen war, hat der Gasinhalt gezündet.
Wolf


ich würde eher sagen dass die Erwärmung eine Folgeerscheinung des hohen Stromes war und die Klemmverbindung nicht fest war (Übergangswiderstand) dann schmort es

[Admin] am 03 Mär 2005 21:49:26

muß nicht, kommt aber vor....

Gast am 03 Mär 2005 22:37:27

Hallo Wolfgang

Du solltest unbedingt einem Schaltplan den Halbleitertype entnehmen.

Neben dem Nennstrom gibt es noch eine ganze Reihe anderer Parameter die stimmen müssen: Ist es eine Germaniumdiode (Tunnelspannung 0,3 Volt oder eine Siliziumdiode Tunnelpannung 0,6 Volt). Wie hoch ist der induktive (xl)- und der kapazitive Innenwiderstand (xc) der Diode? Diese Werte spielen bei großen Strömen eine wichtige Rolle, da transiente Stromstöße die Diode belasten. Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber auch hohe Spannungen können bei Schaltvorgängen mit großen Strömen auftreten, wenn induktive Verbraucher angeschlossen sind (di/dt ---> mit der Zeit t geht beim Schaltvorgang gegen unendlich klein; dadurch kann die gespeicherte Energie in einer Induktivität nur durch Spannungserhöhung abgebaut werden). Der Halbleiter muß dann auch bei 12 Volt eine gewisse Spannungsfestigkeit haben.

Vielleicht hilft Dir auch dieser Link weiter:

--> Link
--> Link

Flywolf am 03 Mär 2005 23:00:45

Danke für eure bisherigen Antworten.
Edgar, das Problem ist doch, wenn man nicht aus dem Elektronikzubehör was selber stricken kann, dass man auf fertige Produkte angewiesen ist. Man kauft das, was bei den technischen Angaben der Hersteller oder Verkäufer am ehesten den Vorgaben deines Fahrzeuges entspricht. Bei den trenndioden wird immer nur die belastungsmöglichkeit in Ampere angegeben. So geht man auf die sichere Seite oder versucht es zumindest. Mein Problem ist ja jetzt nur, was baue ich wieder ein. Die bisherige Trenndiode von Ardelt hat ja ihren Dienst klaglos getan. Für die Explosion der Batterie kann sie nichts. Der eindeutig Schuldige ist hier eine anscheinend popelig isolierte Verschraubung aus Amiland, die einen Kurzschluss verursacht hat. Das ist am Schadensbild der Batterie, ich weiß, sie ist nur noch ein Puzzel, klar zu erkennen. Meine Frage war eigentlich, lohnt sich bei einer Neuanschaffung die erheblich teurere MicroCharge Trenn-MOSFET, hat sie irgendwelche herausragenden Vorteile gegenüber einer sogenannten verlustfreien Trenndiode?
Übrigens, nachdem ich meine Batterie so gesehen hatte, hat es mich kräftig geschüttelt, als mir durch den Kopf ging, dass einige von euch so ein Teil unter dem Sitz haben. Hätt ich nicht haben wollen.

Wolf

Tipsel am 03 Mär 2005 23:06:47

Hallo Wolf,

hab hier mitgelesen und auch dran gedacht, dass ich manchmal auf dem Ding draufsitze (meistens aber Peter 8) ) Aber kapiert hab ich trotzdem nicht, warum das passiert ist und ob das bei uns auch passieren kann.

Flywolf am 03 Mär 2005 23:22:34

Hallo Christel!
Ich gehe mal davon aus, dass nichts passieren kann, wenn das Pluskabel keine Chance zu einem Masseschluss hat. So kann auch die Batterie nicht aufschmelzen und das Knallgas gezündet werden. Es gibt einfach Bereiche, die man öfter kontrollieren sollte. Lebenslanges Lernen ist angesagt. :D
Wolf

Nasenbär am 03 Mär 2005 23:36:48

Hallo
Mein Erlebnis mit Knallgas habe ich ja schon früher in einem anderen Thread mal beschrieben. Nur soviel nochmal: Eine brennende Zigarette in 2 m Entfernung hat gereicht, die Batterie (140AH) zum explodieren zu bringen. Der Lima-Regler war defekt. Die Teile und die Säure sind Meterweit umher geflogen.

rs270550 am 04 Mär 2005 09:44:48

Hallo,
wir hatten auch schon einmal so eine Batt.-Exolsion, und zwar mit einer Batterie, auf die noch Garantie war!! Es wurde eine Neue eingebaut und danach gab es keine Probleme mehr ( mit der Batterie) Es wurden KEINE Kabel verändert. Das war wohl eine "Montags-Batterie". Allerdings fing der Wagen, trotz gründlichem reinigen, an zu rosten.
Trenn-Diode: die hatten wir seinerzeit in unserem Boot eingebaut, kam von Conrad-Elek. und machte keine Probleme. Kostete damals ca. 10.-- DM. Vielleicht mal nachschauen, ob die sowas noch anbieten. Die Diode "frißt" allerdings rund 0,5 V!
Also, mal bei Conrad schauen und das Reinigen des Innenraumes nicht vergessen.
,
Rolf

Gast am 04 Mär 2005 19:54:18

Flywolf hat geschrieben:Übrigens, nachdem ich meine Batterie so gesehen hatte, hat es mich kräftig geschüttelt, als mir durch den Kopf ging, dass einige von euch so ein Teil unter dem Sitz haben. Hätt ich nicht haben wollen.

Wolf


Ich habe zu Hause sogar LiPo- Zellen für meien Modellflieger; Die haben die 8fache Energiedichte wie Bleiakkus. Ne Stichflamme ist da die Antwort Man kann damit sogar am Tag den Himmel hell erleuchten, wenn aufgrund eine Kurzschlußes ein Modell im Flug plötzlich abfackelt :D :D :D

Ürigens, was ist denn mit der Säure im Akku passiert? Hat die Sich jetzt durch den Boden gefressen :gruebel:

Flywolf am 04 Mär 2005 22:47:28

Bis jetzt noch nicht? Hab mir gestern erstmal passende Handschuhe und einen Mörtelkübel besorgt und werde morgen mal versuchen, die Reste aus dem Kasten zu entfernen. Hast du noch einen Tipp, womit ich die Säurereste neutralisieren kann? Übrigens haben die Amis einen Vorteil, die bauen nicht mit Dünnblech. Der Batteriekasten ist noch immer intakt.
Wolf

Nasenbär am 04 Mär 2005 22:51:57

Neutralisieren mit Lauge. Ich habe Seifenlauge genommen, es gibt aber extra Neutralisator. Der Rost kommt später, gut reinigen :!:

Gast am 04 Mär 2005 22:54:50

Flywolf hat geschrieben: Hast du noch einen Tipp, womit ich die Säurereste neutralisieren kann?


Mit Natronlauge, oder nimm einfach Seife. Natronlauge bekommst Du übrigens in Elektronikläden wie Conrad. Dort wird Natronlauge für die Fotoplatinenentwicklung benötigt.

Nasenbär am 04 Mär 2005 23:01:39

Hatte ich doch recht :)

Gast am 04 Mär 2005 23:06:02

Nasenbär hat geschrieben:Hatte ich doch recht :)


Du wast halt schneller. :oops:

Flywolf am 04 Mär 2005 23:15:57

Danke, das sind doch die Tipps, die man braucht. Jetzt muss ich nur noch sehen, wo ich in Aachen Natronlauge herkriege, denn Conrad dauert mir zu lang, das müsste ich im Versand bestellen. Aber ich glaube wir haben hier noch so kleine Elektronikläden, die aus den 70gern überlebt haben.
Wolf

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